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Freitag, 20. September 2019
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Lokales

Hammer, Amboss, Eisen
Ein Hufschmied auf Lanzarote

Von: Friederike Klinge



Klaus Stadler beim Beschlagen von „Shiwa“


Sein Kollege Dirk Schäfer hilft bei der Hufkorrektur (dieses Foto und folgendes).





Beim Beschlagen eines Hufes ist Präzision und profundes Wissen gefragt: so müssen zum Beispiel überständige Hufnägel sorgfältig abgekniffen werden, damit sich die Pferde später nicht verletzen. (Foto und folgendes)





Beim Schmieden und gleichzeitigen Anpassen
eines Eisens


Hufschmied Klaus Stadler mit seinem Kollegen Dirk Schäfer (alle Fotos: Klinge)


(10/07 N°15) Der 32jährige Klaus Stadler stammt aus Weißenhorn in Bayern und lebt seit drei Jahren auf Lanzarote. Der gelernte Metallbauer hat in einer fast fünf Jahre dauernden Zusatzausbildung das Handwerk des Hufschmiedens von der Pike auf gelernt. Nach mehrjähriger Berufstätigkeit in Deutschland ereilte ihn eines Tages die Kunde, dass auf einer fernen Insel mitten im Atlantik ein Hufschmied gebraucht wird...


„Die deutsche Reitlehrerin und Pferdetrainerin Barbara Dittus, die schon lange auf Lanzarote lebt, hatte bei ihrem alten Hufschmied in Deutschland, dem Ludwig Heindel, angefragt, ob er nicht einen guten Schmied wüsste, der Lust hätte, nach Lanzarote zu kommen“, erzählt Klaus. „Der Ludwig wohnte nur ein paar Kilometer von mir entfernt und wir hatten bis dahin gegenseitig unsere Urlaubsvertretungen gemacht. Da sagte er also eines Tages zu mir: Klaus, das wär doch was, hättest nicht Lust, nach Lanzarote zu gehen?“ Klaus schmunzelt: „Tja, so fing`s an und dann ging auch alles sehr schnell. Ich bin erstmal für zwei Wochen hergekommen, habe aber auf drei Wochen verlängert, weil ich so viele Pferde zu beschlagen hatte. Dann bin ich heim, und meine damalige Freundin Elouise und ich haben in Windeseile gepackt. Fünf Wochen später waren wir hier und anstatt – wie geplant – erstmal eine Woche Urlaub zu machen, habe ich vom ersten Tag an Pferde beschlagen.“

Bis zu Klaus Ankunft hatte der professionelle Reiter Pedro Urbina Ponce, der im Stall von Francisco Rosa angestellt war, viele der lanzarotenischen Pferde beschlagen, doch Pedros Abreise nach Sevilla stand bevor. Und außer Pedro gab es niemanden, der gescheit beschlagen konnte. So gab es für Klaus von Anfang an viel zu tun.

„Ein Pferdehuf besteht aus Horn und ist im Prinzip vergleichbar mit dem menschlichen Fuß- oder Fingernagel“, erklärt Klaus, während er mir das aufklappbare Modell eines Pferdefusses zeigt. „Wenn sich ein Mensch die Nägel nur schlecht oder gar nicht schneidet, bekommt er Probleme und genauso ist es auch bei Pferden. Beim Pferd fängt am Fuß das Leben an.“

Je nach Hufwachstum muss ein Pferdehuf im Durchschnitt alle acht bis zehn Wochen korrigiert, das heißt geschnitten und gefeilt werden. „Da der Pferdehuf unregelmäßig in alle Richtungen wächst, kommt das Pferd nach einiger Zeit aus seiner natürlichen Stellung heraus. Die Hufe müssen dann korrigiert werden. Der Huf muss immer in einem bestimmten Winkel stehen, damit die Sehnen des Tieres nicht belastet werden“, erklärt Klaus weiter. „Falsche Hufstellungen
können zu Sehnenentzündungen, Lahmen und sogar zu Körperhaltungsschäden führen.“

Viele der Pferde, die Klaus betreut, bekommen Hufeisen. „Das Hufeisen schützt den Huf vor übermäßiger Abnutzung. Wenn ein Pferd viel geritten wird, vor allem auf hartem oder rauem Untergrund, dann ist ein Hufeisen nötig. Wobei wichtig ist, dass das Eisen richtig angepasst wird, denn ein schlechter Beschlag kann große Schäden anrichten.“

Klaus nimmt seinen Beruf sehr ernst, und es ist deutlich, wie sehr ihm die Pferde am Herzen liegen. So versucht er, viel Aufklärungsarbeit zu leisten und den Pferdebesitzern genau zu erklären, worauf es – nicht nur bei der Hufpflege – sondern bei der gesamten Pferdehaltung ankommt. „Es gibt Leute, die kaufen sich ein Pferd, stellen es in die Garage und geben ihm trockenes Brot zu fressen“, sagt Klaus kopfschüttelnd. „So geht`s natürlich nicht. Wenn man sich ein Pferd anschaffen möchte, sollte man sich sehr genau über die artgerechte Haltung informieren. Ein Pferd bedeutet viel Arbeit, und ist natürlich auch mit Kosten verbunden.“

Seit einigen Monaten ist Klaus auch samstags auf dem Kunsthandwerksmarkt in Haría und schmiedet Glückshufeisen. Auf den Antrag hin hat er von der Marktleitung sofort einen Platz bekommen – echtes Handwerk ist eben gefragt.
So sieht man ihn in Lederschürze und mit dem Hammer am Amboss: Er schmiedet – nicht nur am eigenen Glück.

 


Futterplan für Pferde
Eine ausgewogene Ernährung ist für die Gesundheit des Pferdes sehr wichtig:


- Täglich etwa 5 kg Rauhfutter (Heu, Stroh)


- Früher fütterte man zusätzlich Hafer. Da dieser aber etwas schwer verdaulich ist, füttert man heute sogenannte Pellets, die es – je nach Bedarf des Tieres – in verschiedenen Zusammensetzungen gibt.


- Das Pferd braucht einen Salz- bzw. Mineralienleckstein und


- immer ausreichend frisches Trinkwasser.



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