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Wissenswertes

Schulden, steigende Wasserpreise und „Wassernotstand“
Inalsa in der Bredouille

Von: Dorothee Baumfalk


Inalsa, Lanzarote, Wasserversorgung
Durch Lecks geht viel Wasser verloren. Foto: Lanzarote37°/Bernard/Klinge

Inalsa, Lanzarote, 37°
Blick hinter die Kulissen: Innenansicht der Werkshalle von Inalsa im Industriegebiet von Arrecife. Foto: Lanzarote37°/Bernard/Klinge

Inalsa, Lanzarote, Inselmagazin
In der semipermeablen „Spiralwickelmembran" fliesst entsalztes Wasser im mittleren Tubus ab. Foto: Lanzarote37°/Bernard/Klinge


6-6-2011 Lanzarote ist eine sehr trockene Insel, die über kein eigenes Süßwasser verfügt. Bei einem Wasserverbrauch von rund 12 Millionen Kubikmetern (Zahlen aus dem Jahr 2009) wäre Lanzarote ohne die Möglichkeit der Meerwasserentsalzung nicht die Insel, die sie heute ist. Rund 132.400 Einwohner könnten ohne osmotische Süßwasserherstellung nicht versorgt werden und die hiesige Tourismusbranche hätte niemals so stark ausgebaut werden können.
Umso wichtiger ist daher die Rolle der Wasserfirma Insular de Aguas de Lanzarote S.A., kurz Inalsa. Das Leistungsportfolio der Firma umfasst die gesamte Bandbreite des Wasserzyklus: Produktion, Distribution, Reinigung, Wiederverwendung. Doch 40 Millionen Euro Schulden und Verluste durch veraltete Produktionsanlagen haben das Unternehmen in eine prekäre Lage gebracht. Für die Einwohner der Insel entstehen daraus Kürzungen in der Wasserversorgung und steigende Wasserpreise. Nun wurde als präventive Maßnahme sogar der „Wassernotstand“ ausgerufen – wie schlimm ist die Situation auf Lanzarote wirklich?


Die Probleme
Inalsa hatte im Juni 2009 Insolvenz angemeldet, nachdem sich die Schulden der Firma in den vorangegangenen zwei Jahren verdreifacht hatten. Zusätzlich geriet das Unternehmen aufgrund immenser Verluste in der Wasserproduktion in die Kritik. Täglich gehen in den Leitungsrohren der Inalsa auf dem Weg zum Verbraucher 31 Millionen Liter Wasser verloren. Das ist die Hälfte der Produktionsmenge! Kürzungen in der Wasserversorgung waren die Folge, vornehmlich in Gegenden mit Häusern, die über Wasserspeicher, sogenannte Aljiben, verfügen.
Antonio Cárdenas, Vorsitzender des Consorcio Insular de Aguas, sieht die Gründe für das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage unter anderem im rapiden Wachstum des Tourismus, aber vor allem in der Abnutzung der Filtermembranen in den Produktionsanlagen von Inalsa. Deren Verschleiß ist laut Cárdenas dafür verantwortlich, dass die Produktivität um 20 Prozent gefallen ist. Er betont allerdings, dass dies nichts mit der Qualität des Wassers zu tun habe, die in keinster Weise beeinträchtigt sei. Dies bestätigt auch das Nationale Informationssystem für Trinkwasser des Ministeriums für Gesundheit und Verbrauch.
Es stimmt, dass die Nachfrage aufgrund höherer Touristenzahlen mehr anstieg als von den Politikern erwartet, jedoch liegt das Hauptproblem der Trinkwasserknappheit nicht darin, dass mehr Menschen versorgt werden müssen, sondern darin, dass erstens die Produktivität der Entsalzungsanlagen durch brüchige Membranen in den Druckrohren der Inalsa massiv gesunken ist, und zweitens  Wasser im Rohrsystem auf dem Weg zum Verbraucher verloren geht.
Viele der zur Entsalzung eingesetzten Membranen sind schon seit mehr als einem Jahrzehnt in Betrieb, obwohl empfohlen wird, sie alle fünf Jahre zu erneuern. Pedro San Ginés, Präsident des Cabildo Insular, bestätigte, dass Sanierungsmaßnahmen an den Anlagen dringend notwendig seien. Ein weiteres Problem sieht er allerdings in dem Vorhaben der Insolvenzverwalter von Inalsa, im Zuge der Sanierung des Unternehmens, die Wasserpreise bis zu 40 Prozent anheben zu wollen. San Ginés erklärte, er sei nicht bereit, durch starkes Anheben der Wasserpreise die Verbraucher für die Schulden des Unternehmens zahlen zu lassen. Er unterstrich nachdrücklich, sich dem Druck der Insolvenzverwalter nicht beugen zu wollen und den Preis nur moderat anzuheben.


Die Lösungen
Mitte April tagte der „Consejo Insular de Aguas“ und rief in dieser wohl wichtigsten Sitzung bezüglich der Trinkwasserversorgung auf unserer Insel ganz offiziell den Wassernotstand aus. Diese Maßnahme soll einer Unterversorgung vorbeugen und Änderungsarbeiten an den Leitungen sowie den Austausch von brüchigen Membranen beschleunigen. 800.000 Euro sollen noch vor diesem Sommer in neue Membranen investiert werden, um die Süßwasserproduktion zu steigern.
Zusätzlich hofft man, durch den Ausruf des „Wassernotstandes“ die Fertigstellung der neuen Anlage „Lanzarote V“ in Punta de los Vientos bei Arrecife zu beschleunigen; innerhalb von acht Monaten soll sie fertiggestellt und in Betrieb genommen werden und eine Kapazität von 18.000 Kubikmetern Wasser pro Tag haben.


Der Wasserpreis?
Aufgrund von Kalkulationen ist sich Inselpräsident San Ginés sicher, dass ein moderates Anheben der Preise vollkommen ausreichen wird – er spricht von bis zu drei Prozent und gibt sich zuversichtlich, dass das insolvente Unternehmen mit etwas Geduld bald wieder schwarze Zahlen schreiben kann. Der Consejo Insular de Aguas genehmigte zudem den Wasserplan von Lanzarote, der auf der offiziellen Website www.aguaslanzarote.com zu finden ist.
Wer sich über derzeitige Wasserpreise informieren möchte, kann dies auf der Webseite von Inalsa (www.inalsa.es) unter dem Link „Empleo“ tun.


Die neueste Entwicklung
Die ehrgeizigen Pläne zur Sanierung werden leider nicht so umgesetzt werden können wie gedacht. Zwar hatte Inalsa mittels öffentlicher Ausschreibung 1.800 Membranen erworben, doch deren Lieferung wird sich noch um mindestens zwei weitere Monate als geplant verzögern. Dann wird es zu spät sein, um die Membranen noch vor dem Sommer auszutauschen, da man dann – mitten in der touristischen Hochsaison Lanzarotes – die Anlage stoppen müsste. Daher wird Inalsa vor kommendem Herbst die neuen Filtermembranen nicht einsetzen können, und Lanzarote wird während der heißesten Saison des Jahres, zu welcher gleichzeitig am meisten Touristen hier sein werden, mit demselben Wasserausstoß wie bisher zurechtkommen müssen.



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