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Freizeit

Lanzarotes schönste Dörfer:
Teguise, die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes

Von: Susanne Bernard und Svenja Weber


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Wer diesen wunderschönen Ausblick auf Teguise genießen möchte, der sollte dem Piraterie-Museum im Castillo de Santa Bárbara einen Besuch abstattet.

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Die Plaza de la Constitución spiegelt die kanarische Architektur und Kultur auf eine ganz besondere Art und Weise wider.

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Die Mutterkirche Lanzarotes, Nuestra Señora de Guadalupe, dominiert die Plaza de la Constitución. Um die Plaza herum stehen große Löwenstatuen.

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La Cilla ist der ehemalige Zehnthof der Stadt und wurde 1680 errichtet. Heute befindet sich in dem Gebäude eine Bank.

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Weitere beeindruckende Gebäude sind die beiden Klöster, el Convento de Santo Domingo....

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.....und el Convento de San Francisco.

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Zum Día de la Cruz am 3. Mai werden die 14 Teguiser Holzkreuze, die für die Stationen des Kreuzwegs stehen, mit Blumen geschmückt.

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In dem ehemaligen Kino Teguises kann man nun in einem breiten Angebot an Antiquitäten stöbern.

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Der Turm der Kirche Nuestra Señora de Guadalupe und ein schöner Blick auf den Guanapay mit dem Castillo de Santa Bárbara, dem Piraterie-Museum. Fotos: Lanzarote37°/ S.Bernard/ S.Weber


Großstadtflair oder eine Shopping-Meile wird man auf Lanzarote vergeblich suchen. Wer wirklich richtig shoppen will, in verschiedenen Boutiquen oder den Dependenzen der großen, angesagten nationalen und internationalen Labels, der wird auf Lanzarote nicht viel finden. Dafür gibt es aber ein paar Dörfer, wo sich ein Bummel durchaus lohnt. Lanzarote37° empfiehlt den Besuchern der Insel auf jeden Fall einen Abstecher zur alten Inselhauptstadt La Villa de Teguise.


Teguise wurde Anfang des 15. Jahrhunderts gegründet, war bis 1852 die Hauptstadt Lanzarotes und hat heute um die 2000 Einwohner. Gemäß den Historikern ist das Zentrum einer der besterhaltenen historischen Dorfkerne der gesamten Kanaren. Dieser Eindruck bestätigt sich bei einem Bummel durch die wohlstrukturierten Straßen, die über die Jahrhunderte nichts von ihrer Anmut eingebüßt haben. Viele der Ecken und Winkel sind genauso wie vor zwei-, dreihundert Jahren, als wäre die Zeit einfach stehen geblieben.

Um zu begreifen, warum sich Teguise in der Mitte Lanzarotes mit seinen historischen Gebäuden und Straßen seit einer kleinen Ewigkeit kaum verändert hat und fast allen Boden- und Immobilienspekulationen entkommen konnte, obwohl diese seit Jahrzehnten furchtbar auf Lanzarote wüten, muss man einen Blick zurück in seine Geschichte werfen.

Vielleicht ist der Verlust des Hauptstadtcharakters bis heute nicht verwunden. Und als Reaktion verfiel das Städtchen in eine trotzige Starre, eine Isolation, die sich jedem auch noch so kleinen Funken moderner Architektur verweigerte.

Vorherrschender Baustil in Teguise ist eine handwerkliche Architektur spärlichen Volumens mit höchstens ein bis zwei Stockwerken und einer homogenen Komposition der Fassaden, die in ihrer Gesamtheit dieses historische Stadtbild ergeben. Die Fassadenfarbe, das weiß-grün der Häuser – in jüngerer Vergangenheit gefordert durch die Autorität von César Manrique – unterstützt noch den optischen Eindruck einer städtischen Einheit.

Teguise wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts zur Kolonialstadt ernannt. Es war die dritte Stadt der Kanaren – nach San Marcial del Rubicón, dem ehemaligen Bischofssitz im Süden Lanzarotes, und Santa Maria de Betancuria, der ersten Siedlung auf Fuerteventura – gegründet vom Normannen Maciot de Béthencourt, der sich an Anweisungen seines Onkels Jean de Béthencourt, dem Eroberer der Kanarischen Inseln für Kastilien, hielt.

Der Ort wurde von Anfang an „Hauptstadt“ genannt und die Hauptpopulation Lanzarotes siedelte dorthin. Sie zog den größtmöglichen Nutzen aus einer Reihe von Faktoren, die auch für Teguises Entwicklung sehr vorteilhaft waren. Erstens befindet sich die Stadt am Fuß eines Aussichtspunktes, von wo aus ein großer Teil der Insel überblickt werden kann. Zweitens ist Teguise durch die Gebirgsketten  von Famara, Guatifay und  Guanapay vor den vorherrschenden Winden geschützt. Drittens begünstigt seine Höhe die Versorgung mit Wasser – für Mensch, Tier und die Bewässerung einer Erde, welche für die Landwirtschaft noch heute gut geeignet ist. Es dauerte allerding bis nach der Mitte des 16. Jahrhunderts, ehe sich Teguise zur tatsächlichen Hauptstadt entwickeln konnte und rechtliche Probleme gelöst wurden.

Ab diesem Zeitpunkt begann die Siedlung schnell und spektakulär zu wachsen. Es entstanden bald Kirchen, Klöster und Privathäuser, die die internationale Piraterie auf sich aufmerksam machten. So war die Geschichte Teguises geprägt durch Brandschatzungen und Invasionen, dem Bau und Wiederaufbau einer Stadt, die es bald für dringend notwendig erachtete, sich eine Festung zuzulegen, das Castillo de Santa Bárbara auf dem Berg Guanapay, wo sich seit 2011 das Pirateriemuseum befindet.

Bis ins 18. Jahrhundert war Teguise ein Stadtstaat, von dem aus die Insel von Herrschaften regiert und ausgebeutet wurde, die bereits früh eine Inselregierung installiert hatten, welche sie repräsentierte. Der Baustil, so wie er sich heute darstellt, ist ein Abbild dieser Umstände und Ausdruck einer Gemeinde, welche sich ihres sozialen Status bewusst war und die ihre Häuser als Symbol desselben betrachteten.

Das heutige Teguise, insbesondere seitdem die Gemeinde Nutzen aus dem Tourismus zieht, kämpft tapfer gegen sich selbst, um ein  Straßenbild zu erhalten, welches inzwischen kurioserweise zum wichtigsten kulturellen Angebot innerhalb der lanzarotenischen Kultur avanciert ist.

Wer Teguise besucht, dem sei besonders die Plaza de la Constitución empfohlen, die in ihrer Gesamtheit die kanarische Architektur und Kultur auf einzigartige Weise widerspiegelt. Sie, auch Plaza de San Miguel oder de los Leones genannt, befindet sich in der Mitte Teguises und wird von der Mutterkirche Lanzarotes, Nuestra Señora de Guadalupe, dominiert. An der Stelle des aktuellen Baus standen durch Brände vernichtete Vorgängerkirchen, das aktuelle, dreischiffige Gotteshaus wurde zwischen 1909 und 1914 aus Spendengeldern der Stadtbewohner mit Referenz auf den arabisch anmutenden Neomudéjarstil errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts gestaltete Francisco Spínola Gómez die beiden Löwen für Teguises Plaza, und in dieser Zeit kamen auch der Brunnen und die Steinbänke aus dunklem Basaltstein aus dem grankanarischen Arucas hinzu.

Der Palacio Spínola, erbaut zwischen 1730 und 1780, ist ein Herrenhaus an der Plaza de la Constitución und eine wichtige Referenz für Gebäude dieser Art auf den Kanaren. Sein Status wird demonstriert durch seine Fassade mit sechs großflächigen Fenstern und das große, über Stufen erreichbare Eingangsportal. Hinter den Mauern verbirgt sich eine beeindruckende Architektur. Hervorzuheben sind besonders die Decken aus Stein und unverputzten Dachbalken, die massiven Holzböden, die Küche mit der etwa zwei Meter breiten Esse, der Altarraum und die Innenhöfe mit ihren Zisternen, auf Spanisch aljibes genannt.

In den 1970er Jahren erwarb die Gemeinde Teguise das Haus, um es zu offiziellen Anlässen wie beispielsweise Ratssitzungen und Pressekonferenzen zu nutzen. Es wurde offizielle Residenz der Regierung der Kanarischen Inseln. Seit 2011 beheimatet der Palacio Spínola die Casa-Museo del Timple mit einer Ausstellung der traditionellen kanarischen Saiteninstrumente und regelmäßigen Konzerten bekannter Timplistas der gesamten Kanaren.

Ebenso am Platz befindet sich La Cilla, der ehemaligen Zehnthof der Stadt, der auch gleichzeitig als Zehntscheuer diente, wo die abgegebenen Güter, hauptsächlich Getreide, lagerten. Er wurde 1680 errichtet, heute befindet sich in seinen Mauern eine Bankfiliale.

Doch nicht nur an diesem Hauptplatz der Stadt finden Sie beeindruckende Architektur. Ziehen Sie mit offenen Augen durch die Gassen, entdecken Sie so manchen Juwel, den wir hier nicht näher beschreiben. Die beiden Klöster Convento de Santo Domingo und Convento de San Francisco, die Casa Torres, die Casa Castillo oder die Casa Perdomo, wo das historischeGemeindearchiv untergebracht ist, sind weitere Beispiele, aber bei Weitem nicht alle.



Wir haben für Sie eine Auswahl ein kleinen, netten Läden zusammengestellt, denen man,wie wir finden, einen Besuch abstatten sollte.   
                    
    
Artesanía Lanzarote
Von der kanarischen Mojo bis hin zu Schmuck, handgemachten Seifen und Kleidung findet man hier wirklich (fast) alles.
Man bekommt nicht nur typische Souvenirs, sondern auch sämtliche, handgemachte Kleinigkeiten, die sich sowohl als Mitbringsel für Freunde und Verwandte als auch für das eigene Zuhause eignen.
Plaza de la Constitución, 12        



   
La Palmera
La Palmera ist eine von außen eher unscheinbare Bar. Doch man darf sich davon nicht täuschen lassen, ist sie doch die Bar auf Lanzarote, die an einem Sonntagabend wohl am meisten zu tun hat, da sie zu einer der wenigen Bars zählt, die ihren Gästen auch sonntags stimmungsvolle Fiestas bietet.
Um Punkt 24 Uhr ist dann - ganz nach der Cinderella-Story - Feierabend. Calle Garajonay, 4



Bongo
Bongo, mit handbestickten Tüchern, farbenfrohen Kleidern und vielen anderen Besonderheiten aus Indien genau der richtige Laden für jeden, der es fröhlich-bunt mag. Plaza de la Constitución, 5



   
Fuego y Agua
Für Schmuckliebhaber: schöner, bunter Glasschmuck. Jedes Stück ist handgefertigt.
Auch ein Besuch der kleinen „Galeria Suzette: Painted with Love“ ist empfehlenswert. Die englische Künstlerin malt mit Vorliebe auf Treibholz, was jedem ihrer Werke einen speziellen Charme verleiht.
Plaza Clavijo y Fajardo, 4


  
Maria Cao
Der kleine Laden ist ein Must für alle, die sich schon immer mal gerne ein maßgeschneidertes Stück machen lassen wollen. Und das zu einem echt fairen Preis! Plaza de San Francisco, 2 
www.mariacao.com



 
Kunstgalerie Cabra Cabra
Kleine, aber durchaus feine Galerie des englischen Künstlers Dominic Murray. Neben seinen Ausstellungen in England führt er diese kleine Galerie in Teguise, wo vor allem seine - wie der Name der Galerie schon verrät - Ziegenbilder besonders begeistern.
Calle Nueva, 4



 
Palacio Spínola
Casa-Museo del Timple

Öffnungszeiten:
Mo. – Sa., 9 - 16:30 Uhr. Sonn- / Feiertage, 9 bis 15:30 Uhr. Eintritt: 3 Euro.
Für Residenten in Teguise und Kinder
unter 12 Jahren ist der Eintritt kostenlos.
Plaza de la Constitución
www.casadeltimple.org

 



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