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Kurzmeldungen

Wulffen auf Lanzarote:
Das große Fressen auf der Fitur und warum sich niemand daran erinnern will



Die illustre Tafelgemeinschaft, die in Madrid im Nobelrestaurant dinierte, und vom Cabildo von Lanzarote eingeladen wurde, mit dem Ziel, Lanzarote möglichst günstig schön zu schreiben. Foto: Cabildo de Lanzarote.


Die Tourismusbeauftragte Ástrid Pérez (PP) ist Anwältin von Beruf, umgangssprachlich auch "Rechtsverdreher" genannt. Mit dieser Kunst dürfte sie die nächsten Tage beschäftigt sein. Ihr Chef Pedro San Ginés, seines Zeichens auch Inselpräsident, wird sich ein Bauernopfer suchen müssen, wenn er seine Tourismusbeauftragte halten will. Foto: Cabildo de Lanzarote


06-02-2012 Lanzarote (sb) - Mitnehmen, was man kriegen kann, neudeutsch auch wulffen, diese Mentalität legen nicht nur deutsche Politiker an den Tag. Erst vor kurzem musste der deutsche Bundespräsident zurücktreten, weil er das Schnorren einfach nicht lassen konnte. Auch Lanzarotes Politiker lassen es sich gerne gut gehen. Das jüngste Beispiel: Nach einem ach so anstrengenden Tag auf der Tourismusmesse Fitur in Madrid lud die lanzarotenische Tourismusbeauftragte Ástrid Pérez (PP) zum Essen in eines der edelsten Nobelrestaurants in Madrid. Jetzt kam ans Licht, dass einige von jenen, mit denen sie laut Presseerklärung gemeinsam beim Essen gesessen haben soll, gar nicht dabei waren. Und auf Nachfragen erinnert sich plötzlich keiner unserer Inselpolitiker, mit wem man beim Schlemmen an einem Tisch gesessen hat. Haben unsere Politiker an jenem Abend zu tief ins Glas geguckt, als sie auf Steuerzahlers Kosten ordentlich einen drauf gemacht haben?

 

Mitnehmen, was man kriegen kann. Was der deutsche Bundespräsident kann, das können lanzarotenische Inselpolitiker schon lange. Und wahrscheinlich viel, viel besser und ganz sicher, ohne wie unser bemitleidenswerter Bundespräsident, groß in die Bredouille zu kommen oder gar zurücktreten zu müssen.

Der Drang lanzarotenischer Politiker, sich durch Tricksen und Täuschen Vorteile zu verschaffen, kam ans Licht, nachdem der Journalist Manuel Romero, Direktor der online-Zeitung La Voz Libre, sich beim googeln auf einer von der Inselregierung veröffentlichten Einladungsliste wiedergefunden hatte, der zufolge er angeblich zusammen mit 19 anderen Journalisten, mit unserem Inselpräsidenten Pedro San Ginés (CC), dessen Tourismusbeauftragter Ástrid Pérez (PP), dem Arrecifer Bürgermeister Cándido Reguera und einigen anderen Politikern und Beamten im Madrider Nobelrestaurant "El Rincón de Goya" gespeist hatte.

Dieses Mahl wird unseren Inselpolitikern vermutlich noch eine Weile aufstoßen, denn in Wirklichkeit war Manuel Romero bei dem Essen überhaupt nicht dabei. Und mit ihm fehlten noch eine ganze Reihe anderer Journalistenkollegen, welche, laut der vom Cabildo herausgegebenen Presseerklärung, angeblich auch mitgegessen haben sollen.

Doch damit nicht genug. Nachdem Romero publik gemacht hatte, dass das Cabildo mit einer falschen Namensliste ein 3000 Euro teures Abendessen unter Freunden als Arbeitsessen für Journalisten ausgab, beschuldigte er die lanzarotenische Inselregierung außerdem, vorgegeben zu haben, dieses Essen habe bewirkt, dass die teilnehmenden Journalisten „hervorragend über die Tourismusdestination Lanzarote“ geschrieben hätten. Was Romero zu Recht fast noch schlimmer findet als die Tatsache, dass die Einladungsliste getürkt war.

"Damit" so der Journalist, "wollen diese Politiker den Bürgern auch noch weismachen, wir Journalisten würden positiv über sie schreiben, nur weil sie uns zum Essen einladen. Wir Journalisten haben genug zu essen, es ist niederträchtig von Politikern zu glauben, wir würden gut oder schlecht über eine Sache schreiben, nur weil sie uns etwas zu essen geben.Wir wollen, dass man uns Informationen gibt, aber bei diesem Abendessen gab es keine Informationen, weil die Tourismusbeauftragte weder ein Video, noch einen Flyer noch irgendeine andere Information präsentiert hat. (“Los periodistas estamos muy bien alimentados. Es una indignidad por parte de ellos pensar que porque nos dan de cenar vamos a escribir bien o mal. Nos gusta ir a los sitios donde hay noticia, pero aquí no la había, porque la consejera ni presentaba un vídeo, ni un nuevo folleto, ni nada.)

Für Romero eine Ungeheuerlichkeit, die er vor den Presserat bringen will, um aufzuzeigen, wie Politiker Journalisten dazu missbrauchen, um für ihre Politik Werbung zu machen, damit aber, wie er hofft, "im besten Falle nicht den geringsten Erfolg" hätten.

Im Cabildo gibt man sich unschuldig und mimt Erstaunen. Wenn im Nachhinein nicht alle Journalisten, welche vom Veranstalter eingeladen worden seien, zu dem Essen gekommen wären, so habe man dies nicht bemerkt, lautet ein Erklärungsversuch. Im Übrigen habe die Rechnung des Restaurants alleine nicht 3000 Euro ausgemacht, sondern der ganze Event habe so viel gekostet: Also Organisation und an die Journalisten verteiltes Pressematerial.

Gleichzeitig brüstete sich Ástrid Pérez in einer Presseerklärung, die den Erfolg dieses Arbeitsessen herausstellen sollte, damit, dass das Cabildo sich für diese 3000 Euro doch viel mehr Aufmerksamkeit in den Medien erkauft habe, als wenn man dasselbe Geld für Anzeigen ausgegeben hätte. So hätten die Journalisten quasi kostenlos und freiwillig über Lanzarote berichtet, für den Gegenwert von nur einem warmen Essen.

Zum Redaktionsschluss trudelte eine "Pressenotiz" des Chefs des Event-Veranstalters Uranio Press, Alejandro Morales, ein, der das Abendessen organisiert hatte. Der schüttet nun fleißig Asche auf sein Haupt und nimmt alle Schuld auf sich: Furchtbar bedauere man "den Verlauf, den die Informationen rund um dieses Journalisten-Abendmahl an jenem 17. Januar in Madrid genommen haben. Angesichts des Vorwurfs, das Cabildo von Lanzarote versuche, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, sah man sich bei Uranio Press zu folgender Erklärung genötigt: „Am 17. Januar, an eben diesem Tag der Essenseinladung, gab es eine Reihe von Journalisten, die dieser Firma mitgeteilt haben, dass es Ihnen unmöglich sei, an dem Essen teilzunehmen. Wir von Uranio Press verstehen nicht, wieso sich aus einem Koordinationsfehler eine solche Polemik entwickeln kann. Angesichts von anwesenden Journalisten wie Paloma Barrientos, Beatriz Cortázar, Nieves Herrero, Pilar G. Muñiz, Rosa Villacastín oder Verónica Zabala, sind wir perplex, dass jemand dem Cabildo von Lanzarote vorwirft, die Einladungsliste aufgeblasen zu haben. Aus diesem Grund ist es für uns wichtig, mitzuteilen, dass Uranio Press für diesen Irrtum voll verantwortlich zeichnet und sich beim Cabildo von Lanzarote und der Tourismusbeauftragten dafür entschuldigt, dass ein Irrtum Ursache für solcherlei Anschuldigungen ohne jede Grundlage sein soll.“

Diese Pressemitteilung wurde von Uranio Press Form eines offenen word-Dokumentes versandt und man darf vermuten, dass es der Chef der Firma Uranio Press, Alejandro Morales, aufgesetzt hat. Unterschrieben war dies Presserklärung jedoch nicht, genauso wenig, wie die Email, mit der sie versandt wurde.Aber was professionelle Pressearbeit ist, das ist wieder ein anderes Thema, mit welchem sich Lanzarotes Politiker bei Gelegenheit einmal beschäftigen sollten.



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