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Spaniens Weinpapst Peñín: "Gern auch mal Schorle am Strand"


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Der Journalist und Verleger José Peñín ist einer der einflussreichsten internationalen Weinkritiker Spaniens.


Der Journalist und Verleger José Peñín ist einer der einflussreichsten internationalen Weinkritiker Spaniens. 1975 gründete er mit dem Club “Cluve” einen der ersten Weinclubs auf der iberischen Halbinsel und bereits 1980 die erste landesweite Weinzeitschrift mit dem Titel “Bouquet”. Lanzarote37°-Chefredakteurin Susanne Bernard sprach mit José Peñín über spanischen Wein und die Verantwortung eines so einflussreichen Weinkritikers.

 

 

Señor Peñín, seit wann gibt es den Guía Peñín?

 

Den Guia Peñín gibt es seit 1990, als die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Weinen immer stärker wurde und immer mehr Marken auf dem spanischen Markt auftauchten, was eine ernsthafte Bestandsaufnahme notwendig machte.


Wenn Sie nach Ihrem Beruf gefragt werden, was geben Sie als Berufsbezeichnung an?


Schreiben sie “Vinologe”. Das hört sich vielleicht scherzhaft an und das ist nicht gleichzusetzen mit einem Önologen, der, wie wir alle wissen, mehr ein Techniker der Weinherstellung ist. Das Wort “Vinologe” umfasst viel mehr: Die Weinprobe, die Geschichte des Weins, die Technik der Weinherstellung, die Soziologie und vor allen Dingen die Kritik...


Kann man den Beruf eines Weinverkosters erlernen?

 

Selbstverständlich. Wie in allen Berufen benötigt man hierfür Praxis, Praxis und nochmals Praxis. Und man muss viele, vom Stil, von der Herkunft und von der Herstellungsweise her unterschiedliche Weine verkostet haben. Man braucht dazu keine außergewöhnlichen Fähigkeiten im Gaumen oder Riechapparat zu haben. Aber man darf keine Vorurteile haben, keine persönlichen Vorlieben und man muss immer das Hirn sprechen lassen und nicht das Herz.

 

Was war Ihr ursprünglicher Beruf und wie kamen Sie auf die Idee Weine zu verkosten und darüber zu schreiben?

 

Die Idee mich mit Wein auseinanderzusetzen kam mir 1974, als ich einen Weinklub gründete, in welchem sich die Mitglieder gegenseitig verschiedenste Weine zuschickten. Das war noch zu einer Zeit, als der Versandhandel im Allgemeinen schlecht funktionierte, schon gar nicht für Wein, mit der Zerbrechlichkeit und Vielfältigkeit, die ihn auszeichnet.

 

Was bedeutet das Etikett “Denominación de Origen”? Ist es ein Indikator für einen guten Wein?

 

Die Leute verwechseln die Bezeichnung „Denominación de Origen“ mit Qualität und die Marketingstrategen wollten auch genau dies erreichen. Die Herkunftsbezeichnungen der Weine wurden unter sozioökonomischen Gesichtspunkten geschaffen, um die Interessen der Bodegas bestimmter Gebiete zu schützen. Auf diese Weise verhinderte man zugunsten der eigenen Weinherstellung, dass Weine aus fremden Zonen „importiert“ wurden. Die Herkunftsbezeichnung diente selten dazu, bestimmte Herstellungsmerkmale eines bestimmten Weinbaugebietes zu schützen.

 

Warum ist der französische Wein mit einer Anbaufläche von circa 900.000 Hektar über lange Zeit viel bekannter gewesen als der spanische, obwohl Spanien mit 1,2 Millionen Hektar viel mehr Wein anbaut und damit auch produziert?

 

Ich habe nie verstanden warum wir mit Hektar herumprotzen, statt uns etwas auf die Qualität unserer Weines einzubilden. Frankreich ist uns im Hinblick auf die Tafelweine 200 Jahre voraus, nicht aber was die Dessertweine betrifft, egal ob süß, ausgereift, oder die trockenen andalusischen Sherryweine.

 

Ihr Urteil beeinflusst den Preis und auch den Bekanntheitsgrad eines Weines, oder einer Bodega. Welches Gefühl gibt Ihnen diese Macht und wie gehen Sie damit um?

 

Das bekümmert mich nicht. Die Freiheit des Verbrauchers bleibt davon völlig unberührt. Ich versuche dem Konsumenten lediglich einen Weg durch den Markendschungel zu weisen, damit dieser sich sicherer zwischen der großen Anzahl von Qualitätsweinen entscheiden kann.In Bezug auf die Bodegas möchte ich dem Verbraucher aufzeigen, dass es verschiedene Modelle gibt, die etwas zu tun haben mit dem Klima, der Traubenart und der individuellen Art eines jeden Herstellers seine Trauben auszubauen und damit eine besondere Charakteristik seines Weines herauszuarbeiten ohne die Primärfaktoren zu verändern.


Können Sie ein Glas Wein trinken, ohne über dessen Inhalt nachzudenken?

 

Für mich ist es schwierig, ich bin da sicher beruflich verbildet.

 

Kann man beim Verkosten des Weines etwas essen? Wenn Sie verschiedene Weine nacheinander probieren, wie befreien Sie sich vom Geschmack des vorherigen?

 

Ein Weinverkoster darf nichts trinken, Wasser mal hin und wieder, nichts riechen  und nichts essen, außer Wein. Wenn man sich einen Aperitif oder eine Tapa einverleibt oder einfach nur etwas isst, wird aus der sensorischen Arbeit ein spielerisches Vergnügen.

 

Dem Laien kommen manche Beschreibungen von Weinen etwas seltsam vor: Beispielsweise „ein Hauch von Lakritz“… schmeckt bez. empfindet denn nicht jeder Mensch einen bestimmten Wein ganz unterschiedlich?

 

Bei einer Weinverkostung oder einer einfachen Weinprobe wendet man zwei Beschreibungen für den Wein an: Eine objektive, wie zum Beispiel “dieser Wein hat eine dunkle Farbe, ein kräftiges Aroma mit einem sehr ausgeglichenen Körper...usw. Das kennen wir alle. Die andere Art der Beschreibung ist subjektiv. So können zum Beispiel zwei Weinverkoster zu verschiedenen Ergebnissen kommen und haben beide Recht, auch wenn der eine Lackritz schmeckt, der andere Kaffee. Beide Geschmacksrichtungen haben eine gemeinsame Komponente, nämlich das Geröstete, obwohl der reine Geschmack von beiden sehr unterschiedlich ist.

 

Verkosten  Sie die Weine immer „blind“ oder wissen Sie von wem der Wein ist, den Sie verkosten?

 

Je erfahrener man wird, umso einfacher ist es, sich nicht durch das Etikett beeinflussen zu lassen. Die großen Weinverkoster prüfen den Wein mit aller notwendigen Information, vor allem um keinem Irrtum aufzusitzen, sei es wegen eines für den Verbraucher versteckten Mangels oder um sich nicht vom historischen Charakter der Marke abbringen zu lassen, sollte das eigene Sensorium gerade nicht im perfekten Zustand sein. Nur wenn man bei zwei Weinen in Zweifel gerät, ist es nützlich blind zu verkosten oder im Gegenteil, wenn die Weinverkostung blind verlaufen ist, zu versuchen, diesen Wein nochmals zu verkosten, mit dem Wissen, von wem er stammt. Man findet selten so viele Unterschiede in der Bewertung von Flaschen derselben Marke, wie bei einer Blindverkostung. Es gibt subjektive Phänomene, die den Weinverkoster beeinflussen, wenn er keine vorhergehenden Informationen hat. Wir verbergen ja auch nicht beim Essen das Etikett des Weines?

 

Was trinkt José Peñín wenn er keinen Wein trinkt?

 

Alles was einem Menschen mit Feingefühl für Geschmack und Geruch schmeckt. Einen Klaren, Kaffee, Tee, Wasser und gerne auch mal Weinschorle zu einem Risotto am Strand.

 

Herr Peñín, wir bedanken uns für das Interview.

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José Peñín

Der Journalist und Verleger José Peñín ist einer der einflussreichsten internationalen Weinkritiker Spaniens. 1975 gründete er mit dem Club “Cluve” einen der ersten Weinclubs auf der iberischen Halbinsel und bereits 1980 die erste landesweite Weinzeitschrift mit dem Titel “Bouquet”. Im selben Jahr veröffentlichte Peñín einen der ersten spanischen Bestseller in Sachen Wein, das “Manual de los vinos españoles” (Handbuch der spanischen Weine). 1983 firmierte seine Firma Pi & Erre Comunicación Integral um in Grupo Peñín, und spezialisierte sich auf das Segment Medienprodukte rund um die Welt des Weines und der Genüsse. Peñín ist Präsident seines Unternehmens Grupo Peñín, leitet die Weinzeitschrift Sibaritas sowie andere Printprodukte und ist Autor des einflussreichen Guía Peñín de los vinos de España, dem meistgelesenen Buch über spanische Weine weltweit, das inzwischen auch in Deutsch und Englisch zu haben ist. www.grupopenin.com

 

Das Weinmagazin Sibaritas

Sibaritas hat sich nach 15 Jahren auf dem spanischen Markt als das renommierteste und am meisten gelesene Fachmagazin auf seinem Gebiet entwickelt. Insbesondere für die Multiplikatoren des Marktes, wie Sommeliers, Restaurantbesitzer und Fachgeschäfte. In Sibaritas schreiben die prominentesten Weinkenner Spaniens wie zum Beispiel Carlos Falcó und Víctor de la Serna, ebenso wie die internationale Weinjournalistin, Jancis Robinson, oder der französische Weinkritiker Michel Bettane. Sibaritas erscheint zehn Mal jährlich, hat eine Auflage von 15.000 Stück und kostet 4,50 Euro. Der Titel Sibaritas ist abgeleitet aus dem griechischen Wort Sybarit und bedeutet Schlemmer, Schwelger, benannt nach der altgriechischen Kolonie Sybaris in Süd-Italien, deren Einwohner als Genussmenschen berühmt waren.

 

 

Der Guía Peñín

Die erste Ausgabe des „Guía Peñín“ erschien im Jahr 1990 und wurde schnell zum Standardwerk für spanische Weine. Den Jahrgangsband gibt es auch auf  Deutsch (Heel-Verlag, 29.90 Euro). Das Werk präsentiert mehr als 17.500 Weine, Cavas und Sherrys, die unabhängig nach einem Punktesystem bewertet sind. Besonders einflussreich ist die Auflistung der besten Weine des Jahres. Wer erwähnt wird, jubelt wie ein Chefkoch, wenn er einen Michelin-Stern bekommt.



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