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Sonntag, 22. September 2019
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Freizeit

Windige Trekking-Tour zum Montaña Guardilama



Auf dem Gipfel


Beim Aufstieg


Trekking-Profi Anna Zanoll


Schmackhaftes am Wegesrand


(11/06 N°4) Wer beim Landeanflug auf Lanzarote aus dem Fenster sieht, erblickt ein trockenes Fleckchen Erde. Auf den ersten Blick eine karge Insel mit dürftiger Flora und Fauna. Nur verbranntes Land? Lanzarote37° Redakteur Diogenes von der Töss hat sich bei einer Trekking-Tour zum Montaña Guardilama, einen der höheren Vulkane der Insel, vom Gegenteil überzeugen können: Die Vulkanlandschaft steckt voller Leben.

 

Anna Zanoll (36) aus der Steiermark, seit acht Jahren Residentin und Trekking-Profi auf der Insel, führt die Gruppe von Wanderern an: Volker und Paula aus Berlin mit Töchterchen Luca und Diogenes von der Töss mit Tochter Luza, der für unsere Leser durch die eindrucksvolle Landschaft gewandert ist und dabei viel über die kleinen und großen Geheimnisse, welche die Insel für aufmerksame Beobachter bereithält, erfahren durfte.
Also auf geht’s! Mit festem Schuhwerk sowie Kopf- und Ohrenschutz, denn der Passatwind bläst uns schon im Tal heftig um die Nase, dass für den Gipfel des Montaña Guardilama, südwestlich von La Asomada gelegen und immerhin 603 Meter hoch, Schlimmes zu befürchten ist.


Das kleine Grüppchen beschnuppert sich auf den ersten Metern; keiner kommt außer Atem, ein solider Feldweg ohne Steigung lädt ein zum Plaudern, Kennen lernen, Spielen. Luca hat sich mit (fast) - Namensvetterin Luza angefreundet. Obwohl Luza mit viereinhalb Jahren um einiges jünger ist als die kleine Berlinerin, kann sie ihr schon vieles erklären über die Weintrauben, Schnecken und Steinchen am Wegesrand, schließlich ist sie ja hier geboren. Kaum hat Anna uns einen „Olivin“ gezeigt, diesen Halbedelstein vulkanischen Ursprunges, der hier häufig zu finden ist, hat Volker auch schon die Hosentaschen voll von kleinen und größeren Exemplaren. Sie sollten ihm später noch ordentlich den Marsch auf den Berg erschweren.


Unsere Führerin Anna hat immer wieder eine spannende Geschichte und die Erklärung für ein sich plötzlich vor uns enthüllendes Geheimnis auf Lager: Das auf den ersten Blick öde Land, auf dem wir wandern, verwandelt sich in eine bewundernswerte und begeisternde Stätte voller ungeahnter Besonderheiten.
Pause am Quittenbusch. Wir kosten ein paar wilde Früchte und blicken in den Krater des Montaña Guardilama. Erhaschen einen ersten Blick auf seinen Gipfel. Seitlich um den Krater herum führt ein schmaler Grat hinauf und alles sieht eigentlich noch ganz harmlos aus.
Die Kinder haben ihre hölzernen Wanderstöcke geschnappt und die erste Herausforderung beginnt.


Eigentlich nur eine Probe der Kondition, denken wir, denn es geht steil bergauf, aber wir haben gute Schuhe und was soll uns denn sonst noch schrecken? Aber wir haben nicht mit dem Wind gerechnet, der kurz nach dem Vollmond den Archipel einmal mehr überrannt hat...!
Und es kommt, wie es kommen muss für die unerschrockenen Wandervögel: Plötzlich, hinter einer kleinen Kuppe, treffen wir auf die urgewaltigen Naturelemente! Die Väter halten ihre Kinder an den Händen fest, auch Anna hat keinen frechen Spruch mehr auf den Lippen. Jeder kämpft sich nach oben. Links vom Fuße des Berges heulen die Winde herauf, rechts unter uns der Krater, in den niemand von uns hineingeweht werden möchte.
Die beiden Mädchen - sie bieten dem Sturm dank ihrer geringeren Körpergröße glücklicherweise etwas weniger Widerstand als die Erwachsenen, halten gut mit. Eine Verständigung ist unmöglich, denn der Wind bläst mit solcher Kraft um unsere Ohren, dass wir auch ein Schreien des Vordermannes kaum hören können.


Das Gipfelkreuz aus Stein ist in Sicht und plötzlich flaut der Wind ab. Wir haben den nordwestlichen Kamm des Gipfels passiert und die Lüfte wehen jetzt über uns hinweg. Jeder atmet durch, die kleine Luza lächelt stolz. Ein paar letzte Meter und wir können uns setzen. Keiner hat daran gedacht, während der letzten dreißig Minuten seinen Fotoapparat auszupacken. Zu sehr war jeder damit beschäftigt, sein Gleichgewicht zu halten. Jetzt schauen wir uns mit strahlenden, ungläubigen Augen an und sind froh, hier zu sein. Und wir werden entschädigt durch ein einmaliges Panorama bis hin nach Caleta de Famara, Playa Blanca, Tinajo, die Feuerberge. Es ist nicht der klarste Tag, aber allemal ein unvergesslicher Augenblick für alle.
Der Abstieg ist reine Formsache. Es winkt schon bald eine Pause inmitten der Weinberge in der kleinen Bodega El „Chupadero“. Vorher wird noch Sauerampfer probiert, die „Cañas“ aus Zuckerrohr bestaunt und wir fragen uns, warum hier mitten im Landesinneren leere Muschel-Schalen der „Lapas“, zu Deutsch „Napfschnecken“, zu finden sind. Da hat wohl ein Möwenschwarm Lust gehabt, die reiche Beute in Ruhe zu verzehren.


Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit und einem Glas Vulkanwein machen wir uns wieder auf die Socken. Nichts kann uns mehr Sorgen machen nach den Abenteuern der vergangenen Stunden. Wir lernen Maulbeerbüsche erkennen, naschen schmackhafte Feigen und Anna erklärt uns, was Cochinillas sind. Wir umwandern den Berg, der uns eben noch alles abverlangt hat, müssen uns so manches Lapilli-Steinchen aus den Socken fischen und als Snack dienen uns noch einige Früchte am Wegesrand. Ob man hier wohl überleben könnte? In der Wildnis, ohne Dach über dem Kopf? Allein von dem, was die Natur der kargen Insel schenkt? Na, diese Gedanken überlassen wir heute erst einmal den anderen und freuen uns stattdessen auf ein kühles Bier und einen Sprung ins Meer. Fünf Kilometer in vier Stunden mögen zwar nicht besonders rekordverdächtig erscheinen, aber diese Wegstrecke war angefüllt mit ungewöhnlichen und eindrucksvollen Erlebnissen.


Später dann im Auto kommt einem alles so schnell vor. Man möchte anhalten, denn nach so einer Wanderung wird klar, wie viele kleine Wunder gerade ungesehen vorbeirauschen, während man sich höchstens auf die Polizeistreife oder den drängelnden Hintermann konzentriert. Und Jack Johnson, der alte Surfer mit seinen erfrischenden Akkorden auf der Gitarre kommt aus dem Autoradio  plötzlich so frisch und so lebendig rüber, als hätte man auf den windigen Kilometern wandernderweise die Sinne geschärft und ein Stück Lebensenergie zurückgewonnen. Vielleicht sollte man sich ja zukünftig öfter einmal bewegen, wenn man selbst etwas in Bewegung setzen möchte.


Die Route rund um Montaña Guardilama ist nicht die einzige Trekking-Tour, die Anna Zanoll anbietet. Infos unter: Tel. 639 986 983 und: www.veda-lanzarote.info



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