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Wissenswertes

Nadelgehölze im kanarischen Garten

Von: Wolfgang Scherzer


Lanzarote, Nadelbäume, Kanaren-Kiefer, Aleppo-Kiefer
Blick auf den Teide in Teneriffa mit Kanaren-Kiefern im Vordergrund. Foto: Bernard


Norfolktanne. Foto: Bernard


Aleppo-Kiefer. Foto: wikipedia.org


Sabina. Foto: wikipedia.org


(11/08 No.28) Nur auf den westlichen Kanarischen Inseln findet man Wälder von Pinus canariensis, der heimischen Kanaren-Kiefer. Auf Lanzarote wachsen diese Kiefern nur vereinzelt im nördlichen Teil der Insel. Die „Pino Canario“ hat ihr Hauptverbreitungsgebiet ab 1000 Meter Höhe. Sie ähnelt der Aleppo-Kiefer, die wir aus den Wäldern des Mittelmeerraumes kennen.

 

Sie sind einfach zu unterscheiden: Die Nadeln der Aleppo-Kiefer stehen immer zu zweit an einem kurzen Trieb, bei der Kanaren-Kiefer stehen immer drei Nadeln auf einem Trieb. Außerdem sind die Nadeln der Kanaren-Kiefer um einiges länger. Einen kleinen Haken gibt es jedoch bei dieser botanischen Bestimmung der Kanarischen Kiefer: Es gibt noch eine andere 3-nadelige Kiefer, nämlich Pinus radiata, die Monterey-Kiefer aus Kalifornien. Und just mit dieser Art hat man früher auf Teneriffa im Valle de Orotava und im Krater Las Cañadas aufgeforstet.


Im Garten eignet sich die Kanaren-Kiefer besonders für Natur belassene oder natürlich gestaltete Bereiche wie große Steingärten und Randbereiche, die man ein wenig verwildern lassen kann. Dem Freund eines perfekt gepflegten Gartens mit stets sauberem, glatt gezogenem Picón wird die Kanaren-Kiefer keine Freude bereiten, widersetzen sich doch die abgefallenen Nadeln hartnäckig jedem Rechen und Besen.
Die Kanaren-Kiefer ist ein Tiefwurzler mit einem feinen, sehr weit reichenden Wurzelsystem. Auf flachem und durch Baumaschinen im Untergrund verdichtetem Boden will sie nicht richtig wachsen. Auch verträgt sie keine Staunässe. Wieso denn diese Bemerkung bei dem bisschen Regen auf Lanzarote? Stellen Sie sich eine Tropfbewässerung über verdichtetem Unterboden vor, und schon haben sie eine Pfütze in 30 Zentimeter Tiefe. Das gleiche Problem der Staunässe kennen wir von junger Papaya: Kaum gepflanzt, mickern sie vor sich hin, verlieren die Blätter und gehen ein.
Kanaren-Kiefern brauchen einen sonnigen Standort mit möglichst tiefgründigem Boden. Er kann steinig sein, sollte aber nicht zu fest sein. Mit wenigen Nährstoffen wächst sie ein wenig langsamer, bekommt aber eher ihre typische Form. Natürlich ist sie wind- und hitzeresistent. Auch salzige Küstenluft schadet ihr nicht. Bei Pollenallergien in der Familie sollte man jedoch auf die Kanarische Kiefer verzichten.
Das zweite heimische Nadelgehölz der Kanaren gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Wir unterscheiden den „Cedro“ – Juniperus cedro und die „Sabina“ – Juniperus turbinata. Auf Deutsch: Zedern-Wacholder und  Kanaren-Wacholder. Der Zedern-Wacholder kommt wild nur auf den westlichen Kanarischen Inseln bis Gran Canaria vor. Auf Lanzarote finden wir ihn manchmal in privaten Hausgärten als Strauch oder kleinen Baum. Nur sehr alte Exemplare erreichen Baumgröße.
Viel bekannter ist Juniperus phoenicea [L.], der  Phönizische Wacholder mit seiner Variation Juniperus turbinata, der „Sabina“. Bekannt ist er vor allem von der kanarischen Insel El Hierro. Dort stehen Exemplare, die einige hundert Jahre alt sind. Durch den ständigen Windeinfluss haben sie bizarre Formen angenommen. Er kann bis zu acht Meter hoch werden. Die Grundform der Krone ist oval. Der Wacholder ist zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die weiblichen Wacholder bekommen die typischen Beerenzapfen  (Wacholderbeeren). Vorsicht in der Küche: Es gibt auch giftige Wacholderarten wie Juniperus scopulorum, J. Sabinae, J. Procumbens und J. Conferta.
Der  Phönizische Wacholder verträgt verschiedene Bodenstrukturen und Bodentiefen, stellt keine besonderen Ansprüche an die Nährstoffversorgung, braucht wenig Wasser, ist windresistent, wächst auch auf stark kalkhaltigen Böden und verträgt Meeresnähe. Um so bizarre Pflanzen wie auf El Hierro zu bekommen, muss man sich allerdings ein paar Jahrhunderte gedulden.
Die Schachtelhalmblättrige Kasuarine (Casuarina equisetifolia) – auch Kängurubaum oder Kasuarinabaum, Keulenbaum oder Pferdeschwanzbaum – wird immer für ein Nadelgehölz gehalten, tatsächlich gehört sie aber zu den Laubgewächsen.
Wer die Kasuarinen nicht kennt, hält sie für Kiefern mit langen herabhängenden Nadeln. Die „Nadeln“ haben große Ähnlichkeit mit dem Schachtelhalm, sind aber – wie beim Schachtelhalm auch – dünne, gegliederte Zweige. Die Blätter sind zu einem Knoten (Schuppe) zusammengeschrumpft. Wir als Hausgärtner tun sie zu den Nadelgehölzen, von denen die Kasuarinen als eine der urzeitlichen Pflanzen auch abstammen.
Die 35 Arten der Kasuarinen sind hauptsächlich in Australien heimisch. Sie werden 15 bis 30 Meter hoch, auf Lanzarote müssen wir uns mit 6 bis 10 Metern zufrieden geben. Die Ansprüche sind ähnlich gering wie beim Phönizischen Wacholder. Wenn sie im Laufe der Jahre einen stattlichen Baum haben wollen, müssen Sie die Kasuarine mit Dünger, gutem Boden und Wasser verwöhnen. Das Wurzelsystem ist weit reichend. Da sich unter den Bäumen im Laufe der Zeit ein dichter Teppich aus abgefallenen Nadeln bildet, kommen sie an den Rand oder die Ecken des Gartens.
Kasuarinen liefern ein haltbares, hartes Holz, das vielseitig verwendet wird und wegen seines hohen spezifischen Gewichtes (>1) nicht schwimmfähig ist.
Den englischen Namen „Beefwood“ erhielt es wegen seiner roten Farbe. Es zählt zu den Eisenhölzern.  
Araucaria heterophylla, die Araukarie, Norfolktanne oder Zimmertanne, stammt von den Norfolkinseln. Auf Lanzarote sieht man recht häufig bis zu 15 Meter hohe Exemplare. Der Pflegeaufwand ist gering, einmal angewachsen, muss man sich nicht mehr viel um sie kümmern. Überdies ist die Araukarie eine der wenigen Pflanzen, die auf Lanzarote nahezu senkrecht in die Höhe wachsen und in ihrer Kronenform sehr wenig vom Wind beeinflusst werden. Beim Pflanzen ist die vorherige Pflanztiefe im Topf zu beachten. Wer einen Weihnachtsbaum möchte, kann sich eine getopfte Araukarie im Gartencenter kaufen und sie im Januar in den Garten pflanzen. Je nach Größe des Grundstücks muss man seinen jährlichen Weihnachtsbaum nach ein paar Jahren wegen Platzmangel beim Nachbarn oder bei Freunden unterbringen. Geschlagene Fichten oder Tannen als Weihnachtbäume bekommt man auf Lanzarote oft schon ab November mit dem Effekt, dass sie schon ab Mitte Dezember stark nadeln. Wer Mitte Dezember einkauft, findet oft nur noch Kümmerlinge.
Beliebte windfeste Heckenpflanzen sind die Monterey-Zypressen, botanisch Cupressus macrocarpa. Schnellwüchsig und anspruchslos bieten sie schnellen Wind- und Sichtschutz. Sie besitzen ein flaches, dichtes und weit reichendes Wurzelsystem.
Die Monterey-Zypresse und ihre Sorten unterscheiden sich von anderen Zypressen durch den kantigen Zapfen und den Zitronenduft, welchen das Laub beim Zerreiben verströmt. Die Art hat in der Jugend einen aufrechten, dichten Wuchs und breitet im Alter eine schirmförmige Krone aus. Sie verträgt Schnitt und lässt sich zu einer lockeren Heckenpflanze formen. Für einen strengen, geraden Heckenschnitt ist sie nicht so gut geeignet. Hier nimmt man lieber Thuja plicata (auch Thuja gigantea), den Abendländischen Lebensbaum. In seiner nordamerikanischen Heimat wird der Baum bis zu 60 Meter hoch. In Europa erreicht er nur eine Größe von 20 bis 30 Meter.
Er ist vorzüglich für größere Hecken geeignet, da er sich nur wenig verfärbt.
Thuja plicata bildet von der Natur aus stärkere und wenig verzweigte Wurzeln, lässt sich also schwer verpflanzen. Man muss ihn zur Ballenbildung zwingen.

 

Der Autor Wolfgang Scherzer studierte in Deutschland Gartenbau und tropische Landwirtschaft. Seit zwölf Jahren arbeitet er als Gartenarchitekt und Gärtner auf Lanzarote.



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