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Wissenswertes

Gartengestaltung auf Lanzarote (4)
Grüner Schmuck: Die beliebtesten Pflanzen in hiesigen Gärten

Von: Wolfgang Scherzer



Bei den Bougainvilleen kennen wir Sortenunterschiede. Generell sind die violetten Sorten robuster und wüchsiger, blühen aber meist nur im Winter. Die dunkel- bis karminroten Sorten blühen das ganze Jahr, sind aber etwas anfälliger gegen Wind und schlechtere Böden. Foto: Bernard


Die Norfolktanne (Araucaria heterophylla) kommt von den zu Australien gehörenden Norfolkinseln. In ihrer Heimat wächst sie bis zu 70 Meter hoch, auf Lanzarote erreicht sie etwa 15 Meter Höhe. Sie verträgt maritimes Klima und ist eine der wenigen Pflanzen auf Lanzarote die dem Wind zum Trotz symmetrisch und senkrecht nach oben wachsen. Foto: Bernard


Die Paradiesvogelblume (Strelizia reginae) wächst gut auf Lanzarote und ist sehr winndverträglich. Foto: Bernard


(01/07 N°6) In den letzten Ausgaben von Lanzarote37º haben wir spezielle Gartenformen, Steingarten und Trockengarten vorgestellt. Darüber wollen wir aber nicht die gebräuchlichsten Pflanzen vergessen, die uns überall auf der Insel in Gärten, Parks und Hotelanlagen begegnen. Schon ihre Häufigkeit weist auf williges Anwachsen nach der Pflanzung, leichte Handhabung, unproblematischen Schnitt und attraktives Aussehen hin.


Welche Bäume wachsen hier?
Zu den größten gehört der indische Lorbeer (Ficus microcarpa),. Er gilt als ausgesprochen robust und schnell wachsend, verträgt maritime Standorte und ist schnittverträglich. Die schönsten alten Exemplare stehen im Zentrum von Haria. Der Gummibaum (Ficus elastica) wird weniger groß und ausladend. Wir kennen ihn in Deutschland als Zimmerpflanze; in den Sechzigern zierte er, oder eher nicht, die Fensterbretter aller Gastwirtschaften. Auf Lanzarote wird er sechs bis zwölf  Meter hoch. Man findet ihn als schattenspendenden Baum vor Häusern und in  Hotelanlagen. Sehr dekorativ ist die Geigenfeige (Ficus lyrata). An geschützten Stellen wird sie bis zu zehn Meter hoch. Alle Ficus sind Frasskeimer, das heisst die Samen keimen erst nachdem sie den Darm von Tieren passiert haben. In den Baumschulen werden sie meist über Stecklinge vermehrt.
Ein weiterer grosser Baum ist die Norfolktanne (Araucaria heterophylla), beheimatet auf den zu Australien gehörenden Norfolkinseln. In ihrer Heimat wächst sie bis zu 70 Meter hoch, auf Lanzarote erreicht sie etwa 15 Meter Höhe. Sie verträgt maritimes Klima und ist eine der wenigen Pflanzen auf Lanzarote  die dem Wind zum Trotz symmetrisch und senkrecht nach oben wachsen.
Die kanarische Kiefer (Pinus canariensis) verträgt schlechtere Böden, die genannten Ficus und die Norfolktanne brauchen zu schnellem Wuchs und üppiger Entfaltung tiefgründige Böden oder ausreichend große Pflanzlöcher. Den Pfefferbaum (Schinus molle), und die Akazien haben wir schon bei den „Trockenen Gärten“ in der letzten Ausgabe erwähnt.

Blütenprächtige Büsche
Hibiscus, Oleander und Bougainvillea sind Standardpflanzen in fast jedem Garten. Sie lassen sich problemlos pflanzen und bedanken sich bei ausreichender Bewässerung und Düngung mit vielen Blüten. Die einfache  rote Sorte des Hibiscus rosa-sinensis ist die widerstandsfähigste, Sorten mit gelben, rosa oder weißen Blüten und die gefüllten Sorten stellen höhere Ansprüche an Windschutz und Pflege. Im Allgemeinen wachsen diese etwas langsamer als die einfache rote Sorte. Auch bei den Bougainvilleen kennen wir Sortenunterschiede. Generell sind die violetten Sorten robuster und wüchsiger, blühen aber meist nur im Winter. Die dunkel- bis karminroten Sorten blühen das ganze Jahr, sind aber etwas anfälliger gegen Wind und schlechtere Böden. Rosa, weisse und gefüllte Sorten pflanzt man besser an geschützten, nährstoffreichen Standorten.
Ähnlich dem Weihnachtsstern ist es auch bei der Bougainvillea nicht die kleine, cremefarbene Blüte, welche den Reiz der Pflanze ausmacht, sondern die meist leuchtend gefärbten Hochblätter (Brakteen). Beim Pflanzen ist zu beachten, dass die Wurzeln leicht brechen. Auf den basischen Böden von Lanzarote  färbt sich das Laub durch Eisenmangel manchmal gelblich. Diese Mangelerscheinung ist meist schnell durch die Ausbringung von Eisendünger behoben. Besonders an exponierten Standorten sollten die Triebe regelmäßig gestutzt oder an der Rankhilfe befestigt werden. Sie schlagen sonst leicht gegen die übrigen Zweige und beschädigen dabei mit den Dornen die Blätter und Blüten.
Das Nesselblatt (Acalypha wilkesiana) begegnet uns in vielen Gärten auf der Südseite der Insel. Diese Büsche werden bis zu 3 Meter hoch. Sie vertragen wie Hibiscus, Oleander und Bougainvillea einen Radikalschnitt so dass man ihre Höhe nach Belieben mit der Gartenschere  begrenzen kann. Die Blattfarben reichen je nach Varietät von dunkelrot über marmoriertes Grün bis Grüngelb.Die Blüten sind unscheinbar.
Die Meertraube (Coccoloba uvifera), wird oft nahe der Küste gepflanzt. Die Blätter sind groß und glänzend, junge Blätter haben eine rötliche Farbe. Die Früchte erinnern an Weintrauben. Cocoloba ist tolerant gegen Wind, Calima und Gischt.
Das Wandelröschen (Lantana camara) blüht fast das ganze Jahr. Die Wandelröschen erhielten ihren Namen wegen der Blütenstände, die innen aus hellen Blüten und außen aus intensiver gefärbten Blüten bestehen. Man bekommt es in den Gartencentern in rot/orange, gelb, weiß und hellblau/violett. Lantana wird nicht höher als 1,5 m und sollte für einen dichten Blütenflor häufig bis ins Holz zurück geschnitten werden.
Rosmarin mit seinen blauen Blüten und den kleinen schmalen Blättern verträgt sich sehr gut mit den oben genannten Büschen.

Blumen und Stauden als Blickfänger

Die Paradiesvogelblume (Strelizia reginae) und das Blumenrohr (Canna x indica), sind die Blickfänger unter den hier gebräuchlichen Stauden. Beide haben fleischige Wurzeln, Rhizome genannt und reagieren empfindlich auf Beschädigungen unter der Erdoberfläche.
Strelizia verträgt mehr Wind als Canna. Beide werden 0,8 -1,2 Meter hoch. In guter, nährstoffreicher Erde bringen beide viele Blüten.
Die Strauchmargerite (Argyranthemum fructescens), wächst in halbkugeliger Form. Die weißen einfachen Sorten sind ausgewachsen etwa 0,8 Meter hoch und breit, die gelben etwa 0,6m, die mit gefüllten Blüten ca. 0,5m. Bei leichtem Rückschnitt nach der Blüte und ausreichender Düngung blühen sie bis zu drei mal im Jahr. Die Wildformen dieser Margeriten sind auf den kanarischen Inseln heimisch.
Sehr beliebt ist die Kapringelblume (Dimorphotheca jocundum). 20-30 Zentimeter hoch und resistent gegen Wind, salzige Böden, Gischt, Feuer, Sonne, Rückschnitt... Lediglich die Wollläuse machen ihr zeitweilig zu schaffen.
Eng verwandt mit der Kapringelblume ist die Mittagsblume (Gazania Hybride). In viele Gelb- und Brauntönen öffnen sich die Blüten am Vormittag mit steigender Sonne. Als anspruchslosen und viel blühenden Bodendecker verwendet man die Gazanienart mit silbergraugrünen Blättern und gelben Blüten.
Noch ein Wort zu den geliebten oder missachteten Geranien: eine verwilderte Art mit blassblauen Blüten finden Sie im Malpais und in alten Weinbergen. Da sie wenig und nur selten blüht, kommt sie im Hausgarten nicht oft vor. Die robustesten Sorten finden im Norden der Insel bei alten Bauerhöfen und an Strassenrändern. Beim Kauf im Gartencenter sollten Sie bei den aufrechten Sorten die karminroten und die rosablühenden bevorzugen, bei den flachen, hängenden eignen sich für Lanzarote am besten die rosafarbenen „gitanillas“. So schön. die dunkelsamtroten auch sind, sie sind schwierig im Garten zu halten.
Wir können hier leider nur einen Bruchteil der hiesige Pflanzenvielfalt mit ihren Details erwähnen. In der kommenden Ausgabe möchte ich für Lanzarote geeignete Bäume mit dekorativen Blüten und einige Palmenarten vorstellen.


Autor: Wolfgang Scherzer studierte Gartenbau und tropische Landwirtschaft in München und Göttingen und arbeitet seit zwölf Jahren als Gartenarchitekt auf Lanzarote.



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