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Dienstag, 23. Oktober 2018
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Wissenswertes

Weingut in La Geria:
Die Bodegas Vega de Yuco

Von: Karl Kunze


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Den Eingang zu den Bodegas Vega de Yuco in Masdache in Lanzarotes Weinanbaugebiet La Geria zieren das Logo der Bodega und ein großes, altes Weinfass.

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José Fernández (links), der Önologe der Bodega, und Rafael Espino, der Chef der Bodega...

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...im Verkostungsraum ihres Weinguts, das oberhalb Masdaches liegt.

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Von der Bodega aus hat man einen wunderschönen Ausblick über La Geria.

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Die Bodegas Vega de Yuco sind erst seit 12 Jahren in Masdache beheimatet, die ersten sechs Jahre seit der Gründung befand sie sich in Tinajo.

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Der Verkostungsbereich der Bodega ist zwar sehr klein,...

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...jedoch verleihen ihm kleine liebevolle Details, wie die eigenen, umgestalteten Flaschen ein persönliches Ambiente.

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Fernández und Espino produzieren jährlich nicht mehr als 300.000 Flaschen Wein, da sie die Kontrolle über die Qualität nicht verlieren wollen. Insgesamt 20 verschiedene Spezialitäten an, darunter 14 verschiedenen Weinsorten und ein Perlwein.

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Auch verschiedene Liköre werden bei Vega de Yuco hergestellt. Man kann zwischen Kaffee-, Kräuter-, Maulbeer-, und Grünem Likör wählen.

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Eine Auswahl der Produkte: Gemeinhin am bekanntesten ist der trockene Yaiza-Weißwein in seiner dreieckigen, blauen Flasche.

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Der lanzarotenische Fotograf Rubén Acosta und sein Journalistenkollege Mario Ferrer stellen in ihrem neuen Buch "Lanzarote y el Vino" die lanzarotenischen Weingüter vor - auch Vega de Yuco. Eine Rezension des Buches finden Sie in unsere 59. Ausgabe beziehungsweise auf unserer Homepage in der Rubrik Wissenswertes. Fotos: S.Bernard/Rubén Acosta


Um die Bodegas Vega de Yuco im kleinen Örtchen Masdache im Weinbaugebiet La Geria zu

finden, braucht man entweder ein gutes Navigationsgerät oder man muss früher bei den Pfadfindern gewesen sein. Aber dann, einmal gefunden, hat man eine dieser kleinen lanzarotenischen Perlen entdeckt, die die Insel so liebens-

wert machen, wie sie nun einmal ist.


Empfangen werde ich zum ausgemachten Zeitpunkt von José Fernández, dem Önologen der Bodega. 42 Jahre ist er alt, verheiratet und hat zwei Kinder. José ist schon zehn Jahre bei der relativ jungen Bodega beschäftigt. Er stammt aus Pontevedra in Galizien und hat in Barcelona Ernährungswirtschaft studiert. Wenig später lerne ich auch den Chef der Bodega kennen, Rafael Espino, 45 Jahre alt, ebenfalls verheirat und Vater zweier Kinder. Er ist Landwirtschaftsingenieur und studierte in Madrid. Ergänzt wird das Team aus vier Damen im Büro, drei Verkäufern, zwei Arbeitern in der Bodega und zwei auf den Feldern.

Die Bodega wurde vor 18 Jahren unter anderem von Rafael gegründet, ist aber erst seit 12 Jahren in Masdache beheimatet. Früher befand sie sich noch in Tinajo.

Für die Produktion werden fünf verschiedene Rebsorten verwendet. Fast Dreiviertel macht die (weiße) Malvasier-Traube (Malvasía) aus, dann folgt die (rote) Listán Negro, und nur ganz kleine Mengen werden von der Muskateller- (Moscatel), der Diego- und der Listán Blanco-Traube verarbeitet. 

Die erste Marke, die auf den Markt kam, war damals der aus der Malvasiertraube gewonnene „Vega de Yuco“. Danach entstand die Marke „Princesa Ico“, ein halbtrockener Weißwein (85% Malvasía, 10% Moscatel und 5% Diego), dessen ausgesprochenes Ziel es war, den Frauen zu gefallen: daher der Name und die Süße.
2005 kam der „Yaiza“ dazu (ebenfalls der Name einer Guanchen-Prinzessin), den fast alle Besucher der Insel schon aufgrund seiner besonderen dreiecksförmigen, tiefblauen Flasche kennen. Anlass zur Kreation dieses Weins gab die Renovierung der Bodega: eine Kältekammer wurde gebaut und neue Maischemühlen angeschafft. Form und Farbe der außergewöhnlichen Flasche gehen übrigens auf einen Entwurf von Miriam, der Frau des Chefs, zurück.

Beide trockenen Malvasía-Weine, der „Vega de Yuco“ und der „Yaiza“, stammen so zwar von der gleichen Traube ab, sind aber grundverschieden in Herstellung und Geschmack. Bei der Maischung wird einmal ein Teil des Mostes als „mosto yema“, auch „mosto flor“ genannt, hergestellt. „Yema“ ist das „Gelbe vom Ei“, er ist also der beste Most. Dieses Vorgehen war erst nach dem Bau der Kältekammer möglich. Der Gärungsprozess wird dadurch hinausgezögert und die Eigenschwerkraft der Traubenmasse kann so ohne zusätzlichen Druck in der zur Verfügung stehenden Zeit möglichst viel Most erzeugen. Diesen Vorgang nennt man „criomaceración“.   Ein anderer Teil wird zum „mosto prensa“, dem traditionellen Most, der nach dem maschinellen Pressen der Trauben entsteht. Der „Yaiza“ ist ein Wein, der zu 80 Prozent aus dem „mosto yema“ und nur zu 20 Prozent aus dem traditionellen Most besteht. Er ist dadurch sehr weich und ausgeglichen im Mund und deutlich fruchtiger als der „Vega der Yuco“, bei dem das Mischungsverhältnis beinah umgekehrt 30:70 beträgt, der dafür aber auch mehr Körper hat, wie José betont.
Neben dem trockenen „Yaiza“ gibt es noch einen halbtrockenen, der ebenso wie der trockene zu 100 Prozent aus der Malvasiertraube besteht, dessen Reifung aber bei 20 g Zuckergehalt angehalten wird.
Die Bodega bietet auch einen Rosado an, der aus der inseltypischen Listán Negro-Traube gewonnen wird und dem man nach kurzer Mazerationszeit die Schalen für die Fermentation entzogen hat. Für den (roten) „Vega de Yuco Tinto“ verwendet man ebenfalls Listán Negro, setzt ihm aber noch etwas Negramoll (auch: Tinta negra mole) zu, eine Traubensorte, die auch für den typischen Geschmack bei Madeiraweinen mitverantwortlich ist.
Für alle Rotweine werden eine traditionelle und eine Kohlensäuremaischung verwendet, die je nach Wein verschieden miteinander gemischt werden. Der letztgenannte Tinto geht so zu circa 80 Prozent aus traditioneller und 20 Prozent aus einer Kohlensäure-Maischung hervor.
Insgesamt bietet die Bodega 20 verschiedene Spezialitäten an, unter anderem auch einen Perlwein mit den Namen „+ DA CH“ Frizante (ausgesprochen: masdatsch, also wie der Ort der Bodega: Masdache), bestehend aus 85% Malvasía, 10% Moscatel y 5% Diego, einen Likörwein aus überreifen Muskatellertrauben und fünf Likörsorten (Kaffee-, Kräuter-, Maulbeer-, Maracuja- und Grüner Likör).

Zwei ökologisch hergestellte Weine werden ebenfalls angeboten: der aus der reinen Malvasiertraube hergestellte „Vega de Yuco Malvasía Ecológico“ und der „Vega de Yuco Tradicional Ecológico“, bestehend aus den Trauben Malvasía, Listán Blanco, Diego und einem kleinen Teil Listán Negro, wobei letztgenannte dem Wein eine leicht zwiebelartige Farbe verleiht.
Ökologisch heißt in diesem Zusammenhang: es werden keine chemischen Dünger verwendet – statt dessen benutzt man Algen - und keine Chemie bei der Behandlung der Pflanzen gegen Schädlinge - außer Schwefel, der in diesem Zusammenhang offiziell erlaubt ist.
Großen Wert legen Rafael und José auf die Qualität der verwendeten Trauben. Rafael kontrolliert die Trauben „seiner“ Weinbauern vor der Ernte, indem er jeden von ihnen mehrere Male besucht. Für das Kilo ökologisch kontrollierter Trauben bezahlt er zurzeit 2,70 Euro, für die konventionellen 1,82 Euro. Für eine Flasche rechnen sie ein Kilogramm Trauben. Die Bodega besitzt nur 30 Hektar eigene Anbaufläche, weshalb ein größerer Teil des Weines von anderen Bauern gekauft wird.

Um die Kontrolle über die Qualität nicht zu verlieren, haben die Beiden sich eine Grenze von 300.000 Flaschen pro Jahr (circa 225.000 l Wein) gesetzt: mehr soll nicht hergestellt und verkauft werden, und das, obwohl sie es könnten, weil sie bisher auf keiner einzigen Flasche sitzen geblieben sind.
 
Alle Trauben stammen aus Lanzarote. Und da verbleibt auch der größte Teil der Produktion, von der die Hälfte des vergangenen Jahres schon verkauft ist. Nur relativ kleine Mengen werden aufs Festland, nach Deutschland und England verschickt. Der rote Wein aus der Listán Negro-Traube kommt bei Ausländern allerdings nie so gut an. Das liege daran, sagt Rafael, dass der europäische Gaumen auf die  französischen roten Sorten eingestellt sei. Und der Geschmack der Listán Negro-Traube sei eben sehr anders. Das habe aber nichts mit der Qualität zu tun. Die Rotweine dieser Insel seien schon qualitativ sehr hochwertig. Nur seien sie eben durch ihren ungewöhnlichen Geschmack nur sehr schwer zu verkaufen. Ganz im Gegensatz zu den Malvasía-Weinen, die ja schon Shakespeare mehr als 30 Mal in seinen Dramen hochleben ließ. In mancher Hinsicht sind Geschmäcker vielleicht gar nicht so sehr verschieden. Langlebig sind sie aber manchmal schon.



Kontakt
Bodegas Vega de Yuco
Camino del Cabezo s/n
35572 Masdache, Tías.

www.vegadeyuco.es
info@vegadeyuco.es
 
+34 928 524 316
+34 928 524 316
+34 609 217 011

Geöffnet jeden Tag von Montag bis Freitag, von 8:00 bis 15:00 Uhr.
Geführte Rundgänge für Gruppen auf Anfrage.



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