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Samstag, 19. Oktober 2019
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Lokales

SARA – ältestes Tierheim Lanzarotes
21 Jahre im Dienst der Tiere

Von: Friederike Klinge


















Klaus Ehlen ist Koordinator bei SARA.


Lynne Fisher ist zuständig für die Spendenakquise.


Raquel Betancourt ist hauptsächlich in der Verwaltung tätig. Sie hilft aber auch bei vielen anderen Aufgaben bei SARA mit - so wie alle anderen Mitarbeiter auch.


Petra Klimpke - SARA`s Katzenmama


(08/07 N°13) Tierschutz ist auf Lanzarote ein großes Thema: Kaum einer weiß keine haarsträubenden Geschichten von ausgesetzten Katzen oder misshandelten Hunden. In der letzten Ausgabe hat Lanzarote37° den Verein „Podenco-Hilfe Lanzarote e.V.“ und die Vereinsgründerin Margarethe Schwarze vorgestellt. In dieser Ausgabe präsentieren wir Lanzarotes ältesten Tierschutzverein SARA – Gründungsjahr 1986 – und das gleichnamige Tierheim in Tahiche.

Das Tierheim SARA liegt an der Strasse von Tahiche nach San Bartolomé. Es ist nicht zu verfehlen, denn ein großes Schild an der Strasse weist Besuchern den Weg. Tierfreunde sind von Montag bis Samstag von 10.30 bis 13 Uhr willkommen. „Wir brauchen immer freiwillige Helfer“, so Lynne Fisher – eine der etwa zehn feiwilligen Helfer, die zum festen Stamm von SARA gehören – während sie einem Neuzugang das verfilzte Fell stutzt. „Die Hunde sind glücklich, wenn sie wenigstens ab und zu von netten Menschen auf einen Spaziergang mitgenommen werden. Auch Leute mit handwerklichen Fähigkeiten können uns immer mit praktischer Hilfe zur Seite stehen.“

Klaus Ehlen, einer der sechs Angestellten von SARA, führt uns bei unserem Besuch durch das Tierheim. „Zurzeit sind bei uns etwa 200 Hunde und 80 Katzen untergebracht, obwohl die Einrichtung nur für 80 Hunde und 40 Katzen ausgelegt ist. Ursprünglich war es so gedacht, dass sich zwei Hunde einen Zwinger teilen. Heute haben wir drei bis vier Tiere in einem Zwinger“, erzählt Klaus. Auf unsere Frage, wie sich denn die Hunde in den Gemeinschaftszwingern vertragen, schmunzelt er: „Hunde sind ja eh Rudeltiere. Die Hierarchie in einer Gruppe ist meist ganz schnell klar. Und wir haben zwei fantastische Hundepfleger, Filipe und Gunter, die haben einen untrüglichen Riecher dafür, welche Hunde zusammen passen und welche nicht.“ Die Hunde bekommen täglich Auslauf in einem der Innenhöfe und als Highlight gibt’s auch immer mal wieder einen Spaziergang mit einem der Hundeliebhaber, die sich als freiwillige Helfer einsetzen.

Das größte Glück für die Hunde ist natürlich, wenn sie ein neues Zuhause finden. „Wenn jemand einen Hund adoptieren möchte, läuft das bei uns so, dass die potentiellen neuen Besitzer zunächst einige Male mit dem Hund spazieren gehen. Da können beide sehen, ob die Chemie stimmt“, sagt Klaus. „Wenn es wirklich passt, wird der Hund adoptiert. Die Adoption kostet bei uns 60 Euro und beinhaltet alle Impfungen, die Sterilisation und den Microship.“
Klaus Hauptaufgabe liegt in der Vermittlung der Hunde und Katzen nach Deutschland und in der Organisation der Transporte, wobei er aber, wie alle bei SARA, überall da mit anpackt, wo gerade etwas zu tun ist. „In Deutschland gibt es drei Vereine, die uns bei der Vermittlung der Tiere helfen. Ist für einen Hund oder eine Katze ein neues Zuhause gefunden, wird von uns der Transport organisiert.“ Ab und zu wird auch mal ein Tier in die Schweiz vermittelt, die meisten gehen jedoch nach Deutschland. „Zur Zeit haben wir 20 Hunde, die auf ihren Transport nach Deutschland warten“, so Klaus. „Die Tiere sind vermittelt und die neuen Familien können es überhaupt nicht mehr erwarten. Aber uns fehlen die Flugpaten. Es wäre wirklich gut, wenn sich vor allem mehr Residenten bereit erklären würden, als Flugpaten zu fungieren. Wir brauchen die Hilfe von Menschen, die regelmäßig hin- und herfliegen. Denn die leeren Transportboxen müssen ja auch wieder hierher zurück. Wichtig ist, dass die Leute wissen, dass ihnen weder Kosten noch Umstände entstehen. Wir kümmern uns um alles.“

Unser Rundgang führt uns weiter in die Katzen-Station. Die Katzen-Mama Petra Klimpke lotst uns zunächst ins „Kinderzimmer“, wo sich direkt mehrere Kätzchen auf die Schnürbänder meiner Schuhe stürzen. „Alle Neuzugänge werden von unserer Tierärztin Lidia auf Katzen-Aids und Leukose, eine Art von Katzen-Leukämie, getestet. Die Tiere werden geimpft und entwurmt und – wenn`s geht – auch kastriert. Eine Adoption kostet 50 Euro, was vielen zuviel erscheint, aber damit werden nur so gerade eben die Tierarztkosten gedeckt.“ Petra zeigt uns auch die Krankenstation und die anderen Katzen-Zimmer, die fast wie Wohnzimmer wirken, nur dass alle Sofas und Sessel mit Tüchern abgedeckt sind. „So lässt sich alles viel einfacherer sauber halten“, erklärt Petra. Auch die Katzen werden nach Deutschland vermittelt und so zeigt Petra mir eine ganze Familie – Mutter und sechs Junge – die auf ihren Transport warten. Petra hat zu fast jeder Katze eine kleine Geschichte zu erzählen. Sie wundert sich, dass manchmal sehr zahme Fund-Tiere bei SARA abgegeben werden und hat dafür nur eine Erklärung: „Das müssen entlaufene Hauskatzen sein. Wer seine Katze verliert, sollte wirklich bei uns im Tierheim nachsehen.“
Ohne all die freiwilligen Helfer und ohne die zahlreichen Spenden, die SARA jeden Monat erhält, könnte das Tierheim nicht existieren. „Pro Tier brauchen wir pro Tag etwa 1,50 Euro. Das hört sich relativ gering an. Aber pro Tag sind das schon etwa 500 Euro und auf den Monat hochgerechnet 15.000 Euro“, sagt Lynne. „Das sind schon Summen, die Monat für Monat erstmal aufgetrieben werden müssen!“

Die Britin Lynne Fisher ist seit 2002 bei SARA. Auch sie packt überall mit an, ihre Hauptaufgabe jedoch liegt in der Spendenakquise – ehrenamtlich wohlgemerkt! Die auf Lanzarote ansässigen Organisationen „Ladies who Lunch“ und „Just Friends“ treiben durch Aktionen wie Flohmärkte und Grillfeste regelmäßig Spenden ein. SARA hat Stände auf den Märkten von Teguise und Costa Teguise und das Tahiche Garden Center stellt Platz für den an jedem zweiten Samstag im Monat stattfindenden Flohmarkt. „Eine große Hilfe sind auch Sonderaktionen, die ab und zu von britischen Bars durchgeführt werden. Bei einer „Quiz-Night“ kommen schon mal tausend Euro zusammen. Es wäre toll, wenn auch deutsche Lokale so etwas machen könnten. Was aber am wichtigsten ist: Wir brauchen mehr Vereinsmitglieder. Der monatliche Mitgliedsbeitrag liegt bei nur fünf Euro, das kann sich jeder leisten. Je mehr Mitglieder, desto mehr regelmäßige Einnahmen haben wir.“

Als ältester lokaler und vor allem hier auf Lanzarote registrierter Tierschutzverein hat SARA Anspruch auf öffentliche Zuschüsse.Zumindest in der Theorie.
Raquel Betancort, seit 1998 bei SARA, ist für Verwaltung und Organisation zuständig. Von ihren Kollegen wird sie liebevoll als “Mädchen für alles“ bezeichnet, da sie neben ihrer eigentlichen Arbeit auch immer wieder einspringt, wenn ein Pfleger ausfällt, die Tierärztin Lidia einen Assistenten braucht oder sonst wie Not am Mann ist. „Vor fünf Jahren hat es eine Vereinbarung mit der Inselregierung und den Gemeinden gegeben. Uns wurden finanzielle Hilfen von 12.000 Euro pro Jahr zugesagt, davon wollte das Cabildo 7.000 übernehmen, die restlichen 5.000 wurden auf die acht Ayuntamientos verteilt“, erklärt Raquel. „So wurde es 2002 vereinbart. Die Realität sieht aber anders aus. Die einzigen Ayuntamientos, die bisher überhaupt irgendetwas bezahlt haben, sind Tías und Arrecife und das Cabildo hat kurz vor den Wahlen noch die ausstehenden Zahlungen der letzten zwei Jahre geleistet. Die anderen bezahlen einfach nicht.“
So kämpft das Tierheim SARA Monat für Monat um seine Existenz und den Unterhalt seiner Schützlinge.


SARA ist der einzige Verein seiner Art, der hier im lanzarotenischen Vereinsregister eingetragen ist, während zum Beispiel die „Podenco-Hilfe e. V.“ von Margarethe Schwarze (Artikel Lanzarote37° N°12) ein in Deutschland eingetragener Verein ist. In Deutschland gibt es drei Partner-Vereine von SARA. Neben Geld- und Sachspenden werden auch immer wieder Flugpaten gesucht, die Hunde mit nach Deutschland nehmen können. Den Flugpaten entstehen weder Kosten noch Umstände.

 

SARA Asociación Protectora de Animales y Plantas
Ctr. Tahiche – San Bartolomé, 35509 Tahiche/ Teguise, Lanzarote
Telefon & Fax (0034) 928173417 - Email: saraprotectorahotmail.com
Besuchszeiten: Montag - Samstag 10.30 – 13.00 h
C.I.F. G-35223833 - La Caixa: 2100-1510-33-0200154756

Tierhilfe SARA Lanzarote e.V.

Freudenbergstraße 1, D 44809 Bochum - www.tierhilfe-sara-lanzarote.de
Tel: (0049) 0234 524602, Fax: (0049) 0234 5249958
Spendenkonto: S/E/B AG, Konto-Nr. 1980375000, BLZ 42610112

Förderverein Tierschutz Lanzarote e.V.

Dominikus-Debler-Str. 54, D 73525 Schwäbisch Gmünd
www.tierschutz-lanzarote.de - Email: vorstandtierschutz-lanzarote.de
Spendenkonto: Deutsche Bank 24, Schwäbisch Gmünd,
Konto-Nr. 0254573, BLZ 61370024

Canarian Animals In Need e.V. (CAIN)
- Ingrid Zindt
Telefon: (0049) 02622 169415
www.spanienhunde-nothilfe.de - Email: ingrid-zindtweb.de
Spendenkonto: Sparkasse Koblenz, Konto-Nr. 35008846, BLZ 57050120
SWIFT-BIC: MALA DE 51KOB, IBAN DE86570501200035008846



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