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Dienstag, 11. August 2020
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Lokales

Sportlicher Motor von Lanzarote

Von: Sarah Schulz und Chris Brookes


Kenneth Gasque, Ironman, Club La Santa, Lanzarote, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutschsprachig, Inselmagazin
Seit vielen Jahren ist der 61-jährige Däne Kenneth Gasque die treibende Kraft im Inselsportleben. Foto: ©Lanzarote37°/Susanne Bernard

Kenneth Gasque, Ironman, Club La Santa, Wine Run, Lanzarote, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutschsprachig, Inselmagazin
Kenneth bei der Siegerehrung des Wine Run 2011. Foto: ©Lanzarote37°/Susanne Bernard

Kenneth Gasque, Ironman, Club La Santa, Pedro San Ginés, Lanzarote, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutschsprachig, Inselmagazin
Bei einer Ironman-Pressekonferenz zusammen mit Inselpräsident Pedro San Ginés. Foto: ©Cabildo de Lanzarote

Kenneth Gasque, Ironman, Club La Santa, Isabelle Janssens, Willy Meyer Lanzarote, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutschsprachig, Inselmagazin
Pressensprecherin Isabelle Janssens kennt den Club La Santa bestens und arbeitet eng mit Kenneth Gasque zusammen, z.B. bei den Vorbereitungen für eine deutsche TV-Dokumentation aus dem Jahr 2011. Hier zeigt die Regisseur Willy Meyer die Anlage. Foto: ©Lanzarote37°/Susanne Bernard

Rolf Aldag, Radsportler, Ironman, Club La Santa, Lanzarote, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutschsprachig, Inselmagazin
Auch der deutsche Radsportler Rolf Aldag trainierte vor einigen Jahren im Club La Santa und nahm am Ironman Lanzarote teil. Foto: ©Lanzarote37°/Susanne Bernard


26.04.2012 Lanzarote ohne Sport ist undenkbar. Aber das war nicht immer so. Vor fast drei Jahrzehnten kam ein junger Däne auf die Insel, der aus ihr in sportlicher Hinsicht machte, was sie heute ist. Er war Mitbegründer des einzigartigen Sporthotels Club La Santa und brachte den Ironman-Triathlon hierhin. Sein Name: Kenneth Gasque

 

Mit einem Pferdeschwanz aus grauen Haaren, der sein Markenzeichen geworden ist, wachen Augen und einem warmen, verschmitzten Lächeln – so sieht man Kenneth Gasque auf den meisten Fotos. Seit vielen Jahren ist der 61-jährige Däne aus Hundested auf Seeland die treibende Kraft im Inselsportleben. Dass dies so kam, verdankt er dem genialen Einfall seiner Landsleute Ejlif Krogager und Willy Bechmann, mit denen er am 22. Juni 1983 das Sporthotel Club La Santa im Westen Lanzarotes eröffnete.


Ob Bjarne Riis, Anni Friesinger oder Heike Drechsler, alle trainieren in La Santa


1950 schlossen sich im dänischen Tjæreborg einige Gemeindemitglieder um ihren evangelischen Pfarrer Ejlif Krogager zusammen, um gemeinsam nach Spanien zu reisen. Da die eingeholten Angebote der Reiseveranstalter zu teuer waren, nahm Ejlif die komplette Leitung selbst in die Hand. Nach dem Urlaub überlegte er sich, dass er mit einer Verbesserung der Organisation viele erfolgreiche Fahrten anbieten könnte. Als Reiseveranstalter Tjæreborg wurde dieses Vorhaben professionalisiert. Anfang der 1980er Jahre planteTjæreborg, der Sparkasse Caja de Canarias einen Aparthotel-Komplex im touristisch nicht erschlossenen Westen Lanzarotes abzukaufen.
Den vermeintlichen Mangel an Attraktivität wünschte man auf besondere Weise wett zu machen: indem der Urlauber mit Sport abgelenkt würde. Zu diesem Projekt gehörten dann auch Willy und Kenneth.
Kenneth, der vor seiner Mitarbeit in Dänemark an der Militärakademie Sport studierte, fasst die Ideologie, wonach er und seine beiden mittlerweile verstorbenen Kollegen arbeiteten, zusammen: „Unser Motto war: 'Wie würden meine perfekten Ferien aussehen?' Wenn ich von dem, was ich mache, überzeugt bin, kann ich auch andere dafür begeistern.“ Unprätentiös formuliert, aber von hohem Anspruch.
Der vorhandene Komplex wurde um sämtliche Sportmöglichkeiten ausgebaut. Heute bietet La Santa die Infrastruktur für mehr als 30 Sportarten, die sich sowohl an Anfänger, Amateure als auch Profis richten. Es gibt ein 50m-Olympiabecken, eine Mehrzweckhalle, wo zum Beispiel ein Volleyball- oder Handballfeld eingerichtet werden kann, vier Squashplätze – so viele Möglichkeiten, dass es kaum verwundert, dass international erfolgreiche Sportler die Abgeschiedenheit der Anlage zur Vorbereitung auf Wettkämpfe nutzen. In der Vergangenheit begrüßte man dort den dänischen Tour de France-Gewinner Bjarne Riis, aber auch deutsche Spitzensportler wie die Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma, die Leichtathletin Heike Drechsler,  den Radsportler Rolf Aldag oder den Bobfahrer Christoph Langen, um eine ganz kleine Auswahl bekannter Namen zu nennen. Und für die Zukunft sind viele Erweiterungen samt Verbesserung zum Vier-Sterne-Hotel geplant.

Was zählt, sind die angenehmen Temperaturen das ganze Jahr über

Was manchem Urlauber, der sich lieber an der Ostküste der Insel vergnügen mag, ein Makel erscheint, gilt im Club La Santa als großes Privileg: Ruhe, ein wenig Einsamkeit, die Möglichkeit, sich auf Wesentliches zu konzentrieren. Kenneth, der seit jeher für das Hotel als Veranstalter und Eventmanager arbeitete, stört die Abgeschiedenheit La Santas ganz und gar nicht. Schon allein die Tatsache, dass auf Lanzarote das Klima besser als in der nordeuropäischen Heimat ist, seien Pluspunkte: „Es fällt hier sehr viel leichter, eine positive Einstellung zu bewahren. Wenn du irgendwo lebst, wo du Skifahren kannst, dann ist das schön. Aber wenn der Himmel fünf Monate des Jahres durchgehend grau bleibt, dann fühlst du dich nicht mehr wohl.“ Wer dieses Wetter kennt, weiß, wovon Kenneth spricht. Es geht ihm keineswegs darum, seine Herkunft zu verdrängen, nein, was zählt sind die angenehmen Temperaturen das ganze Jahr über. „Gegen den Wind, den wir hier gerne haben, hilf die sogenannte Windjacke, nicht wahr“, grinst er.
Seine Sport-Begeisterung setzte sich nach Feierabend auch in der Freizeit fort. 1985 nahm Kenneth als erster Däne am bekannten Ironman auf Hawaii teil, der bereits seit 1978 jährlich stattfindet. Während der Strapazen dieses Ausdauerwettkampfs auf Big Island, der größten und südlichsten Insel des us-amerikanischen Bundesstaates, verfolgte er einen Gedankengang, der ihn schlussendlich dazu bewegte, die Veranstaltung nach Lanzarote zu holen. „Alles war so toll dort: Landschaft, Flora, Fauna. Nur warum muss die Anreise für uns Europäer so kompliziert und anstregend sein? Ich kannte eine wunderschöne Insel, ebenso vulkanischen Ursprungs, die nicht so weit entfernt war“, erklärt er mit einem Augenzwinkern.
Das internationale Sportgroßereignis fand auf Lanzarote zum ersten Mal 1992 mit 148 Teilnehmern statt und feierte seine 20. Austragung im Mai 2011. Aus den 1800 Teilnehmern - was im Übrigen die Höchstteilnehmerzahl ist, Interessierte gibt es viel mehr - konnten sich als Gewinner Rachel Joyce aus Groß-Britannien und der Deutsche Timo Bracht durchsetzen.
Bei der Erstaustragung hatte der spanische Ironman-Verband erst fünf Jahre bestanden, weswegen die Etablierung des Rennens zunächst schwierig gewesen sei. Dennoch wuchsen die Veranstaltung und die Teilnehmerzahl stetig an. Die aktuell bestehenden Verträge beinhalten noch weitere drei Austragungen: „Die Verhandlungen finden alle drei bis vier Jahre statt. Ab 2012 richten wir auch einen Halbmarathon, Ironman 70.3, benannt nach den zurückzulegenden Meilen, aus.“

In seiner Heimatstadt ist Kenneth bekannt wie ein bunter Hund!

Aktuell gibt es global 25 Ironman-Austragungsorte. Im Juni 2011 wurde angekündigt, dass es zukünftig eine Veranstaltung in New York und New Jersey geben wird; auch einer in Schweden, ein weiterer in Kanada und der sogenannte Ironman Asia-Pacific Championship in Melbourne werden 2012 zum ersten Mal stattfinden.
An seinem bisher letzten Ironman nahm Kenneth 2005 teil, wieder auf Hawaii. Er glaubt dem olympischen Motto, dass alleine die Teilnahme und nicht das Gewinnen zähle, so sehr, dass er es auch den Gästen des Club La Santa empfehlen möchte: „In keiner Disziplin geht es darum, der Erste zu sein. Auch den Ironman bestreitest du für dich selbst. Du trainierst nie ohne Träume, und jeder, der den Wettkampf hinter sich bringt, hat seine ganz persönliche Geschichte. Aber ob man 100 Meter gelaufen ist oder 42 Kilometer, spielt im Prinzip gar keine Rolle. Es geht um dich, dein Leben, deine Ziele. Mach was daraus.“ Da verwundert es nicht, dass der ehemalige Werbespruch „Number One Sports Resort in the World“ einem gönnerischen, weniger aggressiven „Enjoy the Club La Santa Lifestyle“ gewichen ist, das Spaß, Wohlbefinden und Gemeinschaft in den Vordergrund stellt.
Neben seinem beruflichen Einsatz, der bisweilen sehr anstregend und aufregend ist, bedeutet Kenneth seine Familie alles. Seit Langem ist Lanzarote der gemeinsame Lebensmittelpunkt. Aktuell wohnt er mit seiner dänischen Frau Annalis in Los Mojones, Puerto del Carmen, wo sie ein Kleidungsgeschäft betreibt. Auch Annalis' Kinder Jeanette und René sowie sein Sohn Claus leben auf der Insel. Das Paar hat vier Enkel, zwei weitere Kinder von Kenneth leben in Dänemark.
In seiner dänischen Heimat wissen alle, was der auf Lanzarote berühmte Sohn des Ortes erreichte. Als er im vergangenen Jahr vom hiesigen Rotary Club als Conejero del año, sozusagen der Lanzaroteño des Jahres, für sein außerordentliches Engagement ausgezeichnet wurde, verbreitete seine Mutter die Neuigkeit so schnell, sie konnte: „Es ist mir eine große Ehre, aber es fällt auch immer schwer, solche Preise entgegenzunehmen. Für mich ist es einfacher zu geben. Meine Familie freut sich so sehr, meine Mutter ist so stolz auf mich, und alle in der Stadt, wo sie wohnt, wissen von meiner Ehrung.“

12 feste Organisatoren und 3000 Freiwillige tragen zum Erfolg des Ironman bei

Wie viel es ihm bedeutet, anderen etwas Gutes zu tun, zeigt sich zum Beispiel bei dem Musik-Marathon, für den er neben weiteren Sportveranstaltungen wie dem Ocean Lava Triathlon und dem Weinlauf verantwortlich zeichnet. Nicht nur Wettstreit, sondern auch Vergnügen, Unterhaltung und ein gutes Miteinander sind ihm wichtig: „Bei dem Musik-Marathon bieten wir ebenso die halbe und viertel Distanz einer Marathonstrecke sowie eine 10 Kilometer-Strecke an. Man kann tatsächlich laufen oder nur gehen. Rollstuhlfahrer können auch teilnehmen. Alle sind ganz herzlich willkommen. Und vom Streckenrand aus begleiten uns die besten Bands der Insel mit ihrer Musik.“ Selbst für die jüngsten Sportler zwischen vier und neun Jahren gibt es einen Wettbebewerb, eine Halbmeilen-Strecke, und für Zehn- bis 16-Jährige die volle Meile. Wirklich jeder, der möchte, soll dabei sein können. Im Anschluss an die Rennen findet hinter der Ziellinie ein Musikfestival mit allen Teilnehmern, den Bands und natürlich Zuschauern und Fans statt. Und damit auch diejenigen, die es am meisten benötigen, von der Veranstaltung profitieren, kommt ein Teil des Erlöses den gemeinnützigen Organisationen Kiki's Children Home Nepal, Niños del Tercer Mundo, Sister Anna's Soup Kitchen und Tri W.W.W. zu Gute.
Dass Kenneth wirklich immer an seine Mitmenschen denkt, zeigt sich des Weiteren, als er über den organisatorischen Aufwand referiert, den der Club La Santa als Besitzer der Ironman-Lizenz vor jeder Austragung erbringen muss: „Es ist außerordentlich wichtig, mit den Leuten, die in die Planung verwickelt sind, gute Kontakte zu pflegen“, beschreibt er seinen Tätigkeit. „Man muss ihre Arbeit, Bemühungen und nicht zuletzt sie als Personen respektvoll anerkennen.“ Auf verschiedensten Ebenen seien eine Vielzahl an Menschen in die Organisation des Ironman mit eingebunden - und Kenneth würdigt sie alle: „Im Büro arbeiten viele Frauen, die mit den Athleten und der Presse korrespondieren. Isabelle Janssens ist unsere Pressesprecherin. Dann gibt es die Jungs, die sich um die Logistik kümmern, die Bereiche aufbauen und abgrenzen für das Schwimmen, Radfahren und Laufen. Ich bin mir nicht sicher über die genaue Anzahl, aber wir haben jedes Jahr über 3000 Freiwillige, die an der Organisation des Rennens beteiligt sind.“ ---Er selbst hat die Behördengänge, das Beantragen notwendiger Genehmigungen und die Garantie, dass am Wettkampftag alles da ist, Material wie Arbeitskräfte, zu verantworten, spricht aber, als agiere er lediglich im Hintergrund: „Ach, es muss so gut klappen wie irgendwie möglich. Und wenn alles läuft, ist das immer der Verdienst meines gesamten Teams.“



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