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Lokales

Hinter den Kulissen des Ironman Lanzarote

Von: Sarah Schulz


Ironman, 2012, Chris Wild, Lanzarote, Lanzarote37°, deutschsprachiges Inselmagazin, 37 Grad
Für Triathlet Chris Wild ist der Ironman eine positive Sucht. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

Ironman, 2012, Solveig Olsen, Club La Santa, Lanzarote, Lanzarote37°, deutschsprachiges Inselmagazin, 37 Grad
Solveig Olsen, die Managerin des Clubs La Santa, sieht dem Event noch ganz entspannt entgegen. ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

Ironman, 2012, Pedro Morales, Koch, Küchenchef, Club La Santa, Lanzarote, Lanzarote37°, deutschsprachiges Inselmagazin, 37 Grad
Küchenchef Pedro Morales sorgt mit seinem Team für das leibliche Wohl aller Ironman-Teilnehmer und der Freiwilligen. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

Kenneth Gasque, Renndirektor, Ironman, 2012, Club La Santa, Lanzarote, Lanzarote37°, deutschsprachiges Inselmagazin, 37 Grad
Dem dänischen Renndirektor Kenneth Gasque ist es zu verdanken, dass vor 20 Jahren der erste Ironman auf Lanzarote stattfand. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

Laurent Sillon, Green Team, Ironman, 2012, Club La Santa, Lanzarote, Lanzarote37°, deutschsprachiges Inselmagazin, 37 Grad
Green Team-Chef Laurent Sillon hilft den Sportlern in den Wechselbereichen. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz

Lars Kjærgaard, Zeitnahme, Ironman, 2012, Club La Santa, Lanzarote, Lanzarote37°, deutschsprachiges Inselmagazin, 37 Grad
IT-Manager Lars Kjærgaard ist verantwortlich für die Zeitnahme - den aus sportlicher Sicht relevantesten Aspekt des Rennens. Foto: ©Lanzarote37°/Sarah Schulz


25.06.2012 Von einer kleinen Sportveranstaltung mit 131 Teilnehmern bei seiner Erstaustragung 1992 hat sich der Ironman Lanzarote zum spanischen Top-Sportereignis des Jahres entwickelt. Die Organisation funktioniert nach dem Motto: Nach dem Ironman ist vor dem Ironman. Das ganze Jahr über wird der nächstjährige Wettkampf vorbereitet. Im Frühling geht es in die heiße Phase. Lanzarote37° schaute den Veranstaltern im Club La Santa über die Schultern.

 

1. März 2012. Noch 79 Tage bis zum 21. Ironman Lanzarote am 19. Mai. Im Club La Santa, dem Sporthotel im Westen der Insel und Lizenzinhaber zur Austragung, laufen die Vorbereitungen. Seit dem letzten Ironman sind fast zehn Monate vergangen, aber die Arbeit hat nicht geruht. Im Gegenteil: Sara Perani, die italienische Rennsekretärin, hatte gleich nach dem vergangenen Wettbewerb die 4000 T-Shirts für die 3000 voluntarios (freiwillige Helfer bei der Veranstaltung) und die Zulieferer und Sponsoren des Rennens bestellt. Auch der Auftrag zur Lieferung der verschiedenfarbigen Armbänder, die auf dem Ironman-Gelände in Puerto del Carmen, auf der Avenida de las Playas, den Zutritt zu den Zonen regeln wird, liegt so lange zurück. Aktuell beginnen aber die Hauptvorbereitungen, und in den kommenden Wochen bis zum Wettkampf werden die circa 300 Angestellten des Hotels einiges zu tun haben. Jedem einzelnen wird eine bestimmte Aufgabe zukommen, die es im Detail noch festzulegen gilt. Solveig Olsen, die schwedische Managerin des Hotels, ist aber noch ganz ruhig und entspannt. Im Moment heißt es vor allem Obacht bei den eingehenden Reservierungen für den Austragungszeitraum, weil den circa 200 bis 250 Athleten - darunter befinden sich alle nicht auf der Insel lebende Berufssportler - die sich im Club einquartieren, ein Zimmer im Erdgeschoss am angenehmsten ist. „Alles Softies“, kommentiert der englische Triathlet Chris Wild, der dieses Jahr zum siebtem Mal auf der Vulkaninsel starten wird, die Reservierungswünsche seiner Kollegen lachend, denn sie zielen darauf ab, dass die Sportler so wenige Stufen wie möglich nach der Veranstaltung laufen müssen: „Es stimmt schon, dass die Beinmuskeln dann extrem müde sind. Die ganzen Rampen, die es hier gibt, sind für uns Extremsportler nach dem Wettkampftag, erst sekundär, um rollstuhlgerecht zu sein.“ Aber ehe es soweit ist, muss Chris noch einige Wochen lang seine 20 und manchmal mehr Trainingswochenstunden hinter sich bringen. Und auch in der Küche wird Pedro Morales, Chefkoch des Hotels, noch gemütlich einige Leckereien kredenzen, bevor sich das Team in die Vorbereitung stürzt. Ab Mitte April werden die langen Einkaufslisten geschrieben, auf denen sich numerisch spektakuläre Posten wie 14000 Bananen und 800 Kilogramm Apfelsinen finden.


Einsatz für ein großes Event

Über diesen Vorbereitungen und allem anderen ruht und wacht der Renndirektor Kenneth Gasque. Nachdem er die Idee für einen Ironman Europa Ende der 1980er Jahre an Deutschland „verloren“ hatte, schaffte es der Däne in den vergangenen 20 Jahren, auf den Kanaren „eine kleine Schwester oder einen kleinen Bruder“, wie er das Rennen liebevoll nennt, des berühmten Ironman Hawaii zu etablieren. Mittlerweile werden, weil die Nachfrage so groß ist, 1800 Startplätze angeboten. Jedoch nicht nur der Tatsache, den Dreikampf von Big Island nach Spanien gebracht zu haben, ist der immense Erfolg geschuldet. Vor allem die gute Atmosphäre zieht die Sportler an. Selbstverständlich helfen die Freiwilligen bei Auf- und Abbau, cremen die Sportler mit Sonnencreme ein, reichen ihnen Bananen, aber im Besonderen feuern sie sie aus Leibeskräften an. Die Verantwortlichen des Club La Santa kümmern sich um „ihre“ Teilnehmer und versuchen, den größtmöglichen Service zu bieten. „Von morgens vier Uhr bis Mitternacht beschäftigen wir Putzfrauen, damit die Toiletten auf dem Gelände sauber sind“, erzählt Solveig, und Chris bestätigt, dass dies bei solchen Veranstaltungen keine Selbstverständlichkeit ist.
Je näher die sportliche Prüfung rückt, desto mehr Arbeit kommt auf die Clubmitarbeiter auch außerhalb des Hotels zu. Die nicht auf Lanzarote lebenden Sportler werden auf dem Flughafen in Guacimeta in Empfang genommen. Mit ihrer Ankunft beginnt auch das Geschäft für die Insel. Kenneth weiß aus einer Studie, die der Sportwissenschaftler Juan Antonio Carreño für die Universidad Las Palmas de Gran Canaria im Jahr 2008 durchgeführt hat, dass jeder Ironman-Teilnehmer pro Tag auf der Insel im Durchschnitt 60 Euro ausgibt. Dies sei in etwa das Doppelte eines „normalen“ Urlaubers. Taxifahrer, Pizzaservices und Tätowierer verdienen an der Veranstaltung genauso wie Fahrradgeschäfte und Hotels. Die Bike-Shops profitieren von dem Verbot von CO2-Pumpen im Flugzeug, und viele Teilnehmer lassen sich als Andenken das Ironman-Zeichen in die Haut stechen. „Der Ironman ist ein Insel-Ereignis. Wir alle haben etwas davon“, resümiert Kenneth. Der sonst so bescheidene Däne ist sichtlich zufrieden, dass dies zu großem Teil sein ureigener Verdienst ist.


Die letzten Tage in La Santa

Turbulent wird es in der letzten Woche vor dem Rennen. Sara ist nun mit der Registrierung der Triathleten beschäftigt, die nach La Santa kommen, um ihre Teilnahme zu bestätigen und ihre Startnummern und Informationen abzuholen. Am Donnerstag vor dem großen Tag findet abends im Club die Pasta Party statt. Ihr voraus geht der sogenannte Einmarsch der Nationen, bei der jeder Staat, der mit einem Teilnehmer vertreten ist, per Flagge repräsentiert wird. „Einmal hatten wir keine estnische Flagge“, erinnert sich Solveig, „und der Athlet aus Estland war auch noch ein Kandidat auf den Sieg. Auf der gesamten Insel war keine Flagge zu bekommen. Also musste eine Änderungsschneiderin noch schnell eine nähen.“ Chris sieht eher Disziplin- denn Organisationsprobleme: „So mancher Athlet schaufelt sich Unmengen an Nudeln rein“, sagt er, wild mit den Armen gestikulierend, um das kritisierte Verhalten nachzuahmen. „Für die meisten wären so kurz vor dem Rennen kleinere Mengen durchaus angebracht. Nicht wenige legen da sogar noch zwei Kilo Gewicht zu. Das Training ist schließlich schon auf sechs bis acht Trainingsstunden die Woche reduziert.“ Auch Pedro und seinen elf festen Köchen, zu denen bis zu sechs weitere für den Ironman hinzukommen, würde dies ein wenig die Arbeit erleichtern, schließlich müssen sie 14 verschiedene Pastagerichte für etwa 1300 Gäste – nicht alle Athleten besuchen die Feier - kochen: Lasagne, Cannelloni, verschiedene Soßen - ein Glück, dass sich die Teigwaren schon ein paar Tage im Voraus zubereiten lassen.
Am Morgen nach dem Fest muss sich die Küchen-Crew wie alle anderen auf den Weg nach Puerto del Carmen machen. Von den insgesamt circa 40 Transportern sind alleine zwei beladen mit allem, was hinterher eine etwa 100 Quadratmeter-Küche auf dem Sportgelände wird. Dort machen sich die Köche gleich an die Arbeit. Bis zum nächsten Tag heißt es, 24 Paellas mit je fünf Kilogramm Reis zuzubereiten, Nudelsalat, Fleischbällchen, Kichererbsen und nicht zu vergessen die Hühnerbrühe, die manche Athleten direkt nach dem Rennen zu sich nehmen, noch bevor es zur Massage geht, um ein wenig Kraft zu schöpfen.


Puerto del Carmen, Ironman-Gelände

Freitags beginnt auch der dänische IT-Manager Lars Kjærgaard mit dem Aufbau seines Bereiches. Er ist verantwortlich für den aus sportlicher Sicht relevantesten Teil des Rennens: die Zeitnahme. „Wir haben ein Back-up vom Back-up vom Back-up“, leitet er seine Erklärungen zum Ablauf ein, um keinen Zweifel an der Wichtigkeit aufkommen zu lassen. Insgesamt vier Kontaktmatten hintereinander an jeder Zeitnahmestelle garantieren, dass der Chip, den jeder Athlet an seinem Knöchel trägt, wenigstens ein Signal sendet, sobald der Sportler in das Wechselfeld einer der Matten gelaufen ist. Mit bis zu 15 Computern sind Lars und sein siebenköpfiges Ironman-Team vor Ort, denn nach der Zeitnahme sind sie verantwortlich für die Auswertung der Zahlen, für die Tabellen und Statistiken. Besonders interessiert an den Resultaten sind jene Athleten, die sich Chancen auf den besten Platz in ihrer Altersgruppe ausrechnen, weil dies ihre Qualifikation – den Gewinn einer der 40 zu vergebenden begehrten Startplätze - für den Ironman Hawaii bedeuten würde. Einen Erfolg, den Chris im vergangenen Jahr verbuchen konnte. Im letzten Oktober bestritt er den renommiertesten Ironman. Zum ersten Mal auf Lanzarote teilgenommen hat der damals 35-Jährige 2006. Immer hatte er, der die Insel seit sehr vielen Jahren kennt, die Hysterie für lächerlich gehalten, aber nach dem ersten Mal habe ihn eine Sucht gepackt. „Immer muss ein weiterer Ironman folgen“, gibt er zu. 2011 nahm er innerhalb von 21 Wochen an drei Ironmen teil. Das kommt so gerade hin mit seiner Theorie, dass sein Körper bis zu sechs Wochen nach einem Triathlon braucht, um sich zu regenerieren.
Am Freitag um 15 Uhr muss der Aufbau in Puerto del Carmen abgeschlossen sein, da dann die Abnahme der Fahrräder und Helme durch die Rennkommissare stattfindet. Hiernach beginnt auch die Hauptarbeit von Eulagio Duarte und dem Sicherheits-Team. Bis zum nächsten Abend müssen sie das Gelände beaufsichtigen, 1800 Räder und Kopfschutz inklusive, damit die Sportler erfolgreich in den zweiten Rennabschnitt starten können. Bisher ist ihnen das immer gut gelungen. Die Bemühungen angetrunkener Feierwütiger, über die Absperrungen zu klettern, konnten stets abgewehrt werden. Es scheint, als sei das Fahrrad die Achillesferse des Triathleten: Da er es mehrfach aus seiner Obhut geben muss, ist es am anfälligsten für einen Schaden im Vorfeld. Solveig erinnert sich beispielsweise an einige Sportler, die ohne Fahrrad auf Lanzarote landeten. Ihre Räder waren gar nicht oder nicht in das richtige Flugzeug verladen worden. Jedoch wissen die sportbegeisterten Mitarbeiter im Club La Santa nur zu gut, dass es unschön bis unmöglich ist, auf einem Rad den Wettkampf zu bestreiten, an das man nicht gewöhnt ist. So setzten sie alle Hebel in Bewegung, um das Sportgerät pünktlich zum Rennen auf der Insel zu haben. Und für den ärgsten Fall hatten sie es bis dahin auch jedes Mal geschafft, einen äquivalenten Ersatz zu beschaffen.
Die Sportler lassen den Freitag ruhig verstreichen: „Ein kleiner Lauf, nicht zu viel essen, das würde belasten“, so sieht Chris‘ perfekter Vortag aus.
Während Eulagio mit seinen Kollegen bei der Nachtschicht der Dinge harrt, die in den nachfolgenden Stunden auf sie hereinbrechen werden, schlafen die Athleten und Freiwilligen einige wertvolle Stunden lang, denn sehr früh am Samstagmorgen klingelt ihr Wecker. Ab drei Uhr nachts gibt es bei Pedro und seiner Mannschaft Frühstück. Nicht nur die voluntarios kommen dann auf einen Kaffee und ein Brötchen bei ihnen vorbei, sondern auch Ärzte, Masseure, Polizei und Feuerwehr. Wer nicht kommt, sind die Athleten. „Höchstens ein Banänchen holen sie sich ab“, beschreibt Pedro ihr Essverhalten vor der Langstrecken-Distanz.


Der große Moment ist gekommen

3,86 Kilometer schwimmen, 180,2 Kilometer auf dem Fahrrad und ein Marathon, also 42,195 Kilometer laufen – das kommt auf die Sportler am Samstag zu. Wenn um sieben Uhr morgens der Startschuss fällt, und sich 1800 Sportler an der Playa Grande in das Wasser stürzen, „Arme und Beine überall“, so Chris, sind Laurent Sillons Einsätze nicht mehr weit entfernt. Der Franzose ist Chef des Green Teams in La Santa, das die Sportangebote für die Hotelgäste im Club organisiert. Im Verlauf des Ironman ist sein 40-köpfiges Team für den reibungslosen Ablauf in den beiden transition zones, den Wechselbereichen zwischen den einzelnen Disziplinen, zuständig. Gemeinsam mit einer Vielzahl an Freiwilligen dirigieren sie die Athleten: leiten sie durch die 500 Meter lange Fahrradzone, helfen bei der Unterbringung ihrer Rücksäcke oder zeigen ihnen einfach die richtige Laufrichtung an. „Durch die Anstrengung des Wettstreits verlieren manche Sportler die Orientierung. Oder sie sind so fixiert darauf, weiterzumachen, dass sie zwar wissen, sie müssen nach dem Schwimmen aus dem wet suit heraus, schlicht aber vergessen, ihr Radsport-Outfit anzuziehen, und sich nackt auf die Suche nach ihrem Rad begeben“, erklärt Laurent. Chris kann dies bestätigen. Gerade beim ersten Wechsel, wenn man aus der Horizontale in die Vertikale komme, hätten viele Teilnehmer mit Schwindel und Desorientierung zu kämpfen: „Ich brauche circa fünf Minuten, um aus dem Wasser zum Fahrrad zu kommen: ein bisschen Wasser unter der Dusche erleichtert das Ausziehen, kein Handtuch, schnell in die Rad-Sachen, fertig. Andere gönnen sich aber auch 20 Minuten, um zu sich zu kommen.“
Auf der gesamten Strecke nehmen Lars und sein Team 16 Mal die Zeiten der Athleten: an den jeweiligen Starts und Zielen der einzelnen Disziplinen, je eine Zwischenzeit auf der Schwimm- und Radstrecke und alle fünf Kilometer während des Marathons. „Dieses Jahr benutzen wir zum ersten Mal einen zweiten Chip am Fahrrad. Damit garantieren wir die korrekte Zeitnahme auf der Radstrecke“, erläutert der Verantwortliche. Zuvor bestand eine geringe Gefahr, dass der Fuß mit dem Chip beim Überfahren jeder Matte in der oberen Position war, und so das Sendesignal nicht ausgelöst wurde.


Aufgeben kommt nicht in Frage

Der laufende Wettbewerb ist die Sternstunde – oder besser: sind die Sternstunden – der Freiwilligen. Ohne sie wäre die Austragung des Ironman unmöglich. Kenneth gibt ein beeindruckendes Rechenbeispiel, welches ihre Wichtigkeit hervorhebt: Alleine auf der Radstrecke kämen 800 Freiwillige zum Einsatz, die durchschnittlich je sechs Stunden arbeiteten. Dies bedeute insgesamt 4800 Arbeitsstunden, die runtergerechnet auf eine Person mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden, über zwei Jahre Arbeit ausmachten. „Für die Veranstaltung und die Insel machen sie das, der einzige Gegenwert ist ein einfaches T-Shirt“, bewundert der Renndirektor den ehrenamtlichen Einsatz.
Dem Athleten bleibt insbesondere ihr unermüdliches Anfeuern in Erinnerung. „Auf Hawaii riefen mir zwei Mädchen in Bikinis zu, ich sehe gut aus. Das hat mich richtig beflügelt“, ruft sich Kenneth, der vor über 20 Jahren dort teilgneommen hat, eine Episode ins Gedächtnis. Erst Jahre später stellte sich heraus, dass sie es wohl jedem zugerufen haben, denn dies sei auch die Erinnerung des Freundes, mit dem er dort startete, gewesen. „Die Anfeuerungen spornen dich so richtig an, das ist fantastisch“, pflichtet Chris ihm bei. Trotzdem gibt er zu, dass zwischen Marathonkilometer 25 und 35 immer ein Moment komme, wenn er eigentlich nicht mehr könne und vielleicht sogar ein bisschen nicht mehr wolle. Doch Aufhören zieht er nie in Betracht: „Der beste Moment ist einfach an der Ziellinie. Dafür muss man das Rennen beenden.“ Chris gibt sich die größte Mühe, das Glücksgefühl zu vermitteln, ein Finisher zu sein, allerdings kann er, genauso wie Kenneth, nur sagen, dass man es selbst erlebt haben muss, um es wirklich zu verstehen.
Der Lanzarote-Rekord liegt bei acht Stunden, 35 Minuten und 40 Sekunden, 1995 vom Deutschen Thomas Hellriegel aufgestellt, Chris braucht für den Ironman etwa zehneinhalb Stunden, das Rennen endet um 24 Uhr, 17 Stunden nach seinem Beginn. Danach heißt es für die einen Ausruhen, für die anderen das Gegenteil: noch mal durchstarten zum Abbau. Zudem stehen für den nächsten Tag wieder neue Aufgaben an: Lars muss sämtliche Listen und Erfassungen ausarbeiten, die Athleten, die die Qualifikation für Hawaii geschafft haben, müssen sich um elf Uhr morgens persönlich für den Wettbewerb anmelden, Pedro bereitet alles für das Abschiedsdinner vor. Eulagio darf endlich schlafen. Und Chris träumt wahrscheinlich einmal mehr von der nächsten Teilnahme: „Ich kann erst aufhören, wenn mich jemand von dieser Sucht heilt.“



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