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Serie

Auswanderer auf Lanzarote (Teil 2)
Heinz Autermann: Ein Leben für die Papageien
Romy Baltensperger: Vom „Rucksack-Mädel“ zur Modeschöpferin

Von: Susanne Bernard
























(09/07 N°2) Der Traum vom Auswandern.

Auf Lanzarote leben, das wär doch was! Viele träumen davon, einige machen es wahr. In dieser Serie interviewt Lanzarote37° ausgewanderte Insulanerinnen und Insulaner. Wir fragen, warum sie hierher gezogen sind - und ob sich ihr „Traum vom Auswandern“ auch im „harten“ Inselalltag erfüllt.

 

Heinz Autermann

Ein Leben für die Papageien

Als Heinz Autermann vor 18 Jahren das erste Mal auf den Kanaren anlandete, war er 52 Jahre jung und wollte eigentlich Urlaub auf Gran Canaria machen. Dort sah der damals bereits passionierte Vogel-Züchter eine Papageien-Show und es war um ihn geschehen. „So etwas gab es damals in Deutschland noch gar nicht. Ich hab noch im selben Jahr meine Koffer gepackt und bin nach Gran Canaria gezogen, um alles von den Tier-Trainern zu lernen.“
Außer dem Notwendigsten hatte der heute 70jährige auch zwölf seiner schönsten und gelehrigsten Papageien im Gepäck. Darunter „Jacco“, einen Graupapagei, der heute im Guinate Tropical Park gerne Besucher überrascht, indem er deutsche Schlager anstimmt, wenn sie an seinem Käfig vorbeiziehen. „Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein, und dann...“ „Hat er alles von meiner Frau gelernt“, grinst Heinz süffisant.
Begonnen hat dieser „Vogel“ von Heinz, als er noch ein Schüler war. Auf dem elterlichen Hof in Eschweiler bei Aachen, züchtete er Hühner und Tauben. „Irgendwann bin ich dann auf Wellensittiche umgestiegen und dann wurden die Vögel immer grösser“, erinnert er sich. Er hat Schönheitspreise mit seinen Lieblingen gewonnen – „da darf keine Feder falsch stehen“, in Freizeitparks gearbeitet und Greifvögel trainiert, die von den Scheichs in Saudi-Arabien gekauft wurden, um auf die Jagd zu gehen.
Nach einem Jahr Training mit seinen Papageien ist Heinz nach Lanzarote gekommen. Zuerst tingelte er mit seinen gefiederten Freunden durch die Hotels, um seine Shows vorzuführen. „Damals konnte man damit noch Geld verdienen, da war das noch etwas ganz Besonderes“, erinnert sich Heinz. Später dann freundete er sich mit den Besitzern des Guinate Tropical Park, Sandra und Roger Holder, an, und akzeptierte 1990 deren Angebot, in ihrem Park eine ständige Papageien-Show zu zeigen.
In dieser Zeit hatte Heinz viele Angebote von Freizeitparks aus der ganzen Welt. Sie wollten ihn als Tiertrainer haben.  Aber Heinz Autermann wollte und will nicht weg von der Insel: „Ich habe mich hier eingerichtet, wohne in einem grossen Haus mitten im Park. Nö, ich will nicht weg. Mir gefällt es hier. Auch wegen der Tiere. Die sind hier das ganze Jahr draussen.“
Während Heinz mir das erzählt, gehen wir, an vielen Volieren vorbei, zusammen in sein Haus, wo ein vor wenigen Tagen geschlüpfter Kakadu und ein noch jüngerer Ara schon im Brutkasten auf ihn warten, um gefüttert zu werden. Wer weiss, was die beiden eines Tages von Heinz lernen werden? Werden sie Fahrrad fahren oder sich sich lieber faul mit Sonnenbrille im Liegestuhl räkeln? Aber vielleicht finden sie auch einen Partner, dann brauchen sie nie arbeiten, denn „verliebten Papageien kann man nichts beibringen“, grinst Heinz.

 

Romy Baltensperger

Vom „Rucksack-Mädel“ zur Modeschöpferin

Romy Baltensperger (38), heute erfolgreiche Mode-Designerin, Geschäftsfrau und glücklich verheiratete Mutter von Mayra (6) und Alayah (4),  kam vor zwölf Jahren mit einem Rucksack voller Seidenmalfarben und ganzen 1200 Schweizer Fränkli auf Lanzarote an. Ihr Entschluss stand damals fest: „Hier will ich leben!“
Bereits nach ihrer Lehre als Einzelhandelskauffrau begann Romy, um die Welt zu reisen. „Ich hatte damals einfach Fernweh! In die Schweiz bin ich nur auf kurze Stippvisiten zurückgekehrt. Habe meine Mutter besucht. Ein bisschen gejobbt. Spätestens nach einem halben Jahr bin ich wieder in der Welt herumgezogen.“
Eines Tages war es mal wieder soweit. Romy schmiss ihren Job in Zürich und knobelte mit ihrer Schwester, ob sie beide nach Ägypten oder nach Lanzarote  fahren sollten. „Ich wollte unbedingt nach Ägypten, aber meine Schwester hat gewonnen und so landeten wir in Lanzarote. Es hat mir so gut gefallen, dass ich im Juni drauf noch mal für einen Monat hergeflogen bin, und im darauf folgenden September packte ich dann meinen Rucksack.“
Kaum Geld, keine Bleibe, keine Freunde, keinen Führerschein, stieg die damals 23jährige erst mal in einer billigen Pension ab, um sich von dort aus nach einer günstigen Wohnung umzusehen. „Beim trampen erzählte mir dann einer, dass er in Arrieta eine Wohnung wüsste. Die hab ich dann damals für umgerechnet etwa 100 Euro im Monat gemietet. Ich fing an, meine Seidentücher zu pinseln und sie verschiedenen Läden auf der Insel in Kommission zu geben. Nebenbei putzte ich Apartements. Beides zusammen hat zum Leben gereicht. Damals brauchten wir nicht viel: eine Flasche Wein, sonnenreife Tomaten, ein Stückchen Brot... Die Wohnung war billig, ein Auto hatte ich nicht... Mein Gott, was bin ich damals gelaufen. Von Arrieta nach Famara zum Strand und abends wieder zurück. Ein bisschen Wasser und Brot im Rucksack...“, erinnert sich Romy lächelnd an ihre „Gammelzeiten“, wie sie das heute nennt. Zeitweise wohnte sie mit ihrem damaligen Freund, einem Künstler, sogar in einer Höhle: „Nicht weil wir uns keine Wohnung hätten leisten können. Es war einfach dieses unglaubliche Gefühl von Freiheit, das wir auskosteten. Ich hatte nix, keine Verpflichtungen, keine Familie, keine Kinder. Ich hatte einfach nur Zeit!“
Zwei Jahre später verfestigte die einstige Weltenbummlerin ihr Inseldasein. Sie mietete in Mala, einen kleinen Laden und begann erste Mode zu entwerfen. „Erst waren es nur Westen mit ganz simplen Schnitten. Obwohl der Laden abgelegen lag, ist er gelaufen. Den Leuten haben meine Sachen gut gefallen“, erinnert sie sich im Rückblick, selbst etwas erstaunt, wie leicht ihr damals alles fiel.
„Ich hab einfach nur „gemacht“, mich sonst um nichts gekümmert. Weder ich noch mein Laden war angemeldet, ich hatte keine Krankenversicherung, manchmal fuhr ich sogar Auto ohne Führerschein“, erinnert Romy sich etwas kleinlaut. „Ich hatte unglaubliches Gottvertrauen.“
Heute verläuft Romys Leben in geregelteren Bahnen: Der winzige Laden in Mala gehört der Vergangenheit an, genauso wie das Schweizer Mädel, das sich mit bemalten Seidentüchern und selbst genähten Westen über Wasser hielt. An ihre Stelle traten zwei trendige Designerboutiquen – natürlich ganz offiziell im Handelsregister eingetragen -  mit dem schönen Namen „Moda Indigo“. Den Führerschein hat Romy längst in der Tasche und der Dorfpolizist muss schon lange kein Auge mehr zudrücken, wenn ihm Romy begegnet.
Ehemann Thilo nimmt ihr im Betrieb nicht nur alles „Unkreative“, wie beispielsweise die Buchhaltung, ab, sodass sie Zeit zum Entwerfen ihrer weithin bekannten Leinenkollektion hat, er ist auch perfekter Hausmann, der während des Interviews Vollkorngetreide mahlt und mit den Kindern am Schweizer Klostertisch knetet. „Thilos Engagement hat der Firma noch einen richtigen Schub gegeben“, erinnert sich Romy und nickt Bestätigung suchend in seine Richtung.
„Trotzdem war es nicht immer leicht, besonders als die Kinder auf die Welt kamen und das Geschäft wuchs. Immer hatte ich den Säugling auf dem Arm und nebenbei noch das Geschäft....“, erinnert sie sich.
Würde Sie, hätte sie die Wahl, ihr Leben nochmals in dieselbe Richtung lenken? „Hm“, überlegt Romy, „mir gefällt es hier gut, aber es gibt auch andere zauberhafte Orte auf der Welt. Ach, ich weiß nicht! Aber den Thilo, den würde ich noch einmal nehmen!



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