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Wissenswertes

Steuern in Spanien - Steuerbesonderheiten auf den Kanaren
Wer bezahlt in Spanien (Kanaren) wieviel Steuern und wofür?


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Wer zahlt in Spanien wieviel Steuern und wofür?


Allgemeine Indirekte Kanarische Steuer (Impuesto General Indirecto Canario; IGIC)

Die IGIG ist eine indirekte Steuer die in Höhe von 5% erhoben wird, der Mehrwertsteuer gleichzusetzen ist und dem Endverbraucher angerechnet wird.

Info: http://www.zec.org/

 

Bodenwertzuwachssteuer (Impuesto sobre el Incremento de Valor de los Terrenos de Naturaleza urbana)

Diese Steuer wird auch “Plusvalía” (= Wertzuwachs) genannt und besteuert ausschließlich den Wertzuwachs eines Grundstückes. Die Plusvalía wird von jeder Gemeinde individuell erhoben und ist unter anderem abhängig von der Einwohnerzahl. Bei der Berechnung dieser Steuer spielt es außerdem eine wichtige Rolle, wie lange sich eine Immobilie im Besitz eines Verkäufers befand und wie hoch der Bodenwert ist.
Diese Steuer ist vom Immobilienverkäufer zu tragen. Sie wird jedoch oftmals vom Verkäufer vertraglich dem - oft undkundigen ausländischen Käufer - aufgebürdet. Daher ist es immer von Vorteil, sich beim Immobilienkauf von einem Fachanwalt beraten zu lassen, der vor solchen Fallen schützen kann.

 


Einkommensteuer (Impuesto sobre la Renta de las Personas Físicas; IRPF)

Jeder, der seinen Wohnsitz auf den Kanaren hat, muss Einkommensteuer auf alle Einkünfte zahlen, die er im Laufe eines Steuerjahres (meist Kalenderjahr) erzielt hat - unabhängig davon, ob sie im In- oder Ausland erzielt worden sind. Ausgeschlossen von der Besteuerung sind hier erhaltene Leistungen wegen dauerhaften Erwerbsunfähigkeit, Lotteriegewinne und staatliche Stipendien. Gesetzlich gilt man als ansässig und damit steuerpflichtig, wenn mehr als 183 Tage auf den Kanaren verbringt. Der Steuersatz ist - ähnlich wie in Deutschland - abhängig von der Höhe des erzielten Einkommens.

Eine Doppelbesteuerung der Einkünfte wurde durch entsprechende Abkommen mit anderen EU-Mitgliedern unterbunden, d. h. die Steuern sind entweder in Spanien oder im Ausland abzuführen. Manche Steuern werden auch anteilig besteuert.

 

Erbschafts- und Schenkungssteuer (Impuesto sobre Sucesiones y Donaciones; ISD)

Grundstücke in Spanien, die Deutschen gehören, werden nach deutschem Erbrecht vererbt. Sie unterliegen in der Regel sowohl der spanischen Erbschaftsteuer als auch der deutschen Erbschaftsteuer.

Allerdings kann die gezahlte spanische Steuer auf die deutsche Steuer angerechnet werden. Die steuerliche Situation muss allerdings differenziert betrachtet werden.

n Spanien belaufen sich die Freibeträge für Ehepartner und erwachsene Kinder auf jeweils knapp 16.000 Euro. Höhere Freibeträge gibt es im Falle der unbeschränkten Steuerpflicht nur in Valencia.

In Deutschland haben derzeit (Rechtsstand April 2008) Ehegatten einen Freibetrag von 307.000 Euro und Kinder in Höhe von 205.000 Euro. Für Ende 2008 ist eine Steuerreform geplant. Danach haben Ehegatten und eingetragene Lebenspartner einen Freibetrag von 500.000 Euro und Kinder einen Freibetrag von 400.000 Euro nach jedem Elternteil.

Wenn der Erbe (!) mindestens 183 Tage im Kalenderjahr in Spanien seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, also Resident ist, oder der Erbe seinen Schwerpunkt der unternehmerischen oder beruflichen Tätigkeit in Spanien hat, unterliegt der gesamte Nachlass nur der spanischen Erbschaft- und Schenkungsteuer. In diesem Fall wird also auch das in Deutschland befindliche Vermögen in Spanien versteuert. Der Erbe kann die in manchen autonomen Regionen Spaniens existierenden niedrigeren Steuersätze in Anspruch nehmen. In Madrid und auf den Kanarischen Inseln wurde die Erbschaftsteuer sogar ganz abgeschafft.

Wenn der Erbe (!) weder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Spanien hat noch in Spanien den Schwerpunkt seiner unternehmerischen oder beruflichen Tätigkeit hat, unterliegt nur das spanische Vermögen der spanischen Erbschaftsteuer. Das gesamte Erbe einschließlich des in Spanien befindlichen Vermögens ist zusätzlich in Deutschland zu versteuern.

Allerdings kann die in Spanien gezahlte Erbschaftsteuer zumindest teilweise auf die in Deutschland zu zahlende Erbschaftsteuer angerechnet werden. Angerechnet werden kann der Wert, der sich nach deutschem Erbschaft­steuerrecht für das in Spanien befindliche Vermögen errechnet.

 
Zahlen Sie niemals die deutsche Erbschaftsteuer vor der spanischen Erbschaftsteuer! Wenn die deutsche Erbschaftsteuer erst einmal bezahlt ist, kann keine Anrechnung mehr erfolgen. Das bedeutet, dass dieselbe Erbschaft sowohl in Spanien als auch in Deutschland voll zu versteuern ist. Achten Sie also auf die Reihenfolge: Zuerst die spanische Erbschaftsteuer zahlen und dann erst die deutsche Steuererklärung abgeben.

 

 

Gewerbesteuer (Impuesto sobre Actividades Económicas)

Jeder, der auf den Kanaren eine gewerbliche Tätigkeit ausüben will, muss diese anmelden. Nachdem die Registrierung des Gewerbes beantragt wurde, muss die Gewerbesteuer innerhalb von 14 Tagen beglichen werden.
Die Höhe der Steuer richtet sich nach der Branche, der Gemeinde sowie der Lage des Unternehmens und ist jährlich zu zahlen. Einige Personengruppen unterliegen nicht der Gewerbesteuer, so z. B. Privatpersonen. (Autonomo)

 

Grundsteuer (Impuesto sobre Bienes Inmuebles)

Ist der Verkäufer einer Immobilie eine natürliche Person, so fällt Grunderwerbsteuer an. Der Zins richtet sich nach der jeweiligen autonomen Region und schwankt zwischen 6 und 7%.
Handelt es sich bei dem Verkäufer und dem Käufer um eine juristische Person oder einen Unternehmer, fällt die Grunderwerbsteuer ebenfalls an. In diesem Fall kann der Verkäufer aber beantragen, dass die IVA zur Anwendung kommt. Die Beurkundungssteuer in Höhe von 0,5% des Kaufpreises muß dann aber auch bezahlt werden, wobei die Grunderwerbsteuer entfällt.

 

Kapitalertragssteuer (Impuesto sobre la Renta del Capital)

Seit Januar 2007 gilt für residente und nichtresidente Immobilienverkäufer der einheitliche Steuersatz von 18 %. Grundlage für die Besteuerung ist der Gewinn beim Verkauf einer Immobilie, d. h. die Differenz von Kauf- und Verkaufspreis. Der Immobilienkäufer behält 5 % des Kaufpreises (sog. Retencion) ein und führt die Summer innerhalb von vier Wochen nach Kaufvertragsunterzeichnung an das spanische Finanzamt ab. Der gezahlte Betrag dient zur Deckung eventueller Steuerschulden des nichtansässigen Verkäufers.

 

Körperschaftssteuer (Impuesto de Sociedades; IS)

Ihr unterliegen alle juristischen Personen und Personengesellschaften, die ihren Sitz in Spanien oder auf den Kanarischen Inseln haben. Der allgemeine Steuersatz in Spanien liegt zurzeit bei 35 %. Da Lanzarote zum Gebiet der ZEC gehört, gilt für hiesige Firmen der reduzierte Besteuerungssatz von 4 %. Bemessungsgrundlage ist der bilanzielle Überschuss am Ende des Geschäftsjahres.

 

Kraftfahrzeugsteuer (Impuesto sobre Vehículos de Tracción Mecánica)

Diese Steuer müssen alle Besitzer eines fahrtüchtigen Kraftfahrzeuges jährlich entrichten. Um die genaue Höhe festzulegen, werden die Fahrzeuge in sechs verschiedenen Kategorien mit jeweiligen Unterkategorien eingeteilt. Sie sollte nicht mit der Zulassungssteuer verwechselt werden.

Info: Steuersätze für Erstzulassungen (spanisch)

 

Mehrwertsteuer (Impuesto sobre el Valor Añadido; IVA)

In Spanien unterscheidet man drei Steuersätze:

  1. tipo general (16 %) - u. a. für gewerbliche Tätigkeiten
  2. tipo reducido (7 %) - u. a. für Wasser, Lebensmittel und kulturelle Leistungen
  3. tipo superreducido (4 %) - u. a. für Bücher und bestimmte Lebensmittel (z. B. Milchprodukte)

Befreit sind u. a. medizinische Leistungen, Kredite, Versicherungen sowie die Vermietung von Privatwohnungen.

Beim Kauf einer gewerblich genutzten Immobilie (Lokal) oder eines unbebauten Grundstückes von einem Unternehmen (Bauträger) fallen 16 % Mehrwertsteuer an. Kauft man hingegen ein Wohnhaus oder eine Eigentumswohnung liegt der Steuersatz nur bei 7 % des Verkaufpreises. Ebenfalls 7 % zahlt man für eine Garage, die mit der Wohnung erworben wurde.

Nicht mehrwertsteuerpflichtig ist der Immobilienkauf von Selbstständigen.

 

Stempelsteuer (Impuesto de actos jurídicos documentados)

Sie wird zusätzlich beim Immobilienerwerb erhoben, der mehrwertsteuerpflichtig ist, d. h. der Erwerb von gewerblichen Unternehmen. Der Steuersatz beträgt auf den Kanaren 0,5 % und bezieht sich auf den notariell beurkundeten Kaufpreis.

 

Steuer auf Bautätigkeiten (Impuesto sobre Construcciones, Instalaciones y Obras)

Alle baulichen Maßnahmen an Immobilien und/oder auf Grundstücken müssen zuvor von der Gemeinde genehmigt werden. Der Steuersatz hängt von dem Aufwand der Baumaßnahmen ab. Er wird von der Gemeinde bestimmt und liegt unter 4 %.

 

Steuer auf das Einkommen nicht ansässiger Personen (Impuesto sobre la Renta de no Residentes)

Das Gesetz (ley) 41/1998, vom 9. Dezember 1998 regelt die Besteuerung nicht ansässiger Personen, die auf den Kanaren Einkünfte erzielen. Die Bestimmungen betreffen vorallem Immobilieneigentümer, die ihr Objekt auf den Kanren vermieten oder eigenständig nutzen. In beiden Fällen sind jährlich Steuern zu zahlen. Erzielte Mieteinnahmen sind mit 25 % zu versteuern. Wenn der Besitzer seine Immobilie für private Zwecke verwendet, gilt als Bemessungsgrundlage 1,1 % bzw. 2% des eingetragenen Katasterwertes. Dieser Wert wird auch mit 25 % versteuert.

 

Vermögenssteuer (Impuesto sobre el Patrimonio; IP)

Alle natürlichen Personen, die auf den Kanaren Vermögenswerte (z. B. eine Immobilie) besitzen und im Grundbuch eingetragen sind, unterliegen der spanischen Vermögenssteuer. Sie muss sowohl von Residenten als auch Nichtresidenten gezahlt werden.
Ansässige genießen einen steuerlichen Freibetrag von ca. 110.000 €. Der angewandte Steuersatz liegt zwischen 0,2 % und 2,5 % des Immobilienkaufpreises und ist abhängig von der Höhe des jährlichen Einkommens.

Die Vermögenssteuererklärung erfolgt unaufgefordert am Ende des Kalenderjahres und wird mit der Einkommensteuererklärung abgegeben.

Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland, kann die in Spanien erhobene Steuer in Deutschland angerechnet werden.

21-04-2008



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