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Freitag, 20. September 2019
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Wo die sanften Riesen rufen
Wal- und Delfinmuseum in Puerto Calero















Vidal Martin (links) erklärt Besuchern des Wal- und Delfinmuseums die geheimnisvolle Unterwasserwelt.


Museumsführerin Luise Gutenberg macht spannende Führungen in deutscher Sprache.


30 bis 40 Wale stranden jährlich an den Küsten der Kanaren. Sie alle werden von Tierärzten obduziert und auf ihre Todesursache untersucht.


(08/06 N°1) Leises Glucksen und zarte, mal fiepende, mal schnalzende Töne umfangen den Besucher, der die imaginäre Welt des Wal- und Delfinmuseums (Museo de Cetáceos de Canarias) in Puerto Calero betritt. Sobald sich die Eingangstür hinter dem Besucher geschlossen hat, ist es, als würde man langsam hinabtauchen in die geheimnisvolle blaue Welt der Wale, jenes Reich der sanften Riesen, die direkt vor unserer Haustür leben, die uns so ähnlich sind, und von denen wir doch nur so wenig wissen.

 

Für Vidal Martin (37), Direktor des Wal- und Delfinmuseums im Hafen von Puerto Calero, sind die Wale, oder Waltiere – wie es eigentlich richtig heißen muss, ein Teil seines Lebens. Er beschäftigt sich seit seiner Jugend mit den Giganten der Meere. Ob Pottwal oder Schnabelwal, Bryde-Wal, Glattwal oder Delfin – er kennt sie alle. Ganz besonders natürlich jene, welche sich andauernd in den Gewässern der Kanaren befinden oder mindestens einen Teil des Jahres hier verbringen.


„27 Arten halten sich in den bis zu 4000 Meter tiefen Meerestälern zwischen den einzelnen Inseln auf und es liegt mir sehr viel daran, sie den Menschen nahe zu bringen, ihre Welt zu erklären. Denn nur, wenn wir sie kennen lernen und ihre Lebensräume erforschen, können wir die Wale wirksam schützen“, so Martin.


Schon als Kind bewahrte Vidal Martin Walknochen wie Schätze auf, wenn er sie an Lanzarotes Stränden fand. Er sammelte alles über diese Tiere und begann sich, schon lange bevor er sich in Gran Canaria zum Biologiestudium einschrieb, im „Verein zum Studium der Waltiere im kanarischen Archipel“, der SECAC, (Sociedad para el Estudio de los Cetáceos en el Archipiélago Canario), für diese Tiere zu engagieren.


Mehr als 20 Jahre später, im April 2005, ging dann mit der Eröffnung des Wal- und Delfinmuseums in Puerto Calero sein Lebenstraum in Erfüllung. Mit der finanziellen Unterstützung von Don José Calero, dem Betreiber und Promotor des gleichnamigen Jachthafens, konnte Martin mit dem Museum in Puerto Calero eine der wichtigsten europäischen Sammlungen zum Thema Waltiere eröffnen. Es ist das respektable Resultat aus 20 Jahren Forschung zu diesem Thema.
Das Museum erhält wissenschaftliche Unterstützung von der SECAC, deren Vorsitzender Martin ebenfalls ist und deren Mitarbeiter den Lebensraum der Waltiere erforschen. Martin: „Je mehr wir über diese Meeressäuger und ihre Lebensgewohnheiten wissen, umso mehr können wir zum Schutz dieser einzigartigen Tiere beitragen.“


Und wie notwendig es ist, dass wir uns für deren Schutz einsetzen, beweisen diese Zahlen: Trotz internationalem Übereinkommen zur Regelung des Walfangs (bis heute nicht unterschrieben von Norwegen und Japan) steigt die Zahl der getöteten Wale seit Jahren an. 2004 wurden offiziell 780 Wale getötet. Von Tierschützern wird dies als Mißbrauch des Instruments der Genehmigung angesehen.


Es sei ein Beleg dafür, dass die Konvention bis heute noch relativ „zahnlos“ ist.
30 bis 40 Wale stranden jährlich an den Küsten der Kanaren. „Das ist nicht sehr viel. An der Küste von Galizien sind es bis zu 300 Tiere im Jahr“, erklärt Martin. „Viele davon sterben eines natürlichen Todes zum Beispiel an Infektionskrankheiten. Andere dagegen sterben durch den Einsatz der Sonargeräte, welche Kriegsschiffe bei ihren Übungen einsetzen. Man nimmt an, dass durch das Sonar Waltiere - am meisten Schnabelwale - so sehr verwirrt werden, dass sie schlagartig auftauchen und dann an der Taucherkrankheit (entsteht durch zu schnelle Druckentlastung beim Auftauchen) sterben“, erklärt Martin.


„Wieder andere müssen sterben, weil sie in den Schleppnetzen der riesigen Fischtrawler hängen bleiben, an Plastiktüten ersticken, die sie für Nahrung halten, mit Schiffen kollidieren oder von deren Schrauben verletzt werden“.
„Wir alle können einen Beitrag dazu leisten, dass weniger Wale sterben. Und sei es nur dadurch, dass wir die uns angebotenen Plastiktüten in den Geschäften zurückweisen oder wenigstens mehrfach verwenden“, erklärt Luise Gutenberg, Führerin im Wal- und Delfinmuseum. Luise, die mit ihren deutschen Eltern als Kind nach Lanzarote übersiedelte, widmet sich besonders den deutschen Besuchern des Museums. Sie erklärt, warum das Meer um die Kanarischen Inseln für Pottwale ein Schlaraffenland ist: „Durch das so genannte „Upwelling“ (auf warmes Wasser treffende kalte Meeresströmungen) zwischen den Inseln, werden die sehr nährstoffreichen, tief gelegenen Wasserzonen nach oben gewirbelt. So herrscht an der Lieblingsspeise der Meeressäuger, großen Tintenfischen, kein Mangel. Zwischen 500 Kilogramm bis zu einer Tonne dieser Kopffüßer verspeist jeder Pottwal täglich“.
Auf Wunsch bekommt jeder Besucher - im Eintrittspreis inbegriffen - von Luise oder einer ihrer Kolleginnen eine individuelle Führung durchs Museum.
Und da gibt es viel zu sehen, zu hören und zu fühlen: Wo welche Wale vorkommen und welche Arten es gibt. Wie sie miteinander kommunizieren und wie sich das anhört. Wie sie sich vermehren, ihre Babys säugen und beschützen. Wie sich ihre Knochen, Zähne oder Barten anfühlen, oder wie schwer diese sind. Wie tief sie tauchen und wo sie ihr Futter finden...
Dies alles erfahren Sie im Walmuseum und haben nur noch einen Wunsch: Die Wale auf dem Meer, zu beobachten. „Whale-Watching“ heißt der Tourismus-Trend, den weltweit jährlich eine Million Menschen buchen und an dem rund 20 Millionen Euro jährlich verdient werden.
Die Kanaren sind weltweit Nummer eins beim Whale-Watching. Hier gibt es 27 Wal- und Delphinarten - darunter Pottwale, Orcas oder Buckelwale - doch die meisten Touren führen zu den so genannten Grind- oder Pilotwalen. Sie sind vor allem vor Teneriffa zu entdecken. Hier halten sich das ganze Jahr viele der bis zu sechs Meter langen Tiere auf.
„Aber wenn Whale-Watching nicht richtig betrieben wird, kann man den Walen sehr schaden oder sie gar für immer aus ihrem Lebensraum vertreiben“, erklärt Martin.


Verantwortungslose Bootsführer fahren zu dicht an die Tiere heran, schrecken diese auf und riskieren, sie zu verletzen. Forscher warnen davor, dass die Tiere bei zu viel Stress ganz von hier verschwinden könnten.
Vidal Martin zum Whale-Watching: „Ich bin durchaus für Whale-Watching, wenn es richtig gemacht wird. Die Kanarische Regierung hat hierfür 1995 Gesetze erlassen, welche sie im Jahr 2000 nochmals überarbeitete, um die Wale noch besser zu schützen. Deshalb sollte sich jeder, der zum Whale-Watching fährt, versichern, dass das Unternehmen, welches die Walbeobachtungstouren anbietet, auch hierfür autorisiert ist und neben dem Geld verdienen auch an den Schutz dieser einzigartigen Tiere denkt. So kann dieses wunderschöne Erlebnis uns in unserer Arbeit zum Schutz der Waltiere sogar noch unterstützen.“


Wale im virtuellen Netz
www.cet-aceen.de
www.wale-delphine.de
www.oceancare.org
www.m-e-e-r.de


Hätten Sie gewusst, dass...
... Zahnwale nur ein Blasloch haben, Bartwale dagegen zwei Blaslöcher?
... auf den Kanarischen Inseln jährlich etwa 30 bis 40 Wale stranden?
... Walbabys nicht selbst saugen können und ihnen die Mutter daher einen kräftigen Milchstrahl in
      den Mund schießt, wenn sie die Zitzen reizen?
... Wale immer eine waagerechte Flosse haben, Fische dagegen immer eine senkrechte?
... gestrandete Wale eingebuddelt werden, um später ihre Skelette freilegen zu können?
... eine Plastiktüte für Wale tödlich sein kann?

 

Empfohlene Whale-Watching Organisationen:
Atlantic Care (La Gomera), http://www.atlantic-care.de
Yachtingexcursions (Lanzarote), Telefon: 620615550, http://www.canariasyachtcharter.com
Nashira Uno (Tenerife), Tel: 922861918, www.losgigantes.com/nashira.es.htm

 

Fotos: Vidal Martin



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