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Wissenswertes

Das Wrack der Temple Hall:
Das Schiff, das seit über 30 Jahren vor Lanzarote liegt

Von: Hannah Lex


Temple_hall_Los Marmoles_Schiffsunglück_Lanzarote37Grad
Das Wrack des ehemealigen Frachtschiffs "Temple Hall" liegt seit mehr als 30 Jahren vor der Küste Lanzarotes, nachdem es 1981 vor den Kanaren in einen schweren Sturm geriet, und ein Leck im Schiffsbauch die weiterfahrt unmäglich machte.

Statue_Baumstämme_Costa Teguise_Temple Hall_Lanzarote37Grad_Inselmagazin
Die Baumstämme waren Teil der Ladung, als das Schiff manövrierunfähig wurde. 2009 wurde der spanische Stadtplaner, José María Pérez Sánchez, auf die Stämme aufmerksam und erbaute aus dreien von ihnen die Skulptur "La hoguera de San Juan", die man in einem Kreisverkehrin Costa Teguise, an der Promeande in Nähe des Strandes Las Cucharas findet.

Puerto Los Marmoles_Lanarote37grad_Schiffswrack_Temple Hall
Das Wrack der Temple Hall von Los Marmoles aus gesehen. Fotos: Lanzarote37°/S.Schulz/S.Bernard


Seit nun mehr als 30 Jahren liegt das Schiffswrack „Telamon“ alias „Temple Hall“ in einer Bucht bei Arrecifes Industriehafen Los Mármoles, bevor man auf der Küstenstraße von Arrecife nach Costa Teguise in die Siedlung Las Caletas kommt. Inzwischen gehört es fest zum Landschaftsbild: Es ist ein beliebtes Fotomotiv, nachgefragter Ort zum Tauchen und Heimat für einige Fische geworden. Aus einem Teil der letzten Ladung, Baumstämmen aus Afrika, ist sogar ein Kunstwerk entstanden, das man seit 2009 in einem Kreisverkehr in Costa Teguise bewundern kann. Doch wie kam es, dass das Wrack dort liegt, und wieso ist es immer noch dort?


Das Frachtschiff, das mittlerweile von der lanzarotenischen Küste kaum mehr wegzudenken ist, wurde von dem Unternehmen Caledon Shipbuilding & Engineering Company Ltd. unter dem Namen „Temple Hall“ 1953 in der schottischen Stadt Dundee gebaut. Das Unternehmen verkaufte den Frachter nach einigen Jahren, zuletzt gehörte er der griechischen Firma K. Mitsotakis & Sons, die ihm im Jahre 1977 den Namen „Telamon“ gab. Zu seiner letzten Fahrt legte das Schiff 1981 in San-Pédro, Elfenbeinküste ab. Es sollte zum Ägäischen Meer fahren, um die griechische Stadt Thessaloniki mit Baumstämmen zu beliefern. Doch diese kamen dort nie an.
Denn an jenem 31. Oktober 1981, einem Samstag, fegte ein schwerer Sturm über die Kanarischen Inseln. Als sich die Telamon in der Meerenge von Bocaina, zwischen Lanzarote und Fuerteventura, befand, stellte man ein Leck im Bauch des Schiffes fest. Wegen der schlechten Wetterlage konnte aber die Crew den Schaden nicht beheben. Zudem befürchtete sie, die geladenen Baumstämme könnten sich so stark bewegen, dass der Frachter ins Ungleichgewicht geriete und dann auseinanderbreche. Um seine Mannschaft vor einem drohenden Schiffbruch zu schützen, musste schließlich der Kapitän Manuele Avtigromm den Hafenmeister von Arrecife, Antonio Sivera, kontaktieren und um Hilfe bitten. Doch auch den Hafenmitarbeitern wurde schnell klar: Das Schiff war in einem sehr schlechten Zustand und drohte zu sinken. Eine Reparatur vor Ort war mit den schlechten Wetterverhältnissen schwierig, und auch am nächsten Tag sollte sich die See nicht beruhigen. So beschloss man, das Schiff mit einem Thunfischfänger an die Küste von Lanzarote zu manövrieren. Die Telamon sollte aber nicht in den Puerto de los Mármoles, den Hafen von Arrecife, gebracht werden, denn ein dort sinkendes Schiff solch einer Größe hätte den kleinen Hafen blockiert. Dies wäre fatal gewesen, denn so wie auch heute noch lief der Großteil des Handels der Insel über den Seeweg. Aus diesem Grund entschied man sich, den Frachter an das Ufer von Las Caletas zu bringen, einem kleinen Dorf bei Costa Teguise, ein paar hundert Meter vom Hafen entfernt. Dort wollte man es sanft aufsetzen lassen.
Nachdem diese Aktion erfolgreich beendet war, konnten alle 29 Crewmitglieder, hauptsächlich Griechen, aber auch Seemänner aus Ghana, Mali und der Elfenbeinküste, wohlbehalten an Land gebracht werden. Dort wurden sie im Hotel Casa del Mar und in Unterkünften am nahe gelegenen Charco de San Ginés untergebracht.
Zwei Tage nach dem Unglück reiste der Besitzer des Schiffes, Herr Ninnos, nach Lanzarote, um den Schaden und das Wrack selbst in Augenschein zu nehmen. Den Schiffskörper ließ er von Werfttauchern aus Puerto Naos untersuchen. Hierbei stellte sich heraus, dass das Leck im Laderaum aufgetreten war, welcher zu zwei Dritteln mit Wasser geflutet war.
Außer den Baumstämmen, die einfach geborgen und dann nicht weiter beachtet wurden, befanden sich noch 260 Tonnen Schweröl und 60 Tonnen Diesel an Bord des Containers. Bei einer falschen Behandlung hätte es eine Ölkatastrophe geben können, wäre der Treibstofftank ausgelaufen. Um diese zu verhindern, musste das Öl abtransportiert werden. So installierte ein spezialisierter Umweltverein aus London zunächst einen Schutzring aus Luftreifen, der auf der Meeresoberfläche schwamm und möglicherweise austretendes Öl am Ausbreiten hindern würde. Danach verteilten die Techniker im Wasser Dispergatoren. Das sind Stoffgemische, die Öl in sehr kleine, biologisch abbaubare Tröpfchen trennen und somit von der Küste fern halten. Schließlich konnte ein Boot der Compañía Española de Petróleos – CEPSA das Öl ohne Zwischenfälle abpumpen.
Da die Firma K. Mitsotakis & Sons die Telamon aufgab, zeigte sich einige Zeit später ein anderes Unternehmen daran interessiert, das Frachtschiff wieder instand zu setzen und abzutransportieren, jedoch legte sich das Interesse relativ schnell wieder, als man sich über die ungefähren Kosten von damals über 100 Millionen Peseten, was heute etwa 600.000 Euro entspricht, klar wurde.
So blieb das Wrack dort, wo es war. Bei einem späteren Sturm brach es in zwei Hälften und liegt seitdem mit dem Heck zur Küste gerichtet und leicht nach vorne geneigt, mit dem vorderen Teil unter Wasser, wenige Meter vor Lanzarote.
Aufgrund seiner Nähe zum Ufer war es unvermeidbar, dass in dem Schiffswrack einige Zeit Hausbesetzer wohnten. Wegen der unkomfortablen Bedingungen zogen sie sich jedoch rasch wieder zurück und suchten ein neues Quartier.
Nun liegt es, dem Wetter ausgesetzt, an der Küste und zerfällt langsam, einzig bewohnt von einigen Fischen.
Das jedoch ist ein Segen für Taucher, Fischer und Touristen. Denn wegen der geringen Wassertiefe ist der Ort auch für Tauchanfänger sehr gut geeignet, außerdem sehr spektakulär, denn wo sonst kann man mit vergleichsweise kleinem Aufwand ein noch ziemlich gut erhaltenes Schiffswrack unter Wasser betrachten? Auch zum Besichtigen des Ortes an Land wird das Schiffswrack in allen touristischen Foren als außergewöhnlich angepriesen. Für manche Besucher ist dies sogar einer der Orte auf Lanzarote, die man unbedingt gesehen haben muss. Viele Hobbyfotografen üben sich zudem an dem Motiv. Die Fischer wiederum profitieren von den Fischschwärmen, die sich dort befinden.
Doch in den Medien zog das Schiffswrack erst im Jahr 2009 wieder die Aufmerksamkeit auf sich: Es ging um die letzte Ladung des Frachters. Denn die Baumstämme wurden zwar damals aus dem Schiffsbauch geborgen, jedoch wurde ihnen lange keine Beachtung geschenkt; die Holzstämme lagen jahrelang, Wind und Wetter ausgesetzt, unweit des Schiffes, an Land. Sie entkamen knapp der Vernichtung durch ein Feuer und daraufhin wurde José María Pérez Sánchez, ein spanischer Stadtplaner, auf die Stämme aufmerksam. Aus dreien von ihnen erbaute er eine Skulptur in einen Kreisverkehr in Costa Teguise, an der Promenade in der Nähe des Strandes Las Cucharas. Sein Kunstwerk nannte Sánchez „La hoguera de San Juan“, auf Deutsch Johannisfeuer, das, passend zum Namen, in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni 2009 eingeweiht wurde, in der Johannisnacht. Dies ist die Nacht auf den Johannistag, den Gedenktag an Johannes den Täufer. In dieser Nacht wird auf Lanzarote und in vielen anderen Orten der Welt der Sommerbeginn, kurz nach dem astronomischen Sommerbeginn zur Sommersonnenwende am 21. Juni, mit einem großen Feuer gefeiert.



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