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Lokales, Freizeit

Ayoze Rodríguez: Wenn Musik zum Leben wird

Von: Svenja Weber


Lanzarote37grad-Ayoze Rodríguez-Konzert-Musik-Klarinette-Saxophon-Jameos del Augua
Jeden zweiten Dienstag tritt Ayoze Rodríguez mit dem Timplespieler Alexis Lemes (links) in den Jameos del Agua auf. Foto: ©Lanzarote 37°

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Er träumte von etwas Großem: von einer Gruppe Musiker aus Lanzarote und Fuerteventura, von Konzerten und Proben auf beiden Inseln. Foto: ©Lanzarote 37°

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Tito González und Ayoze Rodríguez bei der Aufführung der Kindergeschichte „Hola, soy B“ in Haría. Foto: ©Lanzarote 37°

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Ayoze beherrscht nicht nur die Klarinette, sondern auch das Klavier sowie das Altsaxophon. Foto: ©Lanzarote 37°

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Ayozes Saxophon-Schülerin Rhea Blankenburg beschreibt ihn, begeistert von seinem Unterricht, als „Bauchmusiker“. Foto: ©Lanzarote 37°

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Mit viel Geduld und Verständis bringt Ayoze seinen Schülern die Musik näher. Foto: ©Lanzarote 37°

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Beim Ernst des Lernens darf auch der Spaß nicht fehlen. Foto: ©Lanzarote 37°

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Ayozene ist der Leiter der Musikschulen von Tías und Teguise. Wo Sie sich von seiner Musik verzaubern lassen können: Jeden Dienstag ab 22:30 Uhr in den Jameos del Agua. Eintritt: Residenten 2 Euro, Nichtresidenten 9 Euro. Das Werk „Tempo“ wird ab dem 7. Juni alle zwei Wochen sonntags um 12 Uhr im Auditorium der Jameos del Agua aufgeführt. Foto: ©Lanzarote 37°

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Ihm ist es wichtig seinem Publikum immer wieder etwas Neues zu bieten. Also eine Kombination aus guter Musik, ungewöhnlichem Schauplatz und einem interessanten Schauspiel. Foto: ©Lanzarote 37°


Lanzarote ist eine Insel bewohnt von einfallsreichen Köpfen und starken Persönlichkeiten. Die Insel bietet viel Platz für Kreativität, und für viele ist das Zusammenspiel der schwarzen Lavalandschaft mit den grünen Sträuchern und dem türkisfarbenen Atlantik eine Energie- und vor allem Inspirationsquelle. Lanzarote37° traf Ayoze Rodríguez, einen jungen lanzarotenischen Musiker, der sich gerade von dieser Energie verzaubern lässt und den Wunsch verfolgt, der Musik auf der Insel eine neue Bedeutung zu geben.


Es ist halb elf Uhr abends, als José Vicente Pérez anfängt, leicht die Saiten seiner Timple zu schlagen, Adrián Niz die ersten Töne auf seiner Gitarre spielt und Carlos Almaguer leise den Rhythmus auf dem Schlagzeug vorgibt. Dann kommt Ayoze Rodríguez langsam die Treppe herunter, während er seiner Klarinette die ersten Töne entlockt. Das Repertoire, welches aus teilweise weltbekannten Stücken und traditionellen kanarischen Liedern besteht, lädt die dienstäglichen Besucher der Jameos del Agua immer wieder aufs Neue auf eine musikalische Reise ein. Nicht selten hat man nach dem Konzert Gänsehaut am ganzen Körper und ein kribbeliges Gefühl im Magen.
Ich treffe mich mit Ayoze Rodríguez zwischen zwei seiner Unterrichtsstunden in Teguise, wo er als Musiklehrer arbeitet. Kennt man ihn nur in seinem schwarzen Anzug, in dem er in den Jameos auftritt, so erkennt man ihn in seiner Freizeit kaum wieder. Mit Shorts, Turnschuhen, einem Fußkettchen und dem kleinen hölzernen Notenschlüssel, den er stets an einem Band um den Hals trägt, wirkt er wie ein anderer Mensch. Bei einer Tasse Kaffee beginnt er mir zu erzählen, wie er zu der Musik gekommen ist. Er sei sechs Jahre alt gewesen, als er seiner Mutter María Dolores sagte, dass er gerne Flöte lernen möchte. Nach kurzen Recherchen stellten sie fest, dass am Konservatorium der Insel nur Querflöte unterrichtet wurde, und die wollte Ayoze nicht lernen. Um ihrem Sohn eine möglichst große Vielfalt an Instrumenten zu zeigen, besuchte María Dolores mit ihm das Konzert eines Orchesters, bei dem sämtliche Instrumente vertreten waren. Als sie ihn am Ende des Konzertes fragte, welches der Musikinstrumente ihm am besten gefallen habe, zeigte er auf den Klarinettenspieler und sagte „ese!“ (dt. Das da!). Kurz darauf begann er mit seiner musikalischen Ausbildung am lanzarotenischen Konservatorium. Wenige Jahre später, mit elf, wollte er lernen, das begleitende Klavier zu spielen. Zu dieser Zeit arbeitete seine Mutter als Haushälterin. Die deutschen Besitzer des Hauses wussten um das Talent und die Leidenschaft des Jungen und verkauften María Dolores ihr eigenes Klavier.


Ayoze lernt am Trinity-College in London


Nach dem Beenden der Schulzeit und seiner musikalischen Ausbildung am Konservatorium zog der musikalisch begabte junge Mann nach Teneriffa, um dort am Conservatorio Profesional de Música und an der Academia de Estudios Orquestales in Santa Cruz weiter Musik zu studieren. Er begann mit den elementaren Studien und schaffte es aufgrund seines Ehrgeizes und Talentes, einen Teil der Ausbildung zu überspringen und mit der Fachausbildung zu beginnen (enseñanzas profesionales). Anschließend ging er nach London, um dort am Trinity College seine musikalischen Fähigkeiten zu erweitern. Er spielte im Kammer- und Symphonieorchester der Hochschule, lernte Altsaxophon zu spielen, was für „Klarinettenspieler nicht von großer Schwierigkeit“ sei, und begann so, sich der Jazzmusik zu widmen.


Das erste klassische Orchester Lanzarotes

Seit seiner Rückkehr aus London vor acht Jahren verspürte er den Wunsch, Lanzarotes erstes klassisches Orchester zu gründen. Er zählte, berechnete und plante. Er träumte von etwas Großem: von einer Gruppe Musiker aus Lanzarote und Fuerteventura, von Konzerten und Proben auf beiden Inseln, einem Orchester, das sich aus 40 Musikern zusammensetzt. 40 Instrumentalisten würden eine jährliche Ausgabe von knapp einer Million Euro bedeuten. Das rechnete ihm auch sein Musikerfreund Roberto Fuentes vor, dem er von seiner Idee erzählt hatte. Auch die Kooperation mit Fuerteventura, schon alleine in Bezug auf den Transport der Musiker und Instrumente, würde sich mit Sicherheit schwierig gestalten. Also schlug Roberto Ayoze vor, nach dem Motto „wo etwas Kleines funktioniert, da fordert das Publikum schnell etwas Größeres“, erst einmal mit einem kleineren, ausschließlich lanzarotenischen Orchester zu beginnen. Sie suchten Musiker, begannen zu proben und gründeten im Juli 2011 gemeinsam mit dem Musiker Manuel Becerra Lanzarotes erstes klassisches Orchester, die Orquesta Clásica de Lanzarote (OCL). Das Debütkonzert am 22. März 2012 war ein voller Erfolg, Musiker und Publikum waren gleichermaßen begeistert. Die Musiker, die sich im Voraus damit einverstanden erklärt hatten, auf die Bezahlung für das erste Konzert zu verzichten, ermöglichten, dass das gesamte eingespielte Geld in die OCL investiert werden konnte. Seitdem veranstaltete die OCL regelmäßig Konzerte und besondere Veranstaltungen, stets mit dem Ziel, etwas Neues zu schaffen, um das Publikum zu begeistern.


Ein Zusammenspiel aus Musik, Schauspiel und Szenerie

Ayoze erklärt mir, dass es für die Insel und vor allem für den Erfolg der OCL von großer Wichtigkeit ist, nicht nur gute Musik zu spielen, sondern dem Publikum stets etwas Innovatives, ein Zusammenspiel aus Musik, besonderen Aufführungsorten und Schauspiel zu bieten, da dass das sei „was die OCL zu etwas Besonderem“ mache. So organisierte das Orchester im Juli 2014 zum Beispiel das einzigartige Konzert „En Vela“ im Charco de San Ginés, welches so viel Zuspruch fand, dass die OCL über eine zweite Edition im Sommer dieses Jahres nachdenkt. Im Dezember organisierte die OCL die Eröffnung des Auditoriums der Jameos del Agua und präsentierte zu dem besonderen Anlass das Werk „Tempo“. Auch dieses Projekt war ein so großer Erfolg, dass es nun ab dem siebten Juni jeden zweiten Sonntag an derselben Stelle aufgeführt werden soll.


Die Musik ist sein Leben

Ayoze ist nicht nur der künstlerische Koordinator der OCL, sondern unter anderem auch Leiter der Musikschulen von Tías und Teguise sowie Dirigent der Musikgruppe von Teguise und Mitglied des lanzarotenischen Symphonieorchesters. Neben regelmäßigen Auftritten in den Tourismuszentren der Insel sowie auf Hochzeiten und anderen Veranstaltungen, komponiert er Lieder und Stücke und erweitert seine Gitarrenkenntnisse, um seine Schüler neben dem Klavier auch auf der Gitarre begleiten zu können. Wie er das alles schafft? Musik ist seine Passion, sein Leben. Spricht man mit Ayoze über seinen Beruf, kann man an dem Leuchten in seinen Augen erkennen, mit wie viel Leidenschaft er seiner Beschäftigung nachgeht. Es gibt Wochen, in denen der junge Lanzaroteño keinen einzigen freien Tag hat, oder Abende, an denen er kurzfristig eine private Angelegenheit absagen muss, weil er auf einem Konzert gebraucht wird oder etwas komponieren muss. Während unseres Interviews erzählt er mir, wie glücklich er sich schätzt, die Möglichkeit zu haben, auf Lanzarote so viele seiner Ideen, so viel Neues umsetzen zu können. Neben der Stabilität, die ihm seine Beschäftigung an den zwei Musikschulen bietet, stellt die Planung und Umsetzung seiner zahlreichen Ideen für innovative musikalische Projekte stets eine aufregende Herausforderung dar. Dieses Jahr hat er schon komplett mit kleinen Konzerten und großen Veranstaltungen  verplant, sogar für ein Konzert am 31. Dezember wurde er bereits gebucht. Wir von Lanzarote37° sind gespannt, was uns diesen Sommer musikalisch alles erwartet.



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