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Lokales, Wissenswertes

Eine besondere Knolle: Die Kartoffeln aus Los Valles

Von: Sarah Schulz


Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Die Kartoffeln von Los Valles gehören zu den Hochwertigsten der ganzen Insel. Foto: ©Sarah Schulz

Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Logo der Los Valles-Kartoffeln. Foto: ©Sarah Schulz

Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Experten im angeregten Gespräch: Vicente Ramos (links) und Gustavo Crespo. Foto: ©Sarah Schulz

Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Experten im angeregten Gespräch: Vicente Ramos (links) und Gustavo Crespo. Foto: ©Sarah Schulz

Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Experten im angeregten Gespräch: Vicente Ramos (links) und Gustavo Crespo. Foto: ©Sarah Schulz

Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Innerhalb weniger Sekunden holt Vicente die Kartoffeln einer Pflanze aus dem Boden. Foto: ©Sarah Schulz

Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Innerhalb weniger Sekunden holt Vicente die Kartoffeln einer Pflanze aus dem Boden. Foto: ©Sarah Schulz

Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Manche Kartoffeln sind leider von der Kartoffelmotte befallen. Foto: ©Sarah Schulz

Kanaren-Lanzarote-Los Valles-Santa Catalina-Landwirtschaft
Die Papa Los Valles können Sie in fast allen Spar-Supermärkten der Insel erwerben. Foto: ©Sarah Schulz


So manchem Produkt eilt ein Ruf voraus, welchem es hinterher nicht gerecht zu werden vermag. Wer Lanzarote nicht kennt, nur das vage Bild einer Vulkaninsel mit Strand und Sonnenschein vor Augen hat, nimmt nicht an, dass hier hervorragende landwirtschaftliche Erzeugnisse entstehen. Die Kartoffeln aus Los Valles heben sich qualitativ deutlich von denen anderer Regionen ab, auch wenn sie außerhalb der Insel kaum jemandem ein Begriff sind. Lanzarote37° sprach mit dem Landwirt Vicente Ramos und dem Präsidenten der Produzenten-Vereinigung Asociación de Agricultores Montaña de Los Valles, Gustavo Crespo.


Die Bewohner des Ortes Santa Catalina im Westen Lanzarotes verloren während der Vulkan-

eruptionen der Jahre 1730 bis 1736 ihre Heimat und flohen in ein etwa 35 Kilometer entferntes Tal des Famara-Massivs, um dort ihr neues Dorf Los Valles zu gründen. Unterhalb den Peñas del Chache, dem höchsten Punkt der Insel, kann es selbst im Sommer frische Nächte geben und der Nachtnebel hält den fruchtbaren Boden feucht.

Weit verstreut liegen heute die Häuser, die kurvenreiche Landstraße, die La Villa de Teguise mit Haría verbindet, führt mitten hindurch, links und rechts sieht man Anbauflächen. Los Valles fehlt ein Ortskern, auch wenn die Kirche und die Dorfwirtschaft wie in den typischsten spanischen Dörfern gleich nebeneinander liegen. Im letzten Winkel des Tals stehe ich mit Vicente Ramos und Gustavo Crespo auf einem kleinen Feld, zu unseren Füßen hunderte große, rotschalige Kartoffeln. Die Kartoffeln, die hier angebaut werden, sollen mindestens die besten der Insel sein und werden unter dem eigenen Qualitätssiegel „Papa Los Valles“ vermarktet. Es ist bereits Anfang März, einer der ersten richtig warmen Tage nach einem langen Winter, und Vicente muss die letzten Knollen seiner Oktobersaat ernten. 

 

 

Gehegte Essenz traditioneller Gerichte

 

Im Gegensatz zu den anderen 32 Landwirten, die sich in der Asocia-

ción de Agricultores Montaña de Los Valles zusammengeschlossen haben, fehlen ihm die letzten Quadratmeter Feld, auf denen noch die krautigen, bereits ganz trockenen Pflanzen stehen. Nach drei bis vier Monaten Wachstum – es war eine keimende Pflanzknolle gesetzt worden, aus der sich zunächst Wurzeln nach unten und Stängel mit Blättern nach oben entwickelten – können Kartoffeln geerntet werden; Vicente ließ manchen ein bisschen länger Zeit: „Das macht aber nichts.“ Im Gegenteil seien seine Exemplare ein kleinwenig größer als die seiner Kollegen, da die Knollen weiterwüchsen, nachdem die Pflanze welk geworden sei.

„Das ist die Sorte Rudolph. Die ist nicht so beliebt“, merkt Gustavo an, der seit der Gründung der Asociación im Mai vergangenen Jahres ihr Präsident ist. Er könne das nicht verstehen, denn die Sorte zeichne sich durch einen weichen, fast süßen Geschmack aus und habe dabei gute Kocheigenschaften. Wie die meisten auf Lanzarote angebauten Sorten ist Rudolph vorwiegend festkochend und eignet sich somit für eine Vielzahl an traditionellen Gerichten – die berühmten papas arrugadas ausgenommen, für die kleinere Kartoffelsorten benutzt werden.

Vicente erzählt, dass der Winter für seine Ernte gut gewesen sei. Anders als für die Sommerernte, wenn um den höchsten Punkt Lanzarotes herum angebaut werde, befänden sich die Nutzflächen des Winters in direkter Dorfnähe, oder, wie bei ihm, gleich hinter dem Wohnhaus. Nach der Saat im Oktober setzten im November die starken Regenfälle ein, und über den gesamten Winter gab es ausreichend Feuchtigkeit, so dass er sein Feld nicht einmal habe bewässern müssen. Der einzige, dem die vielen kalten Tage über einen viel längeren Zeitraum als sonst geschadet hätten, sei er selbst gewesen: „Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich nachts mit Strümpfen geschlafen“, lacht er über sich selbst.

Aktuell hat er weitere Felder bestellt – unter anderem auch wieder mit Kartoffeln. Bei denen geht er jedoch davon aus, dass sie zusätzliches Wasser brauchen werden. Die Felder liegen zu tief und können in der Regel nicht ausreichend von den Nebeln profitieren. Falls es allerdings noch einmal so stark wie Ende des Jahres regnete, reichte dies wahrscheinlich aus, denn der Boden darf genauso wenig zu feucht sein, da es durch Wärmestau und fehlende Durchlüftung zu Knollenfäulnis kommen könne, beziehungsweise die Kartoffel sehr wässrig-geschmacklos werde. 

 


Im Kollektiv durchsetzungsfähig

 

Die Asociación vertritt die Interessen der Landwirte von Los Valles – auch vor Institutionen –, um die besten Anbaubedingungen zu schaffen, gute Samen zu interessanten Preisen zu kaufen und vor allem dem Konsumenten Produkte ausgezeichneter Güte anbieten zu können. 

Die Felder der Landwirte von Los Valles sind größenmäßig recht einheitlich, erwähnt Gustavo. Der Ertrag sei wetterabhängig, liege aber immer zwischen 1000 und 2000 Kilogramm pro bestellte Fläche. An einem Erntetag wie zu meinem Besuch steht Vicente morgens früh schon auf dem Feld, um bei möglichst angenehmen Temperaturen von Hand, nur mit Hilfe eines kleinen Gartenwerkzeugs, jede einzelne Knolle aus dem sandigen, mit Picón bedeckten Boden zu holen. Er alleine schafft – ich nehme seine Handgriffe subjektiv als äußerst flink wahr –, wenn alles gut läuft, täglich etwa 250 Kilogramm. Gustavo betont: „Alles Handarbeit – da kann man sich nicht über den Preis beschweren.“

Das Geld sei ein großes Thema unter den Landwirten. Wer könne heute schon von Ackerbau leben? In vergangenen Jahren, bei schlechten Witterungsbedingungen, kam es vor, dass die Felder kaum mehr trugen, als den Eigenbedarf der Anbauenden zu decken. Und auf dem Markt seien die lanzarotenischen Kartoffeln auch noch benachteiligt gegenüber subventionierten Produkten, die auf die Insel importiert würden. Und die Tatsache, dass sich Vicente beispielsweise erst professionell der Landwirtschaft widmet, seitdem er seinen Arbeitsplatz als Auswirkung der Krise vor drei Jahren verloren hat, spricht für sich.

Bevor die Kartoffeln in den Verkauf gehen, werden sie handverlesen, da es auch auf Lanzarote Probleme mit Schädlingen gibt und nur das beste Produkt im Handel angeboten werden soll. Kartoffelschorf, der durch eine Bakterienart verursacht wird, und die tracilla genannte, durch die Kartoffelmotte hervorgerufene Erkrankung, sind die Hauptprobleme auf der Insel. Während der Schorf aufgrund des ästhetischen Mangels den Marktwert des Produkts senkt, die Kartoffel geschmacklich aber nicht verändert, muss versucht werden, die mit Larven befallenen Knollen vorab gänzlich auszusortieren. In Los Valles versucht man dem Befall mit Marienkäfern Herr zu werden, die dafür bekannt sind, sich im Larvenstadium von Schädlingen, wie man hofft auch denen der Kartoffelmotte, zu ernähren. Nur einwandfreie, hochwertige Ware kann langfristig Erfolg garantierten, der den Landwirten die Zukunft sichert. Die Voraussetzungen dafür sind in Los Valles gut.



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