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Essen & Trinken, Lokales

Bodegas auf Lanzarote: Teil 2
Bodegas Reymar

Von: Dr. Karl Kunze


"Francisco Perdomo Perez"-Bodega Reymar Lanzarote
Francisco Perdomo Perez, Eigentümer der "Bodegas Reymar" bekam im Mai 2013 für seinen weißen halbtrockenen "Malvasía de Reymar" eine Bronzemedaille beim „XXVI Concurso Regional de Vinos Embotellados de Canarias, Alhóndiga 2013“, auf der Kanareninsel La Palma. Foto: ©Susanne Bernard

"Bodega Reymar"-Lanzarote-"Malvasía de Reymar"
Die Weine der Bodega Reymar auf der Kanareninsel Lanzarote.

Bodega Reymar-Lanzarote
Im Weinkeller der "Bodega Reymar" auf Lanzarote.

Bodega Reymar-Lanzarote
Das Familienwappen der "Bodega Reymar" von Don Francisco Perdomo Perez auf Lanzarote.


Nach der Vorstellung der Bodega Bermejo in „La Florida“ in unserer Oktober-Ausgabe möchten wir die Leser von Lanzarote37° in dieser Ausgabe auf eine ziemlich kleine Bodega aufmerksam machen. Eine Bodega, die man glatt übersehen könnte, deren Flaschen man nur an wenigen Stellen kaufen kann, und die für einen erstaunlich moderaten Preis einen guten Wein produziert, den man durchaus zu den besseren Lanzarotes zählen darf.

 

Direkt gegenüber dem Eingang der Kirche von Mancha Blanca liegt ein Haus, in dessen Garten zwei hohe Tanks stehen. Das ist aber auch das einzige, was darauf aufmerksam macht, dass hier Wein hergestellt wird. Francisco Perdomo Pérez, der Eigentümer, empfängt uns freundlich und bittet gleich um Entschuldigung, dass es hier etwas anders aussieht, als wir es uns vielleicht vorgestellt hätten. Nach dem Wein zu urteilen, den wir schon gelegentlich vorher gekostet hatten, war unsere Vorstellung in der Tat eine andere. Was wir vorfanden, war ein einfaches Gebäude, vollgestellt mit Tanks, einer Presse und einer Abfüllmaschine, jeder Menge Flaschen in Kartons, aber nirgendwo auch nur einen Tisch oder Stuhl, der zum Verkosten einlädt.

Wir fragen leicht verwirrt nach und erhalten eine Antwort, die in ihrer Einfachheit und Ehrlichkeit uns Francisco gleich näher kommen lässt:

„Mir fällt es schwer, mit Menschen umzugehen. Ich will meinen Wein verkaufen. Davon kann ich leben. Mehr will ich nicht.“

Nach der Vorstellung der Bodega Bermejo in „La Florida“ in unserer Oktober-Ausgabe möchten wir die Leser von Lanzarote37° in dieser Ausgabe auf eine ziemlich kleine Bodega aufmerksam machen. Eine Bodega, die man glatt übersehen könnte, deren Flaschen man nur an wenigen Stellen kaufen kann, und die für einen erstaunlich moderaten Preis einen guten Wein produziert, den man durchaus zu den besseren Lanzarotes zählen darf.

Direkt gegenüber dem Eingang der Kirche von Mancha Blanca liegt ein Haus, in dessen Garten zwei hohe Tanks stehen. Das ist aber auch das einzige, was darauf aufmerksam macht, dass hier Wein hergestellt wird. Francisco Perdomo Pérez, der Eigentümer, empfängt uns freundlich und bittet gleich um Entschuldigung, dass es hier etwas anders aussieht, als wir es uns vielleicht vorgestellt hätten. Nach dem Wein zu urteilen, den wir schon gelegentlich vorher gekostet hatten, war unsere Vorstellung in der Tat eine andere. Was wir vorfanden, war ein einfaches Gebäude, vollgestellt mit Tanks, einer Presse und einer Abfüllmaschine, jeder Menge Flaschen in Kartons, aber nirgendwo auch nur einen Tisch oder Stuhl, der zum Verkosten einlädt.
Wir fragen leicht verwirrt nach und erhalten eine Antwort, die in ihrer Einfachheit und Ehrlichkeit uns Francisco gleich näher kommen lässt:
„Mir fällt es schwer, mit Menschen umzugehen. Ich will meinen Wein verkaufen. Davon kann ich leben. Mehr will ich nicht.“

Francisco ist Agraringenieur, 36 Jahre alt und betont, eingefleischter Junggeselle zu sein. Ob nicht die ordnende Hand einer Frau hier vielleicht ein wenig….  Nein, nein, davon wolle er nichts wissen, sagt er lachend, das schaffe er schon alleine – und viel besser.

Immerhin füllt er in normalen Jahren 40.000 Flaschen ab. In diesem Jahr waren es sogar 75.000. Verarbeitet wurden 805.000 Kilo Trauben, 50 Prozent davon kamen aus eigenem Anbau.

Andere gewinne daraus jede Menge mehr Flaschen. Und das hat seinen Grund. Bei Francisco kommt nicht die ganze Rebe in die Verarbeitung, sondern erst einmal wird entrappt (abgebeert oder gerebelt). Die Einmaischung geschieht danach ganz ohne äußeren Druck, einzig und allein durch das Eigengewicht der Trauben. Diese Phase dauert in der Bodega Reymar 18 Stunden und findet bei zehn Grad statt, um eine zu frühe Fermentation zu verhindern.

Wofür ist denn dann bei Reymar die Presse notwendig, wollen wir wissen. Nach 18 Stunden seien circa 70 Prozent des Mostes ausgetreten, erklärt Francisco. Dieser Teil des Mostes wird zu dem Wein, der das Etikett „Denominación de origen“ tragen darf, weiterverarbeitet. Das, was im Tank übrig bleibt, wird gepresst und als Hauswein abgefüllt.

Der erste Teil des Mostes, der mostoyema, wandert in einen Tank, in dem er weitere 24 Stunden bei zehn Grad verbringt. Danach wird er, immer noch ohne Gärung, vom „fango“ (Schwebstoffe) befreit, und verbleibt nach dem Umfüllen und der Hefezugabe für acht Tage bei 14 Grad in einem weiteren Tank zur Fermentation bzw. Gärung. Die nächste Station ist ein Tank, in den er nach seiner Befreiung von den „madres“, den Resten der Hefe, für weitere zwei bis vier Wochen umgefüllt wird.
Dann erfolgt die Klärung, die Francisco im Falle des Weißweins mit „bentonita“ (Bentonit, ein Produkt aus Ton, die innere Oberfläche eines Gramms beträgt 400 bis 600 Quadratmeter) durchführt, im Falle des Rotweins mit Eiweiß. Der Weißwein bleibt dann noch eine Woche bei minus fünf Grad im Tank. Filtration (um bentonita- und Eiweißausflockungen zu entfernen) und Abfüllen beenden den Prozess.

Das Ergebnis ist ein Wein hoher Qualität und Reinheit. Franciscos Malvasía ist, betont er, auch zu 100 Prozent ein Malvasía, was bedeutet, dass er nicht mit anderen Traubensorten vermischt wird. Auf diesen Wein ist der sonst sehr bescheidene Bodeguero besonders stolz: Er gehöre zu den besten Malvasías der Insel. 30.000 Flaschen habe er davon hergestellt.

Vom reymarschen Moscatel seco gibt’s dieses Jahr 10.000 Flaschen. Weiter im Angebot sind ein süßer Moscatel und Malvasía und ein lieblicher Malvasía-Moscatel-Verschnitt. Der Rote, 15.000 Flaschen, verbleibt vor dem Abfüllen drei Monate in neuen Eichefässern.

Kaufen kann man Franciscos Weine in der Bodega hinter dem Restaurant beim Monumento al Campesino in Mozaga, im Museo Agrícola „El Patio“ in Tiagua (Tel.: 928 529 134), in Teguise in der „La Bodeguita del Medio“ an der Kirche (Plaza Clavijo y Fajardo) und natürlich bei Francisco selbst (Mancha Blanca, Plaza Virgen de Dolores 19, gegenüber dem Kirchenportal, Tel.: 649 993096).

Die Preise der Bodega Reymar für die verschiedenen leckeren Sorten dieses Weines liegen zwischen vier und sieben Euro.

 

Die 2002er Abfüllung des Moscatel seco von Francisco beschreibt das Fachblatt „Vino + Gastronomía“ folgendermaßen: „Leicht, frisch, angenehm…es sticht eine Hauch von Likör hervor und Echos von Feigenbrot und gerösteten Mandeln, von Honigbalsam und englischer Marmelade… .


Also, um ehrlich zu sein, dass mit dem sehr feinen Likörgeschmack mag ja schon gut und wortgewaltig beschrieben sein, aber das mit den Echos und der englischen Marmelade und so – irgendwie kräuselts einem da beim Lesen und Schreiben den Magen zusammen, aber mit einem kräftigen Schluck des Jahrgangs 2005 wird’s dann auch wieder besser.


Der hat laut dieses Fachblattes ein duftiges Aroma, wobei die Moscateltraube (85 %) sich natürlich hervorhebt, und sie im Verein mit 15% Diego den Wein sehr fruchtig (Papaya und Pfirsich) macht, weiße Blumen ahnen lässt und Erdmineralien, aber nicht zuviel davon, sozusagen nur zwischen Kräutern, trotzdem dieser Geschmack von Erdscholle von der ersten Berührung mit der Zunge an, im Mund dann warm mit einem leichten Kontrapunkt von Säure…..


Also bitte, man kann’s auch einfacher sagen: Auch der 2005er Moscatel schmeckt richtig gut. Oder schmeckt er vielleicht doch besser, wenn man das mit dem Hauch, den Echos, den Ahnungen und so, wenn also einer, der es wissen muss, einem das alles vorher erzählt hat…?


Alle Fotos ©Susanne Bernard



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