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Sonntag, 21. Januar 2018
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Wissenswertes

Lanzarote goes green:
Das Olivenprojekt

Von: Svenja Weber


ana garrido-oliven-granja-lanzarote37°
Die Biologin Ana Garrido ist für die Kontrolle der lanzarotenischen Olivenhaine, die seit zwei Jahren auf der Insel kultiviert werden, zuständig.

Francisco-Fabelo-Oliven-Landwirtschaft-Lanzarote37grad
Bei der ersten Ölproduktion in diesem Jahr half sogar Francisco Fabelo, der Landwirtschaftsbeauftragte der Inselregierung mit.

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In der Olivenpresse in Pozo Negro, Fuerteventura, wird seit sechs Jahren qualitativ hochwertiges Öl hergestellt.

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Zur Einweihung der lanzarotenischen Ölpresse war jeder Olivenbauer eingeladen, seine OLiven zur Granja zu bringen.

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Der Eingang zur Granja in Tahiche.

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Olivenhain eines hiesigen Bauerns.

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Die Flasche des Malpaís-Olivenöls suggeriert lanzarotenische Herkunft. Der Inhalt stammt allerdings aus Andalusien.

Olivenfeld_Lanzarote37grad
Neben Oliven werden unter anderem auch Erdbeeren und Ananas angepflanzt.


Es erfordert viel Kraft und Motivation, um in der kargen Landschaft Lanzarotes Landwirtschaft zu betreiben. Seit hunderten von Jahren bemühen sich Bauern, den eigentlich fruchtbaren Böden Getreide, Gemüse und Obst abzugewinnen, doch die Trockenheit und der ständige Wind machen es ihnen nicht einfach. In der inseleigenen Versuchsgärtnerei probieren Agrarexperten ständig neue Anbaumethoden aus. Nachdem sich Olivenanbau-Projekte auf Fuerteventura und Gran Canaria erfolgreich verliefen, startete die Granja Agricola vor zwei Jahren ebenfalls den Versuch. Mittlerweile nehmen 20 Bauern an dem Projekt „El Olivar Ecológico“ teil und pflanzten seither etwa 13.000 Ölbäume auf der Insel. Lanzarote37° besuchte Ana Garrido, die als zuständige Biologin für das Cabildo arbeitet und landwirtschaftliche Projekte wie dieses betreut.


Die Straße zur Granja Agrícola in Tahíche ist wie leergefegt, der Berufsverkehr um 11 Uhr vormittags schon vorbei, und auch der Eingangsbereich und die Wege um das Hauptgebäude herum sind menschenleer. Nur der zugeparkte Parkplatz lässt darauf schließen dass hier an einem Dienstagmorgen gearbeitet wird.
Was wächst auf der kargen Insel?

Bei unserem Termin mit Ana Garrido hat sich vor ihrem Büro bereits eine lange Schlange lanzarotenischer Bauern gebildet, die während unseres Interviews immer länger wurde. Sie haben Ernteproben dabei und viele Fragen, warten darauf, dass Ana ihnen weiterhilft.
Die Lanzaroteña Garrido zog nach der Schule nach Teneriffa, um dort an der Universidad de La Laguna Biologie zu studieren. Nach ihrem Abschluss kehrte sie auf ihre Heimatinsel zurück und begann, als Biologin auf dem landwirtschaftlichen Versuchsgelände des Cabildos zu arbeiten.
Sie erforscht mit ihrem Team bereits seit 25 Jahren, was sich unter den harten klimatischen Bedingungen Lanzarotes anbauen lässt. So begann sie zum Beispiel vor mehr als zehn Jahren mit dem erfolgreichen Anbau von Erdbeeren, und auch die Piña Tropical (Ananas) wächst ganz gut auf Lanzarote. Nachdem auf Fuerteventura vor zehn Jahren die ersten Olivenbäume erfolgreich gepflanzt wurden und es sich lohnte eine Ölpresse für die Olivenbauern zu kaufen, rief Ana gemeinsam mit Francisco Fabelo, dem Landwirtschaftsbeauftragten im Cabildo Lanzarotes, das Projekt „El Olivar Ecológico“ ins Leben, in dessen Rahmen man begann auch auf Lanzarote Olivenbäume zu kultivieren.
In der ersten Phase des Projektes pflanzte man auf der Granja 300 Olivensetzlinge der Sorte Arbequina, später kauften die Agraringenieure 5000 weitere Setzlinge dazu. Diese wurden an Bauern weiterverkauft, die an dem Projekt teilnehmen wollten.
Auch Ende 2014 bestand wieder die Möglichkeit, bei der Granja Olivenbäume zu erwerben: für den Eigenbedarf, oder aber, wenn man innerhalb des Projektes die Hilfe der Agrarexperten in Anspurch nehmen wollte, mindestens 300 Setzlinge.

Ana und ihre Kollegen besuchen jeden Bauern, der mit der Granja zusammenarbeitet, mehrmals im Jahr. Sie prüfen seine Pflanzen und entnehmen Bodenproben, beantworten Fragen zur Pflege der Pflanzen, zum Insektenschutz oder ähnlichem. Auch Landwirtschaftsmaschinen wie Bagger, Traktoren, Erdlochbohrer oder Sämaschinen können die Bauern bei der Granja für maximal 14 Euro die Stunde mieten und brauchen so nicht in deren Kauf investieren. Die jüngste Investition der Granja war der Kauf einer Ölmühle für 83.000 Euro, welche die Olivenbauern künftig für die Ölproduktion mieten können.
Im Herbst 2014 wurde diese Ölmühle erstmals eingeweiht. Das erzeugte Öl stammte jedoch nicht von Oliven, die im Rahmen des Projektes geerntet wurden, sondern von Familien, die unabhängig von der Granja bereits vor Jahren kleinere Olivenhaine angelegt hatten. Bevor das Cabildo die Ölmühle kaufte, mussten die Familien ihre Oliven jährlich nach Fuerteventura zur nächstgelegenen almazara (Ölmühle) nach Pozo Negro bringen.
Die ersten Olivenbäume, die im Rahmen des Projekts gepflanzt wurden, werden voraussichtlich erst in zwei beziehungsweise drei Jahren ausreichend Oliven für eine Ölproduktion tragen, so Ana. Sie erklärt, dass Olivenbäume circa drei Jahre brauchen, um sich vollständig an das Klima anzupassen und die ersten Früchte zu bilden. Wie sich die Bäume allerdings hier auf Lanzarote entwickeln werden, ist noch ungewiss, da niemand genau sagen kann, wie sehr der konstante Nordost-Passatwind den Bäumchen schadet. Man hofft aber, dass die Ernte im vierten Jahr schon ein wenig höher ausfallen könnte als im dritten, und dass man ab dem fünften Jahr mit einer konstanten Ernte rechnen kann.

Wie andere fruchtende Bäume zeigt auch der Olivenbaum das Phänomen der Alternanz auf, was bedeutet, dass der Fruchtertrag im zweijährigen Rhythmus schwankt, da Äste, die in einem Jahr tragend waren, im Folgejahr keine Oliven tragen können. Um den Ertrag zu steigern und um den Vorgang zu unterstützen, werden dem Baum direkt nach der Ernte die tragenden Äste abgeschnitten.
Der richtige Moment für die Ernte variiert von Sorte zu Sorte. Auf dem Versuchsgeländer der Inselregierung werden 414 Olivenbäume sechs verschiedener Sorten angebaut. Die drei meist konsumierten Sorten sind die Arbequina-, Picual- und Hojiblancaolive. Jede dieser Sorten erreicht zwischen September und Oktober die dreißigprozentige violette Färbung, die für die Weiterverarbeitung zu Öl perfekt ist. Sie eigenen sich besonders für die Ölproduktion, da sie sehr ergiebig sind und über einen hohen Ölsäuregehalt verfügen.

Damit sie ihr frisches Aroma nicht verlieren, ist es wichtig die 30 Prozent-Färbung nicht zu überschreiten. Dazu muss man wissen, dass es sich bei grünen und schwarzen Oliven nicht um zwei verschiedene Arten handelt, sondern schwarze Oliven sind ausgereifte Früchte. Sie haben einen milderen Geschmack und weicheres Fruchtfleisch als die Grünen, die bitterer und intensiver schmecken.
Sowohl bei Speiseoliven, als auch denjenigen, welche zur Ölproduktion verwendet werden, spielen Sorgfalt und Vorsicht bei der Ernte eine wichtige Rolle. Werden die Oliven während des Erntevorgangs verletzt oder bleiben zu lange liegen, bevor sie weiterverarbeitet werden, setzen Gärprozesse ein, die den Geschmack des Öls stark beeinflussen.

Die Ölbauern Lanzarotes ernten allesamt per Hand, da dies der für die Bäume unschädlichste Erntevorgang ist. Mit langen Stäben klopfen sie vorsichtig die tragenden Äste ab, sodass die Oliven in die vorher ausgebreiteten, dichtmaschigen Netze fallen und eingesammelt werden können. Zwischen der Ernte und Pressung sollten nie mehr als drei Tage vergehen.
Industriell angebaute Oliven hingegen werden zunehmend mit Hilfe von Rüttelmaschinen geerntet, bei denen Bagger ausgestattet mit einer riesigen Zange den Stamm umfassen und den Baum ruckartig schütteln.
Im Gegensatz zu vielen anderen Speiseölen wird Olivenöl aus der ganzen Frucht samt Kern, und nicht nur aus Samen gewonnen. Aus diesem Grund muss die bei der Pressung entstandene Maische mehrfach zentrifugiert werden, bevor sich das Öl von Fruchtwasser und Resten trennt. Abschließend muss das Öl noch einmal gefiltert werden, bevor es abgefüllt wird und in den Verkauf gehen kann.
Und wer weiß? Vieleicht verwandelt sich unsere „schwarze“ Insel in den nächsten Jahrzehnten in eine vom silbrigen Grün der Olivenbäume geprägte Kulturlandschaft.

In diversen Facebook-Gruppen wird ein auf Lanzarote produziertes Olivenöl gelobt, welches beispielsweise in der Frutería „Los Huertos“ in Playa Honda zu kaufen war. Als die Redaktion sich aufmachte, eine solche Flasche zu kaufen, war es weder in dieser noch in einer anderen Frutería vorrätig. Bei einem Telefonat mit dem Unternehmen Malpaís C.B., das dieses Olivenöl vertreibt, wurde uns mitgeteilt, dass es sich hierbei um einen Irrtum handele: Das Design der Flasche erweckt zwar den Eindruck, das Öl sei auf der Insel produziert worden, in Wirklichkeit handelt es sich jedoch um ein in Andalusien produziertes Olivenöl und nicht um ein neues Produkt Lanzarotes.



DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN OLIVEN
Wer schwarze Oliven bevorzugt, muss beim Kauf im Supermarkt aufpassen: Die Regale sind zwar gefüllt mit dunklen Oliven, jedoch handelt es sich dabei nicht immer um gereifte grüne. Viele Hersteller tricksen und färben ihre grünen Oliven mit Zusatzstoffen wie Eisen-II-Gluconat (E579) oder Eisen-II-Lactat (E585) schwarz. Diese Oliven haben hartes Fruchtfleisch und den bitterlichen Geschmack der grünen Oliven. Und obwohl dies verwirrend ist, sind Hersteller nicht dazu verpflichtet, auf dem Etikett zu erwähnen, dass es sich um geschwärzte Oliven handelt. Lebensmittelrechtlich müssen die Zusatzstoffe E579 und E585 jedoch in den Zutaten aufgelistet werden.



REZEPT FÜR KNUSPEROLIVEN

ZUTATEN:
150 g Mehl
125 g Butter
250 g beliebig gefüllte Oliven
250 g geriebenen Käse
Salz, Paprikapulver

ZUBEREITUNG:
Die Butter in Stücke schneiden und in einer Schüssel mit Mehl, Käse, Salz und Paprika zu einem glatten Teig kneten. Den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen und währenddessen die Oliven gut abtropfen lassen.
Den Teig zu einer Rolle mit ca. 5 cm Durchmesser formen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. In jede Scheibe eine Olive drücken und den Teig um die Olive zu einer Kugel formen. Die Kugeln bei 190°C Umluft 20 Minuten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech backen. Die Kugeln halten sich etwa vier Tage.



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