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Wissenswertes

Interview mit Konsul Peter Schmid
„Bleiben Sie immer neugierig.“

Von: Sarah Schulz


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Deutscher Konsul für die Kanarischen Inseln: Peter Schmid. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz


25.06.2012 Seit Juni 2011 ist Peter Schmid der deutsche Konsul in Las Palmas de Gran Canaria. Lanzarote37° stellt Ihnen den gebürtigen Münchner, der Ihre Interessen auf den Kanarischen Inseln vertritt, vor.

 

Am 24.Juni 2011 trat Peter Schmid seinen Dienst im Konsulat der Bundesrepublik Deutschland, im Santa Catalina-Viertel im Norden der grankanarischen Inselhauptstadt Las Palmas, an. Er ersetze den Interimskonsul Michael Göllner, der sechs Wochen lang nach dem Tod des Vorgängers Peter Christian Haucke dessen Aufgaben übernommen hatte. Schmids Wechsel auf die Kanaren war aber bereits vorher als normale Versetzung geplant gewesen, da Haucke nach vier Jahren Amtszeit in Las Palmas im Juni in den Ruhestand verabschiedet worden wäre.  
Nachdem Schmid als Konsul an der Deutschen Botschaft in der kamerunischen Hauptstadt Jaunde in Zentralafrika tätig gewesen war, freut er sich über die geografische Lage seines neuen Arbeitsortes. Die ultraperiphere Lage der Kanaren in Europa – anders ausgedrückt: die Nähe zu Afrika – vermitteln ihm ein Gefühl der Konstanz, obwohl ihn nie gestört hatte, dass sein Diplomaten-Dasein viele Reisen und Ortswechsel mit sich bringt. Ganz im Gegenteil war dies eine bewusste Entscheidung. Nach seinem Studium der Deutschen Literatur und Kunstgeschichte in München wusste er, dass die Immatrikulation an der Fachhochschule des Bundes für Verwaltung, Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten, diesbezüglich sein Leben vorbestimmte. „Aber für die Familie ist dies nicht leicht“, gibt er offen zu.

Das neue Zuhause
Bei seinem aktuellen Aufenthalt begleitet ihn seine Ehefrau mit seinem jüngsten Sohn, dem elf Monate alten Jonathan. Drei Kinder aus einer früheren Ehe sind erwachsen und arbeiten beziehungsweise studieren in Deutschland. Mit seiner kleinen Familie lebt Schmid im Stadtteil Ciudad Jardín, circa zwei Kilometer vom Konsulat entfernt. Zur Arbeit komme er, ganz praktisch, direkt mit dem guagua municipal, dem Stadtbus, der gleich im Santa Catalina-Park eine Haltestelle hat. Die Grünanlage kann Schmid von seinem großzügigen Eckbüro-Fenster im zweiten Stock überblicken.

Als er auf die Bedeutung des Begriffs „Zuhause“ für ihn zu sprechen kommt, ist es ihm wichtig, klarzustellen, dass sein Zuhause immer dort ist, wo er arbeite und seine Familie um sich herum habe. Als Karrierebeamter habe man recht bald keine Freunde mehr. Zu selten könne man die alte Heimat besuchen, und Freundschaften könnten so nicht bestehen bleiben. Zwar gewinne man auch immer wieder neue Freunde und Bekannte dazu, sei sich gleichzeitig aber sofort bewusst, dass diese nach einem erneuten Umzug wieder wegbrechen würden. Dies sei schade, aber als Schutzmechanismus eigne man sich an, dass Vermissen zu verlernen. Auch bei Heimweh oder der Sehnsucht nach deutschen Lebensmitteln, die man im Ausland nur schwer erwerben könne, sei dies sehr hilfreich. „Ich vermisse nichts. Was allerdings nicht bedeutet, dass ich in München nicht gerne ein Augustiner Edelstoff trinke und Weißwurst esse.“ Durchaus mit Bedauern gibt er zu, dass er viel zu selten in seiner Geburtsstadt sei. Bayern, seine Landeshauptstadt, die Alpen seien wunderschöne Orte, die er immer gerne besuche. Wenn er aber nach Deutschland komme, statte er seinen Eltern, die mittlerweile in Ostfriesland leben, einen Besuch ab.
In jeder Hinsicht das Schöne an seinem Job sei das Kennenlernen „anderer Länder und anderer Sitten“. Er sei eine Person, die immer neugierig geblieben sei und das auch in Zukunft sein möchte. Sein Beruf erlaube ihm, von dem oberflächlichen Blick in die Tiefen einer Kultur einzutauchen und so jeden Tag den persönlichen Horizont zu erweitern.

Alltag im Ausland
Der rote Faden, der sich durch Peter Schmids Leben zieht, ist der Dienstherr, dem er während seiner Laufbahn immer unterstand: dem Bundesminister des Auswärtigen.Wobei es seit Schmids Einschreibung an der Fachhochschule des Bundes 1979 wiederum sechs verschiedene Außenminister gab.  
Diese Wechsel waren jedoch nicht die unangenehmen Gegebenheiten, in denen er merkte, dass er sich anpassen musste. Im Ausland vermissten Deutsche gerne die Zuverlässigkeit, die sie aus der Heimat gewöhnt seien. Wo in Deutschland ein Anruf genüge, könne es in anderen Staaten passieren, dass nach einem Kommunikationsmarathon immer noch nicht das jeweilige Ziel erreicht sei. Als Tipp betont er, persönliche Kontakte seien da das Maß aller Dinge. Wenn etwas nicht funktioniere, könne es sehr hilfreich sein, über den eigenen Schatten zu springen, seine Ängste und Befürchtungen zurückzustellen, und eine Person oder Behörde direkt aufzusuchen. „Das schafft Vertrauen auf beiden Seiten, und man kommt seinem Ziel näher. Am Ende hat man dann das gute Gefühl, etwas erreicht zu haben, und alles ist gut ausgegangen.“
Die Kanarischen Inseln kannte Schmid bis vor ein paar Monaten gar nicht, auf dem Festland hatte er Madrid, Barcelona und Andalusien bereist. Als Tourist gefielen ihm die Orte sehr. Die Inseln, von denen er bis zu unserem Interviewtermin Gran Canaria, Teneriffa, La Palma und Lanzarote kennengelernt hatte, gefallen ihm ebenfalls.
Im Rahmen der Einführung von Dr. Roland Mager als Honorarkonsul von Lanzarote und Fuerteventura besuchte Peter Schmid im Oktober für ein Wochenende die östlichste Kanareninsel. Hier war er besonders fasziniert vom Timanfaya-Nationalpark, den er wie so viele mit einer Mondlandschaft assoziierte. Bisher am schönsten findet er aber Teneriffa, da diese Insel für ihn alle Eigenheiten der anderen in sich vereint: im Norden das üppige Grün, welches ganz La Palma beherrscht, in Las Cañadas, der Caldera des Teides, erkennt er Lanzarote und Fuerteventura wieder, und die Hauptstädte Santa Cruz und Las Palmas sind von ähnlicher Größe und kulturellen Möglichkeiten.

Persönliche Freuden
Wer so oft in seinem Leben einen neuen Lebensmittelpunkt gewählt hat, wählen durfte oder musste, der freut sich, wenn er überall Dinge findet, die ihm gefallen. „Neugierig bleiben“ hat sich zu Peter Schmids Maxime entwickelt, ausnahmslos. Stets gebe es Neues zu Entdecken und Altes neu kennenzulernen. Auch wenn er meint, dass seine ersten Studienfächer damals in München „eine brotlose Kunst“ gewesen seien, vergisst er diese Interessen nicht und baut sein Wissen gerne aus. In seinem Beruf sind schließlich auch kulturgeschichtliche Kenntnisse ein großer Nutzen.
Neben dem Geistigen dürfen sinnliche Genüsse nicht zu kurz kommen. Kanarischer Wein, die verschiedenen Valsequillo-Käse sowie die berühmten papas arrugadas mit Mojo-Saucen hat er bereits gekostet und möchte sie nicht mehr missen. Diese Freuden haben gute Chance, ihn von nun an sein ganzes Leben zu begleiten. Nach vier Jahren in Athen in den 1990er Jahren, wo er als Vizekonsul arbeitete, schätzt er griechisches Essen. Wenn er heute nach Griechenland zurückkommt, kehrt er in die Restaurants von damals ein und genießt die Spezialitäten seiner vergangenen Dienstzeit. Dies ist eine kleine, liebgewonne Tradition, wie sie jeder hat. Eine besonders deutsche lässt sich allerorts auf der Welt beobachten: Ein Weihnachtsbaum darf bei vielen nicht fehlen. „Wissen Sie, selbst in Kamerun kann man Weihnachtsbäume bekommen.“ Ob er selbst einen hatte? Er lacht, schüttelt den Kopf und sagt schlicht: „Nein.“

 

Das deutsche Konsulat versteht sich als Dienstleistungsunternehmen, das vielfältige Aufgaben zu bearbeiten hat. Auf den Kanarischen Inseln sind für Touristen und Residenten hauptsächlich folgende Arbeitsbereiche von Relevanz: Hilfe bei Verlust von Ausweispapieren, deren Neuausstellung sowie Informationen zu Zollvorschriften, familienrechtlichen Fragen und  Wahlrecht.
Deutsches Konsulat Las Palmas de Gran Canaria, Calle Albareda, 3-2º, 35007 Las Palmas de Gran Canaria. Telefon: 928 491 880.



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