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Kurzmeldungen

Ölbohrungen vor der ostkanarischen Küste
Deutsche Gemeinschaft wehrt sich


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Einige der zwischen 40 und 50 Anwesenden versammelten sich vor Beginn der Veranstaltung um Ezequiel Navío (Mitte, auf einem Bein kniend) und Bettina Bork, durch die das Cabildo den Impuls erhielt, die deutschsprachige Bevölkerung zu informieren, um Gesicht gegen Ölbohrungen vor den Kanarischen Inseln zu zeigen. Foto: ©Lanzarote37°/Schulz


02.07.2013 San Bartolomé (ssc) – Bei einer Infoveranstaltung am vergangenen Sonntag in San Bartolomé über die geplanten Ölbohrungen vor den Küsten Lanzarotes und Fuerteventuras, die sich speziell an deutschsprachige Interessierte richtete, äußerte sich der Verantwortliche der Kanarenregierung im Kampf gegen das Vorhaben, Ezequiel Navío, zum aktuellen Stand der Dinge. Die Anzahl der Teilnehmer lag zwischen 40 und 50.

 

Zu Beginn der etwa eineinhalbstündigen Veranstaltung gab Navío, der sich seit vielen Jahren u.a. für Meeressauberkeit bei dem WWF (insgesamt 15 Jahre) und Greenpeace (zwei Jahre) engagiert, eine Einführung in die Besonderheiten des kanarischen Archipels, die Geschichte der möglichen Ölförderung in den hiesigen Gewässern sowie den Kampf der Autonomen Regierung gegen die Umsetzung solcher Pläne.

 

In Zusammenarbeit mit der ESA (European Space Agency, Europäische Weltraumorganisation) hat Navío bei seiner Arbeit in der Vergangenheit ein System entwickelt, mit dem der Ausstoß von Erdöl in den Weltmeeren in Echtzeit überprüft werden kann. Innerhalb von zwei Jahren seien 200 Vorfälle registriert worden, darunter auch Verklappung von Altöl aus Tankern, bevor diese neues Öl, welches mit dem alten nicht gemischt werden solle, in Erdölfördergebieten aufnahmen. Das heißt, das Problem vor den Inseln liege nicht nur in einem unvorhersehbaren Unfall, sondern auch in der wissentlichen Abgabe von Öl in das Meer.

 

Der kanarische Archipel verfüge über eine hohe biologische Vielfalt, die es unbedingt zu schätzen gelte, so Navío weiter. Diese sei durch das geplante Vorhaben des Petrochemie-Konsortiums aus spanischer Repsol, deutscher RWE und australischer Woodside Petroleum aber in höchster Gefahr. Der Bereich, in dem offiziell seit dem 27. März dieses Jahres Sondierungsbohrungen vorgenommen werden dürften, sei 600.000 Hektar groß und in seiner minimalen bzw. maximalen Entfernung zwischen 9 und 60 Kilometern vor der Küste Fuerteventuras zu lokalisieren. Am Meeresgrund, auf etwa 1500 Metern, solle weitere 5000 Meter durch den Fels hindurch gebohrt werden, um die darunter liegenden Ölfelder zu erschließen. Besonders der letztere Bereich sei eine Erdbebengefahrenzone. Trotz der verhältnismäßig häufigen Erdstöße im Bereich der Kanarischen Inseln und der fehlenden Beweise, gingen viele Bürger und Gruppierungen davon aus, dass das Erdbeben vom 11. Juni 2013, mit einer Magnitude von 3,7 auf der Richterskala sowie insgesamt drei Nachbeben, auf bereits stattfindende Bohrungen zurückzuführen sei, weil es exakt im ausgewiesenen Bereich stattfand.

 

Bereits im Jahr 2001 hatte die Aznar-Regierung Repsol Sondierungen vor den ostkanarischen Küsten genehmigt. In einem Alleingang legte die lanzarotenische Inselregierung damals Beschwerde beim Obersten Gerichtshof ein, der 2004 stattgegeben wurde. Nachdem 2011 die Regierung Rajoy gewählt worden war, erfolgte eine erneute Genehmigung ebensolcher Probebohrungen. Dieses Mal kämpfen alle sieben Inseln gemeinsam gegen das Projekt und werden dabei von Stiftungen, Parteien und Einzelpersonen unterstützt.

 

Nachdem Navío im vergangenen Jahr seinen neuen Posten eingenommen hatte, erreichte er, dass deutsche, britische und skandinavische Tourismusagenturen den spanischen Staat baten, aufgrund von möglichen negativen Auswirkungen auf die Branche, die Genehmigung zurückzuziehen.

 

Derzeit plant Navío eine Informationskampagne in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten, damit die Inseln eine große Rückendeckung in ihren Aktionen gegen die Ölkonzerne haben. Diese soll im September 2013 beginnen. Man müsse den Druck erhöhen, um die Erfolgschancen zu verbessern. Auch ausländische Medien sollen vermehrt das Geschehen auf den Kanaren beobachten und darüber berichten. Er erwähnte, dass Vertreter des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel bereits Paulino Rivero, den Kanaren-Präsidenten, interviewt hätten, aber nie eine Meldung zum Thema erschienen sei.

 

Die Verantwortlichen der Inselregierungen wüssten, gab Navío zu, dass von heute auf morgen keine hundertprozentige Umstellung auf erneuerbare Energien umsetzbar sei, aber das Projekt gehe generell in die falsche Richtung, weswegen es gestoppt werden müsse. Besonders für die beiden östlichsten Inseln, die über kein Grundwasser verfügten, sei das Meerwasser, das entsalzt als unser Nutzwasser dient, von existentieller Bedeutung.

 

Für den Oktober sei ein weiteres Treffen der deutschsprachigen Bevölkerung vorgesehen, bis zu dem sich jeder einzelne Gedanken machen könne, was (noch) gegen die Ölbohrungen unternommen werden könne. Die Regierung sei dankbar für Bekanntmachungen und Anregungen. In einer Diskussion im Anschluss an die Ausführungen zeigten sich viele deutsche Mitbürger höchstinteressiert am Thema und gaben erste Ideen, wie man agieren könne.



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