D  english    espanol
deutschenglishespanol
Samstag, 18. August 2018
  Anzeigen
 
Startseite
 
 
Lokales
Kurzmeldungen
Freizeit
» Wissenswertes
Serie
Essen & Trinken
Gesundheit
 
 
Künstler sehen Lanzarote
Fotogalerie
Veranstaltungskalender
Kleinanzeigen
Immobilien
Ferienhäuser-/ Apartments
Stellenangebote/-gesuche
 
 
Branchenverzeichnis
Leserbriefe
Abonnements nicht möglich
Werbebanner
Impressum
Kontakt
Links
 
 
Archiv
 
Archivsuche  
 
 
 
Wissenswertes

Jaime Romero:
Machen, was einem gefällt

Von: Sarah Schulz


Lanzarote37-Jaime-Romero-Maguez
Der lanzarotenische Künstler, Jaime Romero, empfing Lanzarote37Grad in seinem Haus in Maguez, wo er seit Mitte der1990er lebt, sich sein Wohnhaus errichtete und seine Galerie einrichtete.

Inselmagazin-Lanzarote37Grad-Kunst-Jaime-Romero-Atelier
Sein Atelier ist voll mit angefangenen Bildern, Farbtöpfen und vollendeten Werken. Innerhalb kürzester Zeit kann er hier ganze Bildserien entstehen lassen.

Lanzarote37Grad-Inselmagazin-Jaime-Romero-Lanzaroteña
Eines der Bilder aus der Serie mit Jaimes Mutter als Lanzaroteña mit typischem Hut.

Jaime-Romero-Lanzarote37Grad-Schwarz-Weiß
Schwarz und Weiß: Ein Stilleben mit Krug, Tassse und zwei Orangen. Dieses Bild stammt aus Jaimes Anfangsphase.

Lanzarote37°-Inselmagazin-Jaime-Romero-Künstler
Mit einem "toque magíco", Papier und Kleister schafft Jaime eine Paste, mit deren Hilfe er unterschiedlichste Strukturen nachbilden kann.

Karneval-Norden-Lanzarote37Grad-Jaime-Romero
1993: Mit der ersten Karnevalsfantasie, die Jaime gestaltete, gewann er gleich den ersten Preis.

Inselmagazin-Karneval-Haria-Jaime-Romero-Lanzarote37Grad
Jaime hatte schon von Kind auf großen Spaß daran, sich seine Verkleidungen zu basteln. Mittlerweile hat er schon circa 40 Fantasien für den Inselkarneval entworfen und konstruiert.

Jaime-Romero-Unterwasser-Fotografie-Lanzarote37Grad
1998 machte er seinen Tauchschein und seitdem liebt er das Tauchen, wenn er mal abschalten möchte.

Unterwasserfotografie-Seestern-deutsches-Inselmagazin-Romero
Einige Beispiele von Jaimes Unterwasserfotografie:

Unterwasserfoto-Fisch-Farben-Jaime Romero-Lanzarote37Grad
Mit Licht und Blitz schafft es Jaime, auch Unterwasser die Farbpracht abzubilden.


Dieses Jahr steht Jaime wieder fließig in seinem Atelier. Eine schwere Erkrankheit hatte ihn aus der Bahn geworfen, weshalb er seiner Leidenschaft lange nicht mehr nachgehen konnte. Fotos: Jaime Romero/ Susanne Bernard


Manchmal nimmt man in seinem Leben einen Weg, der einen schon nach kurzer Zeit nicht mehr überzeugt. Dann bleibt einem, mit Unwillen bis zum Ziel zu gehen oder eine neue Richtung einzuschlagen. Für Letzteres entschied sich Jaime Romero, als ihm sein Lehramtsstudium nicht mehr gefiel: Er verschrieb sich ganz seiner Leidenschaft Malerei.


Nach drei Jahren Studium an der Universidad de Las Palmas de Gran Canaria fehlten dem Lanzaroteño Jaime Romero noch zwei Kurse zum Abschluss. Doch schon lange hatte er das Ziel, Lehrer zu werden, aus den Augen verloren und fällte eine Entscheidung: Er brach sein Studium ab.
Heute, weit über 30 Jahre später, steht der 56-Jährige immer noch konsequent hinter diesem Entschluss, der ihm ermöglichte, sich den Dingen zu widmen, die ihm wirklich gefallen – und das ist zuallererst die Malerei. Doch da er dieser hauptsächlich für sich selbst nachging, handelte es sich anfangs um eine brotlose Kunst, die Nebenjobs erforderte, damit der Lebensunterhalt gesichert war.

Einige Zeit arbeitete er schon als DJ in Puerto del Carmen, als ihn ein Pub-Besitzer, in dessen Lokal er regelmäßig auflegte, Ende der 1970er Jahre ansprach, ob bei ihm kein Interesse bestehe, eine kleine Ausstellung vorzubereiten. Sein Chef wusste nämlich von Jaimes künstlerischen Ambitionen. Von der Idee begeistert, malte Jaime innerhalb von zwei Monaten um die 20 Bilder, stark beeinflusst von César Manriques gemalten Werken, die gleich am ersten Tag der Ausstellung fast alle einen Käufer fanden.
Dass er dieses Tempo vorlegen konnte, war seiner Ungeduld zu verdanken. Jaime gibt zu, nicht darauf warten zu können, dass ein Farbauftrag getrocknet ist, ehe er weiterarbeiten kann. Deswegen beschäftigt er sich parallel immer mit mehreren Bildern, die er dann zu einem ähnlichen Zeitpunkt abschließt. Und so entsteht in wenigen Wochen eine ganze Serie.
Ohne Kenntnisse eignete sich Jaime seinen Stil und sein Können im Selbststudium an und lernte, während er arbeitete. In seiner Anfangsphase malte er schwarz-weiß, was heute in der Galerie noch zwei seiner ersten Werke beweisen: ein Stillleben mit Krug, Tasse und zwei Orangen sowie die Imitation eines Bildes Pablo Picassos.
Doch schnell stellte er fest, dass er sich den bunten Farben viel mehr zugewandt fühlt, und so zeugen seine Bilder, die hauptsächlich von Lanzarote inspiriert sind, von einer immensen Farbpracht. Allerdings sticht eine Serie aus dem Gesamtwerk hervor, die in warmen, ruhigen, erdigen Tönen eine lanzarotenische campesina, eine Frau vom Land mit typischem Hut aus Palmblatt zeigt: seine mittlerweile verstorbene Mutter, die immer sein größter Fan gewesen war.
Nach dieser ersten Veranstaltung folgten in den über drei Jahrzehnten bis heute viele weitere, hauptsächlich Einzelausstellungen auf Lanzarote und Fuerteventura, aber vereinigt mit den Werken anderer Künstler fanden einige seine Bilder 1992 sogar ihren Weg bis in eine Galerie in New York City.

Wenn Jaime seinen Beruf benennt, sagt er „pintor“, Maler. Wenn er sich selbst beschreibt, folgen die Adjektive „autodidáctico“ und „polifacético“ (autodidaktisch, vielfältig). Die vielen Facetten seines Interesses und seines Schaffens spiegeln sich nicht nur in seinen Bildern wider, sondern vor allem auch in den anderen Beschäftigungen, denen er nachgeht.
Als Kind schon hatte er Spaß daran, sich vor den Karnevalstagen eine Verkleidung zu basteln. Im Jahr 1993 bot sich ihm die Chance, zum ersten Mal ein Kostüm für die Wahl der reina de carnaval, der Karnevalskönigin, zu entwerfen. Gleich diese erste Fantasie Fuego en el volcán (Feuer im Vulkan), getragen von der Kandidatin María José Martín, der heutigen Gemeinderätin unter anderem für Kultur in Haría, gewann den ersten Preis.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten konzipierte und konstruierte er um die 40 Fantasien, die er in mühsamer Detailarbeit herstellte. In seinem Atelier müssen dann die Farben den Stoffen, Federn und bunten Steinchen weichen, die auf Karton geklebt werden, ehe diese auf einfache Metallkonstruktionen montiert werden. Die Näharbeiten an dem eigentlichen Kostüm der Königinanwärterin, das meist aus einem prächtig verzierten, knappen Oberteil und einer Slip-ähnlichen Hose besteht, könnte Jaime selbst vornehmen, bevorzugt aber, eine Näherin zu beauftragen, die durch ihre Professionalität die Arbeit schneller und präziser bewältigen kann.
Einmal designte er auch die Kostüme einer Murga, einer typischen Karnevalsmusikgruppe. Doch bei Größen um die 40 Mitglieder ist ihm das Anpassen der Kleidung an jeden einzelnen zu aufwendig und enervierend, wenn „hier noch was zwickt und da was fällt“, wie er lachend einräumt.
Der Karneval brachte ihn, dessen Familie aus Haría stammt und dessen Großeltern in Máguez lebten, von Arrecife zurück in den Norden der Insel, wo er sich auf Anregung des ehemaligen Bürgermeisters Juan Ramírez mehr und mehr bei den Dorffeierlichkeiten engagierte. Schon seit Mitte der 1990er wohnt er auf einem familiären Grundstück in Máguez, wo er mit der Zeit sein Wohnhaus erst baute, dann ausbaute und schließlich seine Galerie einrichtete.

Sein Ausgleich in stressigen Momenten ist das Tauchen. Nachdem er 1998 seinen ersten Schein gemacht hatte, dauerte es nicht lange, bis er auch anfing, sich Unterwasserfotografie-Zubehör anzuschaffen, um das faszinierende Leben in den Meerestiefen festzuhalten. Auch wenn es sich nur um ein Hobby handelt, konnte er ebenso in diesem Bereich zahlreiche Erfolge verbuchen. Viele seiner Fotos sind bei Wettbewerben siegreich gewesen, und Anfragen für Abbildungen in Büchern über Meeresbiologie liegen ihm vor.
Bei seinen Fotografien legt er viel Wert auf Einfachheit. Eines seiner für mich schönsten Bilder besteht aus drei Komponenten: einem roten Seestern auf einem Sandhügel vor der Öffnung einer submarinen Höhle. Dieses Foto entstand in Puerto del Carmen an der Playa de la Pila de la Barrilla, auch Playa Chica genannt, die bei Tauchern ungemein beliebt ist. Er wartete in der Höhle, bis alle anderen Taucher, die sich vor dem Eingang aufhielten, weggeschwommen waren, um dann sein Foto zu machen.
Aufgrund der stark eingeschränkten Lichtverhältnisse unter Wasser arbeitet Jaime grundsätzlich mit Taucherlampe und Blitzlicht, um die verblast wirkenden Farben zur Geltung zu bringen. Die kanarischen Gewässer bieten ihm stets abwechslungsreiche Motive – anders als zum Beispiel das Rote Meer. Zwei Mal reiste er nach Ägypten, aber schon beim zweiten Mal hatte die dortige Fauna ihren Reiz auf ihn verloren, da sie derjenigen bekannten von der ersten Reise entsprach. Da der Atlantik offen ist, besteht auf den Inseln immer wieder die Möglichkeit, auch selten gesehene und für einen neue Meeresbewohner zu sehen.

In das neue Jahr ist Jaime mit Zuversicht und neuen Plänen gestartet. Eine schwere Erkrankung hatte ihn aus der Bahn geworfen, seit zwei Jahren ist seine Galerie geschlossen, ein Jahr lang hat er schon nicht mehr gemalt. Doch 2014 soll alles anders, besser, werden. Bis Ende März wird er mit karnevalistischen Arbeiten beschäftigt sein. Danach hat er konkrete Pläne für eine neue Bild-Serie, die sich um Salz und Salinen drehen soll. Bereits hunderte Salz-Fotos von der Salzgewinnungsanlage in Los Cocoteros sind geschossen, die ihm helfen werden, die Struktur der kleinen Kristalle auf seine Bilder zu übertragen. Ursprünglich hatte er beabsichtigt, das Material selbst einfließen zu lassen, weil er texturierte Bilder anstrebt, aber durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt eignet es sich nicht sehr gut. Deswegen wird er wie bei einer vorherigen Vulkan-Serie eine Masse aus Papier, Kleister plus einem „toque mágico“, einer geheimen, weiteren Zutat, anrühren und so die Textur nachempfinden.
Bei diesen Vorbereitungen ergab sich durch Zufall eine zweite, kleine Fotoserie, die verhältnismäßig wenig mit Wasser zu tun hat: Die wildlebenden Katzen, die sich bei den Salinen aufhalten und deren Fellfarben sich als faszinierender Kontrast zur Umgebung präsentierten, waren dem geduldigen Fotografen seltene Motive.
Jedoch nicht nur seine Texturas de Sal stehen weit oben auf der Prioritätenliste: Da Jaime in den kühleren Wintermonaten sein Rheuma daran hindert, täglich, wie er es sich eigentlich wünschte, tauchen zu gehen, sieht er dem Frühling mit Optimismus entgegen, um wieder vermehrt das zu machen, was ihm – genau – gefällt.



<- Zurück zu: Wissenswertes  

Lanzarote Gartencenter Flowerpower in Macher
Iris Kienzle - Papierkram, Behördengänge, Beantragung NIE-Nummer, Residencia, etc
Lanzarote Investments  - Immobilienmakler auf Lanzarote
MANZATEC  - Solar- und Klimaanlagen - Sanitär - Installation - Instandhaltung - Umbau
Pflegedienst, ambulante Pflege, Urlaubspflege, Behandlungspflege und Tagesbetreuung auf Lanzarote
CAZATUCASA deutschsprachiger Immobilienmakler auf Lanzarote
Jon W. Olsen - Immobilienmakler in Playa Blanca
Deutsche Anwältin mit Sitz auf Lanzarote - Alice Baumann
Men at Work - Thorsten Merkt - Fachbetrieb für Heizung und Sanitär sowie  Pool- und Solartechnik
The Garden Lanzarote - Gartencenter / Gärtnerei in Tegoyo
Lanzarote Immobilien - Ines Kampfer - IK-Immobilien in Costa Teguise - Tel: 0034 - 639 81 57 35
Yoga Ferien auf Lanzarote - Entspannung und Erholung für Körper, Geist und Seele!
Arzt auf Lanzarote - Dr. Roland Mager in Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca
Lanzarote - Gasöfen-Infrarot-Heizungen-Elektro-Heizgeräte, Farben und mehr
Lanzarote - Türen & Fenstr aus Aluminium oder PVC
Location Properties - Immobilienmaklerin Stephanie Lehrmann
Ferienwohnungen - Ferienapartments - Villa la Vega Lanzarote
Anwältin auf Lanzarote - Felicitas Hofacker Tel: 0034 - 630 79 11 56
La Mendoza - Immobilienmaklerin Angelika Oberländer
Restaurant La Puerta Verde - Sehr empfehlenswertes Restaurant im Norden der Insel
Lanzarote Sprachschule - CoCo-Lingua-Lanzarote - Elvia Zaldivar
Ausflüge Lanzarote bucht für Sie die besten Ausflüge auf Lanzarote
Villas Canarias - Immobilienmaklerin Eva Deible-Siegl
Lanzarote - Ferienapartments in Haría - www.real-lanzarote.com
Estupendo Immobilienagentur in Costa Teguise - Tel: 0034 - 928 346 105
Service Team - Handwerks- & Dienstleistungsunternehmen auf Lanzarote
WTU Canarias - Wir unterstützen Menschen, sich mit Hilfe von Körperarbeit, sowie gemeinschaftlichen und künstlerischen Aktivitäten - innerlich wie äußerlich - wieder aufzurichten.
Atlantis FM - Radio auf Lanzarote
Villa Golondrina - Ferienwohnung Puerto del Carmen, Lanzarote
app4canarias - Die beste Lanzarote-App für iPhone und Android
Immobilien auf Lanzarote - Intervalmarketing Klaus Piesch
Lanzarote Arzt -  Dr. Karl Kunze mit 24h Rufbereitschaft unter 0034-928 835 509
CasaLanz Immobilienmakler Playa Honda nahe Deiland
Umzüge-Internationale Transporte von und zu den Kanarischen Inseln
Computerberatung auf Lanzarote - Schulung, Kurse, Beratung und Hilfe
UNINEX - Büroservice, Behördengänge und Hilfe für Auswanderer - Andrea Lechtape
Billig telefonieren ins In- und Ausland - Spanische Telefonanbieter
Flower Power - Gartencenter & Landschaftsbau - ständig Pflanzen im Angebot!

 
© conceptnet
  Startseite  |   Lokales  |  Kurzmeldungen  |  Freizeit  |  Wissenswertes  |  Serie  |  Essen & Trinken  |  Gesundheit  
  Künstler sehen Lanzarote  |  Fotogalerie  |  Veranstaltungskalender  |  Kleinanzeigen  |  Immobilien  |  Ferienhäuser-/ Apartments  |  Stellenangebote/-gesuche  
 Branchenverzeichnis | Leserbriefe | Abonnements nicht möglich | Werbebanner | Impressum | Kontakt | Links