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Serie, Lokales

Ein Obstgarten auf Lanzarote (Teil 2):
Von Ananas bis Zitrone



Foto: www.photocase.com / Jenzig71


(02/08 N°19) Obst im lanzarotenischen Garten braucht mehr Aufmerksamkeit und Fachwissen als die dekorativen Gartenpflanzen, dafür erfreut es nicht nur das Auge, sondern auch den Gaumen. Wir sagen Ihnen, was bei der Pflanzung und Pflege von Zitrusfrüchten zu beachten ist.

Die Gattung Citrus aus der Familie der Rutaceae kommt ursprünglich aus Südost-Asien. Die Kultur von Zitrusfrüchten begann vor über 4000 Jahren in China. Durch die Feldzüge von Alexander gelangten zuerst die  Zitratzitrone (Citrus medica) und die Zitrone (Citrus limon) ins Mittelmeergebiet. Viel später, im 17. und 18. Jahrhundert brachten die Portugiesen die Apfelsinen und Mandarinen aus dem fernen Osten ans Mittelmeer. Heute werden Zitrusfrüchte hauptsächlich in subtropischen Klimazonen angebaut. Die Zitrusfrüchte werden grob in die Gruppen Orangen, Zitronen, Grapefruits, Easypealer (das sind die leicht schälbaren wie Mandarinen und Clementinen), Pampelmusen, Limetten und Kumquats eingeteilt. Zitrusbäume werden etwa 10 Meter hoch, in Kultur etwa 2 bis 5 Meter. Sie sind immergrün und haben oft Dornen. Alle benötigen viel Sonne und Wärme. Kühle Perioden während der Fruchtreife verbessern die Qualität der Früchte, daher werden die besten Orangen, Zitronen und Mandarinen im Mittelmeerklima erzeugt. Limetten und Pampelmusen wachsen besser im feuchtwarmen Tropenklima. Für den Hausgärtner ist der Wechsel der Fruchtfarbe von grün zu gelb oder orange Anzeichen für die Pflückreife. Zitrusfrüchte reifen nicht nach wie anderes Obst, sie müssen immer vollreif gepflückt werden. Für den Farbwechsel der Früchte von grün nach gelb oder orange ist die Bildung von Farbstoffen, der Carotinoide in der Schale nötig. Einige von ihnen werden nur gebildet, wenn die Temperatur mindestens für einige Stunden unter 13 Grad sinkt. Dies ist der Grund dafür, dass reife Orangen im tropischen Klima häufig grün bleiben. Auch auf Lanzarote kommt es vor, dass die Orangen grün, aber trotzdem reif und süß sind.

 

Pflanzung von ObstgehölzenSorgen Sie von Anfang an für ausreichenden Windschutz. Der Obstbaum wird nur so hoch und breit wie er Windschutz hat. Falls ein Zoco (halbrunde Windschutzmauer) gebaut wird, achten Sie darauf, dass die Mauer nicht hermetisch dicht ist, bei Hitze und wenig Wind muss die Windschutzmauer Luftlöcher haben, sonst verbrennt der Baum im Sommer beim nächsten Calima. Der ideale Zoco ist bis zu einer Höhe von etwa einem Meter dicht gemauert, der zweite Höhenmeter besteht aus mit Zwischenräumen gesetzten Natursteinen, die auf der Oberkante von einem Zementband zusammengehalten werden. Vergewissern sie sich vor dem Bau des Zocos, ob an der Pflanzstelle große Felsen im Untergrund sind.Heben Sie ein ausreichend großes und tiefes Pflanzloch aus: Durchmesser mindestens doppelt so groß wie der des Topfes und beinahe doppelt so tief wie der Topf hoch ist. Mischen sie die Pflanzerde mit Kompost und/oder Mist und pflanzen sie den Baum auf dieselbe Höhe, wie er im Topf stand. Am Ballenrand gut antreten und tiefgründig wässern. Die Picónschicht auf der Erde um den Baum herum soll mindestens 15 Zentimeter betragen, 20 bis 30 Zentimeter sind besser.Pflege der Obstbäume Wir empfehlen eine jährliche Düngung am Ende des Sommers mit abgelagertem Mist oder mit Kompost. Der Picon wird auf Traufenbreite zur Seite geschoben, der Mist oder Kompost wird auf der Erde gleichmäßig verteilt. Nicht mit der Hacke einarbeiten, die feinen Wurzeln befinden sich im Traufenbereich direkt an der Erdoberfläche! Die Bäume brauchen für optimales Wachstum eine regelmäßige Bewässerung. Es sollte eine Trockenperiode mit minimaler oder keiner Bewässerung eingeschaltet werden, denn die Blütenbildung von den Zitrusgewächsen wird durch den Wechsel von Trockenperioden und Feuchtperioden angeregt. Zitrusbäume werden nicht geschnitten, lediglich bei zu dichtem Wuchs kann der Baum nach einigen Jahren etwas ausgelichtet werden.Die fast überall auf Lanzarote, nicht nur an Zitrus, auftretenden Wollläuse auf den Blattunterseiten, bekämpfen Sie am besten mit Kaliseife (Jabón Potasico), einem biologischen Insektizid. Lassen sie sich keine chemischen Mittel andrehen, diese wirken auch nicht besser, sie vergiften nur sich, Ihre Haustiere und Ihre Umwelt. Übrigens: Wenn sie den Mineraldünger im Garten weglassen, haben Sie weniger Probleme mit Pflanzenschädlingen. Den Blattminierer (Minador), der häufig die jungen Blätter befällt, vertreiben sie mit Auszügen vom Neembaum (Extracto de Nem). Beide Mittel sind im Fachhandel auf der Insel erhältlich. Die ZitrussortenDie wichtigsten Sortengruppen der Orangen sind die Navelorangen mit den Sorten Navelina, Navel, Washington Navel und Navel Late; die Reifezeiten beginnen mit Navelina im November bis März für Navel Late. Die Navelorangen lassen sich gut teilen und schälen. Besonders saftreich ist die Sortengruppe Valencia mit den spanischen Sorten Valencia, Valencia late für die Saftgewinnung und Salustina. Bei den Orangen „Jaffa“ handelt es sich nicht um eine Sorte, sondern um Handelsbezeichnungen der Herkunft, die Sorte heißt Shamouti.Die wichtigsten blutfrüchtigen Orangensorten in Spanien heißen Sanguina und Sanguinelli, sie werden von Januar bis Mai geerntet.Die ursprüngliche echte Mandarine (Citrus reticulata) wird wegen ihrer zahlreichen Kerne nur selten angebaut. Die heutigen Sorten der Mandarinen entstanden aus einer Vielzahl von Kreuzungen und natürlichen Mutationen, botanisch lassen sie sich nur noch unter großen Schwierigkeiten einordnen, deshalb fasst man sie unter dem Namen Easypealer zusammen. Die wichtigsten sind die Satsuma aus der gleichnamigen japanischen Provinz, die Clementine, die Anfang des 20. Jahrhunderts im Garten des Paters Pierre Clement in Algerien entdeckt wurde und die kleinste der Mandarinenfamilie, die Tangerine. Der Haken für den Hobbygärtner an diesen vielen Kreuzungen der Mandarinen ist, dass in der Nähe einer kernlosen Mandarinenkreuzung keine anderen Zitrusbäume wachsen dürfen, denn bei Bestäubung durch andere Zitrusarten kommt es meist wieder zur Kernbildung. Die Zitrone ist, obwohl sie seltenst pur verzehrt wird, am wenigsten aus unserer Küche wegzudenken. Im Anbau stellt sie die gleichen Ansprüche wie die Orange und die Mandarinen. Die Bäume blühen zur selben Zeit in der auch Früchte am Baum reifen. Man kann dadurch über einen langen Zeitraum Früchte ernten. Zitronen werden meist ohne Sortennamen nach Herkunftsland verkauft. Die wichtigste spanische Sorte heißt Verna.Die Zedratzitrone, citrus medica, ist die erste Zitrusfrucht, die nach Europa gelangt ist. Sie ist nicht zum Frischverzehr geeignet. Sie wird bis zu zwei kg schwer und besteht fast nur aus dem Mesokarp, einer dicken weißen Schicht zwischen Schale und Fruchtfleisch. Das Mesokarp der grün geernteten Früchte wird zu Zitronat verarbeitet. Pampelmusen, Grapefruits und die Kreuzung zwischen beiden, die Pomelos; Kumquats, Limequats, Limetten, Bitterorangen und andere werden wir in einer anderen Ausgabe besprechen.Der Autor Wolfgang Scherzer studierte in Deutschland Gartenbau und tropische Landwirtschaft. Seit zwölf Jahren arbeitet er als Gartenarchitekt und Gärtner auf Lanzarote.



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