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Wissenswertes

Salinas del Río:
Wiederherstellung der Salzgärten

Von: Sarah Schulz


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Die Salzgärten unterhalb des Risco de Famara werden in zwei Bauphasen restauriert. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

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Die kleinen Kristallisationsbecken sind von Wasser überspült. Diesen Sommer, wenn die zweite Arbeitsphase der Restaurierung beginnt, wird auch an ihnen gearbeitet werden. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

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Die Arbeit an den Begrenzungsmauern war Teil der ersten Bauphase Ende 2018. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

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Der ehemalige Salzspeicher: Bis zuletzt standen nur die Reste der Grundmauern. Mittlerweile sind diese im Vorderbereich wiederhergestellt. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

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Im Sommer 1989 wirkten die bereits sich selbst überlassenen Salinen vom Mirador del Río aus noch intakt. Das ist seit vielen Jahren anders, soll aber wieder genauso werden – inklusive der roten Farbe, die auf den Salinenkrebs und salzliebende Mikroorganismen zurückgeht. Foto: ©Rüdiger Schulz


Die Salinas del Río, die unterhalb des Risco de Famara gegenüber von Caleta del Sebo auf La Graciosa liegen, werden in zwei Phasen in den Zustand von vor etwa 40 Jahren gebracht. Zum Jahresende 2018 stellte die Inselregierung den Abschluss der ersten Arbeiten vor, bis Ende 2019 soll die zweite Phase abgeschlossen werden.

 

Mindestens seit dem frühen 16. Jahrhundert wird unterhalb des Risco de Famara, nahe dem nördlichen Ende Lanzarotes, Salz gewonnen. Auf die heute als „Salinas del Río“ bekannten Salzgärten wurde sich früher auch mit den Namen „Salinas de Gusa“ oder „Salinas debajo del Risco“ bezogen. Alle Namen beziehen sich auf ihre geographische Lage.

Die Salinas del Río sind ein sogenannter „natürlicher“ Salzgarten, der in einer Ebene entstand, die sich unterhalb des Höchststandes der Springtide befindet, weswegen sie periodisch mit Meerwasser geflutet wurde. Die ersten baulichen Eingriffe, die zu einer expliziten Salzgewinnung unternommen wurden, datieren Historiker auf das Jahr 1522, was diese Salinen zu den ältesten des Kanarischen Archipels macht, wo erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts Salinen in großer Zahl gebaut wurden. Zeitgenössische Schätzungen gingen davon aus, dass bis Ende des Jahrhunderts die Salinas de Gusa nur noch 20 Prozent zur gesamten Salzproduktion auf den Kanarischen Inseln beitrugen. 

Ihre größte Ausdehnung, die dem entspricht, was sich bis heute – zum Teil in Ruinen, zum Teil nun wiederhergestellt – zeigt, erhielten sie in den 1880er Jahren, als ihr Salz auf La Graciosa zur Konservierung von Fisch der Flotte Pesquerías Canario-Africanas genutzt wurde. Zu dieser Zeit soll die Jahresproduktion bei zwischen 1000 und 1300 Tonnen Salz gelegen haben. Ab den 1930er Jahren, mit dem Bau der Salinen von Punta Mujeres und Órzola (1940er Jahre), konnten sich die Río-Salinen nicht gegen ihre besser zu erreichende Konkurrenz, die einen einfacheren Transport des Salzes garantierten, durchsetzen. Nachdem die Produktion zunächst zurückgefahren wurde, kam es Anfang der 1970er Jahre zur Aufgabe, zumal sich bis dahin auch die Kühlung zur Fischkonservierung etabliert hatte.

Da sich der bauliche Zustand der sich über 106.000 Quadratmeter erstreckenden Salinen in den letzten Jahren enorm verschlechtert hatte, sah sich die Inselregierung in der Pflicht, in diesem „Kulturerbe außerordentlichen, ethnographischen Wertes“ wie Inselpräsident Pedro San Ginés sie bezeichnete, zu intervenieren. Alle dafür notwendigen Genehmigungen, unter anderem der Küstenschutzbehörde Costas, da sich die Salinen direkt am Wasser befinden, oder der Naturschutzbehörde, da sie im Bereich des Naturreservats des Parque Natural de los Islotes y del Risco de Famara liegen, lagen vor, allerdings muss betont werden, dass sich das Gelände nicht in Besitz des Cabildo befindet, sondern einer in Madrid lebenden Gräfin, über die keine genauen Angaben gemacht werden, gehört. Ein zukünftiger Erwerb desselben ist beabsichtigt, jedoch gehen die ersten Forderungen auf den Herbst 2016 zurück, als die Partei Podemos diesen in einer Plenarsitzung der Inselregierung angeregt hatte.

Im August 2018 begann die lanzarotenische Inselregierung, an den Salinen zu arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt galten diese seit etwa 45 Jahren als aufgelassen.

Bei den aktuellen Arbeiten, für die eine Budget von 107.000 Euro zur Verfügung stand, wurde besonderer Wert darauf gelegt, weitere Zerstörung durch die Gezeiten abzuwenden, weswegen die 720 Meter lange Steinbarriere zum Meer wieder aufgebaut wurde, wobei auf einigen Metern ein Stück der ursprünglichen Konstruktion bewahrt werden konnte. Seit dem Einsturz dieser Mauer bei einem Unwetter im April 2015 hatte die Füllung der Becken in entgegengesetzter Richtung der eigentlichen Arbeitsschritte und sehr viel stärker stattgefunden, was den Verfall der Salinen, die als Bien de Interés Cultural, also als eine Art Denkmal, eingetragen sind, deutlich beschleunigt hatte. Auch die äußeren Mauern der großen Verdunstungsbecken auf der dem Meer zugewandten Seite wurden restauriert und erneuert. Der ehemalige Lagerplatz des fertigen Salzes wurde teilweise auch wiederaufgebaut und auf einem Teilabschnitt für eine spätere Überdachung präpariert..

Die zweite Phase des Wiederaufbaus ist für den Spätsommer dieses Jahres geplant, wenn die Brut- und Nistphase der in den Salinen lebenden Vögel beendet ist.

Ziel der Inselregierung ist ein Aussehen der Salinen wie in den 1970er und 1980er Jahren, als die Salzproduktion zwar bereits eingestellt war, der bauliche Zustand aber als gut zu bezeichnen war. Dass man aktuell auf dem richtigen Weg ist, zeigen Messungen der Salinität in den Becken. Während die des Atlantiks bei 3,54 Prozent liegt, ist sie hinter dem Einlass auf 4,5 Prozent angestiegen, im ersten Verdunstungsbecken auf um die zehn Prozent und lag zum Zeitpunkt des Besuchs im zweiten bei 16,7 Prozent, wobei in funktionierenden Salinen um die 20 Prozent erreicht werden müssen, ehe das Wasser in die kleinen Kristallisationsbecken geleitet werden kann. Diese tajos sollen in der zweiten Phase wiederhergestellt werden.

Pedro San Ginés äußerte sich zuversichtlich, dass die Salinen in nicht allzu ferner Zukunft jenes Aussehen zurückerhielten, wie es die viele Lanzaroteños mittleren Alters noch kennen. Auch ihre „auffallende und bewunderte rote Farbe“ gewännen sie mit der Zeit durch die Artemia salina (Salinenkrebs) und halophile Mikroorganismen zurück.

Der Salzspeicher soll nach Abschluss aller Arbeiten wissenschaftlicher und didaktischer Zwecke dienen, wobei die schlecht zugängliche Lage ein Hindernis sein kann. Aktuell bestehen nur zwei Optionen zur Salzgewinnungsanlage zu gelangen: über den beschwerlichen Fußweg von Yé, den in der Vergangenheit die dort wohnenden Salinenarbeiter nutzten, oder man fährt mit dem Schiff von Órzola nach Caleta del Sebo auf La Graciosa, wo man zum Übersetzen ein Schlauchboot mietet. Letzteres ist weniger anstrengend, allerdings nicht bei jedem Wetter und Wellengang möglich. Auch muss man kurz vor Land bei knapp über kniehohem Wasser aussteigen und die letzten Meter über Steine watend zurücklegen.

Dass die Inselregierung in den Salinen tatsächlich Salz in größerem Stil produzieren lassen könnte, ist unwahrscheinlich, zumal Meersalz in den letzten Jahren aufgrund der Diskussionen um Mikroplastik teilweise in Verruf gekommen ist. 



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