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Auswanderer auf Lanzarote
„Senner“ im Atlantik:
Die Öko-Bauern Maximilian und Niklaus

Von: Nancy Gries


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Niklaus und Maximilian auf dem Bauernhof, einer Finca hoch über Haría om Norden von Lanzarote. Foto: Lanzarote37°/Gries

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Maximilian in seiner kleinen Küche auf der lanzarotenischen Finca. Wasser kommt aus der Aljibe und Strom gibt es nicht. Wer abends lesen will macht dies bei Kerzenlicht. Foto: Lanzarote37°/Gries

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Gegensätze: Laptop und Lederhose gibt es nicht nur in Bayern sondern auch auf Lanzarote! So ganz mag Maximilian auf die angenehmen Seiten der Zivilisation doch nicht verzichten. Hier sitzt er mit seinem Laptop auf vor der Finca. Foto: Lanzarote37°/Gries

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Natur pur auf dem Öko-Hof auf Lanzarote: Niklaus mit einer drei Tage alten Ziege auf dem Arm. Foto: Lanzarote37°/Gries

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Auch Myrthe kennt jede der 35 Ziegen des Biohofes in Haría mit Namen. Foto: Lanzarote37°/Gries


Die Schweizer Maximilian von Glenk (26) und Niklaus Scherrer (20) haben einen langen und harten Arbeitstag. Sie arbeiten auf einem Bauernhof in den Vulkanbergen oberhalb von Haría. Genau diese Art von Leben haben die beiden sich ausgesucht: Sie wollen leben von dem, was der Boden hergibt und was sie mit ihrer Hände Arbeit erwirtschaften können.


Es gibt viel zu tun auf einem Bauernhof: Pünktlich zum Sonnenaufgang sind die zwei Schweizer Jungs schon auf den Beinen: „Das hat auch was Gutes, so viele wunderschöne Sonnenaufgänge habe ich zu Hause nicht erlebt“, erzählt Niklaus begeistert. Zuerst werden die Tiere versorgt, danach geht es weiter mit harter Feldarbeit. Pro Tag arbeiten die beiden Jungbauern neun bis zwölf Stunden. Teure und große Maschinen gibt es hier nicht, lediglich einen Jeep, der aber bei der Feldarbeit, beim Ziegenmelken oder beim Käseherstellen auch nicht weiter helfen kann. Alles hier ist hundert Prozent Natur und wächst und gedeiht dank ihres täglichen Einsatzes.


„Die Kargheit der Insel ist mein Antrieb und meine ganz persönliche Herausforderung. Der Boden hier ist arm an Nährstoffen und Mineralien, es ist sehr heiß und es gibt kein Grundwasser. Keine fruchtbare Erde, nur Lavagestein und angewehter Sand“, beschreibt Maximilian seinen Arbeitsplatz. „Natürlich ist die Arbeit sehr hart, aber man bekommt so viel zurück, weil man direkt in der Natur arbeitet, mit der Erde und den Tieren. Man muss sich schon überlegen, was man tut und was man im Leben erreichen will, denn für mich steht fest: ich möchte die Natur nicht ausbeuten, sondern der Erde auch etwas zurückgeben, indem ich mich an die gleichen Gesetze halte wie die Natur und nicht ständig etwas einfordere. Hier oben gibt es nur Natur und das, was wir ernten ist dank unserer Hände Arbeit und nicht unter zu Hilfenahme von Maschinen und Dünger gewachsen“, erzählt der 26jährige stolz. Besonders die Kargheit Lanzarotes hat es Maximilian angetan und den Entschluss gefestigt, hier zu bleiben: „Man muss sich das vorstellen: Auf einer kleinen Vulkaninsel mitten im Atlantik Landwirtschaft zu betreiben. Das ist schon sehr faszinierend.“ Wenn Maximilian über das Leben philosophiert, hört man seine Ernsthaftigkeit, sein ehrliches Interesse und seine Liebe zur Natur heraus.


Maximilian hat sich im September vergangenen Jahres spontan entschlossen, nach Lanzarote zu kommen, um auf einem Bauernhof zu arbeiten: „Eigentlich hatte ich schon eine Zusage für eine Tanzausbildung in der Tasche, aber ich wollte doch lieber wieder in der Natur arbeiten“, erzählt er.
Der 26jährige ist in Zürich aufgewachsen und lebte die vergangenen sechs Jahre in Deutschland. Dort machte Maximilian zuerst eine Landwirtschaftsausbildung und danach besuchte er eine Schauspielschule.
„Das mit der Schauspielerei hat mir eher was fürs Leben gebracht. In diesem Beruf zu arbeiten, kann ich mir nicht mehr vorstellen“, sinniert Maximilian. Das Angebot, hier in der Natur zu leben und zu arbeiten, kam ihm gerade recht und so hat er auf Lanzarote seine Berufung gefunden. Zurück nach Deutschland oder gar in die Schweiz möchte er erstmal nicht. Denn auch seine Freundin Myrthe konnte er für die „Auswandereridee“ gewinnen, sie hat sich ebenfalls schnell entschlossen, mitzukommen. Myrthe ist Bildhauerin und hat Kunst studiert. Ab und zu ist sie in Deutschland, arbeitet dort weiter an ihren Projekten und gibt Kunstunterricht in Schulklassen. Den Rest der Zeit verbringt auch sie auf dem Bauernhof und arbeitet mit. Auf die Frage, ob das für eine Frau nicht zu hart ist, antwortet Maximilian grinsend: „Nein, nein, meine Freundin ist sehr hart im Nehmen“.


Maximilians Kollege, der 20-jährige Niklaus Scherrer, arbeitet als Praktikant für drei Monate auf dem Hof hoch über dem Atlantik.
„Ich wollte erstmal weiter weg, bevor ich eine dreijährige Lehre als Dentalassistent in meiner Heimat anfange. Außerdem arbeite ich sehr gern in der Natur, und mein Traumberuf ist Landschaftsgärtner.“ Auf die Frage, wie es ihm hier geht, antwortet er ehrlich: „Es gab schon Zeiten, besonders am Anfang, wo es mir schwer gefallen ist. Aber nun habe ich auch Freunde gefunden. Außerdem lernt man hier in der Natur, den Tag gut zu gestalten. Ich fühle mich auch viel vitaler.“
Bisher hat Niklas noch nicht viel von der Insel gesehen. Vermisst er nichts bei so viel Arbeit und Abgeschiedenheit? „Ein bisschen mehr Freizeit könnte es schon sein, aber einmal die Woche gönnen wir uns, für ein paar Stunden an den Strand zu gehen und das Meer zu genießen.“ Maximilian pflichtet ihm bei:
„Abends gehen wir schon mal auf die Piste, ein bisschen Spaß muss sein.“
Auf dem Hof, den die beiden bewirtschaften, sorgen sie für 35 Ziegen, zehn Schafe, 35 Hühner, ein Kamel und ein Pferd. Was auf dem Feld geerntet wird, findet nicht nur Verwendung als Tierfutter, sondern wird auch auf den Wochenmärkten zum Verkauf angeboten.


Hier oben wächst Mais, Weizen und ein bisschen Obst und Gemüse. Als Lanzarote37° die beiden besucht, erzählt Maximilian stolz von seinem Tagwerk: „Wir haben heute Ziegenkäse gemacht. Für die zehn Käselaibe haben wir zu zweit fast den ganzen Tag gearbeitet.Es war die ganze Ausbeute der heutigen Ziegenmilch. Vielleicht werden wir 50 Euro dafür bekommen, das wäre dann unser Tageslohn“, spekuliert Maximilian.

Alles, was die beiden Jungbauern herstellen, wird samstags in Haría und mittwochs nach Tahiche zum Markt gebracht und zum Kauf angeboten. Auch nach Teguise zum Bio-Supermarkt liefern die beiden ihre Produkte.
Und wer den weiten, unwegsamen Weg zu den beiden hinauf findet, der bekommt Ziegenkäse oder Ziegenjoghurt im wahrsten Sinne des Wortes: direkt vom Hersteller.

(05/07 N°10)



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