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Mittwoch, 16. Oktober 2019
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Serie

Auswanderer auf Lanzarote
Kind spanischer Gastarbeiter:
Eva Cerón kehrte zurück in die Heimat

Von: Nancy Gries



Eva in ihrem heutigen Heimatort Guatiza


Eva auf Reisen in Indien


Der Inder ließ sich gern mit Eva fotografieren


(03/07 N°8) Eva Cerón Maximino (31) ist Spanierin. Trotzdem ist sie eine „Einwanderin“. Aufgewachsen in Wahlstedt, Schleswig Holstein, als Kind von Angel und Francisca Maximino. Die Eltern kamen in den 50er Jahren nach Deutschland. Sie folgten dem Ruf der boomenden Wirtschaft und nutzten die Chance, sich in der Fremde eine Existenz aufzubauen. Während Töchterchen Charon noch in Spanien zur Welt kam, erblickte Eva bereits in der neuen Wahlheimat ihrer Eltern das Licht der Welt. Heute 31 Jahre später ist sie nach Spanien zurückgekehrt.

Bis zu ihrem 16. Lebensjahr wuchs Eva wie die meisten deutschen Kinder auf: Kindergarten, Schule und Freunde. Zu Hause lernte sie nicht nur die Sprache Ihrer Eltern, sondern wurde auch mit den Sitten und Gebräuchen der Heimat ihrer Eltern, konfrontiert.
Auf die Frage, ob sie sich nun eher spanisch oder deutsch fühle, antwortet sie sehr nachdenklich „spanisch“. Sie führt das zurück auf ihre Erziehung im Elternhaus, die sie geprägt haben. Trotzdem spricht sie im selben Atemzug von ihren „deutschen Eigenschaften“.wie Pünktlichkeit und Korrektheit.
In der Kindheit wurde Deutschland zu Evas Heimat. Fragt man sie heute, welche Unterschiede sie zwischen den beiden Kulturen sehe, meint sie: „ Die Unterschiede liegen vor allem in der Mentalität. In Deutschland verbinden mich intensive Freundschaften, welche lange Zeit gebraucht haben um zu wachsen. In Spanien dagegen treffe ich auf Menschen, welche auf den ersten Blick offener und zugänglicher sind.


Bereits in ihrer Kindheit war Eva mit ihren Eltern viel auf Reisen und wurde schon als Fünfjährige allein zur Familie nach Andalusien geschickt. Ein Leben in zwei Kulturen, das hatte ihr damals sehr gut gefallen.
Doch je älter Eva wurde, umso mehr wuchs bei den Eltern der Wunsch, wenigstens eine der Töchter solle wieder in Spanien leben. Da Charon, die 13 Jahre ältere Schwester schon in Deutschland verheiratet war, projizierte sich der Elternwunsch auf Eva. So ging Eva mit 16 Jahren eher unfreiwillig nach Valencia. Sie belegte Wirtschaftskurse, absolvierte das Deutsche Sprachdiplom und eine Ausbildung in Fotografie.


Nach vier Jahren entschied das Schicksal neu: Aus einem ursprünglich geplanten einwöchigen Deutschland-Urlaub wurden drei Jahre. Eva hatte sich verliebt und blieb.
Doch ihr Durst nach Neuem ließ sie nicht lange verweilen und so schmiedete sie mit dem deutschen Freund Norman Reisepläne. Das erste Ziel der Reise führte sie nach Sri Lanka und dann weiter bis nach Australien. Nach fast einem Jahr auf Reisen, viel Erlebtem und Neuentdecktem neigte sich das Reisebudget dem Ende zu und die beiden zogen nach Valencia.
Zum Wintereinbruch ist es in Valencia nicht gerade gemütlich und man entschloß sich den kühlen Temperaturen mal auf den Kanaren zu entfliehen. Über Aufenthalte auf Teneriffa und Fuerteventura fanden die beiden letztendlich nach Lanzarote. Die Liebe der beiden hat zwar nicht gehalten, aber beider Liebe zu Lanzarote ist geblieben und Eva und Norman ließen sich auf der Atlantikinsel nieder. Auf die Frage: Warum gerade Lanzarote? Antwortete sie: „Die magische Anziehungskraft war sofort zu spüren, obwohl nie geplant war, so lange zu bleiben. Hier wurde ich gut aufgenommen, habe recht schnell viele liebevolle Menschen kennen gelernt. Und natürlich das Klima! Wo ist der Winter sonst so schön in Europa?“ Aber auch Eva musste erst einmal Arbeit und Unterkunft finden und wie es hier üblich ist, als spontan Zugereiste, jobbt man sich durch. Sie arbeitete als Kellnerin, Verkäuferin, Touristenführerin. Heute ist Eva Rezeptionistin und zufrieden mit ihrem Beruf, getreu ihrer Philosophie: „Man muss arbeiten, um sich seine Träume zu erfüllen. Ich arbeite um Reisen zu können.“
Eva sieht die gesamte Erde in ihrer Vielfalt als ihr zu Hause, mit Lanzarote als Wahlheimat. „Ich fühle mich fast überall auf der Welt wohl, aber Lanzarote ist der Ort, an den ich immer wieder gern zurückkehre.“


Und so war es auch, als sie die Weltkarte wieder einmal ausbreitete. „Warum nicht Indien!?“ sagte sie sich und reiste 2004 das erste Mal allein in dieses Land. „Allein reisen ist noch viel spannender, weil man sich absolut frei fühlt und alles ganz allein entscheiden kann“, sagt Eva.
Besonders angetan hatte es ihr in Indien ein kleiner Ort mit dem Namen Anantapur. Dort lernte sie die Hilfsorganisation „Rural Development Trust“ kennen, die die „Unberührbaren“ unterstützt. Das sind Inder, die der untersten Kaste angehören.
Die „Rural Development Trust“ gründet Schulen, Behindertenwerkstätten, Lepra- und Aidsstationen. Eva begleitete die freiwilligen Helfer bei ihrer täglichen Arbeit. Dabei hat sie viele tief bewegende Augenblicke mit ihrer Kamera festgehalten, denn neben dem Reisen ist die Fotografie Evas zweitgrößtes Hobby.
Um ihre Erinnerungen mit anderen zu teilen, organisierte sie 2005 eine Ausstellung zu Gunsten der Hilfsorganisation mit ihren Fotos über Indien im lanzarotenischen „LaGomar“ in Nazareth. Dort konnten die Besucher an den aufregenden, traurigen, glücklichen und überraschenden Momentaufnahmen ihrer Reise teilnehmen.


Bis heute spielt der Gedanke anderen Menschen zu helfen eine große Rolle in Evas Leben. Sie hat eine Patenschaft für ein indisches Kind übernommen und unterstützt nun ihr kleines Patenkind und seine Familie, wo sie nur kann.
Denn das, was sie von ihren Reisen und besonders in Indien gelernt hatte, ist, dass jeder in unserer Gesellschaft zufrieden sein sollte, was er hat und froh darüber, „frei leben und frei entscheiden“ zu können. Eva hat beide Seiten der Medaille kennen gelernt und erfahren, „dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein“. „Jeder sollte den Weg gehen, den er möchte und niemals aufgeben darum zu kämpfen, sein eigenes Leben zu führen und glücklich zu sein. Eva wird weiter auf Reisen gehen, um ihr Fernweh und ihren Wissensdurst über fremde Kulturen zu stillen.
Ihr nächstes Ziel ist Tansania und wir hoffen, dass sie uns auch von dieser Reise mit ihren Fotografien berichten wird.



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