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Lokales

Magische Fotos:
Auf den Spuren der Ureinwohner Lanzarotes

Von: Cornelia Girndt


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Fotograf Tarek Ode und Archäologin María Antonia Perera Betancor bei der Ausstellungseröffnung. Foto: ©Cornelia Girndt

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Canales de Montañas Guatisea. Foto: ©Tarek Ode

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Casa Honda de Testeina. Foto: ©Tarek Ode


Quesera del Majo. Foto: ©Tarek Ode


Piedra trabajada por la población aborígen. Foto: ©Tarek Ode


Casa honda de Teguereste. Foto: ©Tarek Ode


Casa honda de Degollada. Foto: ©Tarek Ode


Eine Foto-Ausstellung lädt ein zum archäologischen Streifzug durch Lanzarote auf den Spuren jener nordafrikanischen Berber, die um Christi Geburt aus dem römischen Imperium nach Lanzarote gekommen waren.

 

Sie bauten ihre Häuser in den Boden versteckt als casas hondas, deren besterhaltenes Exemplar man heute noch finden kann: in La Degollada. Sie hatten ihre Begräbnisstätten auf den Berggipfeln des Risco de Famara. Sie hinterließen Muschelschalen in meernahen Höhlen im Malpaís, wo sie den Sommer verbrachten. Und sie hinterließen zwei verschiedene Schriftzeichen, das libysch-berberische und das libysch-lateinische, die dem Lateinischen ähneln und der Sprache einer bestimmten Gegend im heutigen Libyen. Schriftzeichen, wie man sie zum Beispiel in der Montana de Tenésara, nahe Tinajo, in Höhlen findet.

 

Sie – das waren die Maxies (oder Majos), die höchstwahrscheinlich Berber aus Nordafrika waren, die auf römischen Schiffen aus Libyen auf die Kanaren gebracht wurden – und selbst keine nautischen Kenntnisse besaßen; und die Lanzarote und Fuerteventura besiedelten. Sie erreichten diese Inseln um Christi Geburt (im Zuge der Zerschlagung Karthagos durch das römische Imperium), die sie rund 1300 Jahre lang besiedelten und von Zonzamas in der Inselmitte aus beherrschten. Bis im Juli 1402 die franko-normannischen Eroberer kamen.

 

Davon berichtet uns die Archäologin María Antonia Perera Betancor, in Arrecife geboren und Spezialistin für indigene Bevölkerung und Petroglyphen auf den Kanarischen Inseln. Anfang Dezember stellte sie archäologische Fundorte in Arrecife vor – zusammen mit dem Fotografen Tarek Ode, der diese magischen Orte ins Bild gesetzt hat.

 

 

Vergnügen an den Bildern

 

„Rastros“, Spuren, heißt die von beiden gemachte archäologische Ausstellung, die bis zum 7. Januar in Arrecife zu sehen ist. „Das Besondere an der Ausstellung ist das Vergnügen an den Bildern, die außerordentlich schön sind“, sagte die Archäologin bei der Ausstellungseröffnung. Es sind in der Tat beeindruckende Fotos, die unscheinbare Steinhaufen und eingeritzte Schriftzeichen in dramatischem Licht sichtbar machen. Fotos, die einladen, die Geschichte der Ureinwohner Lanzarotes bei Streifzügen über die Insel kennenzulernen.

 

Der Cabildo, die Inselregierung Lanzarotes, hat die Ausstellung initiiert samt einem gut gestalteten Katalog – beides leider nur auf Spanisch. Doch sprechen die Fotos für sich und mit Hilfe der Bildtexte kann man sich durchaus einlesen und Orte identifizieren. Man erkennt die lateinischen Schriftzeichen und die ganz anderen figürlichen Berber-Zeichen auf den Felsen. Betrachtet runde Mulden auf den Felsen der Küste von Mala, die von den Ureinwohnern als Schalen benutzt wurden. Und diese ovalen, versteckten Häuser, die die Maxies in der Inselmitte von Zonzamas bewohnten, während sie in den Höhlen des Malpaís nur saisonal lebten. Man sieht in den Berg eingeritzte Kanäle, etwa am Fuße der Montana Blanca.

 

Einiges wissen wir durchaus über die nordafrikanischen Ureinwohner, schreibt die Archäologin in ihrer Einleitung. Wir wissen, dass sie Gerste anbauten, wo sie Wasserspeicher anlegten, siedelten und ihre Kulte ausübten (auf dem Risco bei der heutigen Kirche de las Nieves). Man gehe auch davon aus, dass es auf Lanzarote zwei Clans gab, wobei die sie trennende Mauer im Norden verlief zwischen der Küste von Mala und Las Nieves. Die soziale Organisation war den kargen Ressourcen geschuldet, wie die Tatsache, dass in Lanzarote eine Frau drei Männer hatte, (was die Geburten reduziert und) was schon Alexander von Humboldt auf seiner Durchreise erstaunte.   

 

Vieles ist bei den Vulkanausbrüchen 1730-36 begraben worden. Vieles wurde von Menschenhand ausradiert und ist durch die boomende Bautätigkeit für immer verloren. Umso wichtiger ist es, die noch vorhandenen Spuren zu erhalten.  Die Ausstellungsmacher verbinden dies mit einem Wunsch: diese nordafrikanische Kultur, die sich Lanzarote über 1300 Jahre lang einprägte, kennenzulernen und ihre Orte zu lieben.

 

 

 

 

Die Ausstellung „Rastros, un Recorrido por la Archeología de Lanzarote” ist bis 7. Januar 2019 in Arrecife zu sehen in der Casa de la Cultura Agustín de la Hoz, Avenida la Marina, 7.

 

Begleitkatalog, 50 Seiten, herausgegeben vom Cabildo de Lanzarote.   

 

Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-14 Uhr und 17-21 Uhr. So 10-14 Uhr.

 

Ein Besuch der Casa de la Cultura lohnt auch wegen des historischen Gebäudes und der beiden Wandzeichnungen César Manriques von 1947, die mehrfach übermalt worden waren und erst kürzlich bei einer Restaurierung des Hauses wiederentdeckt wurden.



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