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Freitag, 7. August 2020
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Lokales

Lanzarote Ade!!
Deutsche zeigen der Insel die kalte Schulter

Von: Susanne Bernard


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Die Besucherstatistiken der kanarischen Inselregierungen. Quelle: Patronato de Turismo Lanzarote (Zum vergrößern bitte auf das Bild klicken.)

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Héctor Fernández Manchado, geschäftsführender Direktor im Patronato de Turismo, ist unermüdlich unterwegs um mehr Touristen nach Lanzarote zu bringen. Foto: Lanzarote37°/Cabildo de Lanzarote


(04/09 No.33) Dramatische Meldung aus dem Patronato de Turismo: Der Anteil der deutschen Touristen auf Lanzarote sinkt kontinuierlich. Und das nicht erst seit gestern, sondern schon über Jahre. Besuchten uns im Jahr 2000 noch über 474 Tausend deutsche Gäste, wollten im vergangenen Jahr gerade mal noch etwas mehr als 278 Tausend Deutsche auf Lanzarote Urlaub machen. Tendenz anhaltend! In den ersten beiden Monaten dieses Jahres schrumpfte der Anteil deutscher Touristen nochmals um circa 13,36 Prozent. Der Rückzug der Deutschen auf Lanzarote scheint allerdings hausgemacht. Denn im Vergleich mit anderen Kanareninseln ist Lanzarote die einzige Insel, der die Deutschen in Scharen weglaufen. Auf Fuerteventura, Teneriffa und Gran Canaria fliegen seit der Millenniumwende jährlich kontinuierlich zwischen 700 und 800 Tausend Deutsche ein, um sich zu erholen.

Im Cabildo hat man jetzt auf Alarmstufe Rot geschaltet und versucht nun, nachdem man fast 10 Jahre tatenlos zugesehen hat, wie sich unsere Landsmänner kontinuierlich verdünnisiert haben, den deutschen Tourismus zu reanimieren. Kanarenchef Paulino Rivero Baute hielt im Fernsehen und im Radio eine flammende Rede auf den „guten deutschen Touristen“, und wie viel Wert man doch auf ihn lege. Und auf die Internationale Tourismusbörse in Berlin (ITB) schickten die Tourismusverantwortlichen alle, die sie irgendwie entbehren konnten.
Doch Lanzarote buhlt nicht allein um Deutsche. Abgesehen von Urlaubsdestinationen, wie beispielsweise Italien, Frankreich, der Türkei und natürlich Festland-Spanien, sind Lanzarotes kanarische Schwesterninseln ihre schärfsten Mitbewerberinnen. Und wenn man sich die anschaut, haben die anderen Inseln Lanzarote um Längen geschlagen.
Und es droht noch schlimmer zu kommen. Angesichts der Krise bricht auch der englische Markt dramatisch ein: Minus 22,56 Prozent gegenüber den ersten beiden Monaten des vergangenen Jahres, die Iren mitgerechnet.
Aber es gibt Hoffnung. Glaubt man den Erhebungen der 25. Deutschen Tourismusanalyse der BAT Stiftung für Zukunftsfragen,  werden die Deutschen trotz Krise nicht auf die schönsten Wochen des Jahres verzichten. Unser Volk ist nach wie vor Reise-Weltmeister, sein Urlaubswille ungebrochen. Stellt sich die Frage, wo die Teutonen ihren Bauch in die Sonne strecken werden. Denn die Sehnsucht nach dieser überstrahlt laut Dr. Horst W. Opaschowski, dem wissenschaftlichen Leiter der BAT Stiftung, alle anderen Reisewünsche. Sonnengarantie wird laut seiner Studie zum Synonym für einen gelungenen Urlaub.
Auch wenn Lanzarote diesen Winter seinen Gästen über Monate die kalte Schulter zeigte, so gehören wir doch zu den Feriendestinationen, die Sonne satt garantieren können.
Das können zwar auch andere Länder, die meisten von ihnen gehören aber zu den Fernzielen und die – so die Studie – werden sich die Deutschen in nächster Zeit verkneifen. Zu teuer!
„Reiselust-preisbewusst!“ heißt laut BAT-Studie das Motto der Deutschen, und sie hat ergeben, dass der Durchschnittsdeutsche pro Urlaubstag inklusive Anreise, Essen und Trinken nur 78 Euro ausgibt.
Wir werden also – und das gilt im Angesicht der Krise ganz besonders  – den Gürtel enger schnallen, dabei aber Service und Qualität verbessern müssen, damit der deutsche Tourist überhaupt noch zu uns kommt und nicht – wo der Trend hinweist – im eigenen Land urlaubt. Je näher das Reiseziel, umso geringer die Anreisekosten, um so mehr bleibt für Wohl und Wellness.
Hier liegt denn auch der klitzekleine Vorteil der Kanaren gegenüber Fernreisezielen.  Wir gehören noch zu den Mitteldistanzzielen und können preislich durchaus mit einer Italienreise (1.018 Euro) oder einer Spanien- oder Türkeireise (1.092 Euro) für durchschnittlich 12,2 Tage Urlaub mithalten. Fernreisen sind viel teurer bei weit größerem Zeitaufwand und laut BAT Studie für viele BRDler nur „einmal im Leben“ erschwinglich.
Dass die Deutschen immer mehr Lanzarote entsagen, liegt also nicht an der Krise. Es ist ein hausgemachtes Problem, und die Ursachen hierfür kann man täglich vor der eigenen Tür ausmachen: Unfreundlichkeit und schlechter Service bei teilweise unverschämten Preisen zahlt sich auf Dauer nicht aus. Ebenso wenig, wenn man das verdiente Geld nicht reinvestiert.
Verkommene und mit Kaugummi verklebte Bürgersteige, vergammelte Häuserfassaden, offene übervolle Mülltonnen direkt vor oder neben Hotels, verlassene, leere Geschäfte hinter deren Scheiben sich der Baumüll stapelt, eine Touristeninformation, wo man ewig auf Auskunft warten muss oder eine, wo die Jalousie hinter der Tür schief herunterhängt,  Einkaufszentren, deren Eigentümer nicht einmal ein paar Kübel Farbe im Jahr investieren, abgebrannte Häuser, deren Fassaden mit ein paar Pressspanplatten verbrämt werden, heruntergekommene Bauruinen, die seit Jahren die Gegend verschandeln, Retortenarchitektur der billigsten Art, allerorten Zigarettenkippen, die die spärlichen Bepflanzungen entlang der Bürgersteige und die Strände verschandeln, herumfliegender Plastikmüll.... Die Liste ist lang und Puerto del Carmen das Negativbeispiel für einen Urlaubsort.
„Der Strand ist eigentlich schön, man darf sich halt nicht umdrehen“, sagte mir ein Tourist, der trotzdem alle Jahre wieder hier Urlaub macht. Aber nicht wegen der Strände, nicht weil Puerto del Carmen so malerisch ist oder der Service so toll, sondern weil das Kind an Neurodermitis leidet und die Ärzte Urlaub auf Lanzarote empfohlen haben.
No me queda (hab ich nicht), no hay (gibt’s nicht) und no sé (weiß nicht) sind die meistbenutzten Worte im lanzarotenischen Dienstleistungsservice, und Ober mit bekleckerten Hemden keine Seltenheit.
Wenn es den Lanzaroteños wirklich ernst damit ist, den deutschen Touristen zurück haben zu wollen, dann müssen sie diesen wieder empfangen, wie man einen Gast empfängt. Gastfreundschaft und ehrliche Herzlichkeit gehören als Erstes dazu! Zu bestimmten Anlässen ein paar nette Worte in Deutsch und nicht nur in Englisch(!), weil auch unsere Landsleute – wie alle anderen - es gerne hören, wenn man uns ab und zu in unserer Landessprache anspricht und sich mit unseren Sitten, Gebräuchen und Gewohnheiten auseinandersetzt.
Der deutsche Gast mag es gepflegt, sauber, ordentlich und – ruhig! Das bestätigt die BAT Studie von Dr. Opaschowski. Außerdem ist der Deutsche im Urlaub gerne aktiv:  Zwei Drittel (66%) gehen regelmäßig Schwimmen. Mehr als jeder Dritte (36%) hat das Wandern, Bergsteigen und Trekking als Urlaubserlebnis entdeckt. Und fast jeder fünfte Urlaubsreisende (19%) sucht sich Ferienregionen aus, in denen man tauchen, segeln oder surfen kann. Genauso groß wie der Anteil der Wassersportler ist die Gruppe der Radfahrer und Mountainbiker (19%). Dagegen führt Reiten und Golfspielen (je 2%) fast ein Schattendasein.
Famara ist ein wunderschöner – und gefährlicher – Strand, aber ohne Badewachen. Es gibt jede Menge neue, gut ausgebaute Straßen. Aber bitte, wo sind die Radwege für die vielen Biker? Lanzarote böte viele Wandermöglichkeiten – aber wo beginnen und wo verlaufen die Wanderwege? München verweigert neuen Spielhallen die Zulassung, weil sie das Stadtbild verschandeln. Auf Lanzarote an jeder Ecke ein „Recreativo“. Überall sind Gehwege für Spazier- und Fußgänger da. Auf Lanzarote werden sie als Ladenfläche für Plastikramsch missbraucht. Jedes Urlaubsland  erlaubt nette Strandbuden, wo man  unweit vom Liegestuhl eine Erfrischung kaufen kann. Wir freuen  uns schon über einen verrosteten Mülleimer, wo man seinen Müll entsorgen kann.
Es ist einfach etwas zu ändern. Wir müssen es nur tun. Unsere Inselregierung kann zwar helfen, für das meiste sind aber Lanzarotes Unternehmer zuständig. Hotel- und Ladenbesitzer, Restauranteigner und Taxifahrer, für alle gilt: Die Kuh, die man melken will, führt man nicht in die (Dienstleistungs-)Wüste.



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