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Samstag, 19. Oktober 2019
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Nord-Krater-Tour
Vulkane, Wiesen und Picón-Felder

Von: Friederike Klinge






Von links nach rechts: Peter, Wolfgang, Ina, Doris, Lisa, Tanja und vorne Stephan











Kristallmittagsblume


Ringelblume








Wanderprofi Stephan Isenmann


(02/08 N°19) Der Winter ist die beste Jahreszeit, um die Natur Lanzarotes auf einer Wanderung zu erkunden. Besonders im Norden fallen in der Zeit von Oktober bis April Niederschläge, die die sonst so karge Vegetation unserer Vulkaninsel zum Leben erwecken.

Lanzarote37° war mit dem lokalen Wanderprofi Stephan Isenmann unterwegs, um Ihnen, liebe Leser, wieder einmal eine der versteckten Seiten Lanzarotes zu zeigen.

 

Früh am Morgen traf sich die kleine Gruppe aus Residenten und Urlaubern in Haria.
Zwar hingen zu dieser Stunde noch reichlich graue Wolken über dem Tal der Tausend Palmen und ein schneidender Wind wehte durch die Gassen, dennoch riss die Wolkendecke schon ab und zu auf und die Sonne lugte hervor – das gab uns Anlass, auf einigermaßen gutes Wanderwetter zu hoffen und gut gelaunt los zu marschieren.
Zunächst ging`s auf der alten Straße von Haria nach Máguez. Die letzten Häuser Harías hinter uns lassend, eröffnete sich der Blick auf die nördlichen Ausläufer des Tals der Tausend Palmen und die Vulkane Monte Corona, Los Helechos und La Quemada, unser heutiges Wanderziel.
Schon bald hielten wir zum ersten Mal an und Stephan erzählte uns Interessantes über die allgegenwärtigen Palmen: Das Tal der Tausend Palmen mit den Orten Haria und Maguez hat seinen Namen von der Kanarischen Dattelpalme. Diese Palmenart ist ein sogenannter Kanaren-Endemit, das heißt, sie ist in ihrem natürlichen Vorkommen auf die Kanarischen Inseln beschränkt. Warum es besonders in diesem Tal so viele gibt? Schmunzelnd erzählt Stephan die Anekdote, dass früher für die Geburt eines Sohnes eine Palme gepflanzt wurde und für die Geburt einer Tochter ein Kaktus. Weiter am Wegesrand stoßen wir auf den „Bobo“, eine wilde Tabakpflanze, Agaven mit bis zu vier Meter hohen Blütenständen, Feigenbäume und Mimosenakazien.
In Máguez angekommen, überqueren wir die Hauptstraße und schlängeln uns durch die Gassen, immer in nördlicher Richtung auf den Monte Corona zu. Kurz vorm Ortsausgang in Richtung Guinate halten wir an einer Hausruine, neben der eine betonierte Fläche unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Stephan erklärt, dass es sich um eine Regenwasserauffangfläche handelt. Früher, vor der Zeit der Meerwasserentsalzungsanlagen, hatten die Lanzaroteños viele Tricks, um das kostbare Nass aufzufangen und zu speichern. Von der Regenwasserauffangfläche, die eine leichte Neigung hat, floss das Wasser direkt in die Aljibe, den Wasserspeicher.
Bald bogen wir von der Straße nach rechts ab, auf einen Schotterweg und an der nächsten Weggabelung hielten wir uns links, den Kronenberg mit 609 Metern Höhe in seiner ganzen Pracht vor uns. Am Wegesrand wachsen Weißblütige Fagonien (die aber violett blühen!), Niederliegende Rübe, Hundsrauke, Ringelblume und große Büsche Kanaren-Ampfer (Rumex lunaria).
An einem beeindruckenden, verholzten Exemplar des Feigen-Kaktus blieben wir wieder stehen. Die Feigen waren leider noch nicht reif, aber wenn es soweit ist, müssen sie mit Vorsicht genossen werden: Achtung, Stachel! Am besten werden die Früchte wie eine Kiwi aufgeschnitten und ausgelöffelt. Stephan kratzt einige der weiss-grauen Flecken von den großen Kaktusblättern und zerdrückt sie in der Handfläche, hervor kommt blutrote Farbe: Es handelt sich um Cochinilla-Läuse, die den Farbstoff Karminrot produzieren und deswegen früher in großem Stil auf den Opuntien gezüchtet wurden.
Eine andere Pflanze, die früher ebenfalls von großer wirtschaftlicher Bedeutung war, lernen wir kurz darauf kennen: Die Kristallmittagsblume wurde zur Seifenherstellung benutzt und war ein lanzarotenischer Exportschlager. Beeindruckend ist, wie diese Pflanze in einem Kapillarsystem auf der Blattunterseite Feuchtigkeit speichern kann: Stephan demonstriert, wie man sich mit einem kleinen Bund zerdrückter Pflänzchen die Hände waschen kann (Damit ist er dann auch die rote Farbe der Cochinilla wieder los!)
Als der Monte Corona zum Greifen nah ist, biegen wir an einer Weggabelung nach links ab. Um diese Jahreszeit sind besonders hier im Norden viele Lanzaroteños dabei, die Felder zu bestellen. Wir treffen auf Manuel, der mit dem klassischen, sehr zierlichen Pflug, gezogen von zwei Eseln, seinen Acker für die Aussaat vorbereitet. Auf Lanzarote wird der sogenannte Trockenfeldbau praktiziert: Der Mutterboden wird von einer Schicht Picón, schwarzem Vulkangranulat, bedeckt. Die Steinchen sind porös und können sehr gut Feuchtigkeit speichern. Außerdem haben sie eine isolierende Wirkung und der Boden wird vor der starken Sonneneinstrahlung geschützt.
Wir kommen an die Hauptstraße und folgen dem Wegweiser zum Guinate Tropical Park um kurz darauf nach links in einen Schotterweg einzubiegen. Kurz nach einem „Honda“, dem runden, altkanarischen Steinhaus, das den Menschen früher als Unterschlupf gedient hat, biegen wir nach links auf einen Pfad ab. Der Aufstieg entlang der Nord-West-Flanke des Los Helechos beginnt und es dauert nicht lange, bis sich der Blick auf die im Norden vorgelagerte Insel La Graciosa eröffnet. Alle waren absolut begeistert vom Reichtum der Vegetation: Es kam uns vor, als würden wir über Almwiesen laufen; der Boden war tatsächlich weithin von einem zarten grünen Flaum bedeckt. Stephan machte uns aufmerksam auf Tabaibas (Euphorbia), Weidenblättrige Eberwurz und die Lanzarote-Endemiten Seidenhaariger Goldstern und das Lanzarote-Aeonium.
Ein bisschen aus der Puste erreichten wir den Kraterrand, den höchsten Punkt des Los Helechos mit 581 Metern sahen wir gegenüber auf der anderen Seite des Kraters.
Wir stapften weiter am Nord-West-Kamm entlang und kamen bald an den Kraterrand des Vulkans La Quemada.Wir hatten die Höchstmarke des Tages erreicht: 561 Meter über dem Meeresspiegel. Die Aussicht in alle Richtungen ließ uns die Anstengung des Aufstiegs sofort vergessen: Der Blick zurück auf den Monte Corona, im Norden „die Anmutige“ La Graciosa, im Süd-Westen die Hochebenen des Famara-Massivs (da sag nochmal einer Lanzarote sei flach!), Richtung Süd-Osten der Blick über das Tal der Tausend  Plamen bis hin zur Ost-Küste und zu unseren Füssen der Krater des La Quemada.
Der Abstieg führte uns zunächst querfeldein. Wir kamen an einer Höhle vorbei, in der sich früher, so erzählte Stephan, die Einwohner vor einfallenden Piraten versteckt haben. Dann ging`s durch einen kleinen Taleinschnitt an Feldern vorbei und auf einem Schotterweg weiter, bis wir schließlich auf einer Teerstraße bis nach Máguez hineinkamen. Hier schloß sich der Kreis: Auf der alten Strasse wanderten wir zurück nach Haria.
Bei den Autos angekommen, beschlossen wir, diesen herrlichen Wandertag bei Tapas und einem Glas Wein im Restaurant Mesón La Frontera ausklingen zu lassen. Gesagt – getan: Zum Abschluss verbrachten wir ein gemütliches Stündchen auf der Terrasse des Lokals und ließen – mit Blick auf den Monte Corona, den Los Helechos und den La Quemada – den Tag Revue passieren.

 

Wegbeschreibung: Ausgangspunkt ist das Restaurant Mesón La Frontera in Haría. Auf der Rückseite des Hauses führt die alte Straße nach Máguez. In Máguez quer durch den Ort, über die Hauptstraße, den Monte Corona vor Augen. Richtung Norden aus dem Dorf hinaus (vorbei an einer Ruine und einer Pumpstation der Inalsa), kurz darauf nach rechts in einen Schotterweg und einige hundert Meter später an der Weggabelung nach links. Dem Weg folgen. Beim Wegweiser „Guinate Tropical Park“ die Hauptstraße überqueren, Richtung Guinate und bald nach links in einen Schotterweg. Kurz nach dem „Honda“ links auf den Steinpfad und den Aufstieg auf den Los Helechos beginnen. Am Nord-West-Kamm entlang bis zum Kraterrand des La Quemada. Von hier aus abwärts, durch einen Taleinschnitt, an Feldern vorbei, auf einen Schotterweg der dann auf eine Teerstraße trifft. Weiter bis nach Máguez und auf der alten Straße zurück nach Haría.



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