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Freizeit

Surfen - Der Sport der Könige

Von: Friederike Klinge, Fotos: Rudolf Wild


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Stoked am Ende eines Surf-Tages: Ein Surfer im Sonnenuntergang an der spektakulären Küste von La Santa. Foto: ©www.istockphoto.com / richardmclarke

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Take-Off: Der Surfer paddelt die Welle an. Im dem Moment, wenn er ins Gleiten kommt, springt er auf die Füße und fährt die Welle im Stehen hinunter.

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Der Bottom-Turn wird am Fuß der Welle gefahren um das Surfbrett in Parallelfahrt zur Welle zu bringen.

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Der australische Surfer Matt Wilkinson macht einen Aerial. Er springt über die Welle hinaus und landet kurz darauf mit dem Re-Entry wieder in derselben. Greift der Surfer beim Aerial an die Brettkante ist dies ein Grap. Bei einem Indy streckt er die andere Hand in die Luft.

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Wenn die Welle direkt vor dem Surfer bricht, kann er diese Close-Out-Section mit einem Floater überwinden.

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Tube: Der Surfer fährt im „Green Room“ der brechenden Welle.

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Das ultimative Ziel: Im Green Room.

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Re-Entry: Der Surfer fährt nach dem Top Turn zurück in die Welle.

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... auf den Wipe-Out folgt in der Regel der Waschgang.

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Cutback: Der Surfer fährt eine Kurve und gegen die Welle. Die Technik des Cutback hilft, die Geschwindigkeit zu verringern, um im steileren Teil der Welle zu bleiben.

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Der lanzarotenische Surfer José Maria Cabrera fährt einen Aerial Indy. Fotos: Rudolf Wild (wprphoto.com)


(10/08 No.27) Kaum eine andere Sportart geht so intensiv in Interaktion mit der Urgewalt des Meeres wie das Surfen: Der Surfer nimmt die Energie des Wasser auf, um die Welle entlang zu gleiten und wird damit zu einem Teil des Elements, auf den der Ursprung des Lebens zurückzuführen ist. In dieser intensiven Beziehung zwischen Surfer und Meer liegt die Wurzel, warum das Surfen so viel mehr ist als reine körperliche Aktivität.

In Harmonie mit dem Meer


Bekannt ist das Surfen – zu Deutsch Wellenreiten – aus Hawaii, einer Inselgruppe mitten im Pazifischen Ozean zwischen Amerika und Asien. Die Hawaii-Inseln wurden wahrscheinlich zwischen dem zweiten und sechsten Jahrhundert von Polynesiern aus der Südsee besiedelt. Sie waren es auch, die den „Sport der Könige“ – so genannt weil sich vor allem die Mitglieder der königlichen Familie dieser Freizeitaktivität erfreuten und gewisse Privilegien genossen – mit nach Hawaii brachten. Die Polynesier, die exzellente Seefahrer waren, lebten in Harmonie mit dem Meer und der Tanz auf den Wellen, zunächst nur mit dem Körper, später dann mit schweren Holzplanken, war nicht nur ein beliebter Zeitvertreib für Männer und Frauen aller Alterstufen und sozialer Schichten, sondern auch fester Bestandteil des religiösen und kulturellen Lebens.
Nachdem Hawaii im Jahre 1778 von James Cook entdeckt wurde, kamen bald die ersten Missionare nach Hawaii. Sie bauten Kirchen, verteilten Bibeln und bekehrten die Einwohner zum Christentum. Im Zuge der Verbreitung des Wort Gottes wurde das „heidnische Brauchtum“ der Bevölkerung verboten, so auch der traditionelle Hulatanz und das Surfen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde praktisch nur heimlich gesurft und erst mit zunehmender Liberalisierung und aufkommendem Tourismus gewann das Wellenreiten wieder an Popularität.
Nachdem Hawaii Anfang des 20. Jahrhunderts als 51. Bundesstaat an die USA angegliedert wurde, kamen immer mehr Urlauber auf die Inseln – vor allem die Insel Ohau mit der Hauptstadt Honolulu und dem Strand Waikiki wurden berühmt. Die Hotels stellten so genannte Beach Boys ein – junge Hawaiianer, die die Strände sauber hielten und die Touristen mit ihren Surf-Shows unterhalten sollten – und Rettungsschwimmer, die ebenfalls aus hawaiianischen Familien stammten. Alle waren mit dem Meer und den Wellen bestens vertraut.


Duke Kahanamoku


Aus einer solchen Familie stammte auch Duke Kahanamoku, der als Vater des modernen Surfens gilt. Er wurde 1890 geboren und war, ebenso wie seine fünf Brüder, Beach Boy und Lifeguard – allesamt waren hervorragende Schwimmer und Surfer. Duke nahm 1912 an dem Olympischen Spielen in Stockholm teil und gewann die 100-Meter-Freistil in Weltrekordzeit. In den folgenden Jahren bereiste er Europa und surfte, wo immer er die passenden Bedingungen vorfand.



Surfen erobert die Kontinente


Schon 1907 kam das Surfen aus Hawaii nach Kalifornien, wo sich der Surfkult in den 20er Jahren rasant über den amerikanischen Kontinent verbreitete und Duke selbst brachte den „Sport der Könige“ 1914 nach Australien. In Europa war England Vorreiter: Auf der Kanalinsel Jersey wurde 1923 der erste Surfclub gegründet und in Deutschland wurden die ersten Surfer in den 60er Jahren auf der Nordseeinsel Sylt gesichtet.



Fiberglas & Neopren


Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Surfbretter weiterentwickelt. Die ursprünglichen, bis zu 75 Kilogramm schweren Holzplanken wurden abgelöst. Der Amerikaner Tom Blanks entwickelte die Hohlbauweise und konnte so das Gewicht der Bretter auf bis zu 30 Kilogramm reduzieren.
Blanks gilt auch als Erfinder de Finne: Er konstruierte einen verkleinerten Kiel, der die Brettführung in der Wasserwand verbesserte und damit die bisher übliche Fußsteuerung ersetzte.
Die Entwicklung ging weiter über die Verwendung leichterer Hölzer, bis 1946 das erste Fiberglasbrett das Licht der Welt erblickte. Mit den neuen Materialien experimentierten die Surfer auch zunehmend mit neuen Brettformen: Der klassische Longboardshape wurde von kürzeren Brettformen abgelöst. Heute bestehen sowohl die klassischen Longboards als auch die kurzen, wendigen Shortboards aus einem Hartschaumkern, der mit Fiberglas und Polyester- beziehungsweise Epoxydharz laminiert ist. Sie sind sehr leicht und vor allem wendiger als früher.
Einen weiteren Entwicklungsschub erfuhr das Surfen als Jack O`Neill Anfang der fünfziger Jahre den ersten Surfanzug aus Neoprenresten zusammenschusterte.
Wenig später kam er noch auf die Idee, das Neopren mit Nylon zu überziehen und erfand so den modernen, elastischen Neoprenanzug, der den Surfer im kalten Wasser schützt und längere Surf-Sessions erlaubt.


 
Dick Dale & Soul-Surfer


In den 60er Jahren erlebte das Surfen einen neuen Höhepunkt: Junge Menschen wurden magisch vom Freiheit und Spaß versprechenden Strandleben angezogen, das Surfen wurde fast zum Volkssport.
Die neuen Materialien erlaubten den Bau leichterer und stabilerer Bretter und mit dem Einfluss von Skateboardelementen wurde das Surfen immer radikaler. Der  Hollywoodfilm Gidget machte die Subkultur des Surfens noch bekannter und mit Bands wie Dick Dale oder den Beach Boys entwickelte sich sogar eine eigene Musikrichtung.
Mit dem ebenfalls in den Sechzigern aufkommenden Wettkampfsurfen und der zunehmenden Kommerzialisierung spaltete sich die Surfbewegung: Das eine Lager bildeten die Soul-Surfer, die aus der Flower-Power-Bewegung hervorgegangen waren und im Ritt auf der Welle das Gefühl suchten, mit der Natur im Einklang zu stehen.
Und das andere bildeten diejenigen, die Teil des materialistischen Surfbooms waren und den Wellen immer radikalere Moves aufzwangen.



Shortboard, Longboard & Bodyboard


Inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Disziplinen, denn mit zunehmender Verbreitung hat sich das Surfen auch in unterschiedliche Richtungen entwickelt.
Das Bodysurfen ist sicherlich die älteste Variante: Der Surfer gleitet ohne Hilfsmittel die Welle entlang, das heißt er nutzt ausschließlich den eigenen Körper. Diese Methode erfordert enorme Körperbeherrschung. Der Bodysurfer nutzt in der Regel kurze harte Flossen um beim Anpaddeln die Geschwindigkeit der Welle zu erreichen und in diese hinein zu gleiten. Echte Cracks sind sogar in den großen Wellen von Hawaii unterwegs.
Das Longboard ist der Archetyp des klassischen Surfboards. Die ältesten Modelle waren schwere Holzplanken ohne Finnen. Die moderne Variante ist mindestens neun Fuß (2,74 m) lang, recht voluminös und mit einer breiten, runden Nase. Durch das hohe Volumen gleitet das Longboard schnell an, es ist aber schwierig zu lenken. Wer ein Longboard surft, gleitet elegant und stilvoll über die Wellen – er „cruist“. Der Longboarder vollführt alle möglichen Kunststücke, er läuft auf dem Brett hin- und her, er macht einen Hang-Five oder Hang-Ten (die Zehen eines oder beider Füße liegen vorn an der Nose) – und, wenn er ganz übermütig wird, macht er auch schon mal einen Kopfstand auf dem Brett. Inzwischen gibt es auch radikalere Longboarder, die mit ihren Drei-Meter-Planken die gleichen Manöver fahren wie Shortboarder.
Shortboarden ist sicherlich das, was die meisten heute unter surfen verstehen: Der supercoole, gut aussehende, blonde Surfer, der auf einem kurzen Board die Welle mit radikalen Manövern „zerschlitzt“ ist auch mitteleuropäischen Landratten nicht mehr fremd – spätestens, seit das Surfen als Werbeträger für Autos oder Zahnpasta eingesetzt wird. Das Shortboard ist in der Regel unter sieben Fuß (2,13 Meter) lang, relativ dünn und hat eine spitze Nose. Es entstand, nachdem sich in den sechziger Jahren das Drei-Finnen-System durchgesetzt hat und wurde seitdem immer weiter entwickelt. Shortboarder „rippen“, das heißt sie fahren in der Welle radikale Manöver.
1971 erfand der amerikanische Surfer Tom Morey das Bodyboard, eine breitere und kürzere Variante als das Surfboard, mit dem die Welle auf dem Bauch liegend oder mit einem Bein kniend abgeritten wird. Der Bodyboarder trägt Flossen, um sich auch in große Wellen hineinmanövrieren zu können. In den 70ern war die Nachfrage nach dem neuen Wellenspielzeug riesig und Tom Morey baute bis 80.000 Bodyboards pro Jahr. Heute ist das Bodyboarden von den Stränden der Welt nicht mehr wegzudenken: Das 10 € Board ist für Kinder genauso selbstverständlich wir die klassische Schwimmente und es gibt eine ebenso professionelle Wettkampf-Szene wie beim „richtigen“ Surfen.
Für die besonders Wagemutigen war es immer eine Herausforderung, möglichst große Wellen zu surfen. Das Problem hierbei besteht darin, das große Wellen gleichzeitig sehr schnell sind und nicht mehr nur mit reiner Muskelkraft angepaddelt werden können. Mitte der 80er brach für das Big-Wave-Surfen eine neue Ära an, als eine Surfer-Clique auf der Hawaii Insel Maui auf die Idee kam, sich gegenseitig mit Jet-Skiern in 20 Fuß hohe Wellen zu ziehen: Das Tow-In-Surfen war geboren.



Wettkampfsurfen


Schon in den 50er Jahren traten konkurrierende Surfclubs in Hawaii und in Kalifornien gegeneinander an und 1964 organisierte die neu gegründete ISA (International Surfing Federation) die ersten internationalen Meisterschaften. Mitte der siebziger Jahre gab es die ersten größeren Contests, die auch ein Preisgeld beinhalteten. 1976 wurden gleich zwei Verbände gegründet: Die bis heute existierende ISA (International Surfing Association), in der Amateur-Surfer organisiert sind und die das offizielle repräsentative Organ des Surfens darstellt, und die Vorläuferorganisation der heutigen ASP, der Assosiation of Surfing Professionals. Die ASP ist heute ein Milliarden schweres Unternehmen, das jährlich bis zu 40 Wettbewerbe veranstaltet und vermarktet.



WQS & WCT


Die ASP organisiert  Contests im Rahmen der WQS (World Qualifying Series) und der noch prestigeträchtigeren WCT (World Champions Tour). Bis zu 700 Surfer sind auf Wettkämpfen der World Qualifying Series unterwegs – am Ende einer Saison qualifizieren sich die besten 16 für die World Champions Tour, an der die 45 besten Surfer der Welt teilnehmen. Gewinner der WCT ist dann der „World Champion“. Der erfolgreichste Wettkampfsurfer ist der 36-jährige Amerikaner Kelly Slater, der bisher acht Mal die WCT gewann. Bei den Frauen ist es die 36jährige Layne Beachley mit sieben Weltmeistertiteln.
Auch auf  regionaler Ebene gibt es heute Verbände, wie die europäische European Surfing Assosiation oder die European Surfing Federation, und auch in den einzelnen Länder gibt es Organisationen, in Deutschland zum Beispiel den DWV (Deutscher Wellenreitverband), der auch in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften ausrichtet (27. September bis 4.Oktober in Seignosse in Frankreich).



La Santa Pro San Juan 2009


Die Wettkämpfe der WQS werden mit ein bis sechs Sternen bewertet, je nach Wertigkeit beziehungsweise Qualität. Auf einer mit sechs Sternen ausgezeichneten Meisterschaft werden höhere Preisgelder und Punkte vergeben und das Niveau ist um einiges höher als auf einem 2 Sterne Event. Der seit acht Jahren immer im Oktober auf Lanzarote statt findende Surf-Wettbewerb in San Juan hinter Famara ist ein 6 Star Prime Contest. In der Zeit vom 14. bis 19. Oktober werden sich 483 Surfer in San Juan messen. In den Vorrunden treten immer vier Surfer gegeneinander an, wobei jeweils die besseren zwei eine Runde weiterkommen. Gesurft wird in so genannten Heats: Bei einem Heat treten zwei bis vier Surfer gegeneinander an. Zu erkennen sind sie an unterschiedlich farbigen Lycra-Shirts. Ein Heat dauert in der Regel zwischen 15 und 20 Minuten beziehungsweise 25 bis 40 Minuten in einem Finale.
Pro Heat darf jeder Surfer eine maximale Anzahl von Wellen fahren, in der Regel zehn bis 20, wovon wiederum nur die besten zwei gewertet werden. Ein Hornsignal leitet den Beginn eines Heats ein und die Judges (Kampfrichter) auf der Tribüne bewerten Wellenauswahl, Anzahl der Wellen und Radikalität der Manöver. Für die Surfer geht es primär darum, die  größten und längsten Wellen zu erwischen um so viele radikale Manöver wie möglich zu fahren.



Der Sport der Könige


Heute hängt am Surfen eine Multi-Milliarden-Dollar-Industrie, speziell im Bereich Kleidung und Mode – viele verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Surfen, ob als Profi, als Zubehörproduzent, als Shop-Besitzer oder als Surfcamp-Betreiber. Das Surfen wird in der Werbung benutzt, steht es doch für so elementare menschliche Bedürfnisse wie Freiheit, Abenteuer und Lebenslust. Doch trotz der enormen Kommerzialisierung ist und bleibt das Surfen der Sport der Könige: Das Gleiten über die Welle verbindet den Surfer auf unvergleichliche Weise mit dem Ozean und macht ihn eins mit der Natur und dem Fluss des Lebens.

 

Warnung

Es sieht so einfach aus: Der Surfer paddelt die Welle an, schon folgt der Take-Off und dann der anmutige Tanz auf der Welle. Was so einfach aussieht ist das Resultat jahrelanger Praxis, viel Übung und viel, viel Erfahrung mit dem Meer und dem Sport. Wer das Surfen erlernen möchte, sollte sich auf jeden Fall professionelle Unterstützung – sprich eine Surfschule oder einen privaten Surflehrer – suchen, denn die Verletzungsgefahr ist groß und das Meer mit seinen Wellen, Gezeiten und Strömungen ist unberechenbar. Und seien Sie gewarnt: Sollten Sie sich dazu entschließen das Surfen zu lernen, wird sich Ihr Leben verändern!


Regeln beim Surfen

• Achtung! Beim Anpaddeln einer Welle hat der Surfer Vorfahrt, der dichter am Brechungspunkt der Welle ist. Eine Welle – ein Surfer!
• Es ist nicht erlaubt, sich hinter dem Rücken eines Surfers in die Vorfahrtsposition zu manövrieren. Don´t snake!
• Derjenige, der rauspaddelt, muss dem in einer Welle surfenden Vorrang gewähren
• Es darf nicht auf die Einhaltung dieser Regeln bestanden werden, wenn dadurch ein Unfall provoziert wird.
• Das Surfboard beim Durch-Die-Wellen-Tauchen nie loslassen, da man sich selbst und andere Surfer durch das herumwirbelnde Board verletzen könnte!


Glossar

Backside: Beim Surfen die Welle im Rücken haben
Barrel: vgl. Tube
Beachbreak: Die Wellen brechen über sandigem Untergrund
Break: Ein Ort, an dem eine Welle so bricht, dass sie gesurft werden kann
Bumpy: kabbeliges, unruhiges Wasser
Channel: Strömungskanal, senkrecht zum Ufer laufen z.B. so
genannte Rippströmungen (rip current)
Choppy: aufgewühlte Wasseroberfläche
Close out: Die Welle bricht auf ganzer Linie
Ding: Beschädigung am Surfboard
Drop: Der „Fall“ – also das Hineinstarten in die Welle nach der Aufstehbewegung
Drop-In: Ein Surfer startet in eine Welle, auf der bereits ein anderer surft
Face: Der steile, noch nicht gebrochene Teil der Welle
Finne: Die „Flossen“ am hinteren Teil des Surfboards dienen der Richtungsstabilität
Foot/Feet: Die Maßeinheit Fuß entspricht 30,48 Zentimeter – Die Größe von Surfboards und Wellen wird in Fuß angegeben
Frontside: Beim Surfen mit dem Gesicht de Welle zugewandt sein
Glassy: Glatte Wasseroberfläche bei Windstille
Goofy: Beim Surfen steht der rechte Fuß vorne
Green Room: Das Innere einer Tube
Hang Loose. Surfergruß
Impact Zone: Der Bereich, wo die Lippe der brechenden Welle auf die Wasseroberfläche aufschlägt
Inside: 1. Bereich weiter in Richtung Land wo die kleineren Wellen brechen, 2. Bereich nahe dem Peak, 3. Bereich in der Tube
Leash: Die dehnbare Fangleine, mit der sich der Surfer das Board ans Fußgelenk bindet.
Left: Eine Welle, die vom Meer aus gesehen nach links bricht
Lines: Saubere, gut sichtbare Wellenlinien
Line Up: Der Bereich, wo die Wellen anfangen zu brechen
Lip: Die „Lippe“ der Welle – der obere Teil am Brechungsrand der Welle
Locals: Ortsansässige Surfer
Nose: „Nase“ – Spitze des Surfboards
Offshore: Ablandiger Wind
Onshore: Auflandiger Wind, der das Wasser kabbelig macht und die Struktur der Wellen zerstört
Outside: Bereich außerhalb der brechenden Welle
Overhead: Maßangabe für Wellen, die über kopfhoch sind
Peak: Höchster, zuerst brechender Punkt einer Welle
Pointbreak: Ein Spot, an dem die Wellen immer am gleichen Punkt nach links oder rechts brechen
Rail: Die seitliche Kante des Surfbretts
Radical: Extreme Manöver
Reefbreak: Wellen brechen über felsigem Untergrund
Regular: Beim Surfen den linken Fuß vorne haben
Right: Eine Welle, die vom Meer aus gesehen nach rechts bricht
Ripp current: Senkrecht zum Land aufs Meer hinausziehende Strömung
Ripping. Extrem radikales Surfen
Rocker: Die von der Seite betrachtete Aufbiegung eines Surfbretts
Secret Spot: Ein nur wenigen Surfern bekannter Spot
Set: Wellengruppe
Shape: Form eines Surfbretts
Shorebreak: Die Wellen brechen direkt auf den Strand
Shoulder: Der obere, steilste Teil einer ungebrochenen Welle
Spot: Ein Ort wo das Surfen möglich ist
Spray: Das bei einem Manöver wegspritzende Wasser
Stoked: Ausdruck für das Gefühl nach einem guten Surf
Swell: Dünung. Wellen gruppieren sich in sog. Sets an der Küste
Tail: Das hintere Ende eines Surfboards
Tube: „Tubus“ – die Tube entsteht wenn sich eine steile Welle bricht
Turn: Ein Manöver, bei dem der Surfer die Fahrtrichtung wechselt
Wall: Wellenwand


Eine kleine Auswahl an Literatur-Tipps

• Wave Culture – FaszinAation Surfen von Stefan Strauss & Ralf Götze, ISBN 3-00-019073-2, www.waveculture.com
• Dancing The Wave von Jean-Ètienne Poirier, ISBN 1-59030-060-2 (Englisch)
• Surf Science – An Introduction to Waves for Surfing von Tony Butt & Paul Russell, ISBN 10: 0 906720 36 2 (Englisch)
• The Stormrider Guide Europe, Low Pressure Publication, www.lowpressure.demon.co.uk
• Surf von Jean Duane, ISBN X-OX-OKNG-IHB (Englisch)

 



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