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Wissenswertes

Ölbohrungen
Die Kanaren auf dem Weg in ein Desaster
Jonathan Gómez Cantero: „Es müssen eine Reihe von Risiken in Betracht gezogen werden, die nicht hinterfragt wurden.“


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Internetseite des "Project Castor", wo Gas in einer leergepumpten Erdölblase gespeichert werden soll. Foto: www.proyectocastor.com


30-10-2013 Lanzarote (sb) - Jonathan Gómez Cantero, Mitglied im Ausschuss der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), ein wissenschaftliches, zwischenstaatliches Gremium, das von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ins Leben gerufen wurde, und Sprecher des Kollegiums der spanischen Geografen, hat Mitte Oktober auf Einladung der lanzarotenischen Inselregierung im Centro Cívico von Arrecife einen Vortrag über die Risiken der Ölförderung vor den Kanarischen Inseln gehalten.

In seinem Vortrag mit dem Titel „Die Kanaren auf dem Weg in ein Desaster“ beschrieb Jonathan Gómez Cantero die Umweltkatastophe, die drohen könnte, wenn die künstlichen Gasvorratslager vor den spanischen Küstenorten Vinaròs und Alcanar im Mittelmeer ein Erdbeeben auslösten.

Dazu muss man wissen, dass dort im Mittelmeer, unweit der Ebro-Mündung und nur wenige Dutzend Kilometer entfernt von den Kernkraftwerken Ascó und Vandallòs, riesige Mengen Gas in ein ausgebeutetes Erdöllager gepumt werden, um Spanien für den Fall einer unvermittelt auftretenden Energie-Krise ein paar Tage Luft zu verschaffen. Dieses sogenannte „Proyecto Castor“ wird von dem spanischen Unternehmen Escal UGS betrieben, das zu zwei Dritteln der Firma ACS von Real Madrids Präsident Florentino Pérez gehört, die vor zwei Jahren den deutschen Baukonzern Hochtief aufkaufte. Das Lager ist das größte unterirdischen Gasreservoir Spaniens und hat 1,3 Milliarden Euro gekostet. Es fasst so viel Gas, wie in Spanien in 17 Tagen verbraucht wird.

 

Am „Proyecto Castor“ könne man beispielhaft sehen, so Gómez Cantero, dass die Umweltverträglichkeitsuntersuchungen, welche von den Firmen vorgelegt werden, die später das entsprechende Projekt betreiben wollen, oftmals Risiken verschweigen. In diesem Sinne wiege uns die technische Machbarkeit eines Projektes immer in einer falschen Sicherheit, einer Sicherheit, die daneben gehen könne.

So hätte man auch im Falle der geplanten Ölbohrungen vor den Kanareninseln Lanzarote und Fuerteventura Erdbebenstudien unternommen, aber es bliebe zu berücksichtigen, dass es noch eine ganze Reihe von Risiken gäbe, welche nicht untersucht worden seien.

Das sage einem schon allein der gesunde Menschenverstand, zumal genau in der Zone, in welcher die Probebohrungen vorgenommen werden sollen, in jüngster Vergangenheit ein dutzend Erdbeben registriert wurden.

 

Laut dem Geologen Gómez Cantero „existiert auf den Kanaren ein Umweltproblem, welches von der Regierung und einer Privatfirma losgetreten wird und, obwohl man über eine ausreichende Technologie verfügt, nicht genügend Zeit bleiben wird, um im Fall des Auslaufens von Öl entsprechend zu handeln.“

 

Für Gómez Cantero „muss die Bevölkerung informiert werden, ohne sie zu manipulieren. Eine Bevölkerung, welche über die Risiken informiert ist, ist eine Bevölkerung, der bewusst ist, was passieren kann. Die Kanaren sind ein geologisches und biologisches Paradies, von dem ein beträchtlicher Teil dieser Welt profitiert. Schon das kleinste Leck wird in der Presse eine Bombe auslösen und die Touristenströme werden sich woanders hinwenden“, prophezeit der Geologe.

 

Und, so warnt er: „Es ist kein Problem, welches nur die Kanaren betrifft, es ist ein globales Problem, das nicht nur den Tourismus, sondern die gesamte Umwelt und die gesamte Artenvielfalt betrifft.“

Das Neueste zum Thema „Castor Project ist heute auf der Tageszeitung „El Mundo nachzulesen. Dort wird berichtet, dass die Abgeordneten der Provinz Castellón die spanische Regierung auffordern wollen, das „Proyecto Castor“ sofort einzustellen und die dazugehörige Plattform, die einer Ölbohrplattform gleicht, abzuwracken. Darüber hinaus fordern die Abgeordneten der Partido Popular im dortigen Parlament zu überprüfen ob das Unternehmen Escal UGS bei der Einbringung des Gases bereits Umweltschäden verursacht hat, und ob die Klausel im Vertrag der Firma mit dem spanischen Staat, dass sie im Fall einer Einstellung des Projektes 17 Milliarden Euro Entschädigung zubekommen habe, nicht missbräuchlich ist.

Dieselbe Partido Popular fordert auf den Kanaren übrigens, dass den geplanten Ölprobebohrungen vor den Inseln zugestimmt wird.

 

Artikel in der deutschen TAZ über das „Castor Projekt“ im Mittelmeer 

 



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