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Wissenswertes

Wunderbar vielseitig und gesund:
Der Feigenkaktus – Opuntia ficus-indica

Von: Susanne Bernard


"Opuntia ficus-indica", Tunera, Feigenkaktus, Teddybärkaktus, "Prickly Pear", Lanzarote37°, 37 Grad, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Die Opuntie heißt auch Teddybär-Kaktus (engl.: Prickly Pear) und sie ist nicht nur hübsch anzusehen sondern auch super gesund: Bis auf die Stacheln kann mann alles von ihr essen. Fotos: Bernard

Kaktusgarten, Cesar Manrique, Lanzarote37°, 37 Grad, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Der Feigenkaktus prägt ganz wesentlich das Landschaftsbild im Norden von Lanzarote, insbesondere um das kleine Dörfchen Mala herum. Am Fuße dieser restaurierten Gofiomühle liegt der Kaktusgarten.

Cochenille, Schildläuse, Lanzarote37°, 37 Grad, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Die Cochenilleschildläuse sitzen auf den Sprossen des Feigenkaktus. Um Karminrot zu gewinnen, muss man sie trocknen und in Wasser unter Zusatz von etwas Schwefelsäure auskochen. Das Karmesin wird dann unter Anwendung von Alaun und etwas Kalk ausgefällt, ausgewaschen und getrocknet.

Opuntienarten, "Opuntia ficus-indica", Tunera, Feigenkaktus, Teddybärkaktus, "Prickly Pear", Lanzarote37°, 37 Grad, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Die Gattung der Opuntien mit circa 360 Arten besiedelt die unterschiedlichsten Lebensräume auf der Erde. Vom ganzen amerikanischen Kontinent über Kanada bis nach Patagonien und Galapagos, ...

Opuntienarten, "Opuntia ficus-indica", Tunera, Feigenkaktus, Teddybärkaktus, "Prickly Pear", Lanzarote37°, 37 Grad, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
... wobei sie auf der Nordhalbkugel meist schaufelförmige, breite, dicke Sprossen und auf der Südhalbkugel, wie in Peru und Chile, meist ovale kurze Sprossen ausbildet.

Opuntienblüten, Tee, "Opuntia ficus-indica", Tunera, Feigenkaktus, Teddybärkaktus, "Prickly Pear", Lanzarote37°, 37 Grad, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Die Blüten des Feigenkaktus... Foto: Jageneau

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... helfen Männern mit Prostataproblemen, die Häufigkeit des Wasserlassens wird bis zu 80% reduziert. Ständiger Harndrang läßt nach, ebenso das Gefühl, sich nicht komplett entleeren zu können.

Feigenkaktus-Sprossen, Salat aus Feigenkaktus, Opuntienblüten, Tee, "Opuntia ficus-indica", Tunera, Feigenkaktus, Teddybärkaktus, "Prickly Pear", Lanzarote37°, 37 Grad, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Leckerer Salat aus Feigenkaktus-Sprossen mit Zwiebeln und Tomaten.

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Diese Opuntienart trägt das ganze Jahr über viele Früchte mit dunkelrot-violettem Fruchtfleisch, das äußerst saftig ist, fruchtig-säuerlich schmeckt und deren Früchte Basis für unser Kaktusfeigen-Sorbet war.

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Am besten erntet man die Früchte mit einer Grillzange: Zupacken und leicht drehen, dann gehen die Früchte ganz leicht ab...

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... man kann die Früchte natürlich auch mit der Hand ernten, dann heißt es allerdings aufpassen. Wir raten davon dringend ab!

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Eine große Schüssel saftige Kaktusfeigen - daraus machen wir nun Sorbet!

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Zuerst Früchte aufschneiden....

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... dann Fruchtfleisch mit dem Löffel herauslösen! Das alles macht man ohne die Früchte anzufassen!

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Das herausgelöste Fruchtfleisch ist dunkelrot bis violett und super saftig!

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Sorbet von Kaktusfeigenfrüchten schmeckt ausgezeichnet - und kommt ganz ohne künstliche Farbe oder Zusatzstoffe aus. Fruchtmus, Zucker und Wasser ist alles was man braucht...!

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Besonder lecker schmeckt das Sorbet von Kaktusfeigen zusammen mit Basilikumeis! Probieren Sie es aus!


Ursprünglich sind auf Lanzarote überhaupt keine Kakteen heimisch. Dennoch wächst auf dieser Insel, wie auch auf den übrigen Kanaren eine Kakteenart, die von unserem Eiland überhaupt nicht mehr wegzudenken ist: Die Opuntia ficus-indica prägt ganz wesentlich das Landschaftsbild im Norden von Lanzarote, insbesondere um das kleine Dörfchen Mala herum. Feigen- oder Teddybär-Kaktus heißt das vielseitige Kaktusgewächs in unserem Sprachgebrauch (engl.: Prickly Pear) und ist nicht nur exotisch und hübsch anzusehen, besonders wenn es seine gelbrot bis orangerot leuchtenden Blüten zeigt, sondern hat darüber hinaus auch noch unschätzbar wertvolle Eigenschaften, die sich der Mensch bereits seit Jahrhunderten zunutze macht.



Auf seinen fleischigen „Ohren", die eigentlich die Sprossen dieser Pflanze sind, begann man Mitte des 19. Jahrhunderts auf Lanzarote die Cochenille-Laus, aus der man den purpurroten Farbstoff Karmin herstellt, zu züchten. Dieser Farbstoff, mit dem modernen aber etwas unerotischen Namen „E 120", kommt als Lebensmittelfarbe unter anderem in Lippenstiften, Süßigkeiten und dem berühmten Campari zum Einsatz.


 

Für die lanzarotenischen Bauern lohnt es sich kaum noch Karmin so aufwändig herzustellen, denn meist wird stattdessen ein synthetischer Farbstoff verwendet, der wesentlich billiger produziert werden kann. Daher wird echtes Karmin auf Lanzarote nur noch zu Demonstrationszwecken hergestellt und die Cochenillebauern mussten sich wohl oder übel neue Einnahmequellen auftun.

Den einen oder anderen wird dies nicht reuen, denn die Arbeit in den Feigenkaktusfeldern war hart. Unter sengender Sonne schabten Frauen und Männer die Läuse von den Kakteen ab, immer auf der Hut, sich keine der mit Widerhaken behafteten Stacheln einzuziehen. Womit wir bei der extrem unangenehmen Eigenschaft dieser Dickblattgewächse wären. Gegen Feinde wehrt sich der Feigenkaktus nämlich nicht nur mit tausenden von Dornen (ein Kaktus hat keine Stacheln!), sondern auch noch mit so genannten Glochidien, winzige kleine Borsten, die rund um die Dornen angesiedelt sind und zu allem Übel auch noch gemeine Widerhaken haben.

 

Stacheln oder Dornen?
Ein Kaktus hat Dornen, eine Rose dagegen Stacheln. Dornen sind tief in der Pflanze verwurzelt. Stacheln dagegen lassen sich leicht vom Pflanzenstiel abbrechen. Pflanzengeschichtlich gesehen sind die Dornen der Kakteen umgewandelte Blätter. Sie verdunsten aufgrund ihrer winzigen Oberfläche weniger Wasser als üppiges Blattwerk, was in der Wüste überlebenswichtig ist. Außerdem können die dicht an dicht sitzenden Dornen den Kaktus auch sehr gut beschatten.

 

Doch all seine Wehrhaftigkeit schützt den Feigenkaktus, auf Lanzarote übrigens auch Tunera genannt, nicht vor dem Zugriff des Menschen, der diese Art mindestens genauso gerne mag wie die Cochenilleläuse. Seine Früchte schmecken nicht nur in rohem Zustand hervorragend, sondern auch als Marmelade oder Likör - auf Lanzarote unter dem Namen Coloncho zu kaufen - als Saft und sogar Wein. Seine Blüten kann man essen oder einen Tee aus ihnen bereiten und seine jungen fleischigen Triebe gelten in Mexiko als Delikatesse und kommen in hunderten von Rezepten zur Anwendung.

 

Und das ist noch nicht alles: Bis auf seine Stacheln ist am „Ohrenkaktus", österreichisch auch liebevoll Ohrwaschlkaktus genannt, eigentlich alles super gesund. Und so hat er in der Kräuterheilkunde Mexikos tatsächlich schon eine lange Tradition. Kein Wunder, ist er doch reich an Vitamin C, Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Mangan, Silizium und Beta-Karotin, enthält viele Aminosäuren, die Vitamine A, Bl, B2, B3 und obendrein gesunde Harze, Tannine und Pektin.

 

Zugeschrieben wird dem Nopal oder Nopalnocheztli, wie er in Mexiko von den Indianern genannt wird, eine blutreinigende, sowie den Darmtrakt entschlackende Wirkung. Er soll blutzucker- und cholesterinsenkende Wirkung haben, bei Erkrankungen des Magen - und Darmtraktes gut tun, bei Prostatavergrößerung und Blasenschwäche helfen und gut für die Herzkranzgefäße sein.

 

Die Homöopathie wendet Opuntia bei Diarrhöe mit Übelkeit und bei Priapismus an; Uneingeweihten sei erklärt, dass dies eine nicht enden wollende Erektion ist. In Form von Breiumschlägen sollen die Blätter bei schmerzhaften Geschwülsten und Geschwüren, deren Ursache Geschlechtskrankheiten sind, helfen. Gegen Diabetes kommt Nopal ebenfalls zum Einsatz, außerdem bei metabolischen Störungen wie Fettleibigkeit. Er macht also auch noch schlank und zwar indem er die Aufnahme von Glucose (Zucker) über den Darm verhindert.

 

Zu Zeiten allgemeiner Übergewichtigkeit tun sich da für alle Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln wahre Goldgruben auf. Wen wundert's also, wenn in Apotheken unzählige Wässerchen, Pülverchen und Pillen in Verbindung mit dem Nopal-Kaktus angeboten werden. Nachgewiesen ist die Wirkung in den seltensten Fällen, aber wir wissen ja, Glaube kann Berge versetzen und den Herstellern dieser Mittel hilft deren Verkauf dieser Pülverchen ganz bestimmt.

 

Wer auf Lanzarote lebt, kann die heilenden Kräfte des Kaktus direkt vor der Tür kostenlos im Selbstversuch erproben. Denn eines ist erwiesen: Nebenwirkungen hat er keine, jedenfalls nicht, solange man sich keinen Stachel einzieht!

Seine Früchte fallen hier weitestgehend ungenutzt auf die Erde, man braucht sie nur zu sammeln, gleiches gilt für seine Blüten, die im Frühjahr blühen und mit denen man - frisch oder getrocknet - den gesunden und leckeren Opuntienblütentee zubereiten kann, der mit seinem ß-Sitosterin-Gehalt gut für Mamas Blase und Papas Manneskraft ist.

 

Die Blüten des Feigenkaktus (Opuntia ficus indica) sind wahre Tausendsassas. Eine Forschergruppe der Ben-Gurion-Universität, Beer Sheva hat nachgewiesen, dass bei Männern mit Prostataproblemen, die das Blütenpulver über mehrere Wochen hinweg in Kapseln verabreicht bekamen, sich die Häufigkeit des Wasserlassens um 80% reduzierte. Der ständige Harndrang ließ nach, ebenso das Gefühl, sich nicht komplett entleeren zu können. Gleiches galt auch für das lästige Tröpfeln nach dem Wasserlassen und vor allem die nächtliche Rennerei zur Toilette. Bei vielen Patienten wurde sogar eine vorher notwendige Prostataoperation überflüssig.

In Baja California, wo Opuntien und andere Kakteen die Landschaft prägen, werden Opuntienblüten noch heute von der einheimischen Bevölkerung gern verzehrt. Den Nährwert schätzen einige Indianerstämme zur Stärkung der Abwehr und der Manneskraft. Die mystische Bedeutung der Blüten, die nur 1 bis 2 Tage blühen, stammt wohl noch aus der Aztekenzeit. 

 

 

Aber nicht nur Früchte und Blüten des Nopal sind essbar: im Frühjahr und Frühsommer kann man auch die jungen fleischigen Sprosse ernten, die man dann zu allerlei Essbarem weiter verarbeiten kann. Nicht größer als 10 bis 15 Zentimeter sollten die geernteten Sprösslinge sein, die man einfach an ihrem Ansatz abschneidet. Handschuhe keinesfalls vergessen! Daheim dann, am besten unter fließendem Wasser, mit einem Spargelschäler von seinen Stacheln und Glochidien befreien. Auch hierbei empfiehlt es sich, die „Ohren" nicht ohne entsprechenden Schutz anzufassen.

 

Wir haben ein paar Rezepte für Sie ausprobiert - vielleicht fallen Ihnen ja noch weitere ein. Probieren Sie es doch einfach mal aus.

 

 

Kaktus-Rezepte

 
Die Früchte der Kaktusfeige kann man ganz einfach frisch essen. Dazu die Frucht vorsichtig abnehmen. Auf jeden Fall Handschuhe benutzen! Einheimische wälzen die Früchte im Sand, um so die kleinen Stacheln zu entfernen. Man kann sie aber auch mit einem Messer abschaben. Dann entweder wie eine Kiwi aufschneiden und auslöffeln oder schälen.
In Scheiben geschnitten wird die Frucht in einer Sauce aus Zitronensaft, Vanillezucker und Amaretto mariniert oder man bereitet einen Salat mit anderen Obstsorten, würzt mit Zitronensaft und Zucker und krönt das ganze mit Vanilleeis.
Man kann die Frucht auch durch ein Sieb drücken und hält so die Samenkerne zurück. Der Fruchtbrei mit Honig und Zimt gewürzt und serviert zu Pudding, Süßspeisen und Obstkuchen schmeckt lecker!
Auch scharf abgeschmeckt schmeckt das Fruchtpürree des Feigenkaktus lecker und kann dann als Chutney zu weißfleischigem Fisch oder hellem Fleisch serviert werden.

 

 

Ensalada de Nopalitos – Kaktussalat


Zutaten:

450g frische junge etwa 15 bis 20 cm große Kaktussprossen

(zur Not geht auch ein Glas Nopal al Natural)

1 TL Bikarbonat

2 Tomaten in kleine Würfel geschnitten

1 Zwiebel in Ringe geschnitten

3 EL Olivenöl

2 EL Apfelessig

1 Spritzer frische Zitrone

½  TL Zucker

Salz

Pfeffer

 

Zubereitung:

Dem frischen Kaktus unter laufendem Wasser die Stacheln entfernen. Die Blätter in Streifen

schneiden und ins siedende Wasser mit dem Bikarbonat geben, (das Bikarbonat bewirkt, dass

die Kaktusstreifen ihre schöne grüne Farbe behalten; wer kein Bikarbonat verwenden möchte, kann den Kaktus auch in Mineralwasser kochen, das hat dieselbe Wirkung).Die Hitze etwas

reduzieren und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Die Kaktusstreifen sollte noch Biss haben.

Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut wässern. Abtropfen lassen. Nimmt man Kaktus aus dem Glas, sollte dieser noch einmal kurz gewaschen werden. Die abgetropften Kaktusstreifen mit dem Öl und den Gewürzen, den in Würfel geschnittenen Tomaten und den Zwiebelringen vermischen.

Tipp: Alternativ kann man diesem Salat auch noch Feta-Käsewürfelchen zugeben und wer

Koriander (Cilantro) mag, kann mit etwas frischem gehackten Koriander würzen.

 

 

 

Hühnersuppe mit Nopal

 

Zutaten (für 6 Personen)

8 junge frische Nopalsprossen

1 Zwiebel in groben Stücken

1 Zwiebel in Würfel geschnitten

5 Scheiben Speck gewürfelt

250 gr. Feta-Käse oder Manchego

Oregano

3 scharfe Chilischoten

3 Suppenhühnchen

1 Karotte

2 Stangen Sellerie

2 Knoblauchzehen

2 Liter Wasser

1 EL Hühnerconsommé

 

Zubereitung:

Den Nopal entstacheln, waschen und in Streifen schneiden. Dann fünf Minuten in kochendem Wasser sieden, abseihen und mit kaltem Wasser abschrecken. Für die Suppe die Hünchen grob zerteilen und zusammen mit der Karotte, den groben Zwiebelstücken, dem Sellerie, dem Knoblauch und der Hühnerconsommé solange kochen, bis sie gar sind. Dann die Hühnchenteile herausnehmen und die Suppe durch ein feines Sieb in einen Topf gießen. Die Hühnchenteile herausnehmen und zerkleinern. In einer Pfanne die Speckstreifen anbraten, bis sie goldbraun sind, herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. In dem Fett des gebratenen Specks die Zwiebelwürfel  anschwitzen bis sie glasig sind und ebenfalls herausnehmen.

Nun die Nopalstreifen zusammen mit den gebratenen Speckwürfelchen, den abgeschwitzten Zwiebeln und den verlesenen und zerkleinerten Hühnchenstücken in die abgeseihte Brühe geben. Nochmals kurz aufkochen. Vor dem Servieren die Käsewürfelchen in die Suppenteller geben, die Hühnersuppe darüber geben  und mit etwas frischem Oregano betreuen.

 

 

 

Opuntien-Marmelade:

 

Zutaten:

500 g Kaktusfeigen

180 g Zucker

Zubereitung:

Kaktusfeigen schälen, zerkleinern und mit dem Zucker zusammen aufkochen. Dabei ständig

rühren.

 

 

 

Opuntien-Blüten-Tee

5-10 Blüten (nach Geschmack auch mehr, frisch oder getrocknet) in einem Liter Wasser 2-5 Minuten köcheln lassen, etwas ziehen lassen, abseihen. Kalt oder warm zu trinken. Süßen nach Geschmack. 3 Blüten entsprechen etwa 1 g Pulver. Man kann die Blüten auch im Mörser oder einer Kaffeemühle zerkleinern.

 

 

 

Nopal-Annanas-Saft – Gesundheitstrunk

 

Zutaten:

1 frischer junger entstachelter Nopal-Spross

1 frische Annanasscheibe ca. 3 cm dick

5 Petersilienzweige

Saft einer Grapefruit

Saft einer Zitrone

1 Selleriezweig

 

Zubereitung:

Alles zusammen in einen Mixer geben und ungefiltert auf nüchternen Magen trinken. Dieser Gesundheits-Cocktail schmeckt nicht nur köstlich, sondern hilft Fett abzubauen, senkt den Bluttzucker- und Cholesterinspiegel, ist wasserabführend und verdauungsfördernd.

 

 

 

Bananenmilch mit Kaktusfeigen

 

Zutaten:

2 Bananen,

2 Kaktusfeigen,

1 Joghurt

1 ½ l Milch

Alles zusammen pürieren und mit kalter Milch auffüllen. Wer einen starken Mixer hat noch Eiswürfel dazu geben. Ein erfrischender Drink.

 

 

 

Kaktusfeigen-Sorbet

 

Zutaten (für ca. 500 Milliliter Sorbet)

500 g Kaktusfeigen; geschält und grob zerkleinert

250 g Zucker 250 ml Wasser 1 El Grand Marnier

 

Zubereitung:

Das Fruchtfleisch der Kaktusfeigen im Mixer oder in der Küchenmaschine pürieren. Durch

ein Sieb in eine Schüssel passieren. Zucker und Wasser in einem kleinen Topf kochen lassen,

bis sich der Zucker aufgelöst hat, diesen Sirup dann erkalten lassen. Zuckersirup und Grand

Marnier unter das Kaktusfeigenpüree rühren und in der Sorbetiere nach Gebrauchsanweisung

des Herstellers gefrieren lassen. Oder die Mischung in eine flache Schale füllen und ins

Gefrierfach stellen, bis sie gerade fest zu werden beginnt. Herausnehmen, mit einer Gabel

aufschlagen und das Sorbet wieder ins Gefrierfach stellen. Den Vorgang einige Male

wiederholen, bis das Sorbet die richtige Konsistenz hat.

Anmerkung: Für die Zubereitung dieses kräftigen Sorbets, das man als Zwischengang oder

als Dessert reichen kann, sollte man weiche, aber nicht zu reife Kaktusfeigen verwenden.

 

Mehr Rezepte finden Sie auf unseren Internetseiten unter Essen & Tinken

 

 

 


 

Literatur über die Kaktusfeigen:

 

„Die heilenden Kräfte des Nopal-Kaktus" von Hademar Bankhofer, Franz Reinisch und Heinz Dolinschek, Wien 2002, Kneip Verlag.

 

„Das Kaktus Kochbuch" von Ulrich Haage & Ulrich Manck, 52 Farbige Illustrationen, über 20 sw Zeichnungen, 19 x 19cm, fest gebunden 9.90 Euro erschienen im Eigenverlag 2006 bei RBV Burkhardt

 

„Das Heilwissen der Indianer - Tausend geheime Rezepturen und ihre Anwendung" von

Heinz J. Stammel, Wunderlich Verlag, l. Aufl., 1986, ISBN 3-8052-0406-X

 

"El maravilloso Nopal - Sus propiedades alimentarias y curativas", Christina Barros y Marco Buenrostro, Editorial Grijalbo, Mexico D.F., 1998

 

"El nopal - Historia, fisiología, genética e importancia frutícola", Diodoro Granados Sänchez y Ana Dunia Castaneda Perez, Editorial Trillas, Mexico D.F., 1991

(Artikel Erstveröffentlichung: 22-05-2008)



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