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Obstgarten auf Lanzarote (Teil 5)
Papaya und Physalis...

Von: Wolfgang Scherzer



Die Kapstachelbeere (Physalis peruviana), auch Blasenkirsche, Andenbeere oder Inkapflaume, auf Spanisch „Uvilla“ genannt, ist eine krautige, ein- oder mehrjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Foto: ©photocase.com/emma75


(05/08 N°22) Die Kapstachelbeere (Physalis peruviana), auch Blasenkirsche, Andenbeere oder Inkapflaume, auf Spanisch „Uvilla“ genannt, ist eine krautige, ein- oder mehrjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Familie der Solanaceae umfasst etwa 2300 meist in Mittel- und Südamerika heimische Arten. Davon werden nur circa 30 Arten kultiviert. Neben Kartoffel, Tomate und Tabak gehören Tamarillo (Cyphomandra betacea, die Baumtomate), Pepino (Solanum muricatum, die Birnenmelone) und der Ingwer (Zingiber officinale) dazu.
Die Kapstachelbeere wurde vor gut 200 Jahren in Südafrika in Kultur genommen, wo sie als  Mittel gegen Skorbut Anwendung fand. Mittlerweise hat sie sich in verschiedenen tropischen und subtropischen Ländern zu einer lukrativen Kultur entwickelt.  
Im mehrjährigen Anbau entwickeln sich die Pflanzen zu kleinen Büschen. Die gelborangefarbenen, runden kirschgroßen Früchte sind von einer losen, lampionartigen Hülle umgeben. Diese dekorative Hülle findet  sich bei der Lampionblume (Physalis alkekengi) wieder, die uns als Schnitt- und Trockenblume bekannt ist.
Die Früchte der Kapstachelbeere sind reich an Vitaminen A, C und B. Man isst sie roh – nachdem man sie aus der papierartigen Blatthülle gelöst hat – oder als Beigabe zu Obstsalaten, als Kuchenbelag, Kompott oder Marmelade.
Physalis braucht einen sonnigen geschützten Standort wie die Tomate. Mist oder Kompost gibt man  weniger reichlich als bei der Tomate. Anziehen kann man Physalis aus Samen oder aus 10-15 cm langen Stecklingen. Ein jährlicher Rückschnitt nach der Ernte sorgt für reichlichen Fruchtbehang im nächsten Jahr.
In der Familie der Melonenbaumgewächse (Caricaceae) mit ihren über 70 Arten, liefern mehrere Arten melonenähnliche Früchte, die botanisch gesehen Beeren sind. Auch Melonen sind Beeren, die wegen ihrer harten Schale als Panzerbeeren bezeichnet werden.
Für unseren Garten auf Lanzarote besonders interessant ist die Papaya (Carica papaya). Wir finden sie in zwei Variationen auf der Insel: Die bis zu fünf Meter hohen Papaya mit großen, 2 bis 4 kg schweren Früchten und eine kleine Variante bis zu zweieinhalb Meter hoch, mit 0,5 bis 1 kg schweren Früchten. Sorten zu bestimmen ist überaus schwierig: Papayas werden ausschließlich über Samen vermehrt, es ist schwierig, Sorten mit einheitlichen Eigenschaften zu erhalten. Man kennt etwa 50 verschiedene „Sorten“, die von den feuchten Tropen bis zu den frostfreien subtropischen Zonen kultiviert werden.
Papaya ist eine Staude mit einem hohlen, verholzten Stamm. Die fast runden, eiförmigen oder länglichen Früchte sitzen direkt am Stamm in den Blattachsen der Großen Blätter. Blüten bilden sich am ganzen Stamm entlang, schon 50 Zentimeter hohe Stauden setzen Blüten und Früchte an. Die unteren Blätter werden im Laufe der Zeit abgeworfen, so dass ein Stamm mit einem Blattschopf entsteht. Die alten Papayasorten sind zweihäusig: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Man pflanzte in den Plantagen zu je 25 weiblichen Stauden eine männliche zur Befruchtung dazu. Die alten Bauern auf Lanzarote geben ein Verhältnis von 7:1 bis 10:1 an. Modernere Papayas sind zwittrig, man kann sich also auch nur eine in den Garten pflanzen. Die Farbe der Früchte ändert sich bei der Reife an der Spitze der Frucht beginnend von grün nach gelb/orange. Für den Verkauf bestimmte Früchte werden bei rund 15% Gelbfärbung gepflückt. In dieser Phase sind die Früchte noch relativ hart und lassen sich problemlos transportieren. Im Hausgarten erntet man später, aber möglichst bevor der Wind die Frucht vom Baum holt.  Grün gepflückte Papaya reifen nicht nach, sie können höchstes noch als Gemüse gekocht werden. Vollreife Früchte lassen sich leicht mit den Fingern eindrücken, dann erst hat die Frucht ihr volles Aroma entfaltet.
Die Kerne der Papaya enthalten große Mengen an Papain, einem eiweißspaltenden Enzym. Daher wurden sie früher in der Volksmedizin als Entwurmungsmittel empfohlen. Heute verwendet man sie in Pulverform als Zartmacher für Fleisch. Eine ähnliche Wirkung kann man erreichen, wenn man rohes Fleisch in die Blätter des Papayabaums einwickelt oder in frischen Papayasaft (gilt auch für frischen Ananassaft) einlegt.
Die Papaya steht gern in voller Sonne oder leichtem Schatten. Wind verträgt sie nicht besonders gut. Sie liebt einen lockeren Boden und viele Nährstoffe. Wenn wir bei der Pflanzung gleich wie bei den Bananen vorgehen (siehe Lanzarote37º, Nr. 20 März 2008), werden wir Spitzen-Papaya ernten. Wenn Papaya, besonders die frisch gepflanzten, zu nass stehen, gehen sie ein. Also mischen wir zusätzlich zu Mist und Kompost noch einen Sack Sand ins Pflanzloch um die schwere lanzarotensische Erde ein wenig zu lockern und zu drainieren.
Noch ein Wort zu den Sorten: Die hochwachsenden und großfrüchtigen Sorten nennt man hier Papaya común oder Papaya cubana. Das Fruchtfleisch hat eine gelblich/orangene Farbe, der Geschmack ist eher fade. Die kleinfrüchtige Sorte heißt auf der Insel Papaya hawaiiana, vermutlich ein Abkömmling der Sorte „Bush“ aus Hawaii; sie ist klein und rundlich und bringt nur etwa 400 g auf die Waage. Deren Fruchtfleisch ist orangerot, der Geschmack wesentlich intensiver. Im Supermarkt bekommen sie vorwiegend die Sorte „Solo“, die weltweite Spitzensorte für den Export, gefolgt von der brasilianischen Sorte „Bahia“.
Übrigens: Papayafrüchte enthalten  keine Fruchtsäure, darum lässt sich ihr Aroma gut mit Zitronen- oder Limonensaft betonen und verbessern. □

Der Autor Wolfgang Scherzer studierte in Deutschland Gartenbau und tropische Landwirtschaft. Seit zwölf Jahren arbeitet er als Gartenarchitekt und Gärtner auf Lanzarote.



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