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Dienstag, 25. September 2018
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Freizeit

Öfter etwas anderes:
Bilbao

Von: Sarah Schulz



Das 1997 fertiggestellte Guggenheim-Museum ist der Prestigebau der Stadt, der ihr weltweite Berühmtheit bescherte.


Das Guggenheim-Museum.


Zubizuri mit Isozaki-Zwillingstürmen.


Typische Altstadt-Fassaden.


Die Altstadt ist ein willkommener Kontrast zu den schick-eleganten neuen Viertel.


Fosteritos,...


...die von Norman Foster entworfenen Eingänge zur Metro.


Im Wappen von Athletic Bilbao ist due San Antón-Kirche zu erkennen.


Erst in diesem Sommer wurde das neueee Stadion, San Mamés Barria, fertiggestellt.


Aussicht voon Artxanda auf das Ría-Ufer: Guggenheim-Museum, Iberdrola-Turm, Euskalduna-Palast und San Mamés Barria im Hintergrund.


La Salve-Brücke am Guggenheim-Museum.


Liebhaber des baskischen Regionalstils sind in Getxo genau richtig.





Das UNESCO-Weltkulturerbe, die Puente de Vizkaya, auch Puente Colgante (Hängebrücke) genannt.


Der Panoramagang der Puente Vizkaya bietet eine unvergessliche Aussicht. Fotos: © Sarah Schulz


Wer wünscht sich nicht, Neues zu sehen, die Insel zu verlassen, etwas zu erleben? Oft hat man nur eine vage Vorstellung davon, dass es etwas anderes sein soll, als das, was man täglich vor sich hat. Für Kunst-, Design- und Architekturinteressierte gibt es ein Idealziel, das in zweidreiviertel Stunden direkt von Lanzarote aus angeflogen wird: Bilbao, die Hauptstadt der baskischen Provinz Biskaia, die sich von einer Industriestadt zu einer der abwechslungsreichsten Kulturmetropolen Europas entwickelt hat.


Kommen Sie nach Bilbao, wird Ihnen als Erstes auffallen, welche Möglichkeiten Sie im öffentlichen Nahverkehr haben: Wie in kaum einer anderen Stadt, die die 350.000 Einwohnergrenze nicht übersteigt, können Sie wählen zwischen Bussen, der Untergrundbahn Metro Bilbao von 1995 oder der 2002 eröffneten Straßenbahn EuskoTren. Darüber hinaus befördern verschiedene Aufzüge Einwohner und Touristen auf andere Ebenen der in einem kleinen Talkessel liegenden Stadt.

Bilbao erstreckt sich auf beiden Seiten der Ría de Bilbao. Die Meeresbucht dringt 16 Kilometer in das Landesinnere ein, und auf Höhe der Altstadt gehen der Nervión-Fluss und das Kantabrische Meer ineinander über.
Ab dem frühen 14. Jahrhundert wurde beiderseits der Ufer gesiedelt. Westlich gab es sehr früh Bergbau, östlich befand sich seit jeher ein Handelsviertel. Die planmäßige Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts fand südlich der Schlinge der Ría statt, also zwischen dem bergmännisch geprägten Stadtteil und sich dem davon nördlich bis zum Wasser erstreckenden Gebiet.
Die heute von Touristen am meisten frequentierten Bereiche sind die Altstadt – die sogenannten „Sieben Straßen“, Siete Calles, des mittelalterlichen Bilbao –, Abando, wo sich das berühmte Guggenheim-Museum befindet – wahrscheinlich der Haupttouristenmagnet der Stadt – und das zu diesem Distrikt gehörende Indautxu sowie Begoña, letzterer aber nur wegen der gleichnamigen Wallfahrtskirche zu Ehren der Schutzheiligen des Baskenlandes. 
Seit den 1990er Jahren erfolgte eine große Aufwertung der Stadt durch zahlreiche Investitionen, die auf dem Wunsch basierten, Bilbao, das unter dem Bedeutungsverlust der Bergbauindustrie zu leiden hatte, eine neue Perspektive zu eröffnen. Das 1997 fertiggestellte Guggenheim-Museum nach Entwürfen des kanadisch-US-amerikanischen Architekten Frank Gehry ist der Prestigebau der Stadt, der ihr weltweit Berühmtheit bescherte. Seinetwegen wird die gezielte Bereicherung einer Stadt durch spektakuläre Bauten namhafter Architekten „Bilbao-Effekt“ genannt. Durch die Kunstsammlung wandern hauptsächlich Ausstellungen der bedeutendsten Künstler unserer Zeit.

Doch nicht nur das Museum sorgte für Furore. Die Gestaltung der neuen Metro durch den britischen Architekten Norman Foster ab 1995 mit den auffälligen, fosteritos genannten, muschelförmigen Eingängen, war das erste Projekt dieser Art. Hinzu kamen 1997 die Zubizuri-Brücke des spanischen Star-Architekten Santiago Calatrava, die zwischen den Isozaki-Zwillingstürmen mündet, oder die Neugestaltung des ehemaligen Weinlagers der Stadt, La Alhóndiga, in ein 2010 eröffnetes Kunst- und Freizeitzentrum unter anderem nach Plänen des französischen Designers Philippe Starck. Erst in diesem Sommer wurde das neue Stadion des Traditionsfußballvereins Athletic Bilbao, das San Mamés Barria, fertiggestellt und fügt sich, gleich am Ría-Ufer gelegen, in das durchgestylte Bild dieses Stadtbereichs ein. Auf einer Ría-Bootsfahrt erleben Sie spektakuläre Bauten alle paar Meter.

Doch Bilbao hat noch mehr zu bieten: Wer Gefallen an engen, teils verwinkelten Gassen hat und es mag, sich ein wenig in einer unbekannten Stadt zu verlieren, wird sich in der mittelalterlichen Altstadt wohl fühlen. Die verhältnismäßig hohen, etwa fünf- und sechsstöckigen Häuser mit ihren Balkonen und Erkern, die die aktuellen Bewohner vielfach üppig mit Pflanzen dekorieren, zeugen vom Wohlstand des ehemaligen Handelszentrums. Dennoch wirkt die Altstadt mitunter etwas morbid, was ihr ihren besonderen Charme verleiht und ein willkommener Kontrast zu den schick-eleganten neueren und neuesten Vierteln ist. Man findet einige mitunter sehr hübsch und individuell gestaltete Pensionen, die besondes Anhänger des gemütlichen Shabby-Chics begeistern. Die Szene ist alternativ im Vergleich zum exklusiven Rest der Stadt, Plakate beschäftigen sich mit der baskischen Frage, ein Haus nahe der Kathedrale wird besetzt.
Um die zunächst nur drei Straßen – Somera, Artecalle y Tendería – haben sich mit der Zeit weitere vier angesiedelt, nach denen der gesamte historische Kern, der mittlerweile natürlich deutlich mehr Straßen hat, Las Siete Calles genannt wird. Die ab Ende des 14. Jahrhunderts errichtete Catedral Basílica de Santiago befindet sich im Mittelpunkt dieses Stadtteils. Am Ufer der Ría steht die 1510 fertiggestellte San Antón-Kirche, die sich auch im Wappen von Athletic Bilbao wiederfindet. Gleich daneben kann man in den Jugendstil-Markthallen, Mercado de la Ribera (Erriberako Merkatua), von 1929 so ziemlich alles erwerben, was essbar ist. Mit 10.000 Quadratmetern ist er der größte überdachte Markt Europas.
Ein Spaziergang durch die Altstadt ist besonders lohnenswert an einem wirklich heißen Tag, wenn man in den schmalen, schattigen und somit angenehm kühlen Straßen der Hitze, die ansonsten die gesamte Stadt erfasst, entkommen möchte.

Die Entwicklung Bilbaos zu einer bedeutenden Industriestadt begann Ende des 19. Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Stadterweiterung, Ensanche, im Distrikt Abando beschlossen. Beispielsweise in der Calle Ercilla, die die zentrale Plaza Moyúa kreuzt, findet man reich verzierte Jugendstil-Gebäude. Da sie und die angrenzenden Straßen viele Geschäfte beheimaten, kann man bei einem Bummel nicht nur architektonische Schätze entdecken, sondern vielleicht auch etwas erwerben, das einen zu Hause an den Aufenthalt in Bilbao erinnern wird. Das Viertel strahlt Eleganz aus, die sich in den kleinen, lokalen Läden und Manufakturen widerspiegelt.
Ein wunderschönes  Beispiel des Neo-Barocks ist das Teatro Arriaga von 1890, das an der stark frequentierten Brücke Puente de Arenal (Areatzako Zubia) liegt, die die Altstadt und den Ensanche miteinander verbindet. Von dort sieht man die Estación de La Concordia, den FEVE-Bahnhof der Stadt, mit seiner einzigartigen Jugendstil-Fassade von 1902.
Auch der neobaskische Regionalstil des frühen 20. Jahrhunderts ist in Bilbao vertreten: Das bekannteste Gebäude ist die 1912 erbaute Bahnstation Atxuri-Estación Ferrocarriles Vascongadas, wo die Straßenbahn beginnt. Sie fällt durch die typische Mischung aus massivem Bauernhaus und Barockpalast auf.

Zwischen der Altstadt und dem Mehrzweckbau Palacio Euskalduna, einer weiteren architektonischen Sehenswürdigkeit, wo Musik- und Kongressveranstaltungen stattfinden, verläuft eine großzügige Promenade, auf der wirklich jeder unterwegs ist: Sportler, die ihr Laufpensum abarbeiten, Großeltern schieben ihre Enkelkinder im Kinderwagen zum Spaziergang, Touristen knipsen Fotos aller erdenklicher Motive – und alle anderen schlendern oder eilen entlang. Die zum Ausruhen einladenden Bänke sind bei gutem Wetter immer besetzt. Im Bereich des Guggenheim-Museums und des 2012 eröffneten Iberdrola-Büroturms, der die Stadt überragt, befinden sich Parkanlagen, wo unzählige Kinder herumtollen und Spaß haben. Der dem Museum vorgelagerte Platz, von Jeff Koons' Blumenskulptur Puppy dominiert, ist von Bänken gesäumt, auf denen erschöpfte Touristen auf die Wiedererlangung ihrer Kräfte warten und hoffen, vielleicht ein Foto machen zu können, ohne Massen Unbekannter mit auf ihrem Bild zu haben.
Wer in diesem Viertel eine Unterkunft buchen möchte, dem stehen einige Design-Luxushotels zur Auswahl, die sich durch ihren minimalistischen Purismus auszeichnen.

Bilbaos eindrucksvolle Talkessel-Lage lässt sich von der Artxanda-Anhöhe aus bewundern. Mit dem funicular de Artxanda, einer Standseilbahn, die oberhalb des Rathauses startet, erreicht man in wenigen Minuten den kleinen Park auf dem Berg. Nicht nur die Sicht auf die Stadt lohnt, sondern auch die auf den Flughafen mit seinem von Santiago Calatrava entworfenen und 2000 eröffneten Terminal auf der stadtabgewandten Seite. Hat man Glück mit dem Wetter, kann man bis zum Meer sehen.
Ein wichtiger Aspekt eines gelungenen Urlaubs ist immer der kulinarische. In einer so vielfältigen Stadt wie Bilbao muss man dazu allerdings nicht viel sagen. Sie kennt gemütliche Pintxo-Bars sowie vielfach ausgezeichnete Gourmet-Tempel – und alles andere, was man erwartet. Verbringen Sie mehrere Tage dort, können Sie es von Ihrem Tagesappetit abhängig machen, ob Sie lieber ein Degustationsmenü in einem der feinen Restaurants in Guggenheim-Nähe ausprobieren oder eher eine deftige Portion Bratkartoffeln in Béchamelsoße, mit Spiegelei und regionalem Idiazábal-Käse überbacken, in der Altstadt essen. Oder vielleicht möchten Sie nur ein Eis, schließlich gibt es Eisdielen, die für ihre sich zwischen lecker, skurril und im Zweifel abstoßend bewegenden Sorten wie Mojito, tres quesos (drei Käse) und Chipirones en su tinta (Tintenfisch in eigener Tinte) berühmt sind.



Ausflug nach Getxo

Wer sich besonders für den baskischen Regionalstil interessiert, findet viele Villen dieser Architekturrichtung in Getxo, einer kleinen Stadt am Golf von Biskaya, die ab dem 19. Jahrhundert das Sommerfrische-Ziel der Einwohner Bilbaos war. Da die komfortable Fahrt mit der Metro nur 20 Minuten dauert, lohnt es sich auch aus anderen Gründen einen Ausflug dorthin einzuplanen. Die beiden Hauptgründe: die wunderschöne Steilküste, die am Ortsausgang beginnt und zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt sowie das UNESCO-Weltkulturerbe Puente de Vizkaya von 1893, auch Puente Colgante, „Hängebrücke“, genannt, die Getxo und Portugalete mit einer Schwebefähre verbindet. Für Schwindelfreie bietet ihr Panoramagang eine unvergessliche Aussicht, besonders Richtung Ría-Mündung und Meer.



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