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Sonntag, 22. September 2019
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Wissenswertes

Historischer Spaziergang durch Teguise

Von: Von Diogenes von der Töss



Collage von Diogenes von der Töss


Castillo de Santa Bárbara


Convento de San Francisco


Palacio del Marqués


Callejón de la Sangre





Iglesia de Nuestra Señora de Guadelupe


Palacio Spinola


Belén de Teguise





Santiago Aléman hat diese historische Karte von Teguise im Jahre 1990 gestaltet





(01/07 N°6) Castillo de Santa Bárbara

Wir beginnen hoch oben auf dem Kraterrand des Vulkans Guanapay, im Osten Teguises. Dort liegt die Festung Santa Bárbara und man hat einen eindrucksvollen Blick über den gesamten Ort und weiter bis hin nach San Bartolomé. Der unter Sancho de Herrera erbaute Wachturm Santa Bárbara diente damals demnach auch zur Beobachtung der nahe gelegenen Küste. 1551 wurde ein niedrigerer Trakt mit einigen Quartieren hinzugefügt, wodurch ein von massiven Steinmauern umwehrter Bau entstand, der im Jahre 1588 von Leonardo Torriano, Ingenieur im Dienst von König Felipe II, noch zu einer Verteidigungsanlage mit Schießscharten, Böschungen und Schulterwehren ausgebaut wurde. Als man die Festung nicht mehr zu Zwecken der Verteidigung benötigte und diese Zusehens verfiel, entschloss sich 1960 der Verein „Amigos de los Castillos" zu einer ersten Restaurierung. Heute beherbergt die Festung Santa Bárbara das kanarische Emigrantenmuseum.

 

Convento de San Francisco

Wir laufen am Guanapay wieder hinunter und begeben uns an den Ortseingang von Teguise nahe der Hauptstrasse Arrecife-Haría. Hier befindet sich der „Convento de San Francisco". Von diesem Franziskanerkloster mit ursprünglichem Namen „La Madre de Dios de Miraflores" (die Sonnenblumen der heiligen Mutter Gottes) ist lediglich die Kirche erhalten geblieben. Es war das neunte Kloster dieses Ordens auf den Kanaren und wurde zur letzten Ruhestätte der vornehmsten Persönlichkeiten Lanzarotes. 1588 von Gonzalo Argote de Molina im Valle de Miraflores (Tal der Sonnenblumen) erbaut und in den 70er Jahren durch fragwürdige Renovierungsarbeiten verunstaltet, restaurierte die Gemeinde Teguise von 1975 bis 1977 die Klosterkirche mit ihrem großen Schiff, einem kleineren und einer Reihe von Rundbögen. Auffällig sind die Form der Holzkanzel und das aus einem einzigen Vulkanstein gehauene Taufbecken. Heute wird die Kirche vor allem für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

 

Palacio del Marqués

Hinein in die verwinkelten Gassen von Teguise. Hier fahren nur wenige Autos und der Spaziergänger kann sich in aller Ruhe die Bauten anschauen, die häufig von außen so schlicht anmuten und in ihrem Inneren erst die ganze architektonische Kunst, zauberhafte Innenhöfe und viel Geschichte offenbaren. Eines dieser recht unscheinbaren Häuser ist der Palacio del Marqués, auch genannt das Haus der Herreras, Grafen von Lanzarote, aus dem Jahre 1455. Eines der ältesten Gebäude, vielfach renoviert, in dessen Innerem sich einst ein Archiv mit wichtigen historischen Akten befand, die teilweise von den Mauren entwendet wurden. Der malerische Patio beherbergt derzeit eines der vielen gemütlichen Wein- und Tapaslokale, die die Gassen von Teguise so einladend machen.

 

Callejón de la Sangre

Durch den „Callejón de la Sangre", die „Blutgasse" also, steuern wir das Zentrum von Teguise und seine Kirche „von Unserer Señora de Guadelupe" an. Die Gasse erhielt ihren Namen durch das dort fließende Blut während der Invasion Teguises durch Morato Arráez im Jahre 1586 und die Opferung zahlreicher Christen.

 

Iglesia de Nuestra Señora de Guadelupe

Die Iglesia de Nuestra Señora de Guadelupe, deren erste einfache Konstruktion aus dem Jahre 1428 datiert, war chronologisch die dritte Kirche der Kanaren und wurde im 16. Jahrhundert vielfach von Piraten heimgesucht, ausgeplündert und besetzt: 1569 vom Korsaren Calafat, 1571 von den Dogali, 1586, 1596… und als sei dies noch nicht genug, erlitt der Bau am 6. Februar 1909 auch noch großen Schaden durch eine Feuersbrunst. Die Kirche wurde umgehend wieder aufgebaut, wenngleich die Renovierungsarbeiten sich danach bis ins Jahr 1922 hinzogen. Subventioniert vom Ayuntamiento de Teguise, wurden ab 1991 weitere umfangreiche Renovierungsarbeiten am Wahrzeichen im Zentrum von Teguise vorgenommen.

 

Palacio Spinola

Wir überqueren vor den Pforten der Kirche die Plaza de la Constitución mit ihren beiden Löwen und schauen auf den Palacio Spinola, eines der bedeutendsten gut erhaltenen Bauwerke aus dem späten 18. Jahrhundert und damals immer im Besitz einflussreicher Familien von Teguise. Das herrschaftliche Haus fasziniert einerseits wegen seiner Dimensionen und andererseits dank seiner originalen architektonischen Elemente. Seit dem Beginn der 80er Jahre steht der Palacio der Öffentlichkeit als Museum zur Verfügung, bzw. dient kulturellen Zwecken.

 

La Cilla

Wenn wir den Palacio Spinola durch seine steinerne Tür nun wieder verlassen, blicken wir zur Rechten auf ein einfaches rechteckiges Gebäude mit doppeltem Dach. Es beherbergt heute eine Zweigstelle der „Caja de Canarias" und diente ursprünglich als Lagerraum für den „zehnten" bzw. die so genannte „Erstlingsabgabe" der angebauten Früchte. Es wurde „La Cilla" (der Stuhl) genannt und hierhin begab man sich, um seinen Tribut zu entrichten. Dies bereits seit dem Jahre 1420. Hier wurden selbst Fische abgegeben, wenn der Fischer kein Geld besaß und hier konnten sich die ärmeren Mitbürger eine Mahlzeit abholen. Die heutige Nutzung des Gebäudes durch die örtliche Bankfiliale mutet zwar nicht mehr ganz so sozial an, aber dank der Subventionierungen durch die Caja de Canarias ist ein ganz besonderes Gebäude mit einer Deckenkonstruktion aus Stein und Holz gut erhalten geblieben.

 

Belén de Teguise

Wir verlassen das Zentrum der ehemaligen Inselhauptstadt und müssen beim Überqueren der Hauptstrasse Richtung San Bartolomé wieder auf den vorbeirauschenden Verkehr achten (eine Verkehrsberuhigung auch dieser Zone bzw. eine Umgehung des Zentrums von Teguise wird erwogen). Bevor wir am Ende des Spazierganges den „Convento de Santo Domingo" besuchen werden, kommen wir jetzt im Dezember und Januar noch an einem kleinen Schmuckstück vorbei: Dem liebevoll gestalteten „Belén" nämlich, dem Krippenspiel von Teguise. Belén heißt eigentlich „Bethlehem" und die Tradition des Baus ganzer Miniatur-Ortschaften ist auf den Kanaren weit verbreitet. Vor allem am Abend ist das von Dutzenden kleinen Lämpchen beleuchtete Spektakel ein ganz besonderer Augenschmaus.

Der Convento de Santo Domingo wurde im Jahre 1726 für den heiligen San Juan de Dios erbaut, gestiftet von Capitán Gaspar Rodríguez Carrasco. Auch dieses Bauwerk trug einigen Schaden davon, diesmal jedoch nicht durch Plünderer und Piraten, sondern durch „Restaurateure", die im Jahre 1988 während ihrer Arbeit, die eigentlich der Erhaltung des Gebäudes dienen sollte, eher wie die Elefanten durch den Porzellanladen stampften und dabei einige ursprüngliche Elemente zerstörten. Allerdings wurden im gleichen Jahr in einem bis dato unzugänglichen Nebenraum mehr als 100 teilweise einbalsamierte Skelette gefunden. Das Hauptschiff des Convento ist 36 m lang und 8 m breit.

Heute finden auch im Convento de Santo Domingo regelmässig kulturelle Veranstaltungen statt, momentan gerade die Ausstellung „Ö-SIRIS - Visiones Paralelas" mit Bildern von José Antonio Manchado und Carlos Parra (Lanzarote 37º berichtet darüber direkt im Anschluss an diese Reportage).

 



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