D  english    espanol
deutschenglishespanol
Donnerstag, 18. Juli 2019
  Anzeigen
 
Startseite
 
 
Lokales
Kurzmeldungen
Freizeit
Wissenswertes
Serie
Essen & Trinken
Gesundheit
 
 
Künstler sehen Lanzarote
Fotogalerie
Veranstaltungskalender
Kleinanzeigen
Immobilien
Ferienhäuser-/ Apartments
Stellenangebote/-gesuche
 
 
Branchenverzeichnis
Leserbriefe
Abonnements nicht möglich
Werbebanner
Impressum
Kontakt
Links
 
 
» Archiv
 
Archivsuche  
 
 
 
Wissenswertes

Westsahara seit 33 Jahren von Marokko besetzt:
Marokko schuldig!-Spanien verantwortlich!
Aminatou Haidar im Hungerstreik auf Lanzarote


Spanien, Westsahara, Polisario, Lanzarote, "Aminatou Haidar", "Die saharauische Gandhi", Guacimeta, Flughafen, Arrecife, Befreiungskampf West-Sahara, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, www.lanzarote37.net
Aminatou Haidar, von ihren Landsleuten "Die saharauische Gandhi" genannt, am 22. November 2009 auf dem lanzarotenischen Flughafen Guacimeta. Foto: Susanne Bernard/Lanzarote37°

Spanien, Westsahara, Polisario, Lanzarote, "Aminatu Haidar", "Die saharauische Gandhi", Flughafen, Arrecife, Befreiungskampf West-Sahara, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, www.lanzarote37.net
Aminatu Haidar im Hungerstreik auf dem lanzarotenischen Flughafen Guacimeta. Sie kämpft gegen die Besetzung der Sestsahara von Marokkos. Marokko hat sie ausgewiesen und ihr den Pass weggenommen. Foto: Susanne Bernard/Lanzarote37°

Spanien, Westsahara, Polisario, Lanzarote, "Aminatou Haidar", "Die saharauische Gandhi", Guacimeta, Flughafen, Arrecife, Befreiungskampf West-Sahara, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, www.lanzarote37.net
Aminatou Haidar im Hungerstreik auf dem lanzarotenischen Flughafen Guacimeta, umringt von der Presse und Menschen die sich mit ihr solidarisiert haben. Foto: Susanne Bernard/Lanzarote37°


Spanien/Lanzarote (sb) – „Freiheit für die Westsahara“, skandierten gestern Mittag etwa 500 Menschen in rhythmischen Abständen in der Abflughalle des lanzarotenischen Flughafens Guacimeta und reckten ihre Fäuste in die Luft. Sie standen dicht gedrängt zusammen, bildeten einen Kreis um eine kleine, zierliche Frau, die in ihrer Mitte auf einem Matratzenlager lag. Ab und zu blickte sie nach oben in die Gesichter in der Menge und lächelte. Immer wieder kämpften sich Menschen durch die Menge zu ihr durch, um ihr Mut zuzusprechen und ihre Solidarität kund zu tun. Und es werden immer mehr. Auf den Parkplätzen vor dem Flughafen bekommt man kaum noch einen Platz, und als am gestrigen Abend noch viele lanzarotenischen Künstler in die Abflughalle kamen, um die kleine Frau in ihrer Mitte zu unterstützen, drohte der Kollaps. Die Frau, für die sie singen, die in ihrer Mitte am Boden liegt, ist die weltbekannte Freiheitskämpferin Aminatou Haidar!


Seit über 20 Jahren kämpft die heute 43-jährige Aminatou Haidar (spanisch: Aminetu Haidar) gegen die marokkanischen Besatzer in der Westsahara. Für diese Schlacht riskiert sie alles, auch ihr Leben! Jahre verbrachte sie mit verbundenen Augen im «Prison noire» von El Aioun. Sie ertrug Folter und endlose Verhöre. Sie ertrug, wie ihre Peiniger sie an allen Vieren, nackt, an der Decke aufhingen und sie grölend zwischen sich hin und her schubsten. Nun ist sie in den Hungerstreik getreten. Denn Marokko ließ sie, als sie von einem Aufenthalt in New York in ihre Heimatstadt El Aaiún zurückkehrte, nicht mehr einreisen. Die Marokkaner haben ihren Pass gestohlen und sie einfach in das nächstbeste Flugzeug gesetzt. Abgeschoben! Destination Lanzarote! Gegen ihren Willen. Es ist eine Entführung. Veranlasst von Marokko, unter  willfähriger Mithilfe der Fluggesellschaft, die sie gegen ihren ausdrücklichen Willen nach Lanzarote brachte. Geduldet vom spanischen Staat, der sie ohne Papiere einreisen ließ.

Jetzt befindet sich Aminatou Haidar auf dem Arrecifer Flughafen im Hungerstreik und kämpft für ihre Sache. Primär dafür, dass sie ihren Pass zurückbekommt und auf legalem Weg in ihre Heimatstadt, El Aaiún, die Hauptstadt der marokkanisch besetzten Westsahara, zurückfliegen kann. Dort will sie weiterkämpfen. Für die Befreiung ihrer Heimat von den marokkanischen Besatzern, die sich die Westsahara vor 33 Jahren, als Spanien sich aus der Westsahara zurückzog und das Land in die Eigenständigkeit entließ, einverleibten.

Von Spanien verlangt sie nicht mehr und nicht weniger, als sie in ihre Heimat zurückzubringen. “Devuélveme a El Aaiún, capital del Sáhara Occidental, donde están mis hijos y mi familia”, ha exigido. “Nunca pensé que España podría ir contra los Derechos Humanos. Trata el tema del Sáhara con mucho silencio, pero nunca pensé que hasta tal punto”(Bringt mich zurück nach El Aaiún, die Hauptstadt der Westsahara zu meinen Kindern und meiner Familie. Ich hätte niemals gedacht, dass Spanien die Menschenrechte derartig missachten könnte. Spanien behandelt das Thema der Sáhara mit großer Zurückhaltung aber dass es so weit gehen würde, hätte ich niemals gedacht”.

Spaniens Politiker hätten das Problem am liebsten ohne viel Wirbel von der Backe. Der spanische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Miguel Ángel Moratinos, traf sich am 19. November mit seinem marokkanischen Amtskollegen  Taib Fasi Fihri in Rabatt um – unter anderem – über den “Fall Haidar” zu verhandeln.  Er bat darum Haidar doch wieder nach Marokko einreisen zu lassen. Doch die marokkanischen Behörden stellen sich quer. Haidar hatte sich geweigert bei ihrer Rückkehr aus New York in El Aaiún ihre Nationalität mit „marokkanisch“ anzugeben. So viel Renitenz ist den Marokkanern Anlass genug, Haidar den Pass wegzunehmen und sie aus Marokko auszuweisen. Moratinos Besuch bei Fihri trägt vorerst keine Früchte. Rabat schweigt.

Auch die Bemühungen der  der sozialistischen Abgeordneten Elena Valenciano, die bei der PSOE die Arbeitsgruppe für „Internationale Politik und Zusammenarbeit” leitet, sich bei Marokko für Haidars Rückkehr in ihre Heimat einzusetzen, blieben bisher ohne Erfolg. Immerhin traute sich die Sozialistin zu sagen, dass Marokkos Ausweisung Haidars gegen die von den Vereinten Nationen formulierten Menschenrechte  verstößt (“estaría incumpliendo la Convención de Derechos Políticos y Civiles de Naciones Unidas”).

Inzwischen hat sich Haidars Hungerstreik auch im restlichen Europa herumgesprochen. Die Berliner Zeitung berichtete und die Niederösterreichische Landesrätin und SPÖ-Politikerin und Europa-Parlament-Abgeordnete Karin Scheele bekannte ebenfalls Solidarität mit Haidar und sagte: "Es kann nicht sein, dass wir über Menschenrechte reden und uns dazu bekennen und dann, wenn Solidarität gefragt ist wegschauen. Aminatou Haidar hat in ihrem Leben viele Qualen und Erniedrigungen erleiden müssen. Sie ist aber mit ihrem Lebenswillen und dem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit ein Sinnbild und Hoffnungsträgerin für viele Menschen. Was gerade geschieht, ist daher unglaublich und umgehend rückgängig zu machen."



Kanarische und lanzarotenische Politiker, geben sich allenthalben ein Stelldichein an der Lagerstätte von Animatou Haidar und bekunden bedauernd, dass ihnen die Hände gebunden seien. "Der spanische Staat muß das Problem lösen, wir können nichts tun", heißt es lapidar gegenüber der Presse.
Probleme mit Immigranten oder den Aufwieglern der „Frente Polisario“ stören auf der Urlaubsinsel das Tagesgeschäft und vergraulen vermeintlich Touristen. Vor diesen Problemen steckt man hier am liebsten den Kopf in den Sand und ruft nach Madrid. Auch wenn zum Beispiel Parteigenossen der CC (Coalición Canaria) bereits morgen wieder laut verkünden werden, dass man gerne mehr Unabhängigkeit vom spanischen Staat hätte und die Kanaren doch eigentlich ganz gerne – wie Katalonien – unabhängig von Spanien wären...

 

 

Lesen Sie zum Thema:

 

Artikel über Haidars Freiheitskampf auf englisch auf den Internetseiten von Forbes.com

 


Den Artikel der Berliner Zeitung über Haidars Hungerstreik auf Lanzarote.

 


Den Artikel von Ralf Mattes "Selbstbestimmung für Sahrauis?" auf der Internetseite der Universität Münster"


Den Artikel "Der verhinderte Frieden in der Westsahara" von Karl Rössl auf den Internetseiten von NADIR



Der Artikel "Rabats Spiel auf Zeit" auf den Internetseiten der AG Friedensforschung an der Universität Kassel"


Die Internetseiten der Österreichisch Saharauische Gesellschaft

 


Die Internetseite "Solidarität mit Aminatou Haidar"

 


Den Blogspot "Todos con Aminetu"

Die Internetseite der "Deutschen Gesellshaft für Staatenkunde e. V." über die Westsahara


Die Chronologie der Besetzung der Westsahara durch die Marokkaner


Den Artikel "Verhaftet weil sie Meinung sagen" auf der Internetseite von www.chilli.cc


Den Artikel "Der West-Sahara-Konflikt aus völkerrechtlicher Sicht " auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (Landesverband Bayern)


Der Artikel "Frieden in Sicht?" auf den Internetseiten der Deutschen Welle


Der Artikel in der NZZ (Neue Züricher Zeitung) mit dem Titel "Erneut am toten Punkt im Westsahara-Konflikt"


Den Artikel "Marokko zieht sich zurück" auf dem Internetportal www.amerika21.de

Den Artikel "Wem gehört die Wüste?" der Wissenschaftlerin Khadija Finan vom Institut français des relations internationales (Ifri). Finan ist auch Lehrbeauftragte am Pariser Institut d'études politiques

Lesen sie auch den Artikel im englischen Guardian "We will not bow to this Moroccan king"

(23-10-2009)



<- Zurück zu: Archiv  

La Mendoza - Immobilienmaklerin Angelika Oberländer
Restaurant La Puerta Verde - Sehr empfehlenswertes Restaurant im Norden der Insel
Villas Canarias - Immobilienmaklerin Eva Deible-Siegl
Service Team - Handwerks- & Dienstleistungsunternehmen auf Lanzarote
Immobilien auf Lanzarote - Intervalmarketing Klaus Piesch
Lanzarote Arzt -  Dr. Karl Kunze mit 24h Rufbereitschaft unter 0034-928 835 509
CasaLanz Immobilienmakler Playa Honda nahe Deiland
Computerberatung auf Lanzarote - Schulung, Kurse, Beratung und Hilfe
UNINEX - Büroservice, Behördengänge und Hilfe für Auswanderer - Andrea Lechtape
Iris Kienzle - Papierkram, Behördengänge, Beantragung NIE-Nummer, Residencia, etc
MANZATEC  - Solar- und Klimaanlagen - Sanitär - Installation - Instandhaltung - Umbau
Jon W. Olsen - Immobilienmakler in Playa Blanca
Deutsche Anwältin mit Sitz auf Lanzarote - Alice Baumann
Men at Work - Thorsten Merkt - Fachbetrieb für Heizung und Sanitär sowie  Pool- und Solartechnik
Haría-Lanzarote-Markt-Mercadillo-artesanal-Kunsthandwerksmarkt
The Garden Lanzarote - Gartencenter / Gärtnerei in Tegoyo
Canarias Cosmetics - Aloe Vera Kosmetikprodukte aus Lanzarote
Lanzarote Immobilien - Ines Kampfer - IK-Immobilien in Costa Teguise - Tel: 0034 - 639 81 57 35
Umzüge-Internationale Transporte von und zu den Kanarischen Inseln
Lanzarote - Ferienapartments
Offizielle Tourismusseite Lanzarote - Alles für Ihren Urlaub auf Lanzarote
Lanzarote - Türen & Fenstr aus Aluminium oder PVC
Ferienwohnungen - Ferienapartments - Villa la Vega Lanzarote
Location Properties - Immobilienmaklerin Stephanie Lehrmann
Anwältin auf Lanzarote - Felicitas Hofacker Tel: 0034 - 630 79 11 56
WTU Canarias - Wir unterstützen Menschen, sich mit Hilfe von Körperarbeit, sowie gemeinschaftlichen und künstlerischen Aktivitäten - innerlich wie äußerlich - wieder aufzurichten.
Pflegedienst, ambulante Pflege, Urlaubspflege, Behandlungspflege und Tagesbetreuung auf Lanzarote

 
© conceptnet
  Startseite  |   Lokales  |  Kurzmeldungen  |  Freizeit  |  Wissenswertes  |  Serie  |  Essen & Trinken  |  Gesundheit  
  Künstler sehen Lanzarote  |  Fotogalerie  |  Veranstaltungskalender  |  Kleinanzeigen  |  Immobilien  |  Ferienhäuser-/ Apartments  |  Stellenangebote/-gesuche  
 Branchenverzeichnis | Leserbriefe | Abonnements nicht möglich | Werbebanner | Impressum | Kontakt | Links