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Wissenswertes

Die Salinen von Los Cocoteros:
Der lanzarotenischen Tradition huldigen

Von: Sarah Schulz


Fischerdorf-Salinen-Cocoteros-Salz-Lanzarote37grad-Inselmagazin
Die Salinen des kleinen Fischerdörfchens Los Cocoteros bei Guatiza (Gemeinde Teguise) werden von Daniel Lassos Unternehmen Lanzarote Natural, S.L. betrieben.

Lanzarote Natural-Salinen-Cocoteros-Lanzarote37grad-Inselmagazin
Daniel Lasso vor einigen Salz-Produkten der Cocoteros-Salinen.

Meersalz-Los Cocoteros-Guatiza-Lanzarote37grad-Inselmagazins
Bevor Daniel Lasso den Betrieb der Salinen aufnahm, waren die meisten Becken versandet oder überwuchert.

Salz-Meer-Guatiza-Lanzarote37grad-Inselmagazin
Abendstimmung bei den Salinen.

Abend-Salinen-Salzgewinnung-Teguise-Lanzarote37grad-Inselmagazin
Die Entwicklung der Salinen bewertet Daniel sehr positiv...

Salz-Lanzarote Natural-Salinen-Lanzarote37grad-Inselmagazin
...und erwartet vielversprechende Monate 2015.

Gewürze-Meersalz-Cocoteros-Lanzarote37°-Inselmagazin
Einige der Produktmischungen aus Cocoteros-Salz...

Gewürzsalz-Meersalz-Los Cocoteros-Lanzarote37Grad-Inselmagazin
...mit Kräutern und Gewürzen.

Salzgewinnung-Lanzarote Natural-Meersalz-Lanzarote37grad-Inselmagazin
Lasso hofft, dieses Jahr die ehemaligen Salzgärten von Matagorda und La Santa wiederaufleben lassen zu können. Fotos: Lanzarote Natural, S.L., Sarah Schulz


Die Salzwirtschaft war einst von enormer Wichtigkeit auf Lanzarote. In allen Teilen der Insel wurden ab Ende des 19. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Salzgärten angelegt. Doch nach florierenden Jahren verringerte sich die Nachfrage und die ersten Betriebe beendeten ihre Arbeit. Aktuell wird noch Salz gewonnen in Janubio, den größten Salinen der Kanarischen Inseln, und in Los Cocoteros, den kleinen Salinen bei Guatiza, welche von dem Unternehmen Lanzarote Natural, S.L., betrieben werden. Lanzarote37° sprach mit Firmenchef Daniel Lasso Farraiz.


1970er Jahre, Las Caletas: Der kleine Daniel spielt in den Salinen des Fischerdörfchens, das heute direkt zwischen dem Industriehafen Puerto de Los Mármoles und Costa Teguise liegt. Er hat Spaß, das Salz fasziniert ihn – er wird diese unbeschwerten Kindertage nicht vergessen.
Es ist eine Zeit, in der noch viele Salzgewinnungsanlagen der Insel betrieben werden. Über 30 Jahre später liegen die meisten brach. Das Salz, das besonders als Konservierungsmittel in der Fischerei genutzt worden war, hat mit derselben an Bedeutung verloren.

2012: Daniel Lasso Farraiz, derweil 38 Jahre alt und erfolgreicher Geschäftsmann, erinnert sich. Und er entwickelt eine Idee: Er möchte ehemalige Salinen wiederaufbauen und bewirtschaften.
Die bekanntesten Salinen der Insel, die von Janubio, die schon 1895 gegründet worden waren, werden zu diesem Zeitpunkt noch betrieben sowie jene im kleinen Ort Los Cocoteros bei Guatiza (Gemeinde Teguise). Er fand letztere nach denen am Risco immer am schönsten, sagt er. Traditionell waren sie unter dem Namen „Los Agujeros“ bekannt und die Kanarenregierung hatte sie 2011 zum geschützten Kulturgut, Bien de Interés Cultural, erklärt. Die Auslastung damals betrug zehn Prozent, die meisten der Becken waren versandet oder mit Wolfsmilchgewächsen überwuchert.
Daniel ließ sich nicht bremsen: Bereits 2006 hatte er mit seiner Frau das Unternehmen Lanzarote Natural, S.L. gegründet. Nach einem schweren Unfall, der sie ans Bett fesselte und dessen Folgen sie noch heute nur langsam und mit Krücken laufen lässt, hatte sich das Paar selbstständig gemacht. In ihrem Haus in Tinajo richtete Daniel ein Büro ein, nach ausreichend Brainstorming gab es erste Pläne, die beide als lohnenswert umzusetzen bewerteten. Aktuell ist die Firma Teil des Regionalisierungsprogramms der lanzarotenischen Handelskammer, das hiesige Projekte fördert, und erhält Unterstützung durch die Regierung der Autonomen Gemeinschaft.


In den mittlerweile acht Jahren seines Bestehens hat das Unternehmen viele Marken und Produkte auf den Markt gebracht. Schwerpunkt ist die Produktion von Kosmetika mit hiesigem Wein, Aloe Vera und Ziegenmilch, aber auch im Lebensmittelbereich konnten sie sich positionieren. Dazu gehören nicht nur das Salz, sondern seit neuestem eigene Mojos und die Zusammenarbeit mit der Bodega La Florida. Aber es soll sich nicht nur um hübsche, schönmachende und schmackhafte Souvenirs für Touristen handeln, sondern, so betont Daniel das Anliegen und den Hauptaspekt seiner Arbeit, immer ein enges Verhältnis zur Entwicklung der Insel sowie dem Anerkennen und dem Respekt ihrer Geschichte geben.
Dass sich diese Sichtweise auf Lanzarote noch nicht so stark etabliert hat wie an anderen Orten weltweit, sieht er als doppelte Chance. Zum einen kann er gewissermaßen mit wenigen anderen Unternehmen Pionierarbeit leisten und zieht daraus, gerade bei Urlaubern denen der Umweltschutz und einheimische Produkte am Herzen liegen, natürlich auch seine Gewinne, zum anderen ist ihm so ermöglicht, weiteres Bewusstsein zu schaffen und auch innerhalb der Inselbevölkerung zum Nach- und Umdenken anzuregen, wovon im besten Fall am Ende jedermann profitieren wird.

Seinem Leitbild versucht er hundertprozentig zu folgen. Die Salinen von Los Cocoteros konnten binnen kürzester Zeit auf 80 Prozent Auslastung hochgearbeitet werden – und das ausschließlich handwerklich. Daniels Firma erwarb die Rechte des ehemaligen Unternehmens „Sal La Gaviota“, unter dessen Namen das Cocoteros-Salz vormals vertrieben worden war. Nach der ersten Ernte 2012 wurden innerhalb von zwei Wochen 400 Kilogramm in kleinen Abfüllungen zu 40, 160 und 260 Gramm an einer einzigen Verkaufsstelle, dem Laden der damals noch geöffneten Bodega Stratvs, verkauft. Insgesamt kamen 120 Tonnen Salz aus Gua-
tiza auf den Markt.
Doch schon zwei Jahre später, im März 2014, begann eine technische Pause, die bis etwa März 2015 dauern wird, ehe die heißeren Monate beginnen, in denen das Meerwasser aus den Becken schneller verdunstet und eine reiche Ernte begünstigt wird.
Salzgärten sollen, wie bestellte Felder, in gewissen Zeitabständen ruhen. Doch anstatt die generellen sechs bis sieben Jahre Nutzung abzuwarten, entschied sich Daniel direkt nach den ersten beiden guten Ernten dafür. Ihm ist wichtig, dass seine Projekte Ruhe haben zu wachsen. Und so bleiben ihm Freiräume, sich weiteren Ideen zu widmen, schließlich arbeitet er selbst gelegentlich in den Salinen. Zwar hat er zwei Angestellte, doch als Aushilfe oder wenn ihm etwas Akutes auffällt, kümmert er sich selbst um die Salzgewinnung in der Anlage, die in acht Jahren ihr hundertjähriges Bestehen feiern wird.
Daniels bisher größter Erfolg mit den Cocoteros-Salinen war, dass dieses Salz als erstes in kanarischen Apotheken wegen seiner geringen Restfeuchte von 5,2 Prozent, die ausschließlich durch eine bestimmte Art des Auflesens erreicht wird und nicht durch Zugabe spezieller wasserbindender Stoffe, angeboten wird. Es sei reich an Spurenelementen, frei von jeglichen Chemikalien und es würden keine Rieselhilfen zugesetzt, weswegen es ein gesundes, gegebenenfalls gesundheitsförderndes, Produkt außerordentlicher Qualität sei. Eine Bestätigung der ständigen Arbeit und des Bemühens.

Als rühriger Geschäftsmann hat Daniel weitere Unternehmungen in Planung. Wegen seines Engagements für das kulturelle Erbe seiner Heimatinsel stehen dabei auch in Zukunft die Salinen auf seiner Prioritätenliste. Schon 2015 hofft er, die ehemaligen Salzgärten von Matagorda und La Santa wiederaufleben lassen zu können, die aktuell kaum mehr sichtbar sind. Matagorda sei ein etwas schwierigeres Unterfangen, da die dortige Anlage ähnlich wie Cocoteros, die 27 Besitzer hat, nicht einer Einzelperson gehöre, mit der man verhältnismäßig schnell einen Konsens erzielen und einen Vertrag abschließen könne. La Santa jedoch unterstehe der Abteilung Costas des spanischen Landwirtschafts- und Umweltministeriums, wodurch nicht von vielen Seiten Ansprüche angemeldet würden.
Deswegen versucht er nun das Projekt in der Lagune von La Santa voranzutreiben. Diese Salzgärten könnten allerdings nicht wiederhergestellt werden, weil der Grad der Verwahrlosung zu hoch sei. Diese Tatsache birgt jedoch immense Möglichkeiten. Bei der Neuanlegung soll beispielsweise zwischen den Verdunstungsbecken ausreichend Platz für Wege entstehen, deren Nutzung nicht nur Salzinteressierten offenstehen soll, sondern den Gästen des nahen Sporthotels als Laufstrecken dienen kann und auch Behindertengerechtigkeit sei geplant, um die Wege mit einem Rollstuhl befahren zu können. Der neueste Salzgarten der Insel soll somit einem „richtigen Garten“ gleichkommen – wie eine Parkanlage in Orten, die nicht so nah am Meer liegen und deren Vergangenheit nicht durch Salzgewinnung geprägt war.



Neben reinem Salz kann man auch Mischungen mit verschiedenen Kräutern, beispielsweise Rosmarin, oder mit Zwiebeln, schwarzem Pfeffer oder den passenden Gewürzen für Mojos erwerben. Das Salz wird in hübschen Gläsern verkauft und eignet sich somit hervorragend als Mitbringsel für Daheimgebliebene. Genauso schön und nutzbringend ist es in der eigenen Küche.



Verkaufsstellen:
Bodega La Florida, Calle de la Florida, 89, 35559 San Bartolomé

Tienda Gourmet BTL, Calle León y Castillo, 16, 35550 Arrecife



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