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Samstag, 21. September 2019
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Freizeit

Wanderung durch den “El Jable”:
Ausflug in eine andere Welt

Von: Friederike Klinge



Wer die ganze Vielfalt der Natur im El Jable erkennen und erleben möchte, der muss sehr genau hinsehen.


Eine vor allem in den Wintermonaten über dem El Jable häufig auftretende Art von bunten Riesen-Insekten.


Auf die sensible Natur machen Hinweis-Schilder aufmerksam.


Eine Wanderdüne wälzt sich durch das Land.


Herbstlich-klare Abendstimmung über dem El Jable


(01/07 N°6) Im zentralen Nordwesten Lanzarotes, im Ortsdreieck Teguise, San Bartolomé und Famara liegt die Halbwüste “El Jable”, eine etwa 40 km2 große Flugsandebene. In die kilometerlange Bucht von Famara spülen die Gezeiten stetig feingeriebenen Karbonatsand, der aus unzähligen zermahlenen Muschel- und Krebsgehäusen besteht. Durch den meist kräftig wehenden Nordost-Passat wird dieser Sand gen Südwesten ins Landesinnere transportiert und bildet so diese einzigartige, von Sand, Dünen und Dornengestrüpp geprägte Landschaft, die erst auf den zweiten Blick ihren Charme offenbart.


Im zentralen Nordwesten Lanzarotes, im Ortsdreieck Teguise, San Bartolomé und Famara liegt die Halbwüste “El Jable”, eine etwa 40 km2 große Flugsandebene. In die kilometerlange Bucht von Famara spülen die Gezeiten stetig feingeriebenen Karbonatsand, der aus unzähligen zermahlenen Muschel- und Krebsgehäusen besteht. Durch den meist kräftig wehenden Nordost-Passat wird dieser Sand gen Südwesten ins Landesinnere transportiert und bildet so diese einzigartige, von Sand, Dünen und Dornengestrüpp geprägte Landschaft, die erst auf den zweiten Blick ihren Charme offenbart.  
Eine wunderschöne Wanderung quer durch die “Wüste”, bei der Sie mit allen Sinnen in die Natur Lanzarotes eintauchen, beginnt in Tiagua und endet in dem Fischerdorf Caleta de Famara.
Auf der Landstraße von Mozaga / Tao kommend, fahren Sie zunächst in das Dorf Tiagua ein. An der Hauptkreuzung biegen Sie nach rechts in Richtung Muñique / Sóo ab und folgen nach einigen hundert Metern dem Wegweiser zum Landwirtschaftmuseum “El Patio - Museo Agrícola”. Ein Besuch bietet sich an, erfahren Sie hier doch eine Menge über die traditionelle Lebens- und Arbeitsweise auf Lanzarote. Auf dem Parkplatz lassen Sie Ihren Wagen stehen.

Panoramablick in die Famara-Bucht
Am Freilichtmuseum links vorbei geht die asphaltierte Straße in einen Schotterweg über. Diesem folgen Sie – von nun an zu Fuß - und schon nach wenigen Schritten lassen Sie die letzten Häuser des Ortes hinter sich. Der fantastische Panoramablick über die wilde, sandige Ebene bis hin zur Bucht von Famara, der knapp 700 Meter hohen Steilküste und den nördlich vorgelagerten Inseln, zieht Sie von nun an in seinen Bann.
Zunächst führt Sie der Weg durch landwirtschaftliche Nutzflächen, die nach dem Prinzip des Trockenfeldbaus angelegt sind. Der rötliche, nährstoffreiche Boden wird von einer Schicht des schwarzen Vulkangranulats bedeckt. Die kleinen Steinchen sind porös und damit sehr gute Feuchtigkeitsspeicher. Außerdem reflektiert dieses Material die Sonneneinstrahlung und isoliert so den Boden. Auch ein Weinfeld findet sich hier, auf dem jede einzelne Rebe von einem Zoco – der typischen Windschutzmauer – umgeben ist.
Eine abschüssig angelegte Betonfläche zieht Ihre Aufmerksamkeit auf sich: Eine Mareta, an deren unterem Ende die Mauern der Aljibe zu sehen sind. Dies ist die klassische Art von Regenauffangfläche und Wasserspeicher, wie sie in Lanzarote zur Zeit vor den großen Meerwasserentsalzungsanlagen lebensnotwendig gewesen sind.
Weiter geht es auf dem relativ gut ausgetretenen Schotterweg in Richtung Nordosten. Die Picónfelder gehen über in Steppenlandschaft  und vereinzelte Sandfelder, denn auch der feine Karbonatsand hat wasserspeichernde und isolierende Eigenschaften. Hauptanbauprodukte sind auch heute noch Süßkartoffeln und Melonen.

Begegnung mit dem Ameisenlöwen
Je weiter Sie in den “Jable” vordringen, desto wilder wird die Landschaft und desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, Bekanntschaft mit der heimischen Fauna zu machen. Kragentrappe, Rennvogel, Triel, Turmfalke, Wiedehopf und Raubwürger könnten Ihren Weg kreuzen. Halten Sie Ausschau nach Ziegenherden: Diese werden häufig von kecken Kuhreihern begleitet, die sich an aufgescheuchten Heuschrecken gütlich tun.
Oder machen Sie sich auf die Suche nach dem heimischen Löwen: Der Ameisenlöwe ist die etwa einen Zentimeter große Larve eines Netzflüglers, der Ameisenjungfer. Beim Eingraben in den Sand hinterlässt er trichterförmige Vertiefungen und lauert auf Beute. Fassen Sie blitzschnell mit beiden Händen unter die Grube und heben Sie den Sand an. Mit etwas Glück ist er noch nicht entwischt.
An warmen, sonnigen Tagen huschen Eidechsen – die auf Lanzarote und Fuerteventura endemische Unterart der Atlantischen Eidechse -  durch den Sand und versuchen, schnell unter einem Strauch oder einem Stein Deckung zu finden. Das zweite auf Lanzarote heimische Reptil, der Kanarische Mauergecko, ist nachtaktiv und lässt sich unter Steinhaufen aufspüren.
Mit Beginn der Regenzeit im Herbst erwacht die karge Vegetation des Jable zum Leben: Große Flächen werden von der weißblühenden Sonnenwende, dem dünnblättrigen Afodil oder dem Dünen-Zyperngrass überzogen. Der allgegenwärtige Strauchdornenlattich wird vielerorts von einem Parasiten, der Kleeseide, begleitet. Prächtige Teppiche bildet der gelbblühende Lotus lanzer ottensis, der auf Lanzarote und Fuerteventura endemisch ist. Erst in Küstennähe dominiert der Sandfänger und Dünenbildner Moquiins Traganuum, der in seinem Bestand stark gefährdet ist und unter Naturschutz steht.
Stellenweise ist der Sand bedeckt von Tausenden kleiner Schneckengehäuse, abgestorbenen Exemplaren der Landschnecke Theba. Vereinzelt finden sich auch etwa zwei Zentimeter lange Turmschnecken der Gattung Rumina.
Entlang von Erosionsrinnen, in denen nach heftigen Regenfällen das Wasser abläuft, finden sich häufig etwa drei Zentimeter große Köcher. Diese sind versteinerte Brutkammern von heute ausgestorbenen Pelzbienen.

Spuren der Vulkanausbrüche
Auch im Jable haben die Vulkanausbrüche von 1730 bis1763 ihre Spuren hinterlassen: Ein lang gezogener Lavastrom ergoss sich von den Montañas del Fuego kommend in die Ebene und zieht sich heute als markantes schwarzes Band durch die Ebene.
Die relativ dünnflüssige Lava hinterließ beim Abkühlen zahlreiche Hohlräume und Tunnel, die den scheuen Tieren des Jable Unterschlupf und Nistmöglichkeiten bieten.
Folgen Sie auf Ihrer Wanderung in Richtung Caleta de Famara den vielen Pisten, die sich durch den Jable ziehen und vermeiden Sie es, “querfeldein” zu laufen. Die heimischen Vogelarten sind Bodenbrüter, das heißt, sie legen ihre Eier in kleine Vertiefungen am Boden, bestenfalls geschützt von einem kargen Dornenbusch. Die Gefahr, Nester zu zertreten, ist abseits der Wege sehr groß.
Nach wenigen Stunden gelangen Sie in das Küstendorf Caleta de Famara. Machen Sie sich auf die Suche nach dem Ortskern – einem Sandplatz mit einem Supermarkt, einer Bar und der inselbesten Croissantería “El Tertulia”. Hier genehmigen Sie sich zum Abschluss einen Kaffee und ein “Bocadillo”.
Tja, und nun haben Sie Ihren Wagen ja noch in Tiagua stehen? Es kommt Ihnen vor, als hätten Sie Ihr Auto vor einer halben Ewigkeit in einer anderen Welt abgestellt? Dann lassen Sie die Reise noch eine kleine Weile weitergehen und versuchen Sie, nach Tiagua zurückzutrampen.
Positionieren Sie sich am Ortsausgang von Caleta de Famara in Richtung Sóo. Bestimmt haben Sie Glück und werden von einem älteren Lanzaroteño in seinem alten Toyota-Pickup, die Ladefläche voller Zwiebeln, mitgenommen oder von ein paar Surfern auf dem Weg zur nächsten Welle.



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