 Tanja Drott, die neue Praktikantin, meldet sich zum 10- wöchigen Dienst. Foto:Lanzarote37°/Drott
 Auf dem kleinen Markt in Arrecife gibt es hauptsächlich die üblichen Touristensouvenirs zu kaufen... Foto:Lanzarote37°/Drott
 ... einige Arbeiten stechen dennnoch aus den Unmengen gefälschter Markentaschen und billigem Schmuck hervor. Foto:Lanzarote37°/Drott
 Arrecife and the City: Leere Einkaufsmeile um die Siesta-Zeit. Foto:Lanzarote37°/Drott
 Auf der Dachterasse meiner Wohnung: Wunderschöner Ausblick Richtigung Haría. Foto:Lanzarote37°/Drott
 Der Wind, der Wind, das himmliche Kind - fliegende Haare sind hier an der Tagesordnung. Foto:Lanzarote37°/Drott
 Das Fundstück der Woche: "Popo Import" - Trotz des zweideutigen Namens gibt es hier Haushaltswaren zu Tiefstpreisen. Wie der Name zu Stande kommt, bleibt aber wohl ein Rätsel. Foto:Lanzarote37°/Drott
(24-08-10) Wer den Praktikantenblog von meinem Vorgänger Cornelius regelmäßig verfolgt hat, wird gemerkt haben, dass der Gute seine neun Wochen 37° erfolgreich beendet hat (im doppelten Sinne von Temperatur und Magazinarbeit!) und nun wieder deutschen Boden unter den Füßen hat.
Cornelius, ich grüß dich auf diesem Wege herzlich, und geh davon aus, dass deine Neugier dich auch in Zukunft immer mal wieder auf diesen Blog führen wird.
Seit fast drei Wochen sitze ich nun auf dem Praktikantenplatz und versuche die deutsche Sprache hoch zu halten. Ich bin Tanja, 25 Jahre jung und studiere Publizistik . Was ich mir von meinem Praktikum hier verspreche: Das größtenteils doch sehr theoretisch angelegte Wissen der Publizistik-wissenschaften mit der Praxis kombinieren und anwenden zu lernen. Journalisten nicht nur unter ethischen Gesichtspunkten und theoretischen Konzeptionen unter die Lupe zu nehmen, sondern selbst journalistisch tätig zu werden.
Kurzum: Ich will schreiben lernen. Klingt banal und erinnert an Heidi Klums Sprösslinge, die immer wieder beteuern, wie schwer laufen sei, beides hat aber sicherlich Parallelen – obwohl man es vorher schon tausend Mal gemacht hat, kriegt es einen anderen Touch, wenn man es zum ersten Mal professionell machen muss. Meine ersten Artikel sind schon in trockenen Tüchern und ich kann es kaum erwarten, sie mit meinem Namen in der nächsten Ausgabe abgedruckt zu sehen.
Nach drei Wochen Lanzarote lerne ich immer besser, mich mit den doch recht simplen Bedingungen vor Ort zu arrangieren. Kein Radio, kein TV, kein Herd, keine Mikrowelle – vier Dinge, die ich zu Hause jeden Tag nutze, existieren in meiner jetzigen Wohnung nicht. An die spartanische Einrichtung hab ich mich allerdings schneller gewöhnt, als ich dachte. Mangels Internet lernt man, sich die Zeit anders zu vertreiben. Ich persönlich habe noch Uni-Lektüre im Gepäck und kann mich über Langeweile also nicht beklagen.
Auch einige schöne Plätzchen der Insel habe ich schon oberflächlich erkunden können – die Digicam selbstverständlich immer im Anschlag. Gestern bin ich einige Stunden durch die Hauptstadt Arrecife – nahe der sich auch der Flughafen befindet - geschlendert, habe das herrliche Wetter genossen, und mich auf einem kleinen Markt direkt am Hafen umgesehen, um erste Ideen für Mitbringsel für Familie und Freunde zu sammeln. Die Ausbeute war äußerst mager: Gefälschte Markenhandtaschen, Magnetpins, Schmuck, Holzschnitzereien und Haarklammern, wie man sie in jedem anderen Sommerurlaub auch kaufen kann. Mehr könnten die Liebsten sicherlich mit ein paar Litern Benzin anfangen. Mit etwa 88 Cent pro Liter im Vergleich zu Deutschland ein super Schnäppchen! Und Benzin braucht man schließlich immer…
Abschließend noch einige Dinge, die mir seit meiner Landung spanisch vorkommen:
Klopapier kommt nicht in die Toilette, sondern in einen Plastikeimer
Die weitesten Punkte der Insel sind nur ca. 60 km voneinander entfernt
Leicht überhöhte Geschwindigkeit führt zu Bußgeldern um die 500 € (!!!)
Wasserdruck und – temperatur sind Glückssache
Für den Moment sollte das reichen. Ich grüße und drücke auf diesem Wege alle, die sich angesprochen fühlen.
Hasta luego!
Tanja
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