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Mittwoch, 16. Oktober 2019
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Serie

Parteien auf Lanzarote
Kandidaten für die Kommunalwahlen
Alle hoffen auf eine Wende.

Von: Dr. Karl Kunze


PSOE, Lanzarote37°, 37 Grad, Politiker, deutsches Inselmagazin, Zeitung, Kanaren
Die PSOE - Kandidaten (v.l.n.r.): Enrique Pérez Parilla, José Pérez Dorta, José Blanco (Vizegeneralsekretär der PSOE), Juan Fernando López Aguilar (kandidiert für die Präsidentschaft der Kanaren), Marcos Hernández Guillen, Manuela Armas, Francisco M. Fajardo Palarea, Olivia Cedrés Rodriguez, José Juan Cruz Saavedra, Marcial Martín Bermudez, Noelia E. Umpierrez Luzardo.

PSOE, "José Pérez Dorta", Lanzarote37°, 37 Grad, Politiker, deutsches Inselmagazin, Zeitung, Kanaren
José Pérez Dorta: „Im 21. Jahrhundert von einem „Ausländer“ zu reden, ist genauso unzeitgemäß
wie unberechtigt, genauso irreal wie respektlos.“

PSOE, "Marcial Martín Bermúdez, Lanzarote37°, 37 Grad, Politiker, deutsches Inselmagazin, Zeitung, Kanaren
Marcial Martín Bermúdez: „Ich glaube fest an die multikulturelle Gesellschaft als Faktor für sozialen Reichtum und soziales Wachstum.“

PSOE, "Marcos Hernández Guillen",  Lanzarote37°, 37 Grad, Politiker, deutsches Inselmagazin, Zeitung, Kanaren
Marcos Hernández Guillen: „Wir brauchen eine höhere Dosis an Demokratie.“

PSOE, "Olivia Cedrés Rodríguez",  Lanzarote37°, 37 Grad, Politiker, deutsches Inselmagazin, Zeitung, Kanaren
Olivia Cedrés Rodríguez: „Hören Sie auf, Zuschauer zu sein, seien Sie Mitgestalter.“

PSOE, "Noelia Umpierrez Luzardo", Lanzarote37°, 37 Grad, Politiker, deutsches Inselmagazin, Zeitung, Kanaren
Noelia Esther Umpierrez Luzardo: „Sie entscheiden mit, in welcher Art Gemeinde wir leben.“

PSOE, "Yolanda Perdomo Aparicio", Lanzarote37°, 37 Grad, Politiker, deutsches Inselmagazin, Zeitung, Kanaren
Yolanda Perdomo Aparicio: “Ich weiß, was es bedeutet, Ausländer zu sein”.


(04/07 N°9) Lanzarote37° möchte Ihnen in dieser und der nächsten Ausgabe einige Kandidaten vorstellen, die Aussicht haben, eine Wende in den Rathäusern der Insel herbei zu führen. Diese Auswahl kann selbstverständlich nicht komplett sein. Dennoch möchten wir zumindest im Rahmen unserer Möglichkeiten unseren Lesern helfen, im Mai mit zu entscheiden.

 

Bei der Vorbereitung dieses Artikels stieß ich auf ein unvorhergesehenes Hindernis. Nach unseren heimischen Vorstellungen hat eine Partei eine Organisationsstruktur zu haben, die es dem interessierten Mitbürger einfach macht, dort anzurufen, sich Fragen beantworten zu lassen, die Möglichkeit einer Konsultation mit „seinem“ Abgeordneten abzufragen und so weiter. Es gibt ein Büro, das zumindest stundenweise besetzt ist. Selbst auf den unteren Ebenen gibt es einen Pressesprecher. Zumindest aber gibt es eine Telefonnummer.
Und so wollte ich neben der „großen“ PSOE (Sozialdemokratische Partei) möglichst viele Kandidaten der Coalición Canaria vorstellen und anderer kleinerer Parteien, natürlich auch der PP. Ich suchte im Telefonbuch, fand dort auch eine ganze Menge Nummern, nur: entweder ging am anderen Ende trotz vieler Versuche keiner dran oder die Nummer war einfach falsch. Bei der PIL (Unabhängige) sagte man mir, wenn der Chef Interesse hätte, würde er mich anrufen. Er hatte bis heute offensichtlich keines. Die Nummer des Büros der Coalición Canaria war selbst dem zweiten Vorsitzenden der Partei unbekannt!
Einzig und allein bei der PSOE (Sozialdemokratische Partei) war das Büro besetzt, erhielt ich kompetente Auskunft, sogar das Angebot, die Termine mit den Kandidaten festzumachen. Die Termine wurden sogar pünktlich eingehalten. Und so werden in dieser Ausgabe – bis auf zwei Ausnahmen -  hauptsächlich die Kandidaten der PSOE vorgestellt.

Allen Kandidaten wurden die gleichen Fragen gestellt:
1. Was ist – in einem allgemeinen Sinne – aus Ihrer Sicht das wichtigste Motiv, für Sie und Ihre Partei zu stimmen? Was muss in „Ihrem“ Municipio geändert werden?
2. Was könnte es, gerade für uns als Ausländer, interessant machen, für Sie unsere Stimme abzugeben? Was werden Sie tun, um die politische und soziale Teilhabe der ausländischen Residenten zu erhöhen?
3. Die größten Probleme der Insel sind: die Umweltbelastung (insbesondere die Sauberkeit), die Vetternwirtschaft und die Korruption, und nicht zuletzt die Ineffektivität und Unfähigkeit der Verwaltung. Was werden Sie tun, um die Situation zu verbessern?
4. Wir bitten Sie um einen kurzen, persönlichen Aufruf an die ausländischen Residenten der Insel.


José Pérez Dorta (46), Kandidat der Alternativa Democratica Haría,

ist Professor für bildende Kunst an der Kunstschule Pancho Lasso in Arrecife. Bei den Wahlen 2004 fehlten ihm zwölf Stimmen für einen Sitz. Er führt jetzt eine Liste an, die aus PSOE und der 2001 gegründeten Plattform „Alternativa Democrática“ besteht (siehe Lanzarote37°, Heft Nr.7).
Zu Frage 1: Die Stagnation, in der sich die Gemeinde Haría befindet, ist auf eine ineffiziente, intransparente Verwaltung ohne Beteiligung des Bürgers zurückzuführen. Das Zusammengehen der progressiven Kräfte in der Gemeinde lässt auf eine Wende hoffen: zum einen auf eine nachhaltige Entwicklung hin, indem man Maßnahmen ergreift, die die heimische Wirtschaft dynamisieren und auf breitere Füße stellen helfen, zum anderen auf eine radikal andere Verwaltung hin, die auf Dialog und Toleranz basiert, und eine effiziente Verwaltung garantiert (mittels kontinuierlicher persönlicher Weiterbildung, mittels einer Bewusstseinsbildung innerhalb des öffentlichen Dienstes wie auch der politischen Ämter, und mittels einer teilnehmenden Demokratie).
Zu Frage 2: Für die Koalition aus PSC und Alternativa Democrática zu stimmen, bedeutet, auf eine sehr außergewöhnliche Kultur der demokratischen Teilhabe zu setzen, und fundamental auch auf ein anderes ethisches Konzept des öffentlichen Lebens. Dies gilt natürlich sowohl für einen Ausländer wir für einen Einheimischen.
Die Integration der Ausländer stellt eine Herausforderung dar, weil von unserem sozialen und humanen Denken her alle Bürger gleich sind hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten. Dennoch sind wir uns bewusst, dass ein spezifisches Problem existiert, das die volle Eingliederung verhindert. Deshalb werden wir nicht nur für jeden Ort der Gemeinde einen extra hierfür zuständigen Stadtrat (una concejalía por cada núcleo del municipio) bestellen, sondern darüber hinaus einen speziellen für die Ausländer, der aus deren Gemeinschaft gewählt wird und der sich regelmäßig mit dem Gemeinderat trifft, um die anstehenden Probleme zu erörtern. Außerdem ist es nötig, dass diejenigen, die mit uns am Prozess der politischen Wende arbeiten wollen, uns dies wissen lassen, damit wir sie einladen können, an unseren Versammlungen teilzunehmen.
Zu Frage 3: Unser Ziel ist es, die „Lokale Agenda 21“ voranzubringen. In ihr finden sich all unsere politischen und sozialen Vorhaben. Die Verteidigung der Umwelt, eine ökologische Landwirtschaft, das Ersetzen der fossilen durch saubere Energien, die Rettung der durch Müllhalden geschädigten Landstriche, das Geltendmachen unseres Kulturgutes – das sind unsere Ziele. So ist es zum Beispiel wichtig, Haría zur „Gentechnikfreien Zone“ zu erklären. So beginnt für uns eine profunde ethische und soziale Wende. Weiterhin verpflichten wir uns zur Transparenz als einzigem Mittel, der Korruption ein Ende zu bereiten. Dies ist die wichtigste Verpflichtung für mich: eine effektive, transparente und teilhabenlassende  Verwaltung (gestión participativa). Dafür verbürge ich mich.
Zu 4: Im 21. Jahrhundert von einem „Ausländer“ zu reden, ist genauso unzeitgemäß wie unberechtigt, genauso irreal wie respektlos. Mein Schwager ist Österreicher, meine Freundin Yaky Engländerin, eine andere Freundin, Liliana, stammt aus Kolumbien, meine Großeltern wanderten nach Cuba und Venezuela aus, mein Vater ging nach Afrika. Diejenigen, die hier arbeiten und kämpfen, die sich anstrengen und teils auch kaputt machen für das Wohl unseres Landes, die können doch keine Ausländer sein. Ich möchte die, die anderswo geboren sind, aber Lanzarote zu ihrer Heimat gemacht haben, aufrufen, sich nicht an den Rand zu stellen, mit uns zu sein, weil wir genauso mit ihnen sein wollen.

Marcial Martín Bermúdez, 58, Kandidat der PSOE San Bartolomé,
ist Direktor der Staatsverwaltung und damit ranghöchster Vertreter der Regierung von Madrid auf der Insel. Er ist Chef der Nationalpolizei und Abgeordneter der PSC-PSOE im Parlament von Las Palmas. Für 13 Monate war er schon einmal Bürgermeister von San Bartolomé, bevor er an einem Misstrauensantrag des jetzigen Bürgermeisters scheiterte.
Zu Frage 1: Es gibt verschiedene Gründe, für die Sozialistische Partei zu stimmen: wir sind ein starkes Team, in sich geschlossen und kohärent; uns kann man politische Verantwortung übertragen, weil wir eine Gruppe von Frauen und Männern sind, die wohl vorbereitet und mit den nötigen Fähigkeiten ausgestattet ist; weil San Bartolomé eine ausreichende Mehrheit benötigt, um der Unstabilität ein Ende zu bereiten, die schon immer die Gemeinde geprägt hat und die ihr Fortkommen in den letzten 16 Jahren behindert hat.
Zu Frage 2: Erstens glaube ich fest an die multikulturelle Gesellschaft als Faktor für sozialen Reichtum und soziales Wachstum. Wir betonen, dass, wenn ein Europäer sich Lanzarote ausgesucht hat, um hier zu leben, er einerseits ein Klima, eine Landschaft, ein bestimmtes Lebensniveau ausgesucht hat, er aber andererseits auch gewisse Verantwortlichkeiten übernimmt, wie die Verteidigung der Umwelt oder die Erhaltung des generellen Wohlstandes. Neben den Vorteilen, die sie genießen, müssen die ausländischen Residenten, wie die Einheimischen allerdings auch, unter einer schlechten Verwaltung leiden, die im Falle von San Bartolomé beschämende Defizite in den öffentlichen Diensten und in der Infrastruktur aufweisen, angefangen von der Sauberkeit auf der Strasse, über den Umgang mit dem Abfall bis hin zur Beleuchtung und den Bürgersteigen. Gar nicht zu sprechen vom Mangel an Schul- und Gesundheitseinrichtungen.
Zu Frage 3: Als Mitglied der Mannschaft um César Manrique, als Leiter des Netzwerks der Kunstzentren, der Kultur und des Tourismus des Cabildos, und als treibende Kraft im Bereich des Umweltbewusstseins (gestor de la conciencia medio ambiental) auf Lanzarote, fühle ich mich sehr sensibilisiert angesichts der Zerstörung, die die Insel erleidet.
Was die Korruption angeht: wir sind eine wohl vorbereitete Mannschaft, unsere Ehrlichkeit ist bewiesen – und das ist das beste Werkzeug, um solche Fälle zu vermeiden.
Zu 4: Ich lade alle ausländischen Residenten ein, für die Sozialistische Partei in San Bartolomé zu stimmen, aufgrund ihrer Verantwortlichkeit gegenüber der Gemeinschaft, in der sie gewählt haben zu leben, und weil ein Wechsel in der Gemeinde notwendig ist nach 16 Jahren Instabilität, schlechter Verwaltung, Streitereien und Misswirtschaft, was alles zusammen eine Bremse für die Entwicklung der Gemeinde darstellt.

Marcos Hernández Guillen, 36, Kandidat der PSOE Tinajo,
ist Lehrer und spezialisiert auf die Prävention der Drogenabhängigkeit. Er ist als Senator im „Hohen Haus“ (Senat) in Madrid für die Insel Lanzarote zuständig.
Zu Frage 1: Die Mannschaft der PSOE stellt eine glaubhafte, vertrauenswürdige und ernsthafte Alternative dar. Wir sind die einzige Partei, die in ihrem Programm ein integratives Konzept für die Zusammenarbeit aller Gemeinden vorschlägt, genauso wie ein integratives Konzept für alle Herausforderungen, denen wir uns in naher Zukunft ausgesetzt sehen, angesichts der Zerbrechlichkeit und oft auch Abhängigkeit von so vielen internen und externen Faktoren. Als Kandidat möchte ich all die alten populistischen und demagogischen Formeln weglassen und Raum lassen für eine höhere Dosis an Demokratie.
Zu Frage 2: Die Sozialistische Partei hat als internationale Partei immer auf den Menschen gesetzt, ohne zu fragen, woher er kommt, und in ihrer Politik war diese Philosophie immer zu spüren. Es waren die nationalistischen Parteien, die die unsolidarischen und nicht verfassungsgemäßen Maßnahmen ergriffen haben wie zum Beispiel das Gesetz über die Residenzpflicht. In der Wahlliste von Tinajo gibt es eine Dänin und das gleiche passiert in anderen Gemeinden mit hohem Anteil an europäischen Mitbürgern. Eine weitere Maßnahme unsererseits wird die Information der Ausländer über die Aktivitäten des Rathauses in ihrer eigenen Sprache sein.
Zu Frage 3: Diese Probleme sind sehr schwerwiegend und bedürfen einer sehr ernsthaften Reflexion. Die Vetternwirtschaft, die man sowohl in Tinajo wie auch in anderen Gemeinden finden kann, muss ausgelöscht werden. Stattdessen müssen Personen her mit einer anerkannt demokratischen Vergangenheit, die sich auch in der Verwaltung auskennen, so dass sie nicht durch die Unfähigkeit der Regierenden anfällig für Korruption werden.
Zu 4.: Ich erbitte von den ausländischen Residenten Teilnahme am öffentlichen Leben, weil diese Dinge uns alle angehen. Mit ihrem Votum drücken sie auch ihren Willen nach einer Verbesserung aus, nach Weiterkommen, Integration und einer fähigen Mannschaft, die die Anforderungen der Zukunft meistert.

Olivia Cedrés Rodríguez, 31, Kandidatin der PSOE Yaiza,
ist Lehrerin und Abgeordnete im Kongress in Madrid. (siehe Lanzarote37° Oktober 2006.)
Trotzdem ist sie der Auffassung, dass das Amt, wo sie sich als Politikerin hundertprozentig identifiziert fühlt, das Amt der Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde ist.
Zu Frage 1: Das wichtigste Motiv, die PSC-PSOE von Yaiza zu wählen, ist, dass wir die reale Alternative für den Wechsel der Macht im Rathaus darstellen. Angesichts eines überholten Modells des kanarischen Nationalismus, präsentieren wir eine progressive Kraft, mit einem vorbereiteten Team für alle Zuständigkeiten einer lokalen Verwaltung, die Yaiza endlich dort hinbringt, wo es hingehört.
Zurzeit fehlt es in Yaiza an allen möglichen Ecken: einer Gesundheits- und Schulinfrastruktur und einer Anpassung des Tourismusmodells an Normen, die das Gesetz respektieren und die integrativ und nachhaltig wirken. In diesem Sinne kann die PSC-PSOE eine Kehrtwendung der Gemeindepolitik einleiten und die defizitären Aspekte verbessern.
Zu Frage 2: Die PSC-PSOE ist eine pluralistische Partei mit einer tief verwurzelten demokratischen Tradition, die schon immer für die Ausweitung der bürgerlichen Rechte und Freiheiten in Spanien gekämpft hat.
In diesem Sinne sind die ausländischen Mitbürger sehr wichtig als aktiver Teil der Gemeinden, und dies nicht nur als bloße Bewohner, sondern als treibende Kräfte, die unsere Gemeinden und unsere Kultur bereichern. Sie sollen deshalb nicht nur Gemeindesteuern bezahlen, sondern sollen auch die gleichen Rechte haben wie jeder andere auch.
Um die politische und soziale Beteiligung der ausländischen Mitbürger zu erhöhen, war es zunächst wichtig, sie in die Wahllisten mit aufzunehmen, aber jetzt muss man sie auch mehr und mehr integrieren, und zwar in allen Bereichen des Gemeindelebens.
Zu Frage 3: Wir werden uns haarklein an die Gesetze halten, sowohl im Hinblick auf die Stadtplanung wie auf die Umwelt. Wir werden den einseitigen Beschlüssen der jetzigen Gemeindeverwaltung ein Ende setzen, um zu einer Politik zu finden, die auf Mitwirkung, Integration und nachhaltige Entwicklung ausgelegt ist, und die ein adäquates Wachstum erlaubt, das auf Transparenz basiert.
Zu 4.: Ich hoffe, dass die ausländischen Mitbürger für die PSC-PSOE votieren, weil sie eine integrative und pluralistische Partei ist, die eine reale Mitwirkung bei der Gestaltung des Lebens auf der Insel ermöglicht. Hören Sie auf, Zuschauer zu sein, seien Sie Mitgestalter.
Noelia Esther Umpierrez Luzardo, 30, Kandidatin der PSOE Teguise,
arbeitet im Hospital General als Physiotherapeutin. Seit zwei Jahren sitzt sie als Concejala der Opposition im Gemeinderat.
Zu Frage 1: Weil „Neue Zeiten“ anbrechen. Wir sind eine fortschrittliche Truppe, die die Ideen der Transparenz und der bürgerlichen Gleichheit in die Lokalpolitik von Teguise einbringen wird. Der Bürger soll sich in die Tagespolitik mit einbringen können.
Zu Frage 2: Der wichtigste Begriff in dieser neuen Etappe, in diesen neuen Zeiten, ist der der „Kointegration“: die verschiedenen Kulturen, die in einer Gemeinschaft zusammen existieren, müssen sich verstehen und kennen lernen, und so tatsächlich zu einem Zusammenleben finden können. Der bisherige Gemeinderat hat dies bisher nicht gefördert. Alle Bewohner von Teguise, Einheimische wie Zugereiste, sollen unsere Kultur kennen lernen, unsere Folklore, unsere Traditionen, aber auf die gleiche Weise sollten wir in der Lage sein, die Kulturen kennen zu lernen, die mit uns zusammen leben, sie Teil haben zu lassen am öffentlichen Leben, das Kennenlernen auch zu fördern durch Angebote für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Mitbürger. Zusammengefasst: Teguise soll eine Gemeinde werden, die reich an Kulturen ist.
Zu Frage 3: Das größte Problem für Teguise sind die unkontrollierten Müllhalden, aber wir denken, dass das eigentliche Problem bei der jetzigen Gemeindeverwaltung liegt, die dem Bürger keine Lösungen für das Müllproblem anbietet: dazu gehörten kontrollierte Müllsammelplätze (puntos limpios), Hilfe beim Sammeln und Transportieren besagter Materialien, höhere Strafen bei entsprechenden Straftaten usw. – In Bezug auf die Korruption und die Unfähigkeit der Verwaltung befinden wir uns im Augenblick am tiefsten Punkt. Aber wir sind vorbereitet, diese Dinge mit Energie und Transparenz für den Bürger anzugehen. Es bedarf auch einer Neuorganisation des Rathauses, damit die Bürger nicht von Tisch zu Tisch laufen müssen, von Schalter zu Schalter, um eine Problemlösung zu erreichen.
Zu 4.: Ich lade sie ein, bei den Wahlen vom Mai mitzumachen. Bringen sie ihr Nicht-Einverstanden-Sein mit der schlechten Verwaltung an den Urnen zum Ausdruck. Sie entscheiden mit, in welcher Art Gemeinde wir leben.

Yolanda Perdomo Aparicio, 39, Kandidatin der Partido Popular Yaiza,
arbeitet zurzeit in der Stadtverwaltung von Tías. Sie ist Diplomvolkswirtin und diplomierte Reisefachwirtin.
Zu Frage 1: Wir verstehen was von Verwaltung und können vorhandenes Potenzial in die richtigen Kanäle leiten. Wir wollen die laufenden Kosten der Verwaltung senken, um sie besser in die eigentlichen lokalen Dienstleistungen umschichten zu können, ebenso in die nachhaltige Entwicklung auf umweltpolitischem Terrain. Ich möchte betonen, dass wir Filzokratie ablehnen und uns dem Gemeinwohl verpflichten. Yaiza muss ein Beispiel werden für gute Verwaltung und Beachtung der Gesetze. Ich trete ein für die Würde der Politik und werde dies auch zeigen. – Unser Ziel ist es, die defizitäre Infrastruktur zu verbessern, ebenso das sozioökonomische Gleichgewicht, das durch das Schwindel erregende Wachstum der letzten Jahre entstanden ist. Wir haben schwere Mängel im Gesundheits- und Sicherheitsbereich, im Schulwesen wie auf dem Gebiet der Umwelt. Ebenso gibt es deutliche Erscheinungen von Entwurzelung, die aus der verstärkten Multikulturalität der Gemeinde erwachsen. Wir wollen, dass die Gemeinde an Qualität gewinnt, und dass sie  sich sozial konsolidiert mittels einer integrativen Politik.
Zu Frage 2: Ich habe zehn Jahre im Ausland gelebt und studiert. Ich weiß, was es heißt, Sprachbarrieren durchbrechen zu müssen, mich mit anderen Bräuchen konfrontiert zu sehen, anderen Sichtweisen und einer anderen Art, das Leben zu meistern. Das war eine der bereichernsten Erfahrungen in meinem Leben, neben der Mutterschaft, und ich bin überzeugt, dass dies mir hilft, die verschiedenen Nationalitäten besser zu verstehen. Die Integration basiert auf gegenseitigem Verstehen, und die Ausländer können viel zum Gemeindeleben beitragen. Mehr noch, ihr Beitrag ist notwendig, wenn wir irgendetwas geändert haben wollen. Das vereinte Europa hat viel erreicht (“La Europa unida es una conquista trascendental”). Dank ihm können sie hier wählen, an dem Ort, den sie sich zum Leben ausgesucht haben, und ihren Bürgermeister am 27. Mai mitwählen. Tun sie dies bitte auch, weil ihre Teilnahme uns alle bereichert. - Wir sind gerade dabei, die verschiedenen europäischen Gruppen in der Gemeinde dafür zu sensibilisieren, sich in der Gemeindepolitik zu integrieren, auch mittels deren Wahlbeteiligung. Schon jetzt befinden sich auf unseren Wahllisten europäische Residenten, und wir haben vor, dass Gemeinderäte anderer Nationalität verschiedene Bereiche im Rathaus leiten, ein Bürgerbüro einzurichten, das seine Dienste in verschieden Sprachen anbietet, den Spanischunterricht zu fördern und einen ständigen interkulturellen Beauftragten im Rathaus zu etablieren.
Zu Frage 3: In Bezug auf die Umwelt wollen wir das Zusammenwirken der beteiligten Firmen konzertieren, wir wollen das Bewusstsein der Bürger schärfen, und die getrennte Müllsammlung einführen. In Bezug auf die Vetternwirtschaft halten wir es für eine unserer Verpflichtungen, die Gleichheit der Lebensbedingungen für alle voranzubringen. Die Vetternwirtschaft hat sich überlebt.
Wir leben heute in einer globalisierten Gesellschaft, wo wir alle die gleichen Chancen haben. Im Europa von heute muss jeder Bürger das, was er will, unter gleichen Bedingungen beanspruchen können.
Deshalb plädieren wir für einen absoluten Respekt vor dem geltenden Gesetz, für die Öffnung aller Institutionen für die Bürger, und für gerichtliche Schritte, wenn dem irgendwas zuwider läuft. – Gegen die Uneffektivität und die Unfähigkeit der Verwaltung setzen wir auf drei Dinge: Erziehung, Leistung und Urteilsvermögen. Erziehung, um die öffentlichen Verhaltensformen zu verbessern, Berufsbildung, um die neuen Herausforderungen zu meistern, und Urteilsvermögen, um die Elemente, die unsere Umgebung ausmachen, nach Nützlichkeitsgesichtspunkten auszuwählen. Außerdem gibt es in der Verwaltung gute Leute – man muss sie nur arbeiten lassen.
Zu 4: Wie ich schon sagte: ich weiß, was es heißt, Ausländer zu sein. Das habe ich auch immer sehr präsent. Deshalb sehe ich es als meine Verpflichtung an – und das sage ich mit aller Inbrunst – dass sie sich nicht als Ausländer in Lanzarote fühlen sollen.

In der nächsten Ausgabe bemühen wir uns, Ihnen weitere Kandidaten der anderen Parteien vorzustellen.

Die Interviews führte Dr. Karl Kunze. Fotos: Bernard.



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