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Donnerstag, 17. Oktober 2019
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Lokales

Karneval auf Lanzarote:
Jetzt kommt die fünfte Saison!

Von: Matthias Zipfel


lanzarote canary islands karneval carnaval carnival
Ausgelassene Lebensfreude, feurige Rhythmen, farbenfrohe Umzüge, prächtige Kostüme, Tänzer und Trommler – fast nirgendwo in Europa wird der Karneval so ausgelassen gefeiert wie auf den Kanarischen Inseln.

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Mit seiner überbordenden Lebensfreude, den fantasievollen, aufwändigen Kostümen und der Mischung aus heißen Salsa- und Sambarhythmen steht der Karneval auf den Kanaren seinem berühmten Pendant in Rio de Janeiro kaum nach.

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Fest steht , dass nicht nur die Lust an der Verkleidung allgemein, sondern auch die Travestie im Karneval seit jeher eine große Rolle spielt.

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Bei vielen Canarios gehört der Karneval seit Generationen zu den wichtigsten Familienangelegenheiten.

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Die Teufelsmasken von Teguise (“Los Diabletes de Teguise”) sind ein wichtiges Element des lanzarotenischen Karnevals. Zur Tracht gehören Ruten mit sandgefüllten Lederbeuteln, mit denen Hiebe ausgeteilt werden, und Lederriemen mit Glöckchen, die das Nahen der Teufelsmasken ankündigen.

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Wegen der prachtvollen Kostüme und der aufwendigen Schminke brauchen die Teilnehmer der "murgas" oft stundenlange Vorbereitung für ihren perfekten Auftritt.

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”Las murgas” heißen die Gesangsgruppen, die den Teilnehmern und Zuschauern der Karnevalsumzüge mit ihrer rhythmischen Musik einheizen.

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Die Wahlen der Karnevalskönigin.....

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.....wird mit lateinamerikanischer Musik und anschließendem Umzug, “Coso”, gefeiert.

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Einer der Höhepunkte des Karnevals läutet gleichzeitig sein Ende ein: das „Begräbnis der Sardine“ (Entierro de la Sardina).

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Nicht ungern amüsieren sich die Canarios im Karneval aber auch über ihre normalen Mitmenschen.

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Das “Begräbnis der Sardine” (Entierro de la Sardina) bestimmt das offizielle Ende des Karnevals. Sie wird verbrannt und schließlich mit einem pompösen Feuerwerk verabschiedet.


Ausgelassene Lebensfreude, feurige Rhythmen, farbenfrohe Umzüge, prächtige Kostüme, Tänzer und Trommler – fast nirgendwo in Europa wird der Karneval so ausgelassen gefeiert wie auf den Kanarischen Inseln. Ein Erlebnis, das Sie auf keinen Fall versäumen sollten.

 

Sollten Sie, irgendwann im März, einer Gruppe leidlich rasierter Herren begegnen, die auf hohen Stöckelschuhen und verkleidet als bigotte Nonnen oder strapsbewehrte Krankenschwestern durch die Straßen stolzieren, begleitet von lautem Getrommel und feurigen Salsa-Rhythmen, dann gibt es dafür folgende Erklärungen: 1. Ein Kegelklub aus Südwales feiert feucht-fröhlich sein gemeinsames Coming-out; 2. Eine ausgelassene Urlaubsdelegation des Christopher-Street-Day genießt die Gelegenheit, sich bei einer ihrer Paraden einmal nicht zu erkälten oder 3. Es ist Karneval auf den Kanaren!

Warum gerade die kanarischen Männer sich so gerne als Frauen verkleiden, wäre ein interessantes Thema für künftige Doktorarbeiten. Fest steht jedenfalls, dass nicht nur die Lust an der Verkleidung allgemein, sondern eben auch die Travestie im Karneval seit jeher eine große Rolle spielt, eine Tatsache, die Kirchenoberen, Herrschern und Diktatoren schon immer ein Dorn im Auge war. So ist im Archiv von Santa Cruz de Tenerife ein Edikt aus dem 18. Jahrhundert erhalten, das Verkleidungen verbot, „die das Geschlecht verändern“. Aber es half nichts: Unbeeindruckt von den Maskenverboten einstiger Bourbonenherrscher oder des erzkatholischen Diktators Franco, der das heidnische Treiben gleich gänzlich abschaffen wollte, ließen die Einwohner der Kanaren ihrem südamerikanischen Temperament freien Lauf: mit prächtigen Kostümen, viel Fantasie und ausgeprägtem Sinn für Unsinn. So fand und findet die Macht der Herrscher ihre Grenzen, wenn sie auf die grenzenlose Sehnsucht stößt, wenigstens ein Mal im Jahr ungestraft über die Stränge zu schlagen.

Mit seiner überbordenden Lebensfreude, den fantasievollen und aufwändigen Kostümen und der Mischung aus heißen Salsa- und Sambarhythmen, andalusischem Flamenco und afrikanischen Klängen steht der Karneval auf den Kanaren seinem berühmten Pendant in Rio de Janeiro nicht nach. Und das ist kein Zufall: Viele Canarios waren im 19. Jahrhundert gezwungen auszuwandern und ihr Glück in Mittel- und Südamerika zu suchen. Nicht wenige von ihnen kamen dort tatsächlich zu Wohlstand, kehrten auf die Kanarischen Inseln zurück und importierten Karnevalsbräuche aus Bolivien, Nicaragua, Panama, Ecuador, Kuba und Venezuela in ihre alte Heimat.


Eine Familienangelegenheit

Wie fast alles, was mit Spaß zu tun hat, wird auch der Karneval nicht auf die leichte Schulter genommen. Bei vielen Canarios gehört er seit Generationen zu den wichtigsten Familienangelegenheiten. Ständig üben die Trommlergruppen ihre lautstarken Rhythmen und halten so einen weiten Kreis von Nachbarn über ihre musikalischen Fortschritte auf dem Laufenden. Monatelang wird auch an den Kostümen gebastelt, von denen die aufwändigsten schon mal mehrere Dutzend Kilo wiegen und mehrere Tausend Euro kosten können. Völlig außerhalb der Möglichkeiten für eine durchschnittliche kanarische Familie, wenn nicht hin und wieder große Firmen als Sponsoren hilfreich zu Seite stünden.

Der Karneval auf den Kanaren richtet sich nicht so sehr nach den Terminen, die der Kalender vorgibt. Vielmehr werden die Termine so gelegt, dass sich die einzelnen Gemeinden und Karnevalshochburgen nicht gegenseitig in die Quere kommen.  Schließlich hat jede Gemeinde etwas zu feiern, und jede auf ihre eigene Art und Weise. Insgesamt eine organisatorische Leistung von solcher Zuverlässigkeit und Präzision, wie man sie sich für andere Bereiche des öffentlichen Insellebens nicht einmal zu erträumen wagt. Und das ist im Ergebnis so praktisch wie angenehm, kann man auf diese Art doch noch weit nach Aschermittwoch, wenn also in Arrecife der Karneval schon lange vorbei ist, in anderen Gemeinden weiterhin prächtige Umzüge, Wahlen von Karnevalsköniginnen, Musik, Tanz, Ausgelassenheit und hin und wieder ein zünftiges Feuerwerk genießen.


Die Sardine wird begraben

Einer der Höhepunkte des Karnevals läutet gleichzeitig sein Ende ein: das „Begräbnis der Sardine“ (Entierro de la Sardina). Ein Brauch, den es seit ungefähr 200 Jahren geben soll, so sagt man jedenfalls. Der Überlieferung nach hatte der damalige König Carlos III zum Aschermittwoch ein rauschendes Fest organisiert. Weil aber Fleisch als Zeichen der Enthaltsamkeit  so kurz vor Beginn der Fastenzeit nicht angemessen war, ließ König Carlos stattdessen tonnenweise Sardinen anliefern.  So weit, so gut. Allerdings war die komplette Lieferung – wegen der Hitze oder wegen unzuverlässiger Lieferanten, niemand weiß es – ungenießbar. So wurde kurzerhand  und notgedrungen beschlossen, die übel riechende Fracht zu vergraben. Verdrießen ließ sich, trotz des entgangenen Festschmauses, aber niemand. Im Gegenteil: Schließlich war ja Karneval, und deshalb entwickelte sich dieses „Begraben“ der Sardinen zu einer dermaßen amüsanten Angelegenheit, dass man beschloss, es gleich im nächsten Jahr zu wiederholen. Wenn auch mit nur einer Sardine – symbolisch eben.

Bei aller Musik und Tanz und bunter Kostümpracht fehlt es auch im kanarischen Karneval nicht an beißender Kritik an den Mächtigen, der Gesellschaft und den mehr oder weniger großen Ärgernissen des Alltags. Es sind vor allem die „Murgas“, die Gesangsgruppen, die zusammen mit den „Comparsas“, den Tanzgruppen, für kritische und satirische Töne sorgen.


Wer zuletzt lacht ...

Nicht ungern amüsieren sich die Canarios aber auch über ihre normalen Mitmenschen. Und über die Touristen mit ihren bisweilen recht eigenartigen Angewohnheiten. Zum Beispiel über deren Freizügigkeit, mit der sie sich im Unterhemd oder gar gänzlich oben ohne zu präsentieren und sogar in Restaurants zu setzen pflegen. Für einen Bewohner der Kanaren völlig undenkbar, doch zumindest im Karneval nimmt er auch das mit Humor. Und auch der aufgeschminkte Sonnenbrand, die stets schussbereite Kamera vor dem nackten Bauch und die weißen Herrensocken in praktischen Sandalen gehören – zumindest auf La Palma – zu den beliebten Kostümierungen, mit denen die Einheimischen ihre sonnenhungrigen Besucher auf die Schippe nehmen. Der Zielscheibe dieses Spotts hilft da nur eins: mitmachen und mitlachen über das, worüber man sowieso öfter einmal herzlich lachen sollte, und zwar nicht nur im Karneval – über sich selbst.


Von Teufelsmasken und beerdigten Sardinen – 
Kleines Lexikon des Karnevals


”Las murgas”
heißen die Gesangsgruppen, die den Teilnehmern und Zuschauern der Karnevalsumzüge mit ihrer rhythmischen Musik einheizen. Zusammen mit den “comparsas”, den Tanzgruppen, sorgen sie für Satire und Kritik an den Politikern, der Gesellschaft oder den Widrigkeiten des Alltags.


Die Teufelsmasken von Teguise
(“Los Diabletes de Teguise”) sind ein wichtiges Element des lanzarotenischen Karnevals. Das heutige Kostüm besteht aus weißer Jacke und Hose, die mit roten und schwarzen Rhomben mit Punkten im Zentrum bemalt sind. Die Masken stellen schwarze Stierköpfe mit Hörnern und langer, roter Zunge dar. Zur Tracht gehören außerdem Ruten mit sandgefüllten Lederbeuteln, mit denen Hiebe ausgeteilt werden, und Lederriemen mit Glöckchen, die das Nahen der Teufelsmasken ankündigen. Der Gebrauch der Teufelsmasken ist vor allem bei Kindern sehr beliebt, können sie doch so maskiert durch die Gassen ziehen und ungestraft Leute erschrecken.


Die Wahlen der Karnevalskönigin und der Kinderkönigin wird mit lateinamerikanischer Musik und anschließendem Umzug,“Coso”, gefeiert. Wegen der prachtvollen Kostüme und der aufwendigen Schminke brauchen die Kandidatinnen oft stundenlange Vorbereitung für ihren perfekten Auftritt.


Das “Begräbnis der Sardine” (Entierro de la Sardina) bestimmt das offizielle Ende des Karnevals. In einer lustig-traurigen Prozession wird sie von “trauernden Witwen” zu ihrer letzten Ruhe geleitet, verbrannt und schließlich mit einem pompösen Feuerwerk verabschiedet.

 



Karnevalstermine 2011

Der Karneval bestimmt heuer den März auf Lanzarote: Los geht’s am Rosenmontag, den 7. März, in Arrecife mit dem großen Umzug durch die Stadt. Start ist am Nachmittag gegen 18 Uhr (Der genaue Zeitpunkt stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.) Der Aschermittwoch läutet auf Lanzarote nur das Ende des Karnevals in Arrecife ein, in dieser Nacht wird dort am Strand mit viel guter Laune und anschließendem Feuerwerk die Sardine verbrannt. Vom 9. - 12. März feiert Puerto del Carmen Karneval, Umzug dort am Sa., 12. März. In Haría wird vom 18. - 20. März gefeiert, der Festumzug dort ist am Samstag, 19. März, danach wird im Dorf bis ins Morgengrauen gefeiert. In Tinajo und Teguise geht’s dann vom 25.- 27. März weiter, die Festumzüge dort jeweils am Sa., 26. März.



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