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Samstag, 18. November 2017
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Freizeit

Ein Stück unberührte Natur:
Spritziger Trip nach Alegranza und Graciosa


Alegranza, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Nach einer Stunde spritziger Fahrt wieder Land in Sicht: Alegranza naht. Foto:© Lanzarote 37°/ Cornelius Klingel

"Tanja Drott", "Carmen Portella", Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Carmen Portella im Gespräch mit Lanzarote37°- Redakteurin Tanja Drott. Foto:© Lanzarote 37°/ Cornelius Klingel

Zodiac, Schlauchboot, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Die Grotte „El Jameito“ im Süden Alegranzas ist nur per Zodiac zu erreichen. Foto:© Lanzarote 37°/ Cornelius Klingel

Leuchtturm, Alegranza, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Versorgungsfahrt: Wenn auf Alegranza die Lebensmittel der WWF Tierschützer zur Neige gehen, wird vom Lanzarote Active Club nachgeliefert. Foto:© Lanzarote 37°/ Cornelius Klingel

Grotte, El jameito, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Im Inneren der Grotte befinden sich hunderte von Napfschnecken (Lapas), die unter Artenschutz stehen. Foto:© Lanzarote 37°/ Cornelius Klingel

Graciosa, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Start der Wanderung entlang der Küste Graciosas. Foto:© Lanzarote 37°/ Tanja Drott

Caleta del Sebo, Graciosa, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutsches Inselmagazin, Inselzeitung
Drückende Hitze im beschaulichen Dorf "Caleta del Sebo" auf La Graciosa. Foto:© Lanzarote 37°/ Tanja Drott


Wer Lanzarote besucht, sollte eine Bootstour nach Alegranza und La Graciosa auf seine To-do-Liste setzen. Carmen Portella, die Gründerin des Lanzarote Active Club, kennt das Gebiet „Archipel Chinijo“ wie ihre Westentasche. Das macht den Ausflug zu einer besonders interessanten Entdeckungsreise. Ein Erfahrungsbericht von Tanja Drott.

 

Mittwoch früh gegen zehn Uhr: Mit kanarischer Gelassenheit sticht das Schiff der Flotte Líneas Marítimas Romero ein halbes Stündchen nach der geplanten Abfahrtszeit vom Hafen in Órzola aus in den Río, wie die Lanzaroteños die Meerenge zwischen Lanzarote und La Graciosa bezeichnen. Ziel sind zwei der winzigen Inseln nördlich von Lanzarote: Das unbewohnte Alegranza, das etwa zehn Quadratkilometer misst, und La Graciosa, mit knapp dreißig Quadratkilometern die kleinste bewohnte Insel der Kanaren.


Die Gruppe mit Ausflüglern aus den unterschiedlichsten Nationen ist mit rund zwanzig Personen überschaubar, so dass Carmen ausreichend Zeit für jeden Einzelnen hat. Carmen begrüßt ihre Gäste auf dem sonnenüberfluteten Oberdeck des Schiffs, und ihr Kollege Mike, ein gebürtiger Ire aus Portadown in Nordirland, gibt uns einen Vorgeschmack darauf, was uns im Laufe des Tages erwarten wird. Da das Schiff für bis zu 200 Personen ausgelegt ist, hat jeder Platz genug, um sich mit (Ruck-)Sack und Pack auszubreiten. Als Grundausstattung für diese Tour sollte man neben Badezeug und Sonnencreme
unbedingt noch Windjacke, Handtuch, Kopfbedeckung und genügend Getränke einpacken. Ein kleiner Snack ist zu empfehlen, um die Stunden bis zum geplanten Restaurant-Besuch in Graciosa am Ende des insgesamt sechsstündigen Ausflugs zu überbrücken. Wer einer Übelkeit vorbeugen möchte, sollte eine halbe Stunde vor Abfahrt eine Tablette einnehmen. Zur Not gibt es die aber auch an Bord.

 

Auf der Fahrt von Órzola nach Alegranza herrscht heftiger Seegang. Der Wind ist so stark, dass mir meine Schirmmütze – der einzige Schattenspender für mein leuchtend weißes Gesicht – mehrmals fast vom Kopf gerissen wird. Immer wieder sieht man Touristen und Einheimische über das Deck wanken, um einen Schnappschuss zu ergattern. Aber Vorsicht: Wer kein vorzeitiges Aus der Kamera riskieren will, sollte sich vor den unberechenbaren Spritzwasser-Attacken des Atlantiks in Acht nehmen. Bleibt nur die Wahl: Entweder mutig sein und sich in günstigen Momenten von einem Geländer zum nächsten hangeln oder aber bis zum Ankern vor Alegranza sitzen bleiben und erst dann den Fotoapparat zücken.

 

Das Bordpersonal bewegt sich indes, als sei es auf hoher See geboren. Die einzelnen Mitarbeiter zeigen großen Einsatz, um den Passagieren während der Fahrt interessante Informationen zu Flora und Fauna zu geben. Carmen, einer der ganz wenigen Guides, die Touristen in die unberührte Natur fernab des Massentourismus führen darf, erzählt mir von den Eleonorenfalken, die von Mai bis Oktober auf Alegranza brüten. Diese Vogelart, die eigentlich aus Madagaskar stammt, macht sich den starken Wind über dem Río zu Nutze, denn der lässt die Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden immer wieder nach Alegranza abdriften, wo sie zur leichten Beute der Greifvögel werden. Die Falken sind sehr scheu: Fühlen sie sich durch Menschen belästigt oder bedroht, verlassen sie ihren Brutplatz und somit auch ihre Jungen. Das ist einer der Gründe dafür, dass Alegranza, bis auf wenige Ausnahmeregelungen, nicht betreten oder gar bebaut werden darf und unter strengem Naturschutz
steht.


Mit dem Zodiak nach El Jameito

 

Als wir nach einstündiger Fahrt ordentlich durchgerüttelt vor Alegranza
ankern, springt ein Teil der Gruppe direkt ins kühle Nass, um mit Flossen und Schnorchel die Unterwasserwelt zu erkunden. Fotograf Cornelius und ich fahren mit ein paar anderen der Gruppe in einem Zodiac zur Grotte El Jameito auf der Südseite Alegranzas.
Dort werden wir mit einem traumhaften Anblick belohnt: Die sandfarbene Grotte liegt idyllisch im türkisblauen Meer und gibt ein wunderschönes Motiv ab. Wir tuckern langsam durch dendunklen, schmalen Eingang und bereits nach einigen Metern wird es wieder hell, da sich die ehemalige Höhle nach einem Deckeneinbruch nun zum azurblauen Himmel öffnet. Carmen deutet mit dem ausgestreckten Arm auf die Wände der Grotte und weist uns auf so genannte Lapas hin. Die Spanier nicken wissend, ich hingegen kann außer Felswand beim besten Willen nichts entdecken. Da mir das Wort Lapa kein Begriff ist, suche ich ratlos die Feldwände ab und entdecke sie schließlich doch, als wir näher heranfahren: Farblich perfekt an ihre Umgebung angepasst, kleben hunderte der runden Napfschnecken an den Felsen. Auf den Kanaren gelten sie als Delikatesse. Da eine der hier vorkommenden Napfschnecken-Arten vom Aussterben bedroht ist, optisch aber kaum von den anderen zu unterschieden ist, besteht für das „Pflücken“ durch professionelle Fischer auf Graciosa eine Obergrenze von zehn Kilogramm pro Tag.

 

Zurück auf dem Schiff starten wir Richtung La Graciosa. Ich möchte die Zeit für ein Sitz-Nickerchen nutzen, falle aber durch das ständige links-rechts Geschaukel mehrmals fast von der Bank. Ich gehe also zu Plan B über und erneuere meinen Sonnenschutz, damit meine vorherrschende Kellerbräune bis zum Nachmittag nicht in Krebsröte umschlägt. Kurz vor La Graciosa teilen wir uns auf: Eine Gruppe legt den Weg bis zum Dörfchen Caleta del Sebo im Kajak zurück, die anderen machen sich zu Fuß auf. Um mehr von der Insel zu erleben, entscheide ich mich für die 60-minütige Wanderung entlang des Strandes. Unter normalen Umständen ein Spaziergang, heute wegen der sengenden Hitze und des schweren Rucksacks aber kräftezehrend, da in der verdorrten Vegetation weit und breit kein einziges Schattenplätzchen lockt. Die unerträgliche Hitze von 38 Grad haben wir dem Calima (Sandwind) zu verdanken, der bereits seit Tagen heiße Saharaluft aus Afrika nach Lanzarote bläst. Wir werfen unsere Handtücher über die Schultern, ziehen die Kopfbedeckungen tiefer ins Gesicht und folgen Carmen auf den Sandpisten.

Befestigte, asphaltierte Straßen gibt es auf La Graciosa nicht, weswegen die wenigen Jeeps, die unseren Weg kreuzen, auf gleichen Pfaden gemächlich durch den heißen Sand holpern. Carmen berichtet, dass Graciosa als letzte der Kanarischen Inseln besiedelt wurde. Die Insulaner lebten damals ausschließlich vom Fischfang. Um andere Produkte auf den Tisch zu bringen, ließen sich die Fischersfrauen mehrmals wöchentlich von ihren Männern an der Nordküste Lanzarotes absetzen und marschierten dann in einer Ochsentour über den Risco de Famara bis auf die Märkte von Haría und Teguise, wo sie Fisch gegen lebenswichtige Lebensmittel wie Mehl und Gemüse eintauschten.


Ankunft in der „Talgbucht“

 

Auf Graciosa gibt es nur zwei Dörfer: Pedro Barba im Nordosten und das südliche Caleta del Sebo mit knapp 700 Einwohnern. Der ungewöhnliche Name, der so viel wie „Talgbucht“ heißt, kommt daher, dass hier früher die so genannten Gelbschnabel-Sturmtaucher (Pardelas) ausgenommen und verarbeitet wurden. Diese inzwischen streng geschützten Meeresvögel, die pro Jahr nur ein Ei legen, brüten ebenso wie die Eleonorenfalken auf Alegranza und füttern ihr Junges hauptsächlich mit Fisch. Die äußerst fetten Küken galten – und gelten leider immer noch – bei vielen Lanzaroteños als Delikatesse. Daher stehen sie mittlerweile ebenso wie die Eleonorenfalken unter strengem Schutz.
Angekommen im Dorf, schlendern wir durch die schmalen Gassen, und ich muss daran denken, dass hier tatsächlich ganzjährig Menschen wohnen. Für einige Tage die Ruhe und Abgeschiedenheit zu genießen, mag ja ganz verlockend sein, das ganze Jahr über hier zu leben und nur per Fähre nach Lanzarote übersetzen zu können, kann ich mir aber als Großstädterin beim besten Willen nicht vorstellen. Mit einem Mal kommt mir La Graciosas „große Schwester“ mit ihren 800 Quadratkilometern riesig vor …

Während ich diesen Gedanken nachhänge, erreichen wir unser angepeiltes Restaurant, in dem ein deftiges Essen auf uns wartet. Da wir außer unseren Snacks seit dem Frühstück nichts mehr in den Magen bekommen haben, kommt dieser Tagesordnungspunkt gerade zur rechten Zeit. Nach dem Verzehr landestypischer Gerichte, erwischen wir gerade noch rechtzeitig die 16 Uhr Fähre, zurück nach Órzola. Umringt von ihrer Reisegruppe, verabschiedet
sich Carmen von jedem Einzeln. Wir bedanken uns erschöpft aber glücklich für den fantastischen Tag. Mein Fazit: Ein absolut lohnenswerter Ausflug.

 

Das Wichtigste auf einen Blick


> Wenn Sie einen Bootsausflug bei Lanzarote Active Club buchen möchten, wenden Sie sich entweder unter Tel. 650 819 069 an Carmen Portella oder an die Tauchschule Aquatis in Costa Teguise unter Tel. 928 590 407.

> Bootsausflüge finden jeden Mittwoch statt. Preise: Erwachsene 65 €, Kinder 55 €. Im Preis inbegriffen sind Bustransfer, Bootstour, Kajaknutzung, Wanderung, Restaurantbesuch auf Graciosa und die Überfahrt mit der Fähre.
Residenten zahlen 50 €, dafür ist der Bustransfer exklusive, die Fahrt nach Órzola und zurück muss also selbst organisiert werden.


> Mehr Informationen erhalten Sie auf der homepage www.lanzaroteactiveclub.com oder per email: info@lanzaroteactiveclub.com



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