(27-05-2010/N° 40) Vor kurzem besuchte Fernsehpfarrer Jürgen Fliege die Redaktion von Lanzarote37°. Im Gespräch kam man auf die Auswanderer zu sprechen. „Kann man hier zufrieden alt werden?", fragte Fliege und wollte wissen, was Auswanderer machen, wenn sie nicht mehr so rüstig sind, wenn der Partner gestorben ist, oder der Körper nicht mehr richtig will und man auf Hilfe angewiesen ist. Zurück nach Deutschland? Für viele bislang die einzige Option. Betreutes Wohnen, Seniorenwohnheime und Pflegeplätze mit deutschsprachigem Personal suchte man in dieser Grössenordnung und Qualität bisher vergeblich auf Lanzarote. Das wird sich ändern: In Zusammenarbeit mit der Diakonie Minden wird die Apartmentanlage „HL Rio Playa Blanca" zu einer Seniorenresidenz umgebaut.
„Endlich, darauf haben wir auf Lanzarote dringend gewartet", freut sich Touristenpfarrerin Thurid Pörksen, als sie zusammen mit ihrem Mann Arend im Foyer der künftigen Seniorenresidenz „Diakonie España S.L." sitzt, um sich von Geschäftsführer Jürgen Trippe erklären zu lassen, was die Projektentwickler planen und was Senioren bald auf Lanzarote erwarten können.
Jürgen Trippe gibt gerne Auskunft, führt über die Anlage, zeigt die Bungalows, in denen künftig die Senioren wohnen werden und beantwortet freundlich alle möglichen Fragen. 200 Bungalows stehen auf dem 87.000 Quadratmeter großen, sanft zum Meer hin abfallenden Gelände in Playa Blanca. Noch tummeln sich hauptsächlich Touristen auf dem großen Gelände, und an der Rezeption herrscht emsiges Treiben. Doch nach und nach – wenn die einzelnen Bungalows mehr und mehr von Senioren besiedelt sein werden - wird es hier ruhiger zugehen.
Die Diakonie España S.L. hat bereits mit dem seniorengerechten Umbau der Anlage begonnen, und Jürgen Trippe führt zu einem der fertig umgebauten Bungalows, um ihn uns zu zeigen. Wir treten an der Vorderseite über die Terrasse ein und befinden uns in einem hellen, großzügigen Wohnzimmer, an dessen Rückseite sich eine moderne Küche mit allem Komfort inklusive Waschmaschine anschließt. Von der Küche führt eine Tür in einen kleinen Windfang, durch den man zur eigentlichen Haustür des Bungalows gelangt.
Die Bungalows verfügen über ein oder zwei Schlafzimmer, ein großzügiges Bad und eine Klimaanlage. Selbstverständlich werden alle behindertengerecht umgebaut, und das Bad ist dementsprechend großzügig ausgelegt. Der ganze Bungalow mit extra breiten Türen. Übrigens: Nicht alle Parzellen sind gleich groß. Wer gerne etwas mehr Platz um sich herum mag, der wählt einen Bungalow mit einem größeren Gartenanteil.
Natürlich kann man sich in die Seniorenresidenz auch einmieten. Wer also nicht Eigentümer in der Seniorenresidenz werden möchte, kann mieten. So ist man flexibel, falls doch der Wunsch aufkommen sollte, den Lebensabend nicht auf Lanzarote, sondern in Deutschland verbringen zu wollen.
Ob mieten oder kaufen, ob Resident oder Urlauber, wer auf eine behindertengerechte Wohn- oder Ferienanlage angewiesen ist, ist hier richtig. Diese Anlage kann, nach den Plänen der Eigentümer ausgebaut, mit den komfortablen Seniorenresidenzen in Deutschland mithalten. Einziger Unterschied: Hier scheint das ganze Jahr über die Sonne, und die Terrasse ist der meistgenutzte Raum des Hauses.
Ob man sich entschließt, auf der Terrasse zu sitzen, oder am Gemeinschaftsleben der Anlage teilnehmen möchte, hier hat man die Wahl: die Betreiber haben an alles gedacht. Eine kleine Kapelle für Gottesdienste, ein Gemeinschaftsraum für gemeinsame Aktivitäten, ein behindertengerechter Pool, Sport- und Gymnastikmöglichkeiten – vieles ist eingeplant, der Umbau wird nach und nach vorgenommen.
Jeder Bungalow ist mit einem Notrufsystem ausgestattet, und natürlich wird auch jemand da sein, wenn Not am Mann ist. Dafür sorgt eine eigene Arztpraxis auf der Anlage, die von einem deutschen Arzt betrieben werden wird. Auch Pflegepersonal wird zur Verfügung stehen, und gleichgültig, ob sie einen Krankenpfleger oder eine physiotherapeutische Maßnahme benötigen, entsprechende Fachkräfte wird es im angegliederten Therapiehaus geben.
Die Ausstattung mit entsprechend geschultem Personal und ausreichend Pflegekräften wird es auch erlauben, eine Tagespflege anzubieten. Hier sollen künftig auch diejenigen einen Platz finden, die nur tagsüber umsorgt werden müssen oder nicht allein sein können, während ihre Verwandten zur Arbeit gehen. Nachmittags oder abends können sie von ihren Verwandten wieder abgeholt werden, um den Rest des Tages im Kreise der Familie zu verbringen.
Auch Urlauber, die pflegerische Unterstützung und behindertengerechten Wohnraum benötigen, werden hier willkommen sein. Diese Anlage garantiert einen sicheren und sorglosen Urlaub für Menschen, die zum Beispiel auf einen Rollstuhl angewiesen sind oder wegen Krankheit oder irgendwelchen Einschränkungen auf die Nähe eines Arztes und ausgebildeter Pflegekräfte angewiesen sind. Kein Problem, wenn zum Beispiel jemand mit seinem behinderten Partner Urlaub machen will. In dieser Anlage haben Urlauber immer die gewünschte Nähe zum Partner, aber - wenn erwünscht - auch die nötige Unterstützung und Entlastung bei Betreuung und Pflege, um den Urlaub selbst ebenso genießen zu können.
Damit ergeben sich neue Pespektiven für Lanzarotes Senioren, die sich künftig weniger Sorgen darum machen müssen, ob sie im Alter auch noch auf ihrer Lieblingsinsel bleiben können. Und gute Aussichten für Menschen, die trotz Behinderung in den Urlaub fahren möchten. Hier sind sie herzlich willkommen und gut umsorgt.
Infos in deutscher Sprache über die Seniorenresidenz erhalten Sie beim Diakonischen Pflegedienst Spanien unter der Nummer 0034-928 930 079 oder, speziell für Lanzarote, unter 0034-928 906 949.
Kontaktaufname per Mail unter info@ich-will-keinen-spamdiakonie.es oder ganz allgemein auf der Internetseite www.diakonie.es