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Freizeit

Geocaching:
Schatzsucher auf der Jagd nach der Tupper-Box

Von: Harry und Ela Graner


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Die Geocacher Harry und Ela Graner suchen einen Cache auf Lanzarote.

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Harry Graner mit dem ersten Cache, den er auf Lanzarote versteckt hatte.

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In Lanzarotes Vulkanlandschaft kann man das ganze Jahr geocachen.

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Teilweise sind auf Lanzarote Kletterkünste gefragt, wenn man einen "cache" finden will.

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Die Vulkanlandschaft Lanzarotes. Ganzjähriges Urlaubsparadies mit angenehmen Durchschnittstemperaturen um 24 Grad. Da läßt sich das Hobby geocachen wunderbar ausüben und man kann ganz nebenbei wunderbare Aussichten genießen.

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Das GPS führt die Geocacher auf Lanzarote auf die Spur der versteckten Schätze.


(06/07 N°11) Erinnern Sie sich noch an die gute alte Schnitzeljagd? Eine Art Schatzsuche, bei der die Teilnehmer in kleinen Gruppen durch das Unterholz streifen, nach Hinweisen suchen, Aufgaben lösen und schließlich – am Ziel angekommen – eine kleine Schatztruhe finden. Die moderne Form dieses Freizeitvergnügens nennt sich Geocaching und unterscheidet sich von der althergebrachten Schnitzeljagd dadurch, dass zur Schatzsuche ein GPS-Gerät verwendet wird.


Ein solches Navigationssystem definiert seine Position über den Längen- und Breitengrad und dementsprechend werden die Aufgaben beim Geocachen häufig derart gestellt, dass man Zahlen finden oder berechnen muss, die schließlich die exakten Koordinaten der Schatztruhe (genannt „Cache“; sprich «Käsch») ergeben.
Startkoordinaten und Aufgabenstellung werden im Internet veröffentlicht, so dass sich jeder an der Suche beteiligen kann. Jeder Cache hat dort seine eigene Seite, die Hinweise zur Schwierigkeit und dem Terrain enthält und auf der man anschließend seinen Fund loggt; das bedeutet, man schreibt einen kleinen Kommentar und veröffentlicht unter Umständen auch noch ein Photo.

Mittlerweile gibt es weltweit fast eine Million aktive Geocacher in über 200 Ländern und etwa 1,75 Millionen solcher Schatzverstecke weltweit.
Wer noch nie geocachen war, denkt nun vielleicht, dass es ja ziemlich einfach ist, einen solchen Cache zu bergen. Man hat ja die milliardenteure Satellitenflotte des amerikanischen Militärs als Helfer. Weit gefehlt. Obwohl es auch viele ganz einfach zu findende Caches gibt, ist die Suche oft ein kleines Abenteuer; denn die GPS-Geräte, mit denen man sucht, sind lediglich in der Lage, die direkte Entfernung (Luftlinie) zum Zielpunkt anzugeben.

Auf Lanzarote sind fast zwei Dutzend solcher Caches versteckt und wer die - teilweise durch verzwickte Rätsel gesicherten – Schätze finden will, braucht außer einem einfachen GPS-Gerät und ein wenig Ausdauer auch gutes Schuhwerk. Denn die meisten der wirklich sehenswerten Locations, an denen die modernen Schatzsucher ihre Verstecke platzieren, liegen abseits der ausgetretenen Touristenpfade.

Manche bezeichnen Geocaching als Sport und andere geben ihrem Sonntagsausflug mit Kinderwagen eine neue Würze. Man kann es auf beide Arten machen. Und einige der schönsten Caches, die wir kennen, kann man auch als unsportlicher Mensch finden. Bei vielen Caches muss man ein wenig nachdenken, navigieren, sich orientieren und lernt nebenbei wunderschöne Plätze kennen, die in den Reiseführern oftmals vernachlässigt werden. Darüber hinaus haben wir die Erfahrung gemacht, dass uns dieses Hobby als Team ungemein zusammengeschweißt hat, weil wir gemeinsam an den Aufgaben gewachsen sind.

Im einfachsten Fall kann das GPS-Gerät direkt auf die in der Aufgabe angegebenen Zielkoordinaten gestellt werden. Doch oftmals stellt sich – im Zielgebiet angekommen - heraus, dass man zunächst noch einen Abgrund überwinden, einen Berg erklimmen oder andere Hürden zu meistern hat. Auf Lanzarote lassen aber auch schon die schwarzen Lavafelder genügend Spielraum für eine zeitaufwendige Suche, die sich auf nur wenigen Quadratmetern abspielt, so dass die gesamte Familie gefordert ist, bevor der Schatz geborgen werden kann.

Selbst eine Genauigkeit von circa fünf Metern, die ein GPS-Empfänger in diesen Breiten oftmals erreicht, macht eine Suche erforderlich, bei der zwischen 15 und 20 Quadratmeter genauestens untersucht werden müssen, um das Versteck zu finden.

Gerade die bizarr anmutende Gegend westlich von Masdache oder die Mondlandschaft, die die Ausbrüche von 1730-36 bei Tenezar hinterlassen haben, machen die Suche zu einem interessanten multisensorischen Erlebnis. Bizarre visuelle Eindrücke von der skurril geformten erstarrten Lava, das Tosen der Wellen und last but not least, der Geschmack von Salz auf der Zunge haben uns eine Suche in der Nähe von Tenezar unvergesslich gemacht.

Hält man schließlich den Schatz (meist eine luftdichte Tupperbox) in den Händen, so trägt man seinen Fund in dem darin befindlichen Logbuch ein. Des Weiteren enthält die Box simple Tauschgegenstände, wie Anstecknadeln, Münzen oder Ü-Ei-Figuren (Überraschungs-Ei-Figuren; Anm. d. Red.).

In Yaiza befindet sich ein wunderschön gemachter so genannter Multi-Cache, der dem Pfarrer Don Andres Lorenzo Curbelo gewidmet ist („El Cura“). Um ihn zu finden, muss man zunächst eine Zahl in der Nähe der Kirche finden und anschließend den Montaña de La Cinta erklimmen. Letzteres erfährt man allerdings erst vor Ort, wenn das GPS in Yaiza auf den Gipfel des nahe gelegenen Vulkans zeigt. Oben angekommen, gilt es die Pflöcke auf dem Gipfel zu zählen und schließlich ein Steinkreuz zu finden, dessen Koordinaten mit dem GPS zu bestimmen sind. Zusammen mit den anderen bereits gesammelten Zahlen setzt man diese in eine Formel ein, mit der sich schließlich die Zielkoordinaten der eigentlichen Cache-Box errechnen lassen. Der phantastische Ausblick auf Timanfaya lässt die körperliche Anstrengung dabei schnell vergessen.

Meine Lebensgefährtin und ich ‚cachen‘ seit 2003 unter dem Teamnamen: „ela & m*sh“. Und da wir regelmäßig Lanzarote besuchen, haben wir auch Wartung und Pflege der Caches hier übernommen. Das bedeutet, wenn hin und wieder eine Box erneuert oder ein Logbuch ausgetauscht werden muss, machen wir das.

Eines der schönsten Erlebnisse war für uns die Suche nach dem Cache im größten Krater von Lanzarote: Caldera Blanca (N 29° 02.080 W 013° 43.902) Es war ein traumhaft sonniger Tag; kaum Wind und klare Sicht. Unser kleiner Mietpolo hatte zwar kein Allrad, aber nachdem wir unser vorhandenes Kartenmaterial genau studiert hatten, brachte er uns bis auf 850 Meter Luftlinie ans Ziel - inmitten der Vulkanlandschaft. Das GPS zeigte auf den Gipfel der mächtigen Caldera. Die herbe Vulkanlandschaft beeindruckte uns. Man sieht die schwarzen Lavamassen der Ausbrüche aus dem 18. Jahrhundert, die zwischen Caldera Blanca und La Caldereta hindurch ins Meer geflossen und schließlich erstarrt sind.

Doch unser Ziel war der mächtige Berg vor uns. Glücklicherweise sah das Terrain übersichtlich aus und so machten wir uns an den Aufstieg. Ein kaum erkennbarer Ziegenpfad führt von den Casas del Islote hinauf auf den Kraterrand.

Dann - auf dem Kraterrand angekommen – verschlug es uns die Sprache. Wie eine gigantische Satellitenschüssel lag die Caldera vor uns. Fast kreisrund und gut 1200 Meter im Durchmesser. Ein unglaublicher Anblick, den wir nur kurz genossen, bevor wir uns an die letzten 370 Meter (Luftlinie) bis zum Cache machten.

Obwohl es jetzt direkt auf dem schmalen Rand der Caldera entlang ging, führte der Weg immer noch heftig bergauf. Unser Blick fiel links beinahe senkrecht hinab in den Vulkankrater und rechts ebenso steil hinunter auf das ‚Mar de Lava‘, das die sechs Jahre andauernden Vulkanausbrüche hinterlassen hatten. Oben wurde schließlich auch der Wind stärker und orkanartige Böen zwangen uns mehr als einmal, uns gegenseitig festzuhalten.

Als wir endlich den Gipfel des Vulkans erreicht hatten, zeigte das GPS noch 16 Meter bis zum Ziel. Doch der unglaublich schöne Ausblick auf das Meer im Norden und Timanfaya im Süden ließ uns beinahe den Grund für unsere Anwesenheit vergessen.

Schließlich rissen wir uns los. Es galt eine kleine Plastikdose zu finden, die fast senkrecht unter uns irgendwo zwischen den Steinen versteckt sein musste. Was
von weitem noch aussah wie die Stufen einer Treppe, waren bei näherem Hinsehen mächtige Felsblöcke. Nicht gerade ein Ort, an dem man zwei Stufen auf einmal nimmt. Meterweise bewegten wir uns durch das unwegsame Gelände abwärts und wenn man ein paar kleinere Umwege in Kauf nimmt, ist das Zielgebiet auch für ungeübte Kletterer erreichbar.

Als das GPS eine Entfernung von drei Metern zum Cache anzeigte, begann die eigentliche Suche. In der steilen Kraterwand stehend, tasteten unsere Hände in jedes Loch und jede Spalte. Wir suchten unter jedem Stein, den wir heben konnten. Schließlich fand ich eine sehr verdächtig aussehende Spalte in einer größeren Felsstruktur. Meine linke Hand tastete sich langsam vor und bekam dann etwas Glattes, Rundes zu fassen. Ich hatte es. Wir hatten den Cache von Caldera-Blanca gefunden.

Erschöpft, aber nicht ohne ein Gefühl des Triumphs, trugen wir uns als Finder in das Logbuch ein und entnahmen der Dose einen Schlüsselanhänger, den wir gegen eine Gürtelschnalle tauschten.

Der Rückweg verlief zunächst ohne größere Zwischenfälle. Vielleicht kann man sich das nicht vorstellen, aber wir waren glücklich und alle Anstrengung war vergessen. Auf dem Nachhauseweg sahen wir die Sonne über den Feuerbergen untergehen, die die hügelige Landschaft aus hunderten Vulkanen in einen rötlichen Schein tauchte.

Als Location für unser wohlverdientes Abendessen wählten wir El Golfo und fuhren der untergehenden Sonne entgegen, wie der legendäre Cowboy, der sich nach dem Showdown zu neuen Abenteuern aufmacht.

Alle Fotos: Harry und Ela Graner



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