26.09.2011 Barcelona (ssc) – Gestern Abend hat sich Katalonien offiziell vom Stierkampf verabschiedet. Die letzte Corrida der Saison 2011 war die allgemein letzte in der barcelonischen Arena La Monumental. Eine im Juli 2010 beschlossene Änderung des katalonischen Tierschutzgesetzes, wonach die grausame Praxis als Tierquälerei verboten ist, tritt formal im Januar 2012 in Kraft.
Zum letzten Kampf waren 18.000 Zuschauer gekommen, die den Matadoren zujubelten. Im Umfeld der Veranstaltung protestierten Befürworter für die Beibehaltung des Kulturguts.
Katalonien ist die erste Region aus dem Festland, die auf die blutige Tradition verzichten wird. In den letzten Jahren hatten die Kämpfe immer weniger Zuspruch erhalten: In La Monumental, der einzigen Arena der Region, fanden diese Saison 15 Kämpfe statt – wenig im Vergleich zu den Zahlen vergangener Jahre.
Vorreiter bei der Abschaffung waren die Kanarischen Inseln, wo es 1991 die letzte Corrida gab.