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Montag, 16. September 2019
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Freizeit

Das erste Mal
Erlebnisse beim Schnupper-Tauchkurs

Von: kk





















(10/06 N°3) Lanzarote - Es war schon ein wenig eigenartig, als es endlich losging. Da lagen vor mir also all die Sachen, die man vom Fernsehen kennt oder auch schon mal in einer Tauchschule gesehen hat. Der Tauchanzug, eine Tarierweste mit allerlei Schnallen, ein Paar Schuhe, Flossen, eine Brille, eine mächtig schwer aussehende gelbe Flasche, ein Bleigürtel und ein spinnenartig aussehendes Etwas mit vier langen Schläuchen dran. Der Tauchlehrer, klärt mich auf: „Diese Krake hier ist der Lungenautomat. Zwei Mundstücke, eines zur Sicherheit. Dieser Schlauch hier ist für das Aufpusten der Schwimmweste. Der vierte ist für das Finimeter. Das hält dich über den verbleibenden Druck in der Flasche auf dem Laufenden.  Zieh mal alles an!“


Ich sehe mir diese schwarzen Sachen an, stelle fest, dass es schon den ganzen Nachmittag sehr heiß ist und frage mich, wie lange es ein menschlicher Körper bis zum Hitzschlag aushält. Mein suchender Blick findet zwei Sanitäter, und ich mache mich beruhigt ans Werk. Die Flasche mit Pressluft wird an der Weste befestigt, der Lungenautomat an der Flasche und alles wird wieder auf den Boden gelegt. Der Anzug lässt sich erstaunlich gut überstreifen, ebenso die Schuhe. Wie soll ich das mit dem Bleigürtel…?. „Schnalle in die linke Hand!“, höre ich neben mir sagen. Automatisch beuge ich mich mit dem Oberkörper nach vorne, bis das 10 Kilo schwere Gewicht über meiner Hüfte liegt. Die Weste schaffe ich nur mit Hilfe anzuziehen und komme in diesem Augenblick nicht umhin, an Leni Rieffenstahl zu denken, die es doch mit 80 Jahren noch geschafft hat, das alles zu lernen. Bis dahin sind es bei mir noch 25 Jahre, also ein Viertel Jahrhundert – aber egal, wie ich es rechne, meine Achtung vor der Rieffenstahl wächst im gleichen Maß wie die Gewichte um mich herum – inzwischen bin ich 30 Kilogramm schwerer als vorher.


Mit der ganzen Montur, Flossen in der Hand, geht’s Richtung Meer. Ein paar Sprüche zur Verabschiedung von meiner Liebsten: „Schön war’s mit Dir. Wirklich!“ und schon bin ich im Wasser. Der erwartete Kälteschock bleibt aus, als das Wasser langsam zwischen mich und den Anzug rinnt. Jetzt noch die Flossen anziehen. Der Tauchlehrer bläst mittels einer der vier Krakenarme Luft in meine Weste und verwandelt mich damit in ein unsinkbares Schlauchboot, das sich wundert, trotz Gesamtgewicht von 110 Kilogramm einfach nicht unterzugehen. Flossen an, ausprobieren, ob der Lungenautomat funktioniert, kurze Wiederholung der Einführung in die Zeichensprache unter Wasser, Luft raus aus der Weste, Maske aufgesetzt, Mundstück dahin, wo es hingehört und ein allererstes Mal unter Wasser, ohne Luft anhalten zu müssen. Dort unten knien wir einander gegenüber im Sand, und mir wird die außerordentliche Situation langsam bewusst. Da atme ich mit Hilfe von etwas Technik unter Wasser einfach weiter, wie oben, wo es sehr blau aussieht. Meine abgeblasene Luft lärmt ganz gewaltig in meinen Ohren. Mir gehen die Bilder von Tauchern durch den Kopf, die zu irgendeiner sehr beruhigenden, sanften Musik durchs Wasser gleiten - nix davon - erst mal macht’s gewaltig Krach. Trotzdem schön. Der Lehrer macht mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis. „Alles klar?“ „Alles klar!“. Und runter geht’s.


Ich muss mich ganz schön abstrampeln, um mit dem Gesicht nach unten zu bleiben. Das Gewicht auf meinem Rücken will mich immer umdrehen. Langsam gewöhne ich mich daran und es macht immer weniger Mühe. Plötzlich sind wir mitten in einem Schwarm silbrig glänzender Goldstriemenbrassen und werden aus großen friedlichen Augen angeguckt. „Nichts berühren, nur schauen!“ hatte mein Lehrer vor dem Abtauchen noch gesagt. Recht hat er. Das ist eine andere Welt. Respektvolle Distanz ist angesagt. Vielleicht lassen mich die Großen dann in Ruhe, kalkuliere ich blitzschnell und total cool durch. Ein Blick zur Seite beweist: keine Orkas, keine Haie oder ähnliches Ungetüm. Dafür alle möglichen anderen flossen- und flaschenbewehrten zweibeinigen Säugetiere, die dort ihre Übungen machen und aus deren Mündern es ständig gewaltig blubbert.
Wir gleiten weiter durchs Wasser, immer ein wenig tiefer. Drei Meter. Der Druck aufs Ohr nimmt zu und ich mache einen Druckausgleich. Andere Fische ziehen vorbei mit lumineszierenden violetten Streifen, in einer Felsspalte sitzt eine Gespensterkrabbe und ein Feuerwurm klebt an der Wand. Alles ist anders, faszinierend, neu. Vier Meter. Der Blick nach oben verrät, dass da schon eine gewaltige Wassermasse über einem ist. Bis zur Tiefe von fünf Metern sind einige Druckausgleichsmanöver nötig. Zum ersten Mal dann auch ein Gefühl, dass das Ganze zwar sehr viel Spaß macht, aber auch etwas beunruhigt. Wenn jetzt was schief geht… aber es geht nichts schief. Der Lehrer hält Kontakt mit mir, indem er, neben mir schwimmend, mich immer wieder leicht berührt. Sehr beruhigend.


Mein Mund wird langsam trocken, da ich ja nur durch den Mund atmen kann. Aber wir sind auch schon mehr als eine halbe Stunde unter Wasser und es wird Zeit, langsam nach oben zu gleiten. Oben vergleichen wir dann unseren Luftverbrauch: meiner ist glatt doppelt so groß wie der des Meisters. War also doch aufregender als mir mein Ego einreden wollte. Der Körper lügt nun mal nicht, auch meiner nicht, dachte ich noch, als…..
Als ich  langsam aus dem Meer stieg, immer mehr Körpermasse sich ohne umgebendes Wasser wieder zurechtfinden musste, begriff ich zum erstem Mal am eigenen Leib, was es mit den Archimedischen Gesetzen so auf sich hat: mir fehlte der Auftrieb und mein gesamtes Gewicht plus der 30 Kilo Last mehr hatten zwei Beine zu tragen, die sich gerade in höchst ungewohnter flossenschlagender Weise eine halbe Stunde verausgabt hatten, ohne es auch nur im geringsten zu merken. Ich schleppte mich wortwörtlich bis zum Auto und musste mich erst mal hinsetzen. Langsam kamen die Bilder wieder, die Geräusche, die ungewohnten Eindrücke und zum Schluss auch wieder die Kraft. Aber ich war dankbar für die fachkundige Begleitung, für das Erlebnis, für das, was ich unter Wasser gesehen hatte.



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