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Kurzmeldungen

Karikatur von Felipe und Letizia beim Sex: Beschlagnahmt!



Ein Exemplar der beschlagnahmten Satirezeitschrift "El Jueves"


23-07-07 Madrid (sb) – Vergangene Woche Donnerstag zeigte die politische Satirezeitschrift „El Jueves“ eine Zeichnung von Prinzessin Letitia und Kronprinz Felipe auf der Titelseite beim Sex. Die Herausgeber wollten sich über die kürzlich von der Regierung beschlossene Babyprämie von 2500 Euro pro Kind lustig machen. Das ist mehr als gelungen. Denn kaum war das Blatt erschienen wurde es von Richter Juan del Olmo, der unter anderem die Ermittlungen zu den Madrider Bombenanschlägen vom 11. März 2004 leitete, beschlagnahmt. Sein Argument: „Die Karikatur ist entwürdigend und herabsetzend und kann als Beleidigung des Prinzenpaares eingestuft werden“. Darauf stehen in Spanien bis zu zwei Jahre Haft.

Ergebnis von Olmos Aktion: Inzwischen wird die besagte Ausgabe des Satireblattes mit 2.500 Euro im Internet gehandelt und die Presse weltweit berichtet über die Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit in Spanien.

Mit dem Vorwurf der „Verunglimpfung der Monarchie“ ließ Richter Juan del Olmo am vergangenen Donnerstag die jüngste Ausgabe des politischen Satireblattes „El Jueves“ von der Polizei an allen Kiosken beschlagnahmen und sperrte zusätzlich auch das Internetportal des Satireblattes, das seit rund 30 Jahren mit einer Auflage von rund 70.000 Heften das spanische Volk amüsiert. Selbst der König, hatte zugegeben, im Urlaub immer wieder „El Jueves“ zu lesen, berichtet Mitherausgeber José Luis Martín.

Der spanische Richter preschte übrigens ohne die Kenntnis der Königsfamilie vor: Diese erfuhr erst nach der Aktion von der Beschlagnahmung und war „not amused“. Und zwar weder von der Karikatur „die auf großes Missfallen gestoßen ist“ noch von der Beschlagnahmung, da man befürchtet, dass „das Vorpreschen der Justiz gegen das Satireblatt der Monarchie eher schade als nütze“ wurde ein Sprecher des Hofes in der spanischen Presse zitiert.

„Nicht einmal der größte Feind der Monarchie hätte so etwas erreichen können“, kommentierte die Zeitung El Mundo. Als „völlig unnötig und nutzlos“ bezeichnete El País das Verbot, das von vielen Medien zudem als Angriff auf die freie Meinungsäußerung gewertet wurde.„Die Republikaner werden sich die Hände reiben“, meinte der Autor der Karikatur, Guillermo Torres. Eigentlich, witzelte er, habe er Tom Cruise und Katie Holmes darstellen wollen. Er zeichne aber so schlecht, dass daraus Felipe (39) und Letizia (34) geworden seien.

Sollte es tatsächlich Olmos Absicht gewesen sein, Häme und Sarkasmus vom spanischen Thronfolger fern zu halten, so ist dieser Schuss wahrlich nach hinten losgegangen: Wollte er verhindern, dass 70.000 Menschen das seines Erachtens unwürdige Titelblatt von „El Jueves“ zu Gesicht bekommen, sah nun ein Millionenpublikum die Satire mit dem Prinzenpaar beim Geschlechtsakt und der skandalösen Sprechblase in der Kronprinz Felipe die Worte in den Mund gelegt werden: „Stell’ Dir vor, Du wirst schwanger. Es wäre das erste Mal in meinem Leben, dass ich etwas getan hätte, das Arbeit ähnelt!“

Spaniens Press ist sich zwar größtenteils einig, dass die Abbildung des Prinzenpaares im El Jueves geschmacklos ist, hält die Beschlagnahmung des Blattes aber für eine überzogene Reaktion. El País befragte vier Rechtswissenschaftler nach ihrer Meinungzur Rechtmäßigkeitt der Beschlagnahmung und dreimal sagten die Verfassungsrechtler, dass die Beschlagnahmung “unverhältnismäßig“ sei. Nur Juan José Solozábal, begrüßte die Maßnahme zum Schutz des Prinzenpaares und der beiden Töchter.

Die spanische Regierung übte heute Kritik an dem Verbot. Eine solche Maßnahme sei heutzutage nicht mehr zeitgemäß, sagte Vizeregierungschefin María Teresa Fernández de la Vega. Der Meinungsfreiheit dürften keine Grenzen gesetzt werden. Ohnehin sei die Karikatur überall im Internet zu sehen.

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Die beiden Verfassungsartikel, welche das Königshaus und dessen Mitglieder vor Verunglimpfung schützen sollen, lauten folgendermaßen:

Artículo 490.3 del Código Penal.-
El que calumniare o injuriare al Rey o a cualquiera de sus ascendientes o descendientes, a la Reina consorte o al consorte de la Reina, al Regente o a algún miembro de la Regencia, o al Príncipe heredero de la Corona, en el ejercicio de sus funciones o con motivo u ocasión de éstas, será castigado con la pena de prisión de seis meses a dos años si la calumnia o injuria fueran graves, y con la de multa de seis a doce meses si no lo son.

Artículo 491 del Código Penal.- 1. Las calumnias e injurias contra cualquiera de las personas mencionadas en el artículo anterior, y fuera de los supuestos previstos en el mismo, serán castigadas con la pena de multa de cuatro a veinte meses. 2. Se impondrá la pena de multa de seis a veinticuatro meses al que utilizare la imagen del Rey o de cualquiera de sus ascendientes o descendientes, o de la Reina consorte o del consorte de la Reina, o del Regente o de algún miembro de la Regencia, o del Príncipe heredero, de cualquier forma que pueda dañar el prestigio de la Corona.



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