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Freitag, 7. August 2020
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Lokales

Los Reyes - Die Heiligen Drei Könige















(01/08 N°12) Jedes Kind hierzulande kennt sie, die Heiligen Drei Könige.
Sie bringen die Weihnachtsgeschenke, was anderswo der Sankt Nikolaus (Santa Claus) erledigt oder der rotberockte Weihnachtsmann, mit dem einst Coca-Cola jenem zu Weltruhm verholfen hat.
Den drei Königen kann man schreiben oder ihnen die Wünsche direkt ins Ohr sagen.
Denn sie kommen wirklich. Jedes Jahr am 6. Januar. Sie kommen prächtig daher mit Musik und großem Gefolge. Wunderbar sind sie gekleidet, wie eben Könige aus Märchen und Morgenland. Sie kommen auf ihren Kamelen von weit her. Und wo sie es mit den Tieren nicht schaffen, weil die Berge zu steil, die Zeit zu knapp und der Dörfer zu viele sind, da nehmen sie einen Helikopter.
Kinder und ehemalige Kinder erwarten sie am Straßenrand und ziehen mit ihnen unter Bonbonregen auf die Marktplätze, die heute verwandelt sind und aussehen wie Königssäle mit Thronen aus Purpur und Gold. Da nehmen sie Platz in ihrer Würde: Caspar, Melchior und Balthasar und erwarten ihre Freunde, die Kinder.
Jedes einzelne Kind, ob Dorfbewohner oder Touristenkind, wird herzlich begrüßt.
Jedes Kind kann mit einem der Herrscher ein paar Worte wechseln oder Hände schütteln. Die Kleinsten sitzen für einen Moment stolz mit auf dem Thron und fühlen sich königlich.
Jedes kann noch Wünsche äußern, und jedes bekommt zum Andenken an diese Begegnung ein Geschenk: Süßigkeiten in einer spitzen Tüte als Vorgeschmack auf die eigentliche Bescherung, die jedes anderntags zu Hause erwartet. Denn nachts und heimlich, wenn die Kinder schlafen, bringen sie ja die gewünschten Gaben. Da sie Magier sind, fällt ihnen das nicht schwer.
Aber erstmal ist Empfang. Und der dauert lange, weil oft hunderte Kinder begrüßt werden wollen. Die Familien drängen sich am Rand des „Königsaals“ und schauen stolz auf ihre Kinder, die mit den Königen so gleichwürdig verkehren.
Das ist es eben, erklärt mir Fridolin, während er die reitenden Herrscher malt, zuerst kamen ja die echten Könige zu Jesus in den Stall und brachten dem Ärmsten, was ihm fehlte. Da haben sich die Großen vor dem Kleinen verneigt und haben ihm ihre Schätze gebracht. Und jetzt kommen sie zu uns. Die echten sieht man nicht, die kommen nachts, aber die anderen, die verkleideten, kann man sehen und anfassen. Die kommen zu uns und wir können mit ihnen reden.
Und Cathaysa malt sie voller Inbrunst so wie sie sich die Herren vorstellt.
Dasselbe haben alle Darsteller in den Jahrhunderten vor ihr gemacht. Jeder hat ihnen seine Vorstellung von Macht, Würde und Schönheit aufgeprägt. So wurden die Sternkundigen, von denen Matthäus im Evangelium erzählt, allmählich zu ganz zauberhaften Königen, die die Zeichen ihrer Macht ablegen vor den Armen, die sich verbeugen vor dem Kind und so in diesem Kind alle Kleinen groß machen.
Einer, Caspar, wird jung dargestellt; Melchior als ein Mann in seinen besten Jahren und Balthasar alt. Aus den drei Kontinenten sollen sie gekommen sein, aus Asien, Europa und Afrika (mehr kannte man damals nicht). Darum ist Caspar ein Schwarzer, Melchior von gelb-bräunlicher Hautfarbe und Balthasar blass-europäisch. Und das symbolisierte alle Welt und jede Zeit. Global, muss man heute verstehen, geht es um die Gotteswürde des kleinen Flüchtlingskindes, das kein Dach über dem Kopf hat und statt einem warmen Bett nur eine Krippe in einem Versteck. Wenn die Mächte tun, was sie können und geben, was sie haben, dass es ihm gut geht, dass es weiterkommt und eine sichere Kindheit und gute Zukunft haben kann, dann wird „Friede auf Erden“, wie die Engel versprachen.
Der 6.Januar heißt Epiphanias, Erscheinung. Der Tag, an dem der kleine Jesus in den Tempel gebracht wurde zur Begutachtung, zum Segen, zur Taufe. Von Erscheinen ist in der ganzen Weihnachtszeit so viel die Rede: es erschien ein heller Stern am Himmel, den armen Hirten auf dem Feld bei den Schafen erscheinen Engel. Und es erscheinen jene Sterndeuter, unsere Könige, die die Zeichen deuten und Zeichen setzen und so Gutes gegenwärtig machen als Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Gold steht für Königswürde, tiefenpsychologisch als Symbol für das wahre Selbst. Weihrauch für die Priesterwürde oder für innere Wandlung. Myrrhe ist schmerzstillend, ein Heilmittel und ein Genussmittel und symbolisiert die Fülle des Lebens, das vergegenwärtigte Gute.
Das vergegenwärtigte Gute ist der Grund für Schenken zu Weihnachten. Für die Weihnachtsgeschenke, die hierzulande die Könige bringen. Und das, finden Fridolin und Cathaysa, ist überhaupt das allerwichtigste.
Die Könige haben übrigens keine Rute und kennen keine Strafe. Sie machen nicht Angst, sondern nur Freude. Sie kennen die Welt und sind durch alle Zeiten gegangen und können vergleichen und beurteilen, was Kindern wohl tut, was die selbstbewusst und weltbewusst macht und darum vergessen sie keins und würdigen alle. (Der Königsweg in Schule und Pädagogik, um Pisa wieder grade zu biegen).
Es soll nach der Legende noch einen vierten König gegeben haben, der aus dem fernen Russland kam und durch viel Kälte musste. Er hat sich unterwegs von all der Not, die ihm begegnete aufhalten lassen: einem verlassenen Kind suchte er erst einmal eine Pflegemutter, Hungrigen gab er seinen Honig und Frierenden den Pelz, den er für das neugeborene Sternenkind vorgesehen hatte. Und schließlich stieg er für einen armen Jungen auf eine Galeere und tat jahrelang an seiner Stelle Sklavendienste, um dessen Mutter, einer armen Witwe, den einzigen Ernährer zu erhalten. So kam er erst nach Jerusalem,  als Jesus gekreuzigt wurde. Der Blick des Gemarterten soll voller Liebe auf diesen vierten König gefallen sein. Denn Mit-Leidenschaft war es gewesen, was auch er in seinem Leben aus den Gaben der Könige gemacht hatte.

Wann, wo und um wieviel Uhr die Heiligen Drei Könige dieses Jahr auf Lanzarote ankommen, finden Sie, liebe Leser, im Veranstaltungskalender von Lanzarote37°. Hier klicken.



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