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Lokales

Wandern auf Lanzarote:
Geoparque Lanzarote: Geologie hautnah

Von: Katrin Janke


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Die Geoparque-Wanderung bringt Interessenten die Flora und Fauna Lanzarotes näher. Im Vordergrund das teppichartige Gewächs „knotenblütige Mittagsblume“. Foto: ©Katrin Janke

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Treffpunkt für die Wanderung war das Zelt auf dem Marktplatz in der ehemaligen Inselhauptstadt Villa de Teguise. Foto: ©Susanne Bernard/Lanzarote37°

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Der Geologe Roberto Sánchez kennt sich auf der Insel gut aus und verdeutlicht die Geschichte Lanzarotes anhand von Folien mit Bildern. Foto: ©Katrin Janke

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Teguises Agrarlandschaft. Wenig Bewohner. Esel als Nutztiere. Foto: ©Katrin Janke

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„Caliche“ wird verbrannt und zur Kalkherstellung verwendet. Foto: ©Katrin Janke

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Felder in Teguise. Foto: ©Katrin Janke

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Der Blick zu den Nachbarsinseln: La Graciosa, Montaña Clara, Roque del Oeste und Alegranza. Foto: ©Katrin Janke

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Die Wanderung geht entspannt voran, jeder hat sein Tempo. Foto: ©Katrin Janke

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Die Krankheiten heilende Wirkung der „Mittagsblume“ wurde 1994 von der Krankenschwester Waltraud Marschke entdeckt. Foto: ©Katrin Janke

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Der Strand in Famara gilt als das Surferparadies von Lanzarote. Foto: ©Katrin Janke


Im Mai organisierte der spanische Verein für Geologie die zweite Ausgabe der sogenannten „Geolodía“ – ein weltweit von Geoparks durchgeführter Aktionstag. Dieses Mal konnten Interessierte kostenlos an einer Wanderung von La Villa de Teguise nach Caleta de Famara teilnehmen. Ein Geologe brachte den Teilnehmern Lanzarotes Flora und Fauna näher. Abgesehen von Ausflügen in die Natur werden an solchen Aktionstagen auch Vorträge und Workshops durchgeführt. Die Gruppe „Geoparque Mundial Lanzarote y Archipiélago Chinijo“ und das lanzarotenischen Cabildo bieten in diesem Themenzusammenhang immer wieder Veranstaltungen an. Infos zu denen auf Lanzarote findet man auf der Geoparque-Facebook-Seite.


Der Ausflug, an welchem wir im Mai teilgenommen haben, startete um neun Uhr in der ehemaligen Inselhauptstadt Teguise. Elena Mateo vom Cabildo begrüßte die Gruppe von 35 Personen und schilderte die Intention des „Geolodía“. Durch solche Aktionen wie die Wanderung solle geologisches Wissen vermittelt und die führende Rolle von Geologie bei der Erhaltung der Umwelt, sowie für die Planung von Tourismus verdeutlicht werden. Anschließend gab sie das Wort weiter an den Geologen und Geographen Roberto Sánchez. Roberto war der Wanderführer an diesem Tag und verriet der Gruppe viele Besonderheiten über Lanzarotes Entstehungsgeschichte. Wenn man sich beispielweise den anderen Kanareninseln über den Seeweg nähere, erklärte Roberto, sehe man nur eine Erhöhung. Bei Lanzarote sehe man zwei Erhebungen. Der Grund dafür sei, dass Lanzarote als einzige der Kanaren aus zwei Ursprungs-Vulkanen entstanden sei – dem Famara-Gebirgsmassiv und dem Gebirgszug Los Ajaches. Beide Vulkane sind zeitlich und geografisch unabhängig voneinander ausgebrochen. Diese eruptive Phase hat vor ungefähr 15,5 bis 3,8 Millionen Jahren stattgefunden. Zu jener Zeit bildeten sich der Norden und Süden der Insel. Der Mittelteil dazwischen erhob sich infolge von weiteren Vulkanausbrüchen und durch angeschwemmtes Material erst später aus dem Meer. Erst vor knapp vier Millionen Jahren wuchsen Norden und Süden Lanzarotes dann zusammen, Lanzarote als Einheit war geboren.

 

Teguises Landwirtschaft

Als wir die Innenstadt Teguises verließen, öffnete sich eine weitflächige Landschaft vor uns. Karg und steinig mit vereinzelten Pflanzen und paar Wohnwagen und weißen Häuschen. Am Horizont das blaue Meer, vor dem mehrere Vulkane in die Höhe ragten. Rechts und links vom Wegesrand Felder, von kleinen Mauern umringt – die sogenannten Gavias. Oft sehe man hier noch sogenannte Pajeros, erzählt Roberto der Geologe, Haufen aus Stroh oder Getreide. Die Pajeros seien so stabil, dass ihnen Feuchtigkeit, Regen und Wind nur wenig anhaben können. Pajeros und Gavias seien wichtige Bestandteile der lanzarotenischen Landwirtschaft, betonte Roberto.
Nach einiger Zeit kam uns ein Mann auf einem Esel entgegen, einer der letzten Bauern, die noch auf den Feldern arbeiten. Links in der Ferne liegt die Ermita de San Rafael, welche weiß aus der gelb-braunen Landschaft heraussticht. Auf der anderen Seite türmten sich zwei brunnenartige, sandfarbene Gebilde aus Stein. Kalkbrennöfen, sogenannte Caleras, erklärte unser Wanderführer. Das Material, welches darin verbrannt werde, nenne sich Caliche. Es entstehe, wenn Lavaschichten Druck ausgesetzt seien. Caliche wurde früher auf der Insel in diesen Brennöfen manchmal eine ganze Woche gebrannt, bis ein weißes Pulver übrig blieb – Kalk. Das Kalkpulver werde mit Wasser vermischt und zum Bemalen der Häuser genutzt. Daher stamme auch der Ursprung des Ausdrucks „encalar la casa“, was so viel bedeutet wie „das Haus weiß färben / kalken“. Früher wurde das immer mit Kalk gemacht, so Roberto. Heute werde der Begriff genutzt, wenn die Rede allgemein vom Streichen eines Hauses sei.

 

Einzigartige Flora

Unser Weg wand sich immer mehr, an den Seiten meterhohe Caliche-Schichten. Am Boden wuchsen teppichartig zwei rötliche Pflanzen. Beide gehören zur Familie der Mittagsblumengewächse, welche vorwiegend in Wüstengebieten Südafrikas vorkommen, schilderte Roberto. Die eine sei die „Mittagsblume“, welche auch „Eiskraut“ oder „Sodapflanze“ genannt werde, wegen des hohen Salzgehaltes und ihrer Blätter, die aussehen als seien sie von Tau bedeckt. Einheimische nennen diese Hautkrankheiten heilende Pflanze „Barilla“, „Cofe-cofe“ oder „Escarcha“. Früher wurde die Mittagsblume vor allem zur Seifenherstellung genutzt, bis Seife industriell aus anderen Grundstoffen erzeugt wurde.
Die andere ähnlich erscheinende Pflanze war die „knotenblütige Mittagsblume“. Bei den Einheimischen als „Cosco“ bekannt, war sie früher zu Zeiten von Hungersnöten ein wichtiger Bestandteil der Nahrung gewesen. Zum Schluss des kleinen kanarischen Flora-Crashkurses erzählte Roberto von den zwei Arten der Tabaiba-Pflanze, einem Wolfsmilchgewächs. Die süße Tabaiba wurde einst als eine Art Kaugummi verwendet, die bittere Version dagegen zur Tötung von Fischen, da sie in größeren Mengen giftig sei. Wir probierten mutig etwas von der „Milch“, was ein langanhaltendes warmes Brennen auf der Zunge auslöste. Der Saft erschien uns sowohl süß als auch bitter, weswegen wir uns nicht einigen konnten, welche der beiden Arten wir wohl probiert hatten.

Erfolgreich am Ziel

Nach knapp vier Stunden Fußmarsch erreichten wir Caleta de Famara. Dort erwartete uns ein prächtiger Ausblick auf die Nachbarsinseln La Graciosa, Montaña Clara, Roque del Oeste und Alegranza und die für Famara typische Brandung, in der sich Gruppen von Surfern tummelten. Der Rückweg mit dem Bus dauerte knapp zehn Minuten. In Teguise angekommen bedankte sich Elena Mateo vom Cabildo für die Teilnahme und machte uns darauf aufmerksam, dass kommende Veranstaltungen auf der Facebook-Seite vom Geoparque Lanzarote angekündigt werden.

 

 

Demnächst: Wanderung „Geoloruta“ durch Haría

Datum: 04.06.2016
Treffpunkt: Marktplatz in Haría
Anmeldung: geoparquelanzarotegmail.com
Am 01.06.2016 Anmeldeschluss und mehr Infos zur Wanderung.

Facebook-Seite von "Geoparque Lanzarote"

 

 



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